Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWas wird gebaut?
Ein neuer Fahrzeugwaschplatz für Militärfahrzeuge auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle 41 (WTD 41) in Koblenz-Rübenach (56072 Koblenz). Dazu gehört auch eine Zugversuchsfläche sowie die Ver- und Entsorgung mit Wasser, Strom und Abwasser.
Was muss ich tun?
Besonderheiten:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis (Wertungssumme)100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme ermittelt. Die Wertungssumme berechnet sich aus der Angebotsendsumme zuzüglich 30% der vom Bieter angegebenen bauzeitabhängigen Kosten. Der Zuschlag wird auf das Angebot mit der niedrigsten Wertungssumme erteilt. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15% auf die Wertungssumme.
Wertungssumme = Angebotsendsumme + (bauzeitabhängige Kosten × 0,3). Der Zuschlag wird auf das Angebot mit der niedrigsten Wertungssumme erteilt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenVerkehrssicherung und Baustelleneinrichtung
Sicherheitszaun (2,00 m hoch, mit Y-Ausleger und Unterkriechschutz, 50 m herstellen, 800 mWo vorhalten).
Behelfstor (1 Stück), Schutzzaun H=1,0 m (100 m, 1.600 mWo vorhalten), Behelfsüberfahrten (2 Stück, 32 StWo vorhalten).
Vorhaltezeit aller Sicherheitseinrichtungen: 16 Wochen.
Absteckungen und Vermessungsleistungen nach Auftraggeber-Planung.
Arbeitszeiten: Mo–Fr 07:00–18:00 Uhr, Sa 07:00–16:00 Uhr (nur mit Voranmeldung).
Arbeitskräfte müssen Erlaubnis zum Betreten des Bundeswehrgeländes besitzen; kein Einsatz von Arbeitnehmern aus 'Staaten mit besonderem Sicherheitsrisiko'.
Vorbereitende Arbeiten und Rückbau
Asphaltoberbau schneiden und abbrechen (ca. 50 m / 40 m²).
Pflanzliche Bodendecke abräumen und Oberboden abtragen (je ca. 150 m²).
Baumfällungen (10 Stück) inkl. Wurzelstockroden und Gehölzschnitt (50 m²).
Zaun öffnen und schließen.
Beweissicherung (fotografische Dokumentation) vor Beginn mit Bauleitung.
Erdarbeiten und Verbau
Bodenaushub für Gräben, Kanäle, Schächte, Wasserleitungen und Kabelgräben (ca. 750 m³ Aushub).
Suchgraben (20 m³), Handschachtung (20 m³), Mauerwerks-/Betonabbruch (10 m³).
Verfüllung, Verdichtung, Kies-Sand-Gemisch, Bodenverbesserung.
Sicherung von Versorgungsleitungen, Entwässerungsmulde, Wasserbausteine, Bankett.
Verbauarbeiten: Verbauplatten (580 m²), Saumbohlenverbau (40 m), prüffähige Verbaustatik in 3-facher Ausfertigung.
Kanal- und Wasserleitungsbau
Kanalbau: Schachtbauwerke DN 1000, Schachtabdeckungen Klasse D400, Leichtflüssigkeitsabscheider mit Koaleszenzstufe (Klasse I, NS 15), Probenahmeschacht, HDPE/PP-Rohrverlegung DN 160–250, Wasserhaltung.
Wasserleitung: Druckrohre aus duktilem Gusseisen DN 80 (ca. 40 m), PE-Rohre, Formstücke, Kugelhahn, Anbohrarmatur, Anschluss an Bestand, Wasserschacht (1 Stück), Standrohr für Hochdruckreiniger (2 Stück).
Druckprüfung nach DVGW W 402 mit Bericht (3-fach Papier, 2-fach digital).
Mikrobiologische Wasserproben durch zertifizierten Probenehmer.
Voraussetzung: DVGW-Zertifizierung GW 301 mindestens W3 und qualifiziertes Personal nach GW 330.
Strom und Straßenbeleuchtung
Kabelschächte (4 Stück), Kabelschutzrohre DN 25–110 (insgesamt ca. 185 m), Trassenmarkierung.
Erdung (60 m), Anschlussfahnen, Erdungs-Dokumentation (Durchgangsmessungen, Lageplan, Fotos; 2-fach Papier + digital).
Oberflächen und Betondecken
Planum (1.650 m²), Bodenaustausch (75 m³), Frostschutzschicht, Schottertragschicht.
Betondecke: 1.250 m², 27 cm dick, mit Stahleinlagen (26.000 kg).
FDE-Platten (Rechteckplatten 900×600×230 mm und 1200×900×230 mm aus C35/45; Absenkplatten aus C40/50).
Pflasterdecke, Bordsteine, Asphalt, Oberboden, Rasen, Schilder, Zäune, Amphibienschutzzaun.
Zugversuchsfläche: Betonfundament, Betondecke 125 m² (35 cm dick), Stahleinlagen (3.700 kg), Geotextil, Fugen, Anschlagpunkte AP1 und AP2.
Fugenabdichtung mit Quarzsand und Sealer; Gefälle 2,0–3,0 %.
Spezialbauteile und Ausrüstung
Spritzschutzwand mit T-Element (2250×920×1100 mm).
Vorschlammfang (4.890×1.100×1.200 mm, ca. 2.790 Liter).
Sicherheitssteigleiter aus Edelstahl V2A, Schachtabdeckung 600×600 mm aus Edelstahl V4A.
Kernbohrungen mit Ringraumdichtungen DN 300 und DN 150.
Kampfmittelräumung
Baubegleitende Kampfmittelsondierung gemäß BFR KMR TS A-9.4.3 und DGUV-I 201-027.
An- und Abmeldung Räumstelle, fachtechnisches Aufsichtspersonal (5 Tage + 16 h Mehrstunden), Sondierungs-Zulage 200 m³.
Voraussetzung: Erlaubnis nach §7 SprengG und Befähigungsschein nach §20 SprengG.
Abschlussbericht inkl. Freigabekarte (3-fach schriftlich, 1-fach digital, .dwg); wöchentliche Fortschreibung der Freigabekarte.
Kontrollprüfungen und Vermessung
Statische Lastplattendruckversuche (20 Stück), Rammsondierungen (Einrichtung 10 Stück + 30 m), Verdichtungsprüfungen, Vermessungskoordination.
Vorlaufzeit Vermessungsabruf: 3 Werktage (Regelfall) bzw. 24 Stunden bei baubegleitender Erfassung.
Entsorgung und Verwertung
Entsorgung von Bodenaushub (BM-0/BM-0*: 750 t; BM-F1: 300 t; BM-F2: 450 t), Bordsteinen/Beton (10 t), Asphalt (30 t), Baumischabfall (3 t), Grünschnitt (5 t).
Benennung und Nachweis der Verwertungs- und Beseitigungsträger, Nachweis der Berechtigung zur Abfallentsorgung.
Für gefährliche Abfälle: Bestätigung der Abfallwirtschaftsbehörde, digitaler Entsorgungsnachweis (Zeitbedarf bis 30 Werktage).
Spätestens 6 Werktage vor Entsorgungsbeginn: Vorlage aller Nachweise beim AG.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Eignung (Eintragung und Erklärungen)
Eintrag im PQ-Verzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. oder vollständig ausgefülltes Formblatt 124 'Eigenerklärung zur Eignung' mit dem Angebot (alternativ: Einheitliche Europäische Eigenerklärung).
Erklärung zu Registereintragungen (Handelsregister, Handwerksrolle oder IHK).
Erklärung, dass kein Insolvenzverfahren läuft / eröffnet wurde und das Unternehmen sich nicht in Liquidation befindet.
Erklärung zu Ausschlussgründen gemäß §6e EU VOB/A; ggf. Nachweis einer Selbstreinigung.
Erfüllung der Steuer- und Sozialversicherungspflichten, Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft.
Wirtschaftliche und personelle Leistungsfähigkeit
Angabe des Gesamtumsatzes der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre (Bauleistungen und vergleichbare Leistungen).
Angaben zur Arbeitskräfteentwicklung (jahresdurchschnittlich beschäftigte Arbeitskräfte der letzten drei Jahre, gegliedert nach Lohngruppen inkl. Leitungspersonal) – auf Verlangen.
Unbedenklichkeitsbescheinigungen von Finanzamt, tariflicher Sozialkasse und Berufsgenossenschaft (auf Verlangen).
Freistellungsbescheinigung nach §48b EStG.
Technische und fachliche Eignung
Rohrleitungsbau Wasser: gültige Zertifizierung nach DVGW GW 301 mindestens W3.
Wasserleitungsarbeiten: qualifiziertes Personal nach DVGW GW 330.
Kampfmittelräumung: Befähigungsschein nach §20 SprengG (verantwortliche Person), Erlaubnis nach §7 SprengG, Weisungsbefugnis gegenüber Baustellenpersonal.
Transport gefährlicher Abfälle: Transportgenehmigung und Fähigkeit zur elektronischen Begleitscheinquittierung; sonst zugelassenen Transporteur beauftragen.
Referenzen: mindestens 3 vergleichbare Referenznachweise aus den letzten 5 Kalenderjahren (bei Shortlisting vorzulegen, Details gemäß Formblatt 124).
Besondere Anforderungen Bundeswehr-Gelände
Eingesetzte Arbeitskräfte benötigen Erlaubnis zum Betreten des Bundeswehrgeländes.
Kein Einsatz von Arbeitnehmern aus 'Staaten mit besonderem Sicherheitsrisiko' – dies gilt auch für Nachunternehmer und Lieferanten.
Führungszeugnis / Freigabe für Arbeitskräfte auf Bundeswehrgelände vor Beginn beantragen.
AN haftet für Schäden an Versorgungsleitungen; Schutzmaßnahmen und Beweissicherung erforderlich.
Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bietergemeinschaften: gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter; Erklärung in Textform, auf Verlangen unterschrieben/signiert.
Nachunternehmer: Eignungsnachweise ebenfalls erforderlich; bei Präqualifikation Angabe der PQ-Nummer ausreichend; Eigenerklärungen auf gesondertes Verlangen.
Vergleichbare Bauleistungen (Referenznachweise) der letzten 5 Kalenderjahre gemäß Formblatt 124 / Eigenerklärung zur Eignung
je Referenz: Ansprechpartner Auftraggeber, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eingesetztes Personal, Leistungsumfang, Besonderheiten, Vertragsrolle; auf Verlangen der Vergabestelle vorzulegen