Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung (VOB/A, Abschnitt 1) der Ruhr-Universität Bochum für die Errichtung von raumlufttechnischen Anlagen (RLT) und Kälteanlagen in einer interimistischen Pflanzenanzucht-Facility im Hochhaus NC, Ebene 04 (N-Nordstraße). Die Anlage dient der Klimatisierung von Klimakammern zur Pflanzenanzucht im laufenden Hochschulbetrieb.
Was zu liefern und zu leisten ist (Kurzüberblick):
Wichtige Randbedingungen:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenÜbergeordnete Ausführungsanforderungen
Alle Leistungen sind vollständig betriebsfertig und funktionsfähig sowie nach den anerkannten Regeln der Technik, den einschlägigen DIN-/EN-/VDI-/VOB-Regelwerken und den Herstellervorgaben auszuführen. Sämtliche Maße sind vor Fertigungsbeginn eigenverantwortlich vor Ort zu prüfen.
Die Arbeiten erfolgen im laufenden Hochschul-, Forschungs- und Laborbetrieb. Daraus ergeben sich erhöhte Anforderungen an Betriebssicherheit, Sauberkeit und Hygiene (z. B. VDI 6022), Schall- und Erschütterungsschutz, Brandschutz sowie an Termin- und Betreiberkoordination. Die Baustelle ist täglich besenrein zu halten; Lagerung erfolgt just-in-time, ohne dauerhafte Außenlagerflächen.
Die Werk- und Montageplanung ist gemäß VOB auf Basis der bereitgestellten Ausführungsplanung (PDF, DWG, ggf. IFC; native CAD/BIM-Dateien werden nicht herausgegeben) zu erstellen und mit der Bauleitung abzustimmen. Vor Beginn der Werk- und Montageplanung ist eine eigenverantwortliche Vor-Ort-Begehung durch den Auftragnehmer durchzuführen. Nachträgliche Mehrkostenforderungen aufgrund erkennbarer Transport-, Einbring- oder Platzverhältnisse sind ausgeschlossen.
Der Auftragnehmer nimmt an wöchentlichen Baubesprechungen teil, führt wöchentliche Bautageberichte und koordiniert sich mit Fremdgewerken, Bauleitung und Bauherr. Die digitale Projektplattform Conclude ist für den Austausch aller relevanten Unterlagen zu nutzen.
Räumliche Einordnung und Projektrandbedingungen
Das Bauvorhaben liegt im Hochhaus NC (Gebäude NC, Ebene 04, N-Nordstraße) der Ruhr-Universität Bochum als Um-, Erweiterungs- und Anpassungsmaßnahme innerhalb eines bestehenden Hochschulgebäudes. Die Maßnahme umfasst die Technische Gebäudeausrüstung (TGA) für die Klimatisierung von Klimakammern zur Pflanzenanzucht im Bestand.
Sicherheits- und Schutzanforderungen
Anforderungen an die Baustellensicherheit ergeben sich aus dem Merkblatt für Fremdfirmen der Ruhr-Universität Bochum. Vor Aufnahme der Tätigkeit sind Begleit- und Anmeldeschein vorzulegen, Schlüssel/Transponder werden am Infopunkt ausgegeben. Für Heiß-, Löt-, Schneid- und Trennarbeiten sowie staubentwickelnde Arbeiten ist ein Erlaubnisschein erforderlich. Genehmigungen für Samstags- und Sonntagsarbeit sind mindestens zwei Wochen vor Montagebeginn bei der Bauleitung vorzulegen.
Medienabschaltungen (Gas, Wasser, Strom etc.) sind mindestens 14 Tage im Voraus beim Ansprechpartner der RUB zu beantragen. Arbeiten im Versorgungskanal sowie PSAgA-Einsätze (Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz) sind täglich vor Ort bei der Leitwarte (0234/32-23333) anzumelden. Die Brandmeldelinie darf in der Regel nur bis ca. 15:00 Uhr (Mo–Fr) abgeschaltet werden; die Wiedereinschaltung erfolgt nach Dienstschluss (Kosten ca. 45 €/h je Mitarbeiter).
Bei Tätigkeiten an Gebäudeschadstoffen (Asbest nach TRGS 519, PCB nach TRGS 524, alte KMF nach TRGS 521) sind die einschlägigen Schutz- und Entsorgungsanforderungen zu beachten; der Einsatz sachkundigen Personals ist erforderlich.
Abfallentsorgung
Die Entsorgung von Bau- und Abbruchabfällen sowie Baustellenabfällen erfolgt nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und der Nachweisverordnung (NachwV). Abfälle sind zu trennen, ordnungsgemäß zu erfassen und nachzuweisen. Asbesthaltige Abfälle sind Deponieklasse I oder II zuzuführen, PCB-haltige Abfälle sind unwiederbringlich zu beseitigen, alte KMF sind in reißfesten, staubdichten Säcken (Deponieklasse I) zu entsorgen. Bei Andienungspflichten für gefährliche Abfälle ist eine Bestätigung der zuständigen Abfallwirtschaftsbehörde erforderlich. Auf Verlangen der Vergabestelle sind die Verwertungs-/Beseitigungsträger, deren Berechtigungen sowie die Einverständniserklärung zur Auskunftserteilung vorzulegen. Entsorgungs- und Verwertungsnachweise sind spätestens mit der Schlussrechnung zu übergeben.
Dokumentation und Revisionsunterlagen
Revisionsunterlagen sind dreifach in Mappen geheftet und zweifach digital auf DVD oder USB-Stick (PDF/DWG, farbig, Maßstab 1:50) zu übergeben, geordnet nach Abschnitten. Sie umfassen Revisionspläne, Schemata, Prüfprotokolle, Herstellerdokumente, Produktblätter, Inbetriebnahmen, Zulassungen und Übereinstimmungserklärungen sowie einen Wartungsplan. Eine Kabelzugliste und der Eintrag der Feldgeräte in den Grundriss (PDF) sind ebenfalls zu liefern.
Mit dem Angebot sind für die Kälteanlage technische Datenblätter, Leistungsdaten, Schallleistungsdaten, das Sicherheitskonzept für die R290-Anwendung, die Konformitätserklärung, der Nachweis der Einhaltung einschlägiger Normen sowie SEPR-/Effizienznachweise einzureichen.
Während der Ausführung sind Druckprobe-/Spülprotokolle, das Dichtheitsprüfprotokoll der Kälteanlage (EN 378), das Inbetriebnahmeprotokoll der Kälteanlage (2 Kompakt-Kältemaschinen), das Inbetriebnahmeprotokoll der Brandschutzklappensteuerung, Einweisungsprotokolle für das Betriebspersonal (Kälte und RLT), eine Heizungswasseranalyse nach VDI 2035 sowie die Berechnung und Einstellprotokolle des hydraulischen Abgleichs zu erstellen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung und Präqualifikation
Die Eignungsprüfung erfolgt gemäß VOB/A § 6. Präqualifizierte Unternehmen können den Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. nutzen, ggf. ergänzt um auftragsspezifische Einzelnachweise. Nicht präqualifizierte Unternehmen reichen die ausgefüllte Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) mit dem Angebot ein. Bei Nachunternehmereinsatz sind Art und Umfang anzugeben; auf Verlangen sind Nachunternehmer zu benennen und ebenfalls Eignungsnachweise bzw. Präqualifikationsnachweise vorzulegen. Bietergemeinschaften haben eine gemeinsame Erklärung (Bevollmächtigter, Gesamtschuldner; Formblatt 234) abzugeben.
Zwingende und optionale Angebotsbestandteile
Mehrfachangebote und Nebenangebote sind nicht zugelassen. Angebote mit Mischkalkulationen sowie Angebote, die unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen enthalten, werden ausgeschlossen. Fehlende Unterlagen werden nachgefordert. Die Aufgliederung der Einheitspreise (Formblatt 223) ist nur auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle vorzulegen. Die Angebotssprache ist Deutsch.
Ausschlusskriterien
Nicht frist- oder formgerecht eingereichte Angebote werden ausgeschlossen. Angebote mit Mischkalkulationen sind ausgeschlossen. Unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen führen zum Ausschluss.
Anforderungen an Personal und Ausführung
Es ist sachkundiges und befähigtes Personal einzusetzen. Mitarbeiter sind in Belangen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes zu unterweisen und mit dem Merkblatt für Fremdfirmen der RUB vertraut zu machen. Bei Einsatz von Persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) sind Schulungen nach DGUV-R 112-198 nachzuweisen. Bei Tätigkeiten an Gebäudeschadstoffen (Asbest, PCB, alte KMF) ist der Einsatz sachkundigen Personals gemäß TRGS 519, TRGS 524 bzw. TRGS 521 erforderlich. Vor Aufnahme von Tätigkeiten auf dem Hochschulgelände ist ein gemeinsamer Erlaubnisschein mit Hochschule und Auftraggeber auszufüllen und ein Verantwortlicher zu benennen.