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Krankenhaus Abrechnungsprüfung

Salus BKK | Bundeskartellamt, Vergabekammer des Bundes | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)Neu-Isenburg, HessenVeröffentlicht:
Angebotsfrist: noch 16 Tage

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Die Salus BKK (gesetzliche Krankenkasse mit Sitz in Neu-Isenburg) sucht einen Dienstleister, der die Krankenhausabrechnungen der Versicherten prüft.

Zum Auftrag gehört die fachliche, sachlich-rechnerische und medizinische Prüfung aller stationären Krankenhausrechnungen, das Erkennen und Zurückfordern fehlerhafter Abrechnungen, die Durchführung von Erörterungs- und MD-Verfahren, die Bearbeitung von Sozialgerichtsverfahren sowie ein umfangreiches Berichtswesen.

Pro Jahr fallen bei der Salus BKK rund 38.000 stationäre Behandlungen und ca. 210 Mio. € Krankenhausausgaben an. Der Vertrag startet am 01.12.2026 und läuft zunächst ein Jahr; er verlängert sich automatisch um bis zu drei weitere Jahre (max. bis 30.11.2030).

Angebote können nur elektronisch über das Deutsche Ausschreibungsblatt eingereicht werden, Abgabefrist ist der 11.08.2026 um 12:00 Uhr. Die Bewertung erfolgt zu 50 % nach dem Preis und zu 50 % nach fachlichen Kriterien (Qualität, Prozesse, Controlling, Personal). Eine Aufteilung in Lose ist nicht vorgesehen.

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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Noch 16 Tage bis zur Angebotsfrist — 11. August 2026
HEUTE
Termin / FristJUL2026 JAN2027 JUL JAN2028 JUL JAN2029 JUL JAN2030 JUL
Veröffentlichung7. Juli 2026
Bieterfragen-Frist3. Aug. 2026
Angebotsfrist11. Aug. 2026
Nachlieferungsfrist Nachweiseca. 11. Aug. – 18. Aug. 2026
Bindefrist11. Aug. – 7. Sep. 2026
Angebotsgültigkeit11. Aug. 2026 – 11. Aug. 2027
Mitteilung §134 GWB27. Aug. 2026
Rechtsbehelfsfristca. 27. Aug. – 11. Sep. 2026
Zuschlag7. Sep. 2026
Vorbereitungsphase7. Sep. – 1. Dez. 2026
Technische Implementierung7. Sep. – 10. Nov. 2026
Übernahme Bestandsdaten/Archiv7. Sep. – 30. Nov. 2026
Ausführungsbeginn1. Dez. 2026
Vertragslaufzeit1. Dez. 2026 – 30. Nov. 2027
Monatlicher Controlling-Berichtca. 1. Dez. 2026 – 30. Nov. 2030
Quartalsgesprächca. 1. Dez. 2026 – 30. Nov. 2030
Reaktionszeit Anfragenca. 1. Dez. 2026 – 30. Nov. 2030
Kündigungsfristca. 31. Aug. 2027
Liste Verjährungsfälleca. 1. Sep. 2027 – 15. Sep. 2030
Verlängerung 1ca. 1. Dez. 2027 – 30. Nov. 2028
Verlängerung 2ca. 1. Dez. 2028 – 30. Nov. 2029
Verlängerung 3ca. 1. Dez. 2029 – 30. Nov. 2030
Vertragsendeca. 30. Nov. 2030
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Preis & Qualität5 Kriterien
Preis 50%Qualität 50%
  • Preis / Wirtschaftlichstes Angebot50%

    Angebotspreis des Bieters (Wertungssumme aus Preisblatt)

  • Fachliche Bewertung50%

    Gesamtbewertung der vier Fachfragen, jeweils max. 10 Punkte × Faktor 250 = max. 2.500 LP pro Fachfrage, Gesamt max. 10.000 LP

Einfache Richtwertmethode nach UfAB: Z = (L / P) × 100.000. Leistungspunkte (L) ergeben sich aus der Bewertungsmatrix der Fachfragen (max. 10.000 LP). Der Zuschlag wird auf das Angebot mit der höchsten Kennzahl Z erteilt.

KI-Hinweis: Alle Zuschlagskriterien inkl. Gewichtungen (je 50% Preis und Fachliche Bewertung, je 25% pro Fachfrage) und die Bewertungsformel (einfache Richtwertmethode: Z = L/P × 100.000) sind vollständig dokumentiert.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Kernleistung: Prüfung von Krankenhausabrechnungen

Qualifizierte Prüfung aller Krankenhausbehandlungen gemäß §§ 39 und 115f SGB V – vollstationär, stationsäquivalent, tagesstationär, teilstationär, vor- und nachstationär, sektorengleiche Vergütung sowie künftige Leistungsausweitungen (z. B. geplante Kurzzeitfallpauschale). Geprüft werden sachlich-rechnerische, medizinische und materiell-rechtliche Aspekte.

Zielgrößen: Erfolgsquote mindestens 50 %, durchschnittliche Einsparung mindestens 1.100 € pro Fall.

DTA-Verfahren & Datenaustausch

Verarbeitung sämtlicher DTA-Nachrichten mit den Krankenhäusern und Kostenträgern: Aufnahmen, Entlassungen, Verlängerungsanzeigen, Mahnungen, Storno, Gutschriften, Änderungen, Fehlerbereinigungen, INKA-Nachrichten sowie Gutachten in DTA- und Papierform. Erstattungsansprüche an/von anderen Versicherungsträgern sind ebenfalls über DTA abzuwickeln.

MD-Verfahren, Erörterung & Sozialgerichtsverfahren

Einleitung, Durchführung und fallabschließende Bearbeitung von MD-Prüfungen. Erörterungsverfahren nach § 10 der Prüfverfahrensvereinbarung (PrüfvV) und § 17c Abs. 2b KHG inklusive Dokumentation. Vorverfahren und Schlichtung nach geltender PrüfvV. Eigenständige Bearbeitung von Sozialgerichtsfällen bis zur Klage, inklusive Zusammenstellung der Unterlagen und Beratung bei medizinisch-inhaltlichen sowie materiell-rechtlichen Fragen.

Geltendmachung & Durchsetzung von Forderungen

Kürzungen, Rückforderungen, Mahnungen und Verrechnungen aus fehlerhaften Rechnungen. Bearbeitung von Erstattungsansprüchen gegenüber anderen Versicherungsträgern. Jährliche Übermittlung einer Liste der Verjährungsfälle in der ersten Septemberhälfte.

Berichtswesen, Controlling & Prüfregelwerk

Monatlicher Controlling-Bericht bis zum 3. Arbeitstag des Folgemonats, quartalsweise Gespräche mit der Auftraggeberin, standardisierte Controllingberichte und Benchmarking. Pflege und Weiterentwicklung des eigenen Prüfregelwerks auf Basis erlösrelevanter Hinweise von GKV-SV, MDS, MD und der BSG/LSG-Rechtsprechung inklusive Dokumentationskonzept. Bereitstellung aller erforderlichen Unterlagen für BAS-Prüfungen auf Anfrage.

IT, Schnittstellen & Zugriffsrechte

Einsatz einer mit iskv 21C kompatiblen Rechnungsprüfsoftware. Aufbau und Betrieb einer VPN-Anbindung an das BITMARCK-Rechenzentrum auf Kosten des Auftragnehmers. Kompatibilität mit den Schnittstellen der BKK-Software, DTA mit MD und BITMARCK sowie Morbi-RSA-Datentransfer mit Lese- und Schreibzugriff. Die Auftraggeberin erhält lesenden Zugriff auf die Abrechnungssoftware – kostenfrei.

Personal & Qualifikation

Einsatz qualifizierten, festangestellten Personals (keine geringfügig Beschäftigten ohne Hinweis): Sozialversicherungsfachangestellte oder medizinische Fachausbildung mit Weiterbildung zur medizinischen Kodierfachkraft, ersatzweise mindestens 3 Jahre Berufserfahrung in den ausgeschriebenen Arbeitsfeldern. Verhandlungssichere Deutschkenntnisse, einfaches polizeiliches Führungszeugnis auf Anfrage, DSGVO- und § 5 BDSG-Einweisung. Mindestens ein festangestellter Beratungsarzt mit Erfahrung in stationärer Abrechnung. Vorlage eines Personalentwicklungskonzepts (Gewinnung, Einarbeitung, Vertretung).

Sonstige Pflichten & Fallmanagement

Archivierung gemäß Aufbewahrungs- und Löschfristen; Rückgabe der Unterlagen bei Vertragsende. Vergleichsberechnungen für Wirtschaftlichkeitsprüfungen (z. B. Auslandsbehandlung). Selektion und Weiterleitung bestimmter Behandlungsdaten an die Auftraggeberin (Fallmanagement). Kommunikation mit Krankenhäusern zu Behandlungs- und Rechnungsfragen. Softwareupdates für DKR und gesetzliche Anpassungen.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Befähigung & Rechtliche Zuverlässigkeit

Gültige Eintragung im Berufs- oder Handelsregister (oder gleichwertige Bescheinigung). Erfüllung der gewerberechtlichen Voraussetzungen. Keine strafrechtlichen Verurteilungen nach §§ 123, 124 GWB, keine Einträge im Landeskorruptionsregister. Keine Verurteilungen wegen illegaler Beschäftigung in den letzten 2 Jahren (keine Freiheitsstrafe > 3 Monate, keine Geldstrafe > 90 Tagessätze, keine Geldbuße ≥ 2.500 €). Erfüllung der Steuer-, Abgaben- und Sozialversicherungspflichten. Kein Insolvenz- oder Liquidationsverfahren. Einhaltung von Mindestlohn (MiLoG), AEntG und TVöG.

Wirtschaftliche & Finanzielle Leistungsfähigkeit

Nachweis von drei anteiligen Jahresumsätzen (netto) der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre aus Krankenhausabrechnungsprüfung. Ungekündigte Betriebs-, Industrie- oder Berufshaftpflichtversicherung mit Haftungssumme ≥ Auftragswert (Betrag in € netto angeben). Durchschnittliche Beschäftigtenzahl der letzten drei Jahre (gesamt + Führungskräfte).

Fachliche & Technische Leistungsfähigkeit

Zwei Referenzen aus gesetzlichen Krankenkassen der letzten drei Jahre, Vertragsdauer jeweils mind. 18 Monate, inhaltlich und mengenmäßig vergleichbar; mind. eine Referenz aus einem geteilten Verfahren, mind. eine aktuelle Referenz. Bundesweite Erfahrung in der Krankenhausabrechnungsprüfung. Zertifizierung gemäß DIN EN ISO 9001 zum Leistungsbeginn (oder gleichwertig). Umweltmanagement-Zertifikat (Spezifikation vom Bieter auszufüllen). Software-Fachkonzept (Prozessablauf, Prüffristen, Doppelzahlungen, MD-Abläufe, Qualitäts- und Ausstiegsszenario). Nutzung einer iskv-21C-kompatiblen Prüfsoftware, VPN-Anbindung an BITMARCK, Kompatibilität mit DTA/MD/Morbi-RSA-Schnittstellen. Management von Interessenkonflikten.

Personal & Qualifikation

Mindestens ein festangestellter Beratungsarzt mit Erfahrung in stationärer Abrechnung. Fachpersonal mit abgeschlossener Ausbildung als Sozialversicherungsfachangestellte/r oder medizinischer Fachausbildung plus Weiterbildung zur Kodierfachkraft – ersatzweise mind. 3 Jahre Berufserfahrung. Verhandlungssichere Deutschkenntnisse. Einfaches polizeiliches Führungszeugnis (auf Anfrage). DSGVO- und § 5 BDSG-Einweisung und -Verpflichtung. Personalentwicklungskonzept (Gewinnung, Einarbeitung, Vertretung).

Fachliche Mindestpunktzahl

Erreichen von mindestens 50 % der möglichen Gesamtpunktzahl in der fachlichen Bewertung. Andernfalls erfolgt ein Ausschluss aus dem Vergabeverfahren.

Besondere Erklärungen

Scientology-Erklärung (Verpflichtung zur Nicht-Anwendung der L.-Ron-Hubbard-Technologie). Erklärung gemäß EU-Verordnung 2022/576 (keine Russland-Bezüge bei Bieter, Unterauftragnehmern, Lieferanten und Kapazitätsunternehmen > 10 % Auftragswert, auch während der Vertragslaufzeit).

Referenzprojekte
2 ReferenzenZeitraum: Letzte 3 Jahre, Vertragsdauer jeweils mind. 18 MonateVolumen: Vergleichbar mit dem ausgeschriebenen Auftragsumfang (bundesweite stationäre Abrechnungsprüfung); realisierte Einsparvolumina und Berechnungsgrundlage sind darzustellen

Referenzen über Krankenhausabrechnungs- und Abrechnungsprüfung für gesetzliche Krankenkassen, inhaltlich und mengenmäßig vergleichbar zur ausgeschriebenen Leistung (ca. 38.000 stationäre Fälle / Jahr, ca. 210 Mio. € Umsatz).

Mind. 1 Referenz aus einem geteilten Verfahren (stationäre Rechnungsprüfung in Teilbereichen) und mind. 1 aktuelle Referenz. Pro Referenz sind Referenzpartner, Ansprechperson inkl. Telefonnummer, Art der Dienstleistung, Zeitraum (von/bis), Abrechnungsfälle und Rechnungsvolumen anzugeben.

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
1–3Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 2 Angebote
Geringe Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 38%4–10 · 30%11+ · 32%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 34 erledigt
Angebotsformulare & Preis
Fachliche Konzepte & Antworten
Eignung & rechtliche Nachweise
Referenzen
Zertifikate & Unternehmensnachweise
IT & technische Voraussetzungen
Formales
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Salus BKK | Bundeskartellamt, Vergabekammer des Bundes | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)
Anschrift
63263 Neu-Isenburg
Ort
63263 Neu-Isenburg
Kategorie
Hessen
Veröffentlicht
Angebotsfrist

Erfüllungsort

Ort der Leistung
63263 Neu-Isenburg
Hessen

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