Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Meppen schreibt den Neubau eines asphaltierten Radweges im Gewerbegebiet „Nödike" (2. Bauabschnitt) öffentlich aus.
Was ist zu tun?
Straßen- und Tiefbauarbeiten zur Errichtung eines Radweges entlang der Dieselstraße, Schleswicherstraße und Daimlerstraße – inklusive Erd- und Entwässerungsarbeiten, Tragschichten, Pflaster- und Asphaltarbeiten, Markierungen, Beschilderung sowie umfassender Verkehrssicherung.
Was ist besonders zu beachten?
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenStreckenverlauf und Bauaufgabe
Der Radweg beginnt an der Einmündung Dieselstraße/Daimlerstraße, verläuft unterbrochen entlang der Dieselstraße, parallel zur Schleswicherstraße und endet in der Daimlerstraße. In den betroffenen Straßen (Schwefinger Straße, Liebigstraße, Daimlerstraße) werden zusätzlich Fahrspurabtrennungen für den Radverkehr markiert. Die Baumaßnahme liegt im Süden der Stadt Meppen im Industriegebiet Nödike und ist ausschließlich über die B 70, Industriestraße und Dieselstraße erreichbar. Ausführungsort: Gewerbegebiet Nödike, Dieselstraße, 49716 Meppen.
Baustelleneinrichtung und Verkehrssicherung
Einrichten, Vorhalten und Räumen der Baustelle (pauschal). Verkehrssicherung mit Umleitungsstrecke (~5 km, ca. 30 Tage Vorhaltung), Verkehrstafeln (~6 m²), 3-feldrige Signalanlage (2 Stück), Absperrungen, Schrankenzäune (ca. 200 m), Stahlplatten-Überfahrten und Fußgängerüberwege. Während der gesamten Bauzeit ist der Anlieger- und Lieferverkehr sowie die Erreichbarkeit für Müllabfuhr und Rettungsfahrzeuge aufrechtzuerhalten.
Baufeldräumung und Erdarbeiten
Sicherung von Grenzpunkten, Handschachtung zum Freilegen von Leitungen, Baumschutz, Aufnahme von Bordsteinen, Pflaster- und Rasengittersteinen, Ausbau von Straßenabläufen und Entwässerungsleitungen, Abbruch von Mauerwerk/Beton/Stahlbeton unter Gelände. Erdarbeiten umfassen ca. 810 m³ Oberbodenabtrag und -andeckung, ca. 1.000 m³ Erdarbeiten, Herstellung des Planums (ca. 3.350 m²), Bodeneinbau im Vakuumsaugverfahren sowie Nachweise der Verdichtung.
Entwässerung und Tragschichten
Herstellung von RW-Anschlussleitungen DA 160 PP (2 Stück, bis ca. 1,25 m Tiefe), Einbau von Straßenabläufen, Formstücken sowie eine Kamerabefahrung mit Untersuchungsbericht. Tragschichten: ca. 800 m³ Schottertragschicht 0/45 in unterschiedlichen Schichtdicken (18/20/38 cm), frostsicherer Füllboden F1 (25 cm, ca. 160 m³) für Radweg und Zufahrten, Regulierung vorhandener Tragschichten.
Pflaster- und Asphaltarbeiten
Bordsteine (Tast-, Roll-, Übergangsborde), ca. 260 m Randeinfassungen, Pflasterstreifen (1- und 2-reihig), ca. 1.095 m² Betonsteinpflaster, Rasengittersteine, Rippen- und Noppenplatten (blindengerecht), Wiederverlegung aufgenommener Beläge sowie Anpassung von Schachtabdeckungen.
Asphaltbauweise des Radwegs: Fräsen/Aufnehmen vorhandener Asphaltschichten, Asphalttragschicht AC 22 TS, Asphaltbetondeckschicht AC 11 DS, Tragdeckschicht AC 16 TD LW (6 und 10 cm, ca. 2.610 m² für den Radweg), Anspritzen von Bindemittel, Fugenband/Fugenspalt/Fugenverfüllung (ca. 575 m), Reibeplastik in Rot (RAL 3013, ca. 100 m²), Regulierung von Schiebern und Hydranten.
Markierung, Beschilderung und Elektroarbeiten
Aufnehmen und Wiederaufstellen von Schildern (12 Stück), Rohrpfosten (4 Stück), Aufstellen neuer Verkehrszeichen (insgesamt 16 Stück, u. a. Z 240, Z 1000-31, Z 1000-32, Z 1012-31), Leitpfosten (22 Stück). Markierungsarbeiten: Block- und Längsmarkierungen (ca. 850 m), Fahrspurabtrennung Radverkehr (850 m), Piktogramme Radfahrer. Elektroleistungen umfassen Handschachtung für Beleuchtungskabel (ca. 7 m), Kabelschutzrohr DA 110 (ca. 10 m) und Kopfloch-Arbeiten.
Aufmaß, Dokumentation und Bauzeitenplan
Elektronisches Aufmaß (EDM) vor Beginn und nach Fertigstellung durch ein anerkanntes Vermessungsbüro; CAD-Straßenbestandsplan M 1:500 und Abrechnungsplan M 1:250, je 3-fach, im Gauß-Krüger-System (DXF-Format auf CD). Fotodokumentation mit ca. 10 Fotos pro Arbeitstag, monatliche Übergabe an den Auftraggeber. Detaillierter Bauzeiten-/Ablaufplan vor Baubeginn; monatlich aktualisierter Bauzeitenplan während der Bauzeit; wöchentliche Baustellenbesprechungen.
Wartung und Stundenlohnarbeiten
Wartung der Pflasterflächen durch Nachsandung: 1 Arbeitsgang im 1. Jahr nach Fertigstellung, 2 weitere Arbeitsgänge im 2.–4. Jahr. Stundenlohnarbeiten für Poliere, Baufacharbeiter, Bauschlosser und Bauwerker sowie für Geräte (Bagger, Vibrationswalze, Frontlader, LKW-Kipper, Rüttler, Kompressor, Kleingeräte).
Besondere Pflichten und Hinweise
Ortsbesichtigung vor Angebotsabgabe ist zwingend erforderlich; Bedenken sind vor Angebotseröffnung vorzubringen. Meldung an die Kreispolizeibehörde und Stadt Meppen in Textform vor Baubeginn mit Benennung des Verantwortlichen für Absperrung/Kennzeichnung/Beleuchtung. Während Nachtstunden, Wochenenden und Feiertagen muss ein Verantwortlicher für Verkehrssicherung telefonisch erreichbar sein und die Baustelle innerhalb von 45 Minuten erreichen können. Bei Kampfmittelverdacht oder vorgeschichtlichen Funden sofortige Anzeige. Bodengutachten vom 10.09.2025 liegt vor; bei organoleptischen Auffälligkeiten ist der Auftraggeber sofort zu informieren. Mindestens zwei Straßenbaukolonnen sowie ca. 2 Asphalt- und 2 Fräseinsätze sind in die Kalkulation einzuplanen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPräqualifikation und Eigenerklärung
Präqualifizierte Unternehmen weisen ihre Eignung durch den Eintrag in die Liste des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. nach (Angabe der PQ-Nummer im Angebotsschreiben oder im FB 124). Nicht präqualifizierte Unternehmen reichen das vollständig ausgefüllte Formblatt „Eigenerklärung zur Eignung" (VHB-FB 124) mit dem Angebot ein. Bei Einsatz von Nachunternehmen ist deren Präqualifikation oder die Erfüllung der Voraussetzungen für eine Präqualifikation nachzuweisen.
Fachliche Qualifikation (Verkehrssicherung)
Der für die Sicherungsarbeiten an Arbeitsstellen verantwortliche Mitarbeiter muss die Qualifikation gemäß „Merkblatt über Rahmenbedingungen für erforderliche Fachkenntnisse zur Verkehrssicherung von Arbeitsstellen an Straßen" (MVAS 1999) nachweisen. Der Nachweis ist unaufgefordert zu erbringen; bei Fehlen kann der Auftragnehmer von den Arbeiten ausgeschlossen werden. Für ausländische Bieter wird ein gleichwertiger Qualifikationsnachweis anerkannt. Der Ansprechpartner auf der Baustelle muss deutsch sprechen können.
Technische Leistungsfähigkeit und Ausstattung
Vorhaltung von mindestens zwei Straßenbaukolonnen während der gesamten Bauzeit. Einplanung von ca. 2 Asphalt- und 2 Fräseinsätzen. Verfügbarkeit geeigneter Geräte (z. B. Kombiwalze für die Tragdeckschicht, Saugbagger für das Vakuumsaugverfahren, Asphaltgeräte). Die Fähigkeit zur Durchführung der Verkehrssicherung nach RSA 21, ZTV-SA 97 und den einschlägigen TL-Regelungen muss gegeben sein.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Umsatz in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren für vergleichbare Bauleistungen (inkl. ARGE-Anteil). Auf Verlangen Vorlage von Eignungsnachweisen, z. B. Jahresabschlüsse oder Bürgschaften.
Zuverlässigkeit und Rechtstreue
Kein laufendes oder beantragtes Insolvenzverfahren, keine Liquidation; ggf. Vorlage eines rechtskräftig bestätigten Insolvenzplans. Keine schweren Verfehlungen gemäß § 6e EU VOB/A; keine relevanten Verurteilungen wegen Gewerbezentralregister-Verstößen in den letzten 2 Jahren. Ordnungsgemäße Erfüllung der steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Pflichten. Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft.
Referenzen, Personal und Registereintragungen
Auf Verlangen: mindestens 3 Referenznachweise über vergleichbare Leistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren (Angaben gemäß FB 124). Auf Verlangen: Erklärung zur jahresdurchschnittlichen Beschäftigtenzahl der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal. Eintragung in der Handwerksrolle oder IHK oder im Handelsregister – bzw. Erklärung, dass keine Eintragungspflicht besteht.
Baustoffnachweise und Umweltanforderungen
Auf Verlangen Vorlage von Eignungs-, Gütenachweisen und Prüfzeugnissen für Baustoffe und Baustoffgemische (Asphaltsorten, Bettungsmaterial, Füllboden, Schotter). Nachweis der Eigenüberwachung (Tragfähigkeitsnachweise, Rammsondierungen) gemäß den einschlägigen ZTV. Fachgerechte Entsorgung schadstoffbelasteter Baustoffe gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz; Verwertungs- und Beseitigungsanlagen müssen über die erforderlichen behördlichen Berechtigungen verfügen. Ab Auftragssumme ≥ 30.000 € netto wird vom Auftraggeber ein Auszug aus dem Wettbewerbsregister angefordert.
Zuschlag und Wertung
Der Zuschlag wird zu 100 % nach dem niedrigsten Preis vergeben. Bietergemeinschaften haften gesamtschuldnerisch und benennen einen bevollmächtigten Vertreter gemäß § 13 Abs. 5 VOB/A. Angebotssprache: Deutsch. Sicherheit Vertragserfüllung: 5 % der Auftragssumme (inkl. USt, ohne Nachträge), sofern die Auftragssumme 250.000 € ohne USt erreicht oder übersteigt. Mängelansprüche-Sicherheit: 3 % der Abschlagszahlungssumme zum Zeitpunkt der Abnahme.
Mindestens 3 Referenznachweise über vergleichbare Straßenbauleistungen (Art, Umfang, Mengen, Besonderheiten)
Angaben gemäß Formblatt VHB-FB 124 inkl. Ansprechpartner, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Baumaßnahmentyp, vertragliche Bindung, ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung; nur auf Verlangen der Vergabestelle vorzulegen