Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Gasunie Deutschland GmbH & Co. KG schreibt LDAR-Messdienstleistungen für ausgewählte Gasinfrastrukturstandorte aus. Der Auftrag umfasst Messungen auf Quellen- und Standortebene, die Kennzeichnung und Dokumentation von Leckagen sowie die Erstellung prüffähiger Berichte. Reparaturleistungen an Leckagen und Leistungen im Zusammenhang mit Ausblasen und Abfackeln sind nicht Gegenstand des Auftrags.
Der Teilnahmeantrag muss bis zum 18.09.2026 um 12:00 Uhr elektronisch über subreport eingereicht werden.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Kommerzielle Bewertung (ZK I) - Gesamtkosten0.7%
Bewertet wird der Quotient aus den niedrigsten angebotenen Gesamtkosten (geschätzte Mengen je LV-Position x Preis je LV-Position + ggf. Migrationskosten) und den Gesamtkosten des Bieters, multipliziert mit der Gewichtung.
- Fachlich/technische Bewertung (ZK II) - LDAR Messungen Konzept0.3%
Bewertung des vom Bieter einzureichenden Konzepts (max. 10 Seiten DIN A4) zur Durchführung der LDAR Messungen. Die Bewertung erfolgt in zwei Schritten: Zunächst werden fünf Handlungsfelder einzeln auf einer Skala von 0 bis 5 Punkten bewertet (1. Projektorganisation und personelle Leistungserbringung, 2. Operative Durchführung der Messleistungen / Prozessverständnis, 3. Dokumentation, Datenmanagement und Reporting, 4. Qualitätssicherung, HSE und Compliance, 5. Technische Ressourcen und Sicherstellung der Verfügbarkeit). Anschließend werden die Einzelbewertungen zu einer Gesamtpunktzahl (max. 25 Punkte) addiert.
Preis: niedrigste angebotene Gesamtsumme x Gewichtung / Gesamtsumme des Bieters. Fachlich/technische Bewertung: Addition von 5 Einzelbewertungen (je Handlungsfeld 0-5 Punkte) zu einer Gesamtpunktzahl (max. 25 Punkte).
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenMessungen auf Quellenebene
Durchführung wiederkehrender LDAR-Typ-2-Messungen an gasbeaufschlagten Bauteilen in Verdichterstationen sowie Mess- und Regelstationen. Zu prüfen sind unter anderem Flansche, Verschraubungen, Klemmringverschraubungen, Stopfbuchspackungen, Ventilsitze, Dichtnippel, Kompressorkomponenten, Druckentlastungseinrichtungen und Messgeräte.
Die Messungen erfolgen mit FID-Messgeräten nach EPA Method 21 und EN 15446. Bei Leckagen über 500 ppm ist zusätzlich eine HFS-Messung mit einem High-Flow-Sampler vorgesehen. Festgestellte Leckstellen werden vor Ort mit einem wetterfesten Etikett gekennzeichnet und mit mindestens zwei Fotos sowie TAG-Nummer und Emissionsart dokumentiert.
Messungen auf Standortebene
Durchführung jährlicher standortbezogener Messungen nach Abstimmung mit dem Auftraggeber. Hierfür können Drohnen oder andere geeignete Fernerkundungstechnologien wie TDLAS eingesetzt werden. Die Ergebnisse der Quellen- und Standortmessungen werden mit statistischen Methoden abgeglichen und jährlich plausibilisiert.
Umfang und Messintervalle
Der vorgesehene Umfang umfasst insgesamt etwa 80.000 Verbindungen und Ventile sowie 90 Messintervalle. Zusätzlich sind standortbezogene Messungen an allen 12 Standorten vorgesehen, mit insgesamt 23 Messungen zuzüglich optionaler Bedarfsmessungen.
Die Messintervalle betragen für Verdichterstationen und GDRM-Anlagen acht Monate und für Armaturenstationen 18 Monate. Die Leistungserbringung ist mindestens fünf Werktage im Voraus anzumelden.
Dokumentation und Berichterstattung
Erfassung aller Messdaten in der GUD-Erfassungs-App mit täglicher Synchronisation. Die Daten sind digital, nachvollziehbar und revisionssicher zu erfassen und für die regulatorische Berichterstattung aufzubereiten.
Je Standort sind ein jährlicher Methanemissionsbericht mit Gesamtemissionsfracht in kg/a sowie prüffähige LDAR-Messberichte und MVR-Gesamtberichte zu erstellen. Die Berichte müssen unter anderem Bilder, R&I-Snapshots, Angaben nach EN 15446 und EPA Method 21 sowie HFS-Werte enthalten.
Sondermessungen und optionale Leistungen
Nach Bedarf können zusätzliche Messungen an weiteren Stationen sowie Sondermessungen an Ausbläsern und Sonderbauteilen durchgeführt werden. Diese Leistungen werden über Tagessätze abgerechnet. Reisekosten, Verrechnungssätze für Geräte und Maschinen sowie Leistungen Dritter sind im Leistungsverzeichnis gesondert zu berücksichtigen.
Nicht enthaltene Leistungen
Reparaturleistungen an festgestellten Leckagen sind nicht Gegenstand des Auftrags. Ebenso sind Leistungen im Zusammenhang mit Ausblasen und Abfackeln ausgeschlossen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Eignung und Registereintragung
Nachweis der allgemeinen Eignung zur Auftragsausführung sowie Eintragung im einschlägigen Handels- oder Berufsregister des Niederlassungsmitgliedstaats.
Ausschlussgründe und Russlandbezug
Die Unterlagen sehen Erklärungen zum Ausschluss von Ausschlussgründen sowie zu Vorgaben aus dem Arbeitnehmer- und Mindestlohnrecht vor. Zusätzlich darf kein Russlandbezug gemäß den in den Vergabeunterlagen genannten Anforderungen bestehen; bei Unterauftragnehmern mit mehr als 10 % des Auftragswerts gilt dies entsprechend.
Versicherung und Bonität
Nachweis einer Betriebshaftpflichtversicherung mit mindestens 1.000.000 EUR je Versicherungsfall und 2.000.000 EUR je Versicherungsjahr. Zusätzlich ist ein Bonitätsindex von maximal 299 nach Creditreform oder ein gleichwertiger Nachweis erforderlich.
Managementzertifizierungen
Nachweis einer gültigen ISO-14001-Zertifizierung oder einer gleichwertigen Zertifizierung sowie einer gültigen ISO-9001-Zertifizierung oder einer gleichwertigen Zertifizierung nach SCC VAZ 2021 beziehungsweise einer anerkannten Übergangszertifizierung.
Personal und Serviceleitung
Die Leistung ist durch geeignetes und qualifiziertes Personal zu erbringen. Die Mitarbeitenden müssen Schulungen und Zertifizierungen für OGI-/FID-Technik und Messtechnologie, Kenntnisse der relevanten Sicherheitsvorschriften und DVGW-Regelwerke sowie deutsche Sprachkenntnisse auf Niveau B1 nachweisen können. Die Serviceleitung ist mit Handlungsvollmacht, Unterschriftsberechtigung und Entscheidungsbefugnis zu benennen; eine qualifizierte Vertretungsregelung ist sicherzustellen.
Geräte und Messqualität
Eignung und regelmäßige Kalibrierung der eingesetzten Messgeräte sind nachzuweisen. Vorgesehen sind insbesondere FID-Messgeräte, OGI-Kameras und High-Flow-Sampler, die den Anforderungen von EPA Method 21 und EN 15446 entsprechen. Für Ex-Zonen sind ATEX-konforme Geräte erforderlich.
Qualitätsmanagement und Datensicherheit
Der Auftragnehmer muss ein eigenes Qualitätsmanagementsystem, dokumentierte Prozesse zur Qualitätssicherung und eine eigene Qualitätsprüfung der erstellten Unterlagen vorhalten. Das Datensicherheitskonzept muss Maßnahmen für Fehler- oder Störfälle bei der Datenerfassung und -speicherung enthalten.
Organisation und Zusammenarbeit
Die Zusammenarbeit mit Unterauftragnehmern ist zu beschreiben und bedarf der Genehmigung durch den Auftraggeber. Die Leistungserbringung muss eine enge Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber und den Projektbeteiligten sowie die Einhaltung der Anforderungen an Vertraulichkeit, Dokumentation und Berichtswesen sicherstellen.
Technische und rechtliche Vorgaben
Die Leistung muss die einschlägigen Vorgaben und Regelwerke einhalten, darunter DVGW-Regelwerke, EU-Methanverordnung 2024/1787, EPA Method 21, EN 15446, ATEX-Richtlinien, Betriebssicherheitsverordnung, Gefahrstoffverordnung, TRBS, EnWG, TA-Luft und IED-Richtlinie.