Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Würzburg (Entwässerungsbetrieb EBW) schreibt die Sanierung des Abwasserkanals in der König-Heinrich-Straße, 2. Bauabschnitt, öffentlich aus.
Worum es geht: Rund 470 Meter Steinzeugrohr (DN 250 und DN 300) sowie 40 Hausanschlüsse werden im grabenlosen Schlauchlining-Verfahren (Inliner) saniert. Die Baustelle liegt in einem Wasserschutzgebiet (WSG III) – daher gelten besondere Auflagen.
Was Bieter wissen müssen:
Umfang: Kanalreinigung, TV-Inspektion, Wasserhaltung, Robotersanierung und Schlauchlinersanierung inklusive aller Vor- und Nacharbeiten.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis
Wertungssumme des Angebotes, ermittelt aus nachgerechneten Angebotssummen unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eventueller Nachlässe ohne Bedingungen. Bevorzugte Bieter erhalten 10% Abschlag auf den Preis.
- Bauablaufplanung
Bewertung der Bauablaufplanung (Formblatt 2274.StB)
- Eignung Personal
Bewertung der Eignung des eingesetzten Personals (Formblatt 2275.StB)
- Qualität
Qualität der Leistung (Formblatt 2272.StB)
- Bauprozessmanagement Asphalt
Bewertung des Bauprozessmanagements Asphalt (Formblatt 2273.StB)
- Wiederverwendung von Baustoffen
Bewertung der Wiederverwendung von Baustoffen (Formblatt 2277.StB)
- Fahrbahnmietsystem
Bewertung des Fahrbahnmietsystems (Formblatt 2271.StB)
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGegenstand und Umfeld
Sanierung des bestehenden Misch-/Schmutzwasserkanals in der König-Heinrich-Straße (Bauabschnitt 2) in Würzburg-Steinbachtal mittels Schlauchlining (Inliner). Die Maßnahme liegt vollständig in der Wasserschutzzone III (WSG III) – entsprechende Zulassungen und Materialanforderungen sind zwingend zu beachten. Es wird kein Tiefbau in offener Bauweise ausgeführt; alle Arbeiten erfolgen über die bestehenden Schachtbauwerke.
Hauptleistungen im Überblick
1. Baustelleneinrichtung inkl. verkehrsrechtlicher Anordnung und Verkehrssicherung
2. Kanalreinigung (Hochdruck, mind. 120 bar) der Haltungen DN 300 (ca. 400 m) und DN 250 (ca. 540 m)
3. TV-Inspektion inkl. Kalibrierung vor Bestellung des Liners; Untersuchung Hauptkanal DN 300 (200 m) und DN 250 (290 m)
4. Wasserhaltung: Absperren der Kanäle, provisorische Abwasserleitung (150 m), Pumpe 5 l/s
5. Robotersanierung: Fräsen von Hindernissen, Zulaufeinbindungen DN 150–200 mit Hutprofil (33 St), Öffnen von Inliner-Anschlüssen (40 St)
6. Schlauchlinersanierung DN 300 (200 m) und DN 250 (270 m) inkl. Schleppfolie, Linerendmanschetten, Zwischenschächte und Druckprüfung
Technische Anforderungen an den Schlauchliner
Qualitätssicherung und Dokumentation
Während und nach der Ausführung sind umfangreiche Nachweise zu erbringen:
Abfallentsorgung
Anfallende Bau- und Abbruchabfälle sowie Baustellenabfälle sind getrennt zu erfassen, zu sortieren und einer Verwertung bzw. Beseitigung zuzuführen. Alle Nachweise nach Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und Nachweisverordnung (NachwV) sind zu führen. Bei abweichender Entsorgungslösung sind Anlagenberechtigung, Betreiberbestätigung und ggf. Bestätigung der Abfallwirtschaftsbehörde vorzulegen. Kosten der Verwertung sind in die Einheitspreise einzurechnen; Kosten der Beseitigung sind beziffert zu benennen.
Datenaustausch und Abrechnung
Der Datenaustausch erfolgt nach GAEB DA 90 und GAEB DA XML. Alle Datenträger müssen eindeutig dem Vergabeverfahren/Vertrag zuordenbar sein. Bei Widersprüchen zwischen Datenaustauschdateien und schriftlicher Fassung gilt die schriftliche Fassung. Die Schlusszahlung erfolgt gem. § 16 Abs. 3 VOB/B innerhalb von 60 Tagen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachkunde, Leistungsfähigkeit und Güteüberwachung
Bieter müssen ihre Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Güteüberwachung für Bau, Sanierung, Inspektion oder Reinigung von Entwässerungskanälen nachweisen. Maßgeblich sind die RAL-Güte- und Programmbestimmungen GZ 961 der Gütegemeinschaft Kanalbau. Der Nachweis erfolgt wahlweise durch:
Die Güteüberwachung umfasst Eigen- und Fremdüberwachung.
Allgemeine Eignungsanforderungen (Formblatt 124)
Sofern nicht präqualifiziert, ist die Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) mit dem Angebot abzugeben. Auf Verlangen sind nachzureichen:
Referenzen
Mindestens 3 vergleichbare Referenzprojekte aus den letzten 5 Kalenderjahren sind auf Verlangen nachzuweisen. Pro Referenz sind anzugeben: Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, technische/gerätespezifische Anforderungen, Besonderheiten der Ausführung, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer) sowie eine Bestätigung des Auftraggebers über die vertragsgemäße Ausführung.
Spezielle Qualifikationsnachweise
Bei Bedarf (je nach Leistungsanteil) sind zusätzlich vorzulegen:
Rechtliche und organisatorische Anforderungen
Vergleichbare Kanalbau- und Kanalsanierungsleistungen, vorzugsweise Schlauchlining in Wasserschutzgebieten
Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung; Angabe von Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang, eingesetzten Arbeitnehmern, technischen Besonderheiten und vertraglicher Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer). Referenzbescheinigung nach Formblatt 444.