Mietvertrag mit Bauverpflichtung für den Neubau der 6-zügigen Oberschule Überseestadt
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadtgemeinde Bremen (Immobilien Bremen) sucht einen privaten Investor, der ein mindestens 9.000 m² großes Grundstück in Bremen-Überseestadt/Walle bereitstellt, dort eine 6-zügige Oberschule (mit GE-Förderschwerpunkt, Dreifeldsporthalle und Außenanlagen) schlüsselfertig plant und errichtet und das Gebäude anschließend für 30 Jahre an die Stadt Bremen vermietet.
Das Verfahren ist ein Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb nach §§ 3 Nr. 3, 3b Abs. 3 EU-VOB/A. Der Teilnahmewettbewerb läuft bis zum 02.11.2026 um 12:00 Uhr. Nach einer Verhandlungsphase ist die finale Angebotsfrist der 27.05.2027 und die Zuschlagserteilung am 30.08.2027 geplant. Späteste Übergabe: 01.07.2031, Mietbeginn spätestens dann, Mietlaufzeit 30 Jahre.
Bieter müssen Eignung (Umsatz mind. 10 Mio. € kumuliert in den letzten 3 Jahren, Haftpflicht 5 Mio. € Personenschäden und 5 Mio. € Sach-/Vermögensschäden, Grundstücksnachweis) und je Leistungsbereich passende Referenzen nachweisen. Angebote sind elektronisch über das Bieterportal einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Mietzins70%
Mietzinskalkulation entsprechend Preisblatt; Bewertung der wirtschaftlichen Attraktivität des Mietangebots im Ganzen (Mietzins einschließlich Umlagen und Betriebskosten).
- Architektur und Städtebau5%
Einfügen des Baukörpers und der Außenflächen in die Umgebungsbebauung, Wirkung im Kontext, Baukörperform/Identitätsbildung/Adressbildung.
- Funktionalität und pädagogisches Konzept5%
Erfüllung des pädagogischen Konzeptes und der räumlichen Anforderungen, Qualität der Raumgestaltung, Anordnung der Erschließungen.
- Betrieb10%
Erläuterungen zur Sicherstellung des späteren Betriebs durch den Vermieter und zur Aufrechterhaltung des Qualitätsstandards; Bewertung der internen Organisation.
- Darstellung der Projektorganisation5%
Darstellung der internen Projektorganisation mit klarer Zuordnung von Zuständigkeiten sowie Herangehensweise für Planungs- und Bauphase.
- Darstellung des Ablaufs5%
Projekt- und grundstücksbezogene Darstellung des Ablaufs des Gesamtprojekts, insbesondere zur Herbeiführung und Sicherstellung der Genehmigungsfähigkeit.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen und Grundstück
Gegenstand ist der Abschluss eines Mietvertrags mit Bauverpflichtung für den Neubau einer 6-zügigen Oberschule Überseestadt. Der Investor (Vermieter) stellt ein geeignetes, bebaubares Grundstück von mindestens 9.000 m² im räumlichen Bedarfsbereich Überseestadt/Walle bereit und errichtet das Schulgebäude schlüsselfertig auf eigene Kosten. Die Stadt Bremen (Mieter) tritt als einheitlicher Vertragspartner auf; ein Mietkaufmodell ist nicht vorgesehen. Bedarfsbereich begrenzt im Westen durch Waller Ring/Cuxhavener Straße/Am Waller Freihafen/Marcuskaje, im Norden durch Bremerhavener Straße/Wartburgstraße/Landwehrstraße, im Osten durch die Bundesstraße B 6, im Süden durch die Weserpromenade/das Flussufer/die Kajelinie zur Weser.
Die Leistung umfasst Planung, Bau und Betrieb als integrierten Auftrag – es liegt keine fachliche Los-Teilung in getrennte Vergaben vor; im Preisblatt werden Bau (F3.1) und Betrieb (F3.2) lediglich getrennt kalkulatorisch erfasst.
Planungsleistungen
Architekten- und Ingenieurleistungen nach HOAI (mindestens Leistungsphasen 3, 4 und 5), Freianlagenplanung, Verkehrsanlagen, Tragwerksplanung, Technische Ausrüstung Anlagengruppen 1–8, Fachplanung Küche, Tiefbau, Bauphysik, Brandschutzkonzept sowie Vermessung und SiGeKo. Stellungnahmefristen des Auftraggebers: 20 Werktage zur Entwurfsplanung, 5 Werktage zur Bauantragsplanung, 10 Werktage zur Ausführungsplanung. Übergabe der Abschlussdokumentation 16 Wochen nach Abnahme.
Bauleistungen (KG 200–700 nach DIN 276)
Schlüsselfertige Errichtung inklusive Außenanlagen, Zuwegungen und Erschließung, Stell- und Abstellplätzen, Medienanschlüssen und Ersatzpflanzungen:
Nutzungsbezogene Anforderungen: Schule für ca. 900 Schüler:innen (Jahrgänge 5–10) und ca. 100 Mitarbeitende, Jahrgangsclusterstruktur mit Gemeinschaftsbereichen (Aula/Speiseraum für ca. 650 Essen), Fachunterrichtsräume, inklusive Sanitärbereiche und Pflegebäder, Mensa/Cafeteria. Dreifeldsporthalle (Schule werktags 8–16 Uhr, Vereinsnutzung 16–22 Uhr, Wochenende ganztags). Außenanlagen ca. 5 m² pro Schüler:in. Mindestens 2 Wochen Ablüftzeit vor Abnahme.
Pädagogisches Raumprogramm
Drei Jahrgangscluster-Häuser (Haus der Kindheit 5/6, Haus der Kindheit und Jugend 7/8, Haus der Jugend 9/10) mit jeweils 6 Allgemeinen Unterrichtsräumen (AUR, je 65 m²), Differenzierungsräumen, Selbstlernzone/Marktplatz, Teamraum, Lehrmittelraum, WC-Anlagen und gemeinsamem Marktplatz. Pro Jahrgangscluster zudem Fachräume NW (75 m²) mit Gas-/230V-Anschlüssen und Laborabzug, Sammlungsräume NW (60–90 m²), Chemieraum light (75 m²) und Differenzierungsraum W+E/Bewegung. Zentralbereiche: Schulverwaltung mit 5 Funktionsbüros, Sekretariat, Erste-Hilfe-Raum, 2 kleinen Besprechungsräumen, Konferenzraum, Teeküche, Archiv; Hausmeisterbüro, Werkstatt, Zentrallager; Aula/Speiseraum/Versammlung (330 m², multifunktional als Aula/Mensa mit Bühne); Vitalküche mit Free-Flow-Ausgabe (bis 600 SuS + 50 Personal); Cafeteria (≤50 m²); Bibliothek (100 m²); freie Beschäftigung/Sozialpädagogik (140 m²); Schülervertretung; Therapie- und Förderräume; WAT-Lehrküche mit 4 Kochkojen + 1 rollstuhlgerechte Kojen; WAT-Fachraum Technik mit Holzbearbeitung; Kunst-/Musik-/Theaterräume; Profilräume.
Betriebsleistungen (Mietverhältnis)
Technisches Gebäudemanagement (TGM): Betriebsführung, Instandhaltung, Wiederholungsprüfungen, Instandsetzung, Ersatzinvestitionen, Energiemanagement, Dokumentation, Modernisierung/Sanierung/Umbau, Gewährleistungsverfolgung, Arbeitssicherheit. Infrastrukturelles Gebäudemanagement (IGM): Reinigung, Außenanlagenpflege, Geländebetreuung, Hausmeisterdienste, optional Gastronomie durch Mieter, Wäscherei, Konferenz-/Veranstaltungssupport, Umzugsdienste, Bewachung/Sicherheit, Winterdienst, Abfallentsorgung, Logistik, Druckdienste, Parkraumbetreuung. Übergeordnetes/kaufmännisches Gebäudemanagement (ÜGM/KGM): Liegenschaftsverwaltung, übergeordnete Betriebsführung, Beschaffungs- und Vertragsmanagement. Verteilung der Betriebsleistungen ist Verhandlungsgegenstand; Mischvarianten (z.B. Instandhaltung durch Vermieter mit jährlichem Budget) sind möglich.
Bühnenbereich-Ausstattung
Im Schulgebäude ist ein voll ausgestatteter Bühnenbereich vorgesehen (Aula als Mehrzweckraum). Die Musterausstattungsliste umfasst:
Unterscheidung in Standard- (S) und Optional- (O) Komponenten gemäß Ausstattungsliste T2-B2-2.5.
Konzepte und einzureichende Planungsnachweise
Vom Bieter sind im Angebot u.a. folgende Konzepte und Nachweise vorzulegen: Organigramm und Beschreibungen zur Projektorganisation, Kommunikationsstruktur, fachliche Eignung der Projektleitung/Stellvertretung, Versorgungskonzept (Medienerschließung), Energiekonzept (Ziel: Minimierung Energieverbrauch, keine fossilen Brennstoffe), beispielhafte Möblierungs- und Ausstattungsplanung zum Nachweis der Raumnutzbarkeit, Farb- und Materialkonzept, Bemusterungsmatrix (Materialien/Fabrikate), Mobilitätskonzept gemäß Mobilitätsbauortsgesetz Bremen, Stellplatznachweis sowie ggf. Abweichungskennzeichnungen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Ausschlussgründe und gesetzliche Erklärungen
Formale Anforderungen
Gesamtprojektleitung: projektleitende Verantwortung (TU/ÖPP/Schlüsselfertigbau o.ä.) in einem Hochbauprojekt; Aufgaben Hauptansprechpartner für Auftraggeber + Gesamtkoordination LP 2–5 HOAI + Komplettbauleistung KG 200–500 DIN 276
Hochbauprojekt mit projektleitender Verantwortung; Nachweis über Referenzformblatt 8
Objektplanung Gebäude: Neubau, Kernsanierung oder Erweiterungsbau im Sektor Schulgebäude; Leistungserbringung mind. LPH 2–5 HOAI
Referenzformblatt 9
Fachplanung Technische Anlagen: Neubau/Kernsanierung/Erweiterung; Planung Anlagengruppen 1–5 und 8 gem. § 53 HOAI; mind. LPH 2–5 § 55 HOAI
Referenzformblatt 10
Bauen: Neubau, Kernsanierung oder Erweiterungsbau als Generalunternehmer, Totalunternehmer, ÖPP-Partner oder Auftragnehmer im Schlüsselfertigbau (mind. Komplettbauleistung)
Referenzformblatt 11
Betrieb: technische und infrastrukturelle Gebäudemanagementdienstleistungen
Referenzformblatt 12
Wettbewerb & Angebotsprognose
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