Mahlow, Berliner Damm, Erneuerung Trinkwasserleitung
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung des Wasser- und Abwasserzweckverbandes Blankenfelde-Mahlow für Tiefbauarbeiten zur Erneuerung einer Trinkwasserleitung im Berliner Damm in Mahlow (Brandenburg).
Die Maßnahme umfasst die Verlegung einer neuen Hauptleitung DN 300 (PEHD 315x28,6, ca. 326 m, davon ca. 305 m im HDD-Spülbohrverfahren und ca. 21 m in offener Bauweise), einer Leitung DN 100 sowie von Anschlussleitungen. Außerdem werden 34 Hausanschlüsse umgebunden, alte Armaturen und Grauguss-Leitungen rückgebaut bzw. verdämmt, zwei Knotenpunkte (KT1 und KT2) an das Bestandsnetz angebunden und die Oberflächenbefestigung (Pflaster, Borde, Tragschichten) wiederhergestellt.
Angebotsfrist: 10.11.2026, 11:00 Uhr. Bauzeit: 01.03.2027 – 31.08.2027 (ca. 4 Monate effektive Bauzeit). Angebote können elektronisch über die Vergabeplattform oder schriftlich in verschlossenem Umschlag eingereicht werden.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGeltende Regelwerke und technische Vorschriften
Verkehrssicherung und Baustelleneinrichtung
Einrichtung, Unterhaltung und Räumung der Baustelle sind in die Einheitspreise einzurechnen. Verkehrssicherung umfasst Vollsperrungen, halbseitige Sperrungen, Gehwegsicherung und Umleitungsbeschilderung nach verkehrsbehördlicher Anordnung. Vor Baubeginn ist ein Baustelleneinrichtungsplan (M 1:500, 4-fach) und ein Bauzeitenplan (aufgegliedert nach LV-Hauptpositionen, 4-fach, 2 Wochen nach Auftragserteilung) vorzulegen. Eine Zulage für Tiefbauarbeiten unter 220-kV-Freileitungen ist vorzusehen.
Erdarbeiten und Baugrund
Oberboden abtragen und andecken, Gruben/Gräben für Hauptleitungen und Hausanschlüsse (Tiefen bis ca. 2,75 m) herstellen, Verbau und Wasserhaltung, Nachverdichtung, Lieferung geeigneten Verfüllbodens, Entsorgung bindigen Bodens. Probenahme und Schadstoffuntersuchung von Boden und Tragschichten nach EBV und DepV. Sicherung querender und längs verlaufender Leitungen/Kabel (ca. 43 Stellen). Verlegung Trassenwarnband. Suchschachtungen in Handschachtung, insbesondere in Wurzelbereichen. Verdichtungsgrade Planum EV2 ≥ 45 MPa; Rohrleitungszone DPr ≥ 103 v. H. bzw. ≥ 97 v. H.
Druckrohrleitungsarbeiten und Armaturen
Verlegung Trinkwasserleitung DN 300 (PEHD 315x28,6, PE 100 RC, SDR 11, PN 16, blau) – ca. 21 m in offener Bauweise, ca. 305 m im HDD-Verfahren (Horizontales Spülbohren) mit Steuerkopfein- und -ausbau sowie Hindernisbergung. Verlegung Trinkwasserleitung DN 100 (PEHD d125) in offener Bauweise sowie Anschlussleitungen PEHD DN 50, DN 40 und DN 32 (ca. 62 m). Formstücke und Armaturen: E-Flex-Stücke, Vorschweißbunde, E-Winkel, T-Stücke, X-Stücke, Absperrschieber, Unterflurhydrant, Anbohrarmaturen. Herstellung Knotenpunkte KT1 und KT2 mit Anbindung an das vorhandene Trinkwassernetz.
Rückbau und Verdämmung Bestand
Rückbau der Armaturen der vorhandenen Trinkwasserleitung (Absperrschieber, Unterflurhydrant, Formstücke) und des Unterflurhydranten bei Nr. 176. Verdämmung der vorhandenen TW-Leitungen GG/GGG bis DN 300 auf ca. 324 m. Entsorgung des ausgebauten Materials mit Nachweisen.
Oberflächenwiederherstellung
Abbruch und Wiederherstellung der Oberflächenbefestigung in den Aufbruchbereichen: Planum, Schottertragschicht (BK 1,0 und BK 0,3), Betontragschicht, Pflasterdecke (Betonsteinpflaster und Mosaik-Granitpflaster), Borde setzen, Rasenansaat.
Druckprüfung, Desinfektion und Inbetriebnahme
Innendruckprüfung der Leitungen nach DVGW W 400-2 durch die örtliche Bauüberwachung, Spülen und Desinfizieren nach DVGW W 291. Nachweis der bakteriologischen Keimfreiheit durch Freigabe des Gesundheitsamts. Anbringen von Hinweisschildern und Pfosten.
Bestandsdokumentation
Erstellung einer kompletten Bestandsdokumentation nach Anlage 1 zum LV (Übergabedokumentation Trinkwasser gem. DNWAB), 14 Kalendertage vor VOB-Abnahme in 2-facher Ausfertigung: Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, VOB-Abnahmeprotokoll, Register Baugenehmigung, Prüfprotokolle (Druck, Schweißen, Hygiene, Oberflächenabnahme), Verdichtungsnachweise, Bautagebuch, Register Schlussrechnung/Aufmaße, Lieferscheine, LV-Kurztext mit Preisen, Hersteller- und Fachunternehmererklärungen, Bestandspläne (Übersichtslageplan 1:2500, Lageplan 1:500, Längsschnitt, HA-Skizzen, DXF/FX-Survey-Datei), Register ökologische Baubegleitung. Teildokumentation umfasst Deckblatt, Lageplan 1:500 und DXF/FX-Survey-Datei. Abstimmung mit Vermessungsbüro für die örtliche Bestandsaufnahme im offenen Rohrgraben.
Abfallverwertung und -beseitigung
Verwertung und Beseitigung von Bau- und Abbruchabfällen nach KrWG und NachwV: Trennung, Erfassung, ordnungsgemäße Entsorgung, Erstellung der geforderten Nachweise und Erklärungen. Bei Abweichung von der in der Leistungsbeschreibung genannten Lösung zusätzlich nachzuweisen: Berechtigung der vorgesehenen Anlage, Abnahmebestätigung des Betreibers, ggf. Bestätigung der Abfallwirtschaftsbehörde bei Andienungspflicht, eingerechnete Verwertungskosten, benannte und unmittelbar vom AG tragbare Beseitigungskosten; bei Bedarf Anzeige nach § 53 KrWG bzw. Erlaubnis nach § 54 KrWG.
Arbeits- und Sozialstandards (BbgVergG / MiLoG)
Verpflichtung zur Zahlung des Mindestentgelts nach § 6 Abs. 2 BbgVergG (mindestens 13,00 EUR brutto/Std.) bzw. des gesetzlichen Mindestlohns nach MiLoG (ab 01.01.2026: 13,90 EUR brutto/Std.). Pflicht zur monatlichen Lohnzahlung über Gehaltskonto auch für im Ausland ansässige Beschäftigte, Vorlage pseudonymisierter/anonymisierter Entgeltnachweise, Duldung von Stichprobenkontrollen, Weitergabe der Pflichten an weitere Nachunternehmer/Verleiher und Einräumung eines Kündigungsrechts bei Pflichtverletzungen. Bei Lieferleistungen gelten die Pflichten auch für Transport, Aufstellung, Montage und Einweisung.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Eignung und Präqualifikation
Präqualifizierte Unternehmen können ihre Eignung durch den Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis (PQ-Verzeichnis) nachweisen. Nicht präqualifizierte Unternehmen reichen die 'Eigenerklärung zur Eignung' (Formblatt 124) ein. Auf Verlangen sind Eigenerklärungen bzw. PQ-Nummern der Nachunternehmer sowie Bescheinigungen zuständiger Stellen vorzulegen. Fehlende Unterlagen werden nachgefordert.
Sprachanforderung
Alle einzureichenden Unterlagen müssen in deutscher Sprache abgefasst sein.
Spezifische Fachkundenachweise (Pflicht)
Als zwingende fachliche Befähigung sind folgende Nachweise zu erbringen:
Zusätzlich ist – sofern der Bieter für das HDD-/Pilotrohrverfahren nicht selbst Fachfirma ist – eine Fachfirma zu benennen, die die Güteschutzkriterien für unterirdische Rohrverlegung erfüllt.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
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