Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Ortsgemeinde Ebertsheim plant den Neubau einer viergruppigen Kindertagesstätte für rund 100 Kinder. Das eingeschossige, barrierefreie Gebäude soll in nachhaltiger Holzbauweise entstehen. Gesucht werden Architekturbüros, die die Objektplanung für Gebäude und Innenräume (Leistungsphasen 1–9 nach HOAI) übernehmen – einschließlich der Fachplanungen für Technische Gebäudeausrüstung und Tragwerk. Die Vergabe erfolgt in einem zweistufigen Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb (3–5 Bewerber zur Angebotsabgabe). Zunächst ist ein Teilnahmeantrag mit Referenzen, Personalanlage und Berufshaftpflichtnachweis einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis30%
Bewertet wird das Gesamthonorar Bearbeitungsstufen I und II inkl. Nebenkosten gemäß Honorarangebotsblatt. Günstigstes Angebot erhält volle Punktzahl, andere linear im umgekehrt proportionalen Verhältnis.
- Projektplanung30%
Bewertet werden Konzepte zur Projektplanung hinsichtlich Realitätsnähe und Praxisnähe, sowie Beitrag zu reibungslosem Ablauf.
- Projektdurchführung40%
Bewertet werden Konzepte zur Projektdurchführung hinsichtlich Realitätsnähe und Praxisnähe. Bewertung erfolgt wie bei Projektplanung (0-5 Punkte multipliziert mit Faktor).
Preis: Bieter mit günstigstem Gesamthonorar erhält volle Punktzahl (300 Pkt.), andere Bieter erhalten Punkte linear im umgekehrt proportionalen Verhältnis. Bsp.: 10% schlechteres Angebot = 90% der erreichbaren Punkte. Qualität: Bewertung mit 0-5 Punkten multipliziert mit dem jeweiligen Faktor (20 oder 40 bei Projektplanung, 20 oder 30 bei Projektdurchführung). Zuschlag auf Angebot mit höchster Gesamtpunktzahl.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenArt und Umfang der Planungsleistung
Erbracht werden Architektenleistungen als Objektplanung Gebäude und Innenräume nach § 34 HOAI. Beauftragt werden die Grundleistungen der Leistungsphasen 1 bis 9 – aufgeteilt in zwei Bearbeitungsstufen:
Zusätzlich sind erforderliche Fachplanungen für Technische Gebäudeausrüstung (TGA) und Tragwerksplanung einzubinden.
Besondere und weitergehende Leistungen
Als besondere Leistungen sind in Stufe I u.a. Bedarfsplanung, Machbarkeitsstudie, Wirtschaftlichkeitsuntersuchung, Fördermittelantrag, besondere Präsentationshilfen, BIM-Modellbearbeitung, vertiefte Kostenschätzung sowie Brandschutznachweise vorgesehen. In Stufe II zählen dazu u.a. eine detaillierte Objektbeschreibung, alternative Leistungsbeschreibungen, Prüfung von Nachtragsangeboten, Zahlungsplan, Bauleitung, Mängelverfolgung, Gebäudebestandsdokumentation und Wartungsanweisungen.
Darüber hinaus sind Förderantragsunterlagen für den Landkreis Bad Dürkheim und das Land Rheinland-Pfalz zu erstellen.
Weitergehende Leistungen werden nur nach schriftlicher Beauftragung zu gesondert angebotenen Stundensätzen erbracht.
Bauaufgabe und bauliche Vorgaben
Geplant ist ein Neubau einer Kindertagesstätte mit vier Gruppen für rund 100 Kinder (U2 bis Vorschulkinder). Das Gebäude soll:
Vorgegebene Eckdaten der Honorarermittlung: vorläufig anrechenbare Kosten 3.191.699,63 € netto, Honorarzone III. Die geschätzten Baukosten liegen über 5 Mio. € (Anlass der EU-weiten Ausschreibung).
Termine und Projektablauf
Der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan ist für Juni 2026 vorgesehen. Der Leistungsbeginn der Planung ist für Januar 2027 geplant, unmittelbar nach Auftragserteilung. Die Einreichung der Förderanträge ist für Mai 2027 vorgesehen. Die zweistufige Verfahrensstruktur sieht eine Teilnahmewettbewerbs- und eine Verhandlungsphase vor.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung zur Berufsausübung
Voraussetzung ist die Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung 'Architekt', nachgewiesen durch Eintragungsnachweis in die Architektenliste oder eine entsprechende Bescheinigung der Architektenkammer. Juristische Personen müssen zusätzlich einen verantwortlichen Angehörigen des Berufs 'Architekt' benennen und dessen Nachweis vorlegen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung mit folgenden Mindestdeckungen:
jeweils zweifach pro Versicherungsjahr, mit einer Nachhaftung von mindestens 5 Jahren. Bei Bewerbergemeinschaften ist der Nachweis von jedem Mitglied zu erbringen; die Deckungssummen dürfen addiert werden.
Ausschlussgründe
Mit der Bewerbererklärung (Anlage 4) ist zu bestätigen, dass keine zwingenden oder fakultativen Ausschlussgründe gemäß §§ 123, 124 GWB vorliegen.
Eignungsleihe
Es besteht die Möglichkeit, sich zum Nachweis der wirtschaftlichen/finanziellen sowie der technischen/beruflichen Leistungsfähigkeit anderer Unternehmen (Eignungsleihe) zu bedienen. Dafür sind Zusatzangaben im Formblatt sowie eine Verpflichtungserklärung (Anlage 2) und ein Nachweis der betroffenen Eignungsanforderungen durch das andere Unternehmen erforderlich.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit – Auswahlpunkte
Die Auswahl unter den Bewerbern erfolgt anhand eines Punktesystems mit insgesamt maximal 111 Punkten. Bewertet werden:
Die 3 bis 5 Bewerber mit der höchsten Gesamtpunktzahl werden zur Angebotsabgabe aufgefordert; bei Punktgleichheit entscheidet das Los.
Zuschlagskriterien (Stufe 2)
Das wirtschaftlichste Angebot wird nach folgenden gewichteten Kriterien ermittelt (maximal 1.000 Punkte):
Vergleichbare Referenz zur Objektplanung Gebäude und Innenräume gemäß § 34 Abs. 3 Nr. 1–9 HOAI (Leistungsphasen 1–9), aus den letzten 5 Jahren
Vergleichbarkeit Kita/Kindergarten (5 P.) bzw. Schule/Bildungsbau (3 P.) oder öffentliches Gebäude/Gemeinschaftshalle (1 P.); Art: Neubau in Holzbauweise (5 P.) bzw. Neubau (3 P.) oder Sanierung/Umbau (1 P.); übernommene Leistungen LP 1–9 (2 P.) oder LP 1–4 (1 P.); je Formblatt aussagekräftige Unterlagen (Photos, Übersichtspläne, Projektexposé; max. DIN A3)
Referenz des Projektleiters (Anlage 6)
Vergleichbare Planungsaufgabe, Leistungen nach § 34 Abs. 1 Nr. 1–9 HOAI; Besondere Anforderungen (z.B. Barrierefreiheit, Denkmalschutz); Nachweis der vom Projektleiter verantwortlich erbrachten Leistungen; aussagekräftige Unterlagen (max. DIN A3)
Referenz des stellvertretenden Projektleiters (Anlage 7)
Kurzbeschreibung mit Gebäude/Innenräume, Art des Bauvorhabens, Honorarzone, Bauvolumen; vertraglich übernommene Leistungen gemäß § 34 Abs. 1 Nr. 1–9 HOAI; vom stellvertretenden Projektleiter verantwortlich erbrachte Leistungen; aussagekräftige Unterlagen (max. DIN A3)
Referenz des Bauleiters (Anlage 8)
Vergleichbare Bauleitungsaufgabe; Leistungen nach § 34 HOAI; aussagekräftige Unterlagen (max. DIN A3)