Neubau Bauhof_Außenanlagen
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung der Stadt Jerichow für den Neubau eines kommunalen Bauhofs am Standort Kirchhofstraße 10, 39319 Jerichow. Der Auftrag umfasst die Herstellung der befestigten Außenanlagen, einen Waschplatz mit Koaleszenzabscheider, vier Schüttgutboxen, den Regenwasserkanal mit Sickerbecken sowie Erdarbeiten. Das Verfahren wird nach VOB/A durchgeführt; Angebote sind elektronisch in Textform mit fortgeschrittener oder qualifizierter Signatur bis zum 05.11.2026 um 10:00 Uhr einzureichen. Nebenangebote sind nicht zugelassen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten bei der Berechnung der Wertungssumme einen Bonus von 15 Prozent.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenErdarbeiten und Bodenumgang
Aufnehmen, Laden und Entsorgen von rund 630 t Bodenmaterial BM-F3 (Sulfat im Eluat 387 mg/l) sowie rund 325 m³ BM-F0*. Herstellen des Planums (ca. 1.900 m²) als Untergrund für sämtliche Konstruktionsschichten. Beseitigung von Bauschutt, Suchgräben, Verfüll- und Bankettarbeiten. Liefern und Andecken von Oberboden (ca. 1.285 m²) sowie für Mulden/Gräben (ca. 350 m²), inkl. Rasenansaat RSM 7.1.2 (ca. 1.285 m²) und Spritzschutzstreifen (ca. 105 m).
Zwischentermin: Aushub der Gebäude 1+2 ist bis 15.12.2026 abzufahren, damit Baufreiheit für die Errichtung der Gebäude 3 und 4 besteht.
Befestigte Außenanlagen (Hoffläche und Containerstellplatz)
Aufbau der Hoffläche analog Aufbau: 10 cm Verbundsteinbetonpflaster, 4 cm Pflasterbett, 40 cm Schottertragschicht 0/32 (Belastungsklasse Bk100–Bk1,0), ≥54 cm Gesamtaufbau auf Planum. Verbundpflaster (Belastungsklasse Bk1,8) auf ca. 1.700 m² Fahrbahn sowie ca. 90 m Betonpflasterstreifen/Rinnen. Schottertragschicht ca. 750 m³.
Containerstellplatz: Aufnehmen und neu anlegen der ehemaligen Containerstellfläche (ca. 165 m²) inklusive Umsetzen von 7 beladenen Seecontainern (20-Fuß, Hochwasserschutzausrüstung) mittels Autokran; Herstellung der Pflasterfläche und Borde analog Hoffläche; Einzäunung.
Palisaden: Granitpalisaden nördliche Zufahrt (Höhenausgleich bis ca. 0,60 m) und Betonpalisaden am Waschplatz (Höhenausgleich ca. 0,44 m), inkl. Fundamente, Rückenstützen und Geotextil.
Waschplatz
Erdarbeiten, Schächte, Bordsteine, 25 m³ Schottertragschicht. Betondecke ca. 95 m², 25 cm dick, C 35/45, Expositionsklassen XD3/XF4/XA2, wasserundurchlässig. PU-Oberflächenschutzsystem, Scheinfugen 8–24 Stunden nach Betonieren, Fugen.
Entwässerung am Waschplatz: Kastenrinne NW 150 (ca. 6,5 m), Straßenabläufe, 1 Stk. Koaleszenzabscheider NS 10 als Kompaktanlage, 1 Probenahmeschacht, 1 elektronische Warneinrichtung mit Prüfprotokoll, Kabel ca. 25 m. Anschluss an den SW-Übergabeschacht des TAV Genthin.
Schüttgutboxen
Vier modulare Schüttgutboxen (Höhe 2,00 m) aus Stahlbetonfertigteilen auf Streifenfundamenten (ca. 80 cm tief/breit): Streifenfundament ca. 38,9 m, Außenwände ca. 25,4 m, Trennwände ca. 13,5 m. Standsicherheitsnachweis ist mit dem Angebot/der Ausführung vorzulegen. Bestimmt für die Lagerung von Sand, Splitt, Kies und Recyclingbaustoffen.
Regenwasserkanal und Sickerbecken
RW-Kanal DN 300 aus PVC-U, 2 Haltungen, Gefälle 0,4 %, Gesamtlänge DN 300 ca. 63 m, ergänzend DN 150 ca. 40 m. Böschungsstücke, Schächte DU 600 (2 Stk.), Sohlbefestigung, Auspflasterung. Kastenrinnen NW 300 (ca. 32 m) und NW 150 (ca. 7 m). U-Profile am Traufstreifen (ca. 90 m) mit Drainage-/Entwässerungsanschlüssen, Kernbohrungen (10 Stk.) und Anschlussleitungen Dachentwässerung DN 110 (ca. 12 m). 4 Sickerbecken (SB1 ca. 115 m³, SB2–4 ca. 210 m³) zur Versickerung des Oberflächenwassers.
Außenbeleuchtung
Schutzrohre DN 100 (ca. 20 m) und DN 50 (ca. 10 m), Energiekabel NYY-J 5×4 (ca. 50 m) und NYY-J 5×10 (ca. 20 m), Fernmeldekabel (ca. 60 m), Erdung (ca. 20 m), 2 Mastfundamente, Kabelgraben (ca. 70 m) und Trassenbänder. Bestückung mit 2 LED-Mastaufsatzleuchten.
Baustelleneinrichtung, Dokumentation und Schnittstellen
Baustelleneinrichtung inkl. Schnittstellenkoordination mit dem Hochbau (3 Monate). Belastungsfahrzeug (16 h) und Probegefäße (2 Stk.) als Hilfsleistungen. Fotodokumentation mind. 25 Bilder/Woche. Bestandsunterlagen, Beweissicherungsbericht, Deklarationsanalyse Boden (3 Stk.) und Wiegescheine sind vertraglich geschuldet.
Die Baustelle ist umfriedet, die Baufreiheit ist durch parallel laufende Hochbauarbeiten eingeschränkt; die Leistung ist in Teilabschnitten gemäß Koordinierung mit dem Hochbau zu erbringen. Samstagsarbeit wird nicht gesondert vergütet. Vor Angebotsabgabe wird eine Besichtigung der Baustelle und des Umfeldes empfohlen.
Hinweise zum Leistungsumfang
Nebenangebote sind nicht zugelassen. Mehrere Hauptangebote sind zugelassen. Zusätzliche Anschlüsse an die Kirchhofstraße sind nicht Bestandteil des Auftrags.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung (VOB/A, VHB 212)
Bauunternehmen müssen ihre Eignung zur Ausführung von Tiefbau-, Pflaster-, Kanal- und Entwässerungsarbeiten nachweisen. Der Nachweis erfolgt wahlweise durch Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. oder durch die Eigenerklärung zur Eignung (VHB 124). Bei nicht präqualifizierten Unternehmen können auf Verlangen Bescheinigungen zuständiger Stellen (z. B. zur Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit) nachgereicht werden; bei engerer Wahl ist eine Nachforderung möglich.
Anforderungen an Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Tariftreue, Mindeststundenentgelt und Geheimschutz (Sachsen-Anhalt)
Mit dem Angebot ist die Eigenerklärung gem. § 11 TVergG LSA (BauhauptTVL/Ost, Zahlung von Mindeststundenentgelten, gleiche Bezahlung von Leiharbeitnehmern, Vorlage von Entgeltabrechnungen auf Verlangen) abzugeben. Bei Einsatz von Nachunternehmern oder Verleihern ist zusätzlich die Eigenerklärung gem. § 14 Abs. 2 und 4 TVergG LSA erforderlich. Im Bedarfsfall ist die Sicherheits-/Verpflichtungserklärung VHB 126 (VS-NfD) auf Verlangen nachzureichen.
Kalkulations- und Angebotsanforderungen
Preise in Euro mit maximal 3 Nachkommastellen, ohne Umsatzsteuer; Umsatzsteuerbetrag am Schluss. Wertbare Preisnachlässe nur unbedingt, in Prozent, an der vorgesehenen Stelle. Nebenangebote sind nicht zugelassen. Bei 'oder gleichwertig'-Positionen sind Produktangaben zu machen oder die Gleichwertigkeit des vorgeschlagenen Produkts zu akzeptieren. Auf Verlangen sind Kalkulationsangaben (VHB 221/222 und ggf. NU-Kalkulationen) sowie die Aufgliederung der Einheitspreise (VHB 223) vorzulegen.
Vertragliche und rechtliche Anforderungen
Verbindlich sind die VOB/B 2016 als allgemeine Vertragsbedingungen sowie die ergänzenden Vertragsbedingungen zu §§ 17 und 18 TVergG LSA (Kontrollrechte des Auftraggebers, Sanktionen bis 10 % Vertragsstrafe). Mit dem Angebot sind u. a. die VHB 213, 222, 233, 234, 248, 225a, die Bewerbererklärung gem. RdErl. MW 21.11.2008 und die Tariftreue-Eigenerklärung einzureichen.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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