Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenKurzbeschreibung
Gesucht wird ein Ingenieurbüro für die Fachplanung der Technischen Ausrüstung (Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro, Gebäudeautomation usw.) für den Neubau eines Bildungscampus in Eslohe (Schulgebäude, Mensa, Cafeteria, Wohnheime mit 256 Betten). Die Leistung umfasst die Leistungsphasen 1–9 nach HOAI inklusive besonderer Leistungen.
Es handelt sich um ein Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb in zwei Stufen: Zuerst bewerben Sie sich mit einem Bewerberformular und Referenzen, danach werden 3 Büros zur Angebotsabgabe eingeladen.
Wichtigste Fristen:
Die Bewertung erfolgt zu 70 % nach Qualität (Projektteam und Projektkonzept) und zu 30 % nach Preis.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Projektteam30%
Qualifikation der vorgesehenen Projektleitung, stellvertretenden Projektleitung und Objektüberwachung anhand Berufserfahrung
- Projektkonzept40%
Qualität des Konzepts: Ablauf- und Aufbauorganisation, Terminplan, Projektkonzept, Lösungsansätze
- Honorarangebot30%
Gesamthonorarangebot des Bieters auf Basis der in der Honorarzusammenfassung genannten Kosten (brutto). Günstigstes Angebot erhält 10 Punkte, doppelter Preis 0 Punkte, linearer Punkteabzug.
Qualität: Bewertung anhand Punktesystem (0, 2, 4, 6, 8, 10 Punkte) je Unterkriterium, gewichtet mit prozentualer Gewichtung. Preis: Günstigstes Angebot erhält 10 Punkte, doppelter Preis = 0 Punkte; linearer Punkteabzug bei Abweichung. Gesamt: 70% Qualität + 30% Honorar.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektkontext und Bauvorhaben
Standort: Böttenbergstraße 20, 59889 Eslohe
Bauherr/Auftraggeber: Innungsverband des Dachdeckerhandwerks Westfalen, Dortmund (assmann Gruppe als Projektsteuerer/Verfahrensbetreuer)
Bauvorhaben: Neubau eines Bildungscampus (Ersatzneubau für Bestandsbauten 1968/1985) bestehend aus:
Gesamtbaukosten: ca. 73,45 Mio. € brutto (KG 200–700, Preisstand 04/2027)
Besonderheiten:
Planungsleistung Technische Ausrüstung – Überblick
Fachplanung Technische Ausrüstung gemäß §§ 53 ff. HOAI i.V.m. Anlage 15 HOAI 2021 (Anlagengruppen 1–8):
Beauftragung: Stufenweise:
Projektabwicklung: Einzelvergabe; verpflichtende Nutzung des Projektkommunikationssystems Awaro.
Leistungsphasen 1–4
LPH 1 – Grundlagenermittlung: Klären der Aufgabenstellung, Ermitteln der Planungsrandbedingungen, Analysieren der Grundlagen, Mitwirken beim Abstimmen.
LPH 2 – Vorplanung: Erarbeiten eines Planungskonzepts mit Vordimensionierung und Variantenuntersuchungen, Funktionsschemata/Prinzipschaltbilder, Kostenschätzung KG 400 (2. Ebene), Erarbeitung technischer Teil des Raumtypenbuchs, Grobkonzepte für alle Gewerke inkl. Erschließung und Energieversorgung.
LPH 3 – Entwurfsplanung: Durcharbeiten des Planungskonzepts bis zum vollständigen Entwurf, Berechnung und Bemessung, Kostenberechnung KG 400 (3. Ebene), Kollisionspläne (farbige Darstellung aller Gewerke), gebäudeübergreifende Brandschutzmatrix, Fortschreiben des digitalen Raumbuchs, Bemusterungen.
*Besondere Leistungen:* Vertiefte Kostenberechnung (4. Ebene DIN 276), Fördermittel-Unterstützung, Schlitz- und Durchbruchsplanung (verbindlich in LPH 3).
LPH 4 – Genehmigungsplanung: Erstellen von Genehmigungsunterlagen, anlagengruppenübergreifende Kollisionsprüfung, Entwässerungsantrag (ohne gesonderte Vergütung).
Leistungsphasen 5–9
LPH 5 – Ausführungsplanung: Stufenweise Erarbeitung der ausführungsreifen Lösung, Mitwirkung bei Detailplanungen mit besonderem Aufwand, Dokumentation gemäß VDI 6026.
LPH 6 – Vorbereitung der Vergabe: Mengenermittlung (Genauigkeit mind. ±5 %), Erstellung von Leistungsverzeichnissen nach Gewerken, Mitwirkung bei Baudurchführungsterminplan, max. 5 Planungsworkshops, Dokumentation gemäß VDI 6026.
LPH 7 – Mitwirkung bei der Vergabe: Prüfen und Werten der Angebote, Preisspiegel, Bieter- und Aufklärungsgespräche, Mitwirkung bei Nachtragsprüfungen und Sondervorschlägen.
LPH 8 – Objektüberwachung und Dokumentation: Überwachen der Ausführung auf Übereinstimmung mit Genehmigung/Vertrag/Ausführungsunterlagen, Koordination, Terminplanüberwachung, Nachtragsprüfung, Rechnungsprüfung, gemeinsames Aufmaß, Kostenkontrolle, Mängelfeststellung, Revisionsunterlagen, fachtechnische Abnahmen inkl. Fotodokumentation, tägliche Anwesenheit vor Ort.
LPH 9 – Objektbetreuung: Verwendungsnachweis und Abrechnung Fördermittelprojekt, Objektbegehung zur Mängelfeststellung vor Ablauf der Verjährungsfristen, Mitwirken bei Freigabe von Sicherheitsleistungen, fachliche Bewertung von Mängeln bis max. 5 Jahre nach Abnahme.
Durchgängige Besondere Leistungen und Standards
Koordination mit weiteren Fachplanungen: Küchentechnik, Freianlagenplanung, Bauphysik (Wärme-/Schallschutz), Brandschutz, Vermessung, Baugrund- und Altlastenuntersuchungen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBerufsqualifikation und Zulassungsbereich
Zulassungsbereich: EWR-Mitgliedstaaten sowie WTO/GPA-Vertragsstaaten
Natürliche Personen: Ingenieure der Fachrichtungen Versorgungstechnik, Gebäudetechnik, Energie- und Versorgungstechnik, Elektrotechnik, Technische Gebäudeausrüstung o.ä.
Juristische Personen: Sitz im Zulassungsbereich; satzungsgemäßer Geschäftszweck muss Planungsleistungen der Technischen Ausrüstung umfassen; bevollmächtigter Vertreter + Verantwortlicher mit o.g. Qualifikation
Bei Bewerbergemeinschaften: Gesamtschuldnerische Haftung; mind. eine qualifizierte Person pro Mitglied; jedes Mitglied im TNW1 aufführen
Finanzielle und personelle Mindestanforderungen
Jahresgesamtumsatz: Durchschnitt der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre für Planungsleistungen TA: mind. 500.000 € netto (Untergrenze für Eignungsprüfung)
*Ausschluss laut TNW2:* < 1.000.000 € → Ausschluss
Mitarbeiterzahl: Durchschnitt der letzten 3 Kalenderjahre für Planungsleistungen TA: mind. 5 Personen (TNW2: < 10 Mitarbeiter → Ausschluss)
Berufshaftpflichtversicherung (Nachweis erst nach Auftragserteilung):
Tariftreue: TVgG NRW (Mindestlohnzahlung an Beschäftigte, auch durch Nachunternehmer)
Ausschluss- und Eignungsanforderungen
Referenzanforderungen (Mindestens 1, maximal 3 wertbar)
Gemeinsame Mindestanforderungen für alle Referenzen:
Mind. eine Referenz: BGF ≥ 1.000 m² (TNW2: bei Ref. 1/2 BGF < 1.000 m² → keine Wertung)
Mind. eine Referenz: Honorarzone ≥ 3 (§ 34 i.V.m. Anlage 10 HOAI)
Referenztypen (laut TNW2, Gewichtung 90 % der Eignung):
Hinweis TNW1 vs. TNW2: TNW1 nennt für Ref. 3 mind. 50 Betten, TNW2 nennt ≥ 300 Betten (Ausschluss-/Wertungsgrenze).
Verfahrensrahmen
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb (§ 17 VgV)
Bewerberauswahl:
Zuschlagskriterien (70 % Qualität / 30 % Preis):
Sprache: Alle Unterlagen in deutscher Sprache; elektronisch über Vergabeplattform; Textform ausreichend (außer Dritterklärungen wie NU-Erklärung: PDF/JPG mit Unterschrift).
Referenz 1: Schulbau / Bildungsbau (Sanierung oder Neubau) – Umbau/Erweiterung im laufenden Bildungsbetrieb
Bewerberformular TNW1, Angaben zu BGF/Bettenzahl/Honorarzone/Leistungsphasen
Referenz 2: Technische Ausrüstung allgemein (Neubau Bildungsbau)
Bewerberformular TNW1
Referenz 3: Wohnheim / Betreuungseinrichtung (Neubau oder Sanierung)
Bewerberformular TNW1