Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum es geht
Die Stadt Pfullingen (Wohnbau Pfullingen) schreibt im offenen Verfahren nach VOB/A die Erd- und Betonarbeiten für den Neubau einer Wohnbebauung mit integriertem Kinderhaus an der Großen Heerstraße 80 in Pfullingen aus.
Das Bauprojekt
Was zu leisten ist
Was Bieter mitbringen müssen
Wichtige Fristen
Einreichung: ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform vergabe24.de
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis (einziges Wertungskriterium)
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAllgemeine Rahmenbedingungen
Das Baufeld liegt im Südosten von Pfullingen an der Großen Heerstraße, angrenzend an ein Naturschutzgebiet. Die Baustelle ist schwierig zugänglich. Teile des Baugrunds sind mineralölbelastet (erhöhte MKW-Gehalte, DK I in Schürfgruben BS-1, BS-5, BS-6); eine dokumentierte Aushubüberwachung mit Separierung in Haufwerken ist erforderlich. Schutz des Wurzelbereichs zu erhaltender Bäume nach DIN 18920. Wasserhaltung bei Grund-/Sickerwasser. HQ100-Überflutungsfläche ist zu beachten.
Bauweise: Erdgeschoss in Stahlbeton, Obergeschosse in Holzbauweise (Brettsperrholz); umfangreiche Sichtbetonflächen SB2/SB3.
Bauzeit: 05.10.2026 bis 28.05.2027 (ca. 8 Monate, Rohbau). Der Kran wird auch vom Nachfolgegewerk Holzbau mitgenutzt.
Baustelleneinrichtung und Vorhaltung
Komplette Baustelleneinrichtung (pauschal), bestehend aus Lager-/Arbeitsplätzen, Geräten, Hebezeugen, Containern, Bauzaun (245 m, h=2,00 m, 4 Tore, 5 Warnleuchten, 2 Bautüren), Verkehrszeichen, Strom- und Wasseranschluss, Sicherungsmaßnahmen, Kranfundamenten, Zufahrtswegen, provisorischer Baustraße (180 m²), Schnurgerüst, Fassadengerüst Rohbau (650 m², Lastklasse 3, 4 Wochen Grundeinsatz, 13.000 m²·Wochen Vorhaltung), Absturzsicherungen Deckenkanten (508 m).
Turmdrehkran: Ausleger ca. 32 m, Hakenhöhe ca. 25 m, Traglast Auslegerkopf mind. 800 kg, bei 20 m 4.000 kg, Funkfernsteuerung, Standfläche ca. 4,5 × 4,5 m. Grundstandzeit 4 Wochen, verlängerte Vorhaltung EBM 20 Wochen, verlängerte Vorhaltung Holzbau 20 Wochen (Mitnutzung durch qualifizierte Fachkraft).
Bürocontainer 30 m² (2 gekoppelte Einheiten, 75 Wochen Vorhaltung) und Sanitärcontainer für ≥ 50 Mitarbeiter, winterfest, 2×/Woche Reinigung, 75 Wochen Vorhaltung.
Baustrom und Bauwasser: Anschluss herstellen und je 48 Wochen vorhalten.
Tragkonstruktion Bauschild inkl. Fundamente.
Baustellenservice täglich: Auf-/Absperren Strom- und Bauwasserentnahmestellen (06:30–17:30 Uhr), Kontrolle Bauzäune, Verkehrsleitungen, Reinigung der Zufahrtstraßen, über die Rohbauzeit von ca. 14 Monaten.
Abrechnung Baustelleneinrichtung: 30 % Herstellung BE, 40 % Fertigstellung oberste Decke, 30 % Abbau.
Geländevorbereitung und Erdarbeiten
Rodung von Sträuchern, Hecken und Bäumen (Stamm-Ø ≤ 50 cm) inkl. Wurzelstockentfernung und Entsorgung. Abbruch massiver Einfriedungen, Zäune, Betonpflaster, Bodenplatten (15–25 cm Stärke). Oberflächenbefestigungen und Auffüllungen entfernen.
Aushubmaterial auf Deponie abtransportieren (LAGA Z0*, Z1.1, Z1.2, Z2, DK 1).
Baugrubenaushub BK 2–5/6 mit Grobplanum und Tagwasserhaltung. Verfüllung Arbeitsräume und Rohrgräben mit verdichtungsfähigem Material, Verdichtungsgrad ≥ 97 % Proctordichte.
Baugrunderkundung empfiehlt Plattengründung auf hydraulisch gebundener Tragschicht (EV2 = 45 MN/m²).
Bodenstabilisierung: 2-lagig, Frästiefe 2 × 40 cm, Bindemittelmenge 11 kg/m² (Kalk-Zement 30/70 %), auf ca. 1.664 m²; PE-Trennlage 0,3 mm. Lieferung Schotter 0/45 (400 t), Siebschutt 0/45 (200 t). Folie als Böschungsschutz (300 m²).
Lieferung und Einbau Oberboden (76.000 m², d = 0,2 m).
Entwässerung und Grundleitungen
Außen: Mischwasserleitung (ca. 35 m) entlang 3/8-Kanal umbauen; Anbindung an Bestand Große Heerstraße 82 bleibt aktiv. KG-Rohre (PVC-U) DN 100, 125, 150 nach DIN 19534, Formstücke, Kontrollschächte DN 1000 aus Betonfertigteilen mit Schachtabdeckungen Klasse B, Kernbohrungen, Anschluss an öffentlichen Kanal (Ei-Form 1200/1500).
Retentionsanlage: Modulares Box-Speicherelement-System (RAUSIKKO, V ca. 26,7 m³) – Grundelemente (72 Stück à ca. 203 l), Box-Elemente (18 Stück à ca. 400 l) sowie Box mit Verteil-, Reinigungs- und Inspektionsfunktion (10 Stück). Drosselschacht DN 250, Schachtgrundkörper DN 800, Konus DN 800/625, Schachtverlängerung ID 500, Frontanschlussstutzen DN 250, Entlüftungsplatten DN 160. PE-Dichtungsbahn 2,0 mm (WHG-Fachbetrieb für Verschweißung), Schutzvlies GRK 5 (≥ 400 g/m²), Splittauflager und Sandschutzschicht. 3-fache Kamerabefahrung: nach Einbau, nach ca. 6 Monaten, vor Gewährleistungsende.
Gebäude: SW- und RW-Grundleitungen DN 100/125/150 unter der Bodenplatte, Bodenabläufe DN 100 (18 Stück Kellerabläufe), Druckprobe vor Verfüllung.
Druck- und Dichtheitsprüfungen, Sichtkontrolle durch Fachbauleitung, Kamerabefahrung mit Dokumentation (ca. 1.120 m Rohrleitung, 16 Schächte), Revisionspläne 3-fach + CD.
Gründungs- und Rohbauarbeiten
Bodenplatte: Sauberkeitsschicht C 8/10, X0 (5 cm); lastabtragende Perimeterdämmung XPS 180 mm (WLG 0,04, ≥ 300 kPa, 1.664 m²); Randdämmung XPS 160 mm; Bodenplatte Stahlbeton C 30/37, d = 40 cm (1.379 m²); Aufzugsunterfahrt und Technikschacht als WU-Konstruktion; Hauseinspeisung (Mehrspartenpaket); Dehnfugen, Boden-Wandfugen-Abdichtung.
Wände/Stützen/Unterzüge: Außen- und Innenwände Ortbeton C 30/37, Wandstärken 20/25 cm, bis 3,50 m Höhe; Sichtbeton SB2/SB3 (394 + 262 m²); Stützen C 35/45 (20×20 bis 25×25 cm); Unterzüge C 35/45, XC1; thermische Trennlage Stützen 1. OG.
Decken und Laubengang: EG-Decke C 30/37, d = 25 cm (1.332 m²); Laubengangdecke C 35/45 (622 m²), Gefälle 2–4 %, Rinnenaussparungen 3,5 × 220 cm, Lichtöffnungen (315 × 177, 383 × 177, 255 × 177, 180 × 177 cm), diverse Deckenaussparungen.
Aufkantungen/Aussparungen: Schalung/Beton für Kantenausbildungen, Ortbeton-Unterzüge, Aussparungen in verschiedenen Größenklassen (≤ 0,10 m² bis 5,00–12,50 m²); Sichtbeton SB3 bei Unterzügen.
Überwachungsklasse 2 nach EC2; Expositions- und Betonfestigkeitsklassen gemäß Positions- und Bewehrungsplänen.
Bewehrung, Einbauteile und Fertigteile
Bewehrung: Betonstahl B500B Stabstahl Ø bis 28 mm, Listenmatten (insgesamt ca. 215.000 kg Stabstahl, 30.000 kg Matten); Edelstahl BST 500 B NR (450 kg) als Anschlussbewehrung Decke/Laubengangstützen; Schraubmuffen Ø 20 mm; Dübelleisten (HDB 12/185, 14/335, 16/185, 16/295, 16/335, 20/295, 20/285) als Durchstanzbewehrung; Biegeplatz auf der Baustelle 6–28 mm einrichten.
Einbauteile: Querkraftdorne (Treppenauflager, Laubengangstützen, Deckendehnfugen 22 mm) in Edelstahl A4, SK3, S690, inkl. Brandschutzmanschetten R120; Ankerschienen TA 28/15-L150 (644 St), 38/17-L200 (120 St), 40/22-L250 (60 St) feuerverzinkt; Stahlkonsolen S235J2N für Fertigteilbalkone (520 kg), feuerverzinkt; Verbundanker A4 16 × 135 (ETA 21/0878, 460 St); Aufzugseinbauteile pauschal; Unterstützungskörbe, Abstandhalter (Beton/Faserzement) in drückendem Grundwasser.
Fertigteile: Fertigteil-Treppenläufe und -podeste (10 Typen, gerade, mit Podest) aus C 35/45 (XC4, XD3, XF4, WA), Sichtbeton SB III, R11-Oberfläche; Fertigteil-Balkonplatten (3 Typen, ca. 305 × 300, 270 × 380, 306 × 340 cm) mit Gefälle, Abläufen, Anschlussbewehrung; Podeststützen, Trittschalldämmung, Auflager- und Schutzmaßnahmen je Stufe.
Nebenarbeiten und Stundenlohnarbeiten
Anarbeiten und Kleinarbeiten als Stundenlohnarbeiten (Vorarbeiter, Arbeiter, Helfer) inkl. aller Zuschläge; Kleinmaterial- und Kleingerätepauschale pro Arbeitsstunde. Alle Aufwendungen wie Schalungsausschnitte, Sonderbewehrungen, Unterstützungen und Einlegearbeiten sind in die Einheitspreise einzurechnen – keine gesonderte Vergütung. Kosten für Genehmigungen (Straßensperrung, Sondernutzungen) trägt der Auftragnehmer.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Umsatzerklärung für die letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre mit vergleichbaren Bauleistungen (KEV 179). Alternativ PQ-Nummer oder Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE). Auf Verlangen: Freistellungsbescheinigung nach § 48 EStG, Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts.
Fachliche Eignung und Referenzen
Mindestens 3 Referenzen über vergleichbare Leistungen (Erd-, Tief- und Betonarbeiten) in den letzten 3 abgeschlossenen Kalenderjahren (KEV 179). Pro Referenz: Baumaßnahme, Ort, Bauherr/Auftraggeber, Leistungsumfang, Auftragswert Gesamtleistung, eigener Leistungsanteil €, Ausführungszeitraum, Rolle, durchschnittlich eingesetzte Arbeits- und Leitungskräfte, besondere Anforderungen. Schriftliche Bestätigungen der Referenzauftraggeber erst auf Verlangen bei engerer Wahl.
Personelle Eignung und Stammpersonal
Verfügbarkeit erforderlicher Arbeitskräfte. Nachweis der durchschnittlich in den letzten 3 Kalenderjahren beschäftigten Arbeitskräfte, gegliedert nach Lohngruppen, extra ausgewiesenes Leitungspersonal. Fachkundiger Bauleiter über die gesamte Vertragsdauer (Fachbauleiter nach LBO), namentlich der Genehmigungsbehörde vor Baubeginn. Deutschsprachiger Polier/Vorarbeiter, fachlich und persönlich geeignet, mit Qualifikationsnachweisen, nachweislich vergleichbare Arbeiten ausgeführt, während gesamter Arbeitszeit anwesend.
Mindestens 70 % der Leistungen sind mit Stammarbeitskräften des eigenen Betriebs auszuführen. Nachunternehmer müssen ebenfalls mindestens 70 % des übertragenen Leistungsumfangs mit Stammarbeitskräften erbringen. Stammpersonalnachweis auf Anforderung.
Namentliche Liste der auf der Baustelle eingesetzten Arbeitskräfte vor Baubeginn unaufgefordert übergeben, getrennt nach eigenen Mitarbeitern und Nachunternehmern.
Register, Steuern, Sozialversicherung und Zuverlässigkeit
Eintragung in Handelsregister, Handwerksrolle oder IHK (je nach Gewerbeart). Ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer- und Abgabenpflichten sowie der Beitragszahlung zur Sozialversicherung. Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft. Kein laufendes/eröffnetes Insolvenzverfahren, keine Ablehnung mangels Masse, nicht in Liquidation. Keine schweren Verfehlungen gem. § 6e EU VOB/A; keine strafrechtlichen Verurteilungen (Freiheitsstrafe > 3 Monate oder Geldbuße > 90 Tagessätze bzw. > 2.500 €) in den letzten 2 Jahren.
Auftragssumme ≥ 30.000 €: Abfrage beim Wettbewerbsregister (Bundeskartellamt) gem. § 6 WRegG.
Möglichkeit zur Vorlage von Selbstreinigungsmaßnahmen bei Ausschlussgründen (§ 6e EU Abs. 1–4 VOB/A).
Technische und normbezogene Anforderungen
Verpflichtung zur Einhaltung von DIN/EN-Normen (z. B. DIN 18134 Plattendruckversuch, DIN 18300 Erdarbeiten, DIN 18331 Betonarbeiten, DIN 18306 Entwässerung, DIN 4124 Grabenverbau, DIN EN 752/DIN EN 12056/DIN 1988-100 Entwässerung, DIN 18920 Baumschutz, EC2/EN 1992 Beton). Schalhautklasse SHK 3 für Sichtbeton SB2/SB3.
Nachweise: Gütezeichen RAL-GZ-388 für Mineralwollen, Eignung für nachträgliche Bewehrungsanschlüsse (Injektionsmörtel-System), WHG-Fachbetrieb für Verschweißung der PE-Dichtungsbahnen, Fachkunde für Aushubüberwachung in kontaminierten Bereichen (MKW/DK I), Kranführer mit Funkfernsteuerung und qualifizierte Fachkraft für Kranmitnutzung Holzbau.
Sicherheits- und Gesundheitsschutz nach Baustellenverordnung in Begleitung des SiGe-Koordinators; Abbruchanweisung, Freischaltungsdokumentation und Freimessung Gasleitungen vor Beginn entsprechender Arbeiten.
Tariftreue und Mindestlohn
Verpflichtungserklärung Mindestlohn/Tariftreue nach LTMG-BW (KEV 179.3): Gewährung gesetzlicher Mindestlöhne nach AEntG bzw. MiLoG an eigene Beschäftigte, Nachunternehmer und Verleihunternehmen. Verpflichtungen nach §§ 3 und 4 LTMG sind auch von Nachunternehmen und Verleihunternehmen einzuhalten. Bereithaltung prüffähiger Unterlagen über eingesetzte Beschäftigte (Lohnnachweise) auf Verlangen. Konsequenzen bei Verstößen: Vertragsstrafe, Ausschluss vom Vergabeverfahren, ggf. Ausschluss bis zu drei Jahre, fristlose Kündigung, Information der Zollverwaltung.
Formale und verfahrensbezogene Anforderungen
Vergleichbare Referenzen über Erd-, Tief- und Betonarbeiten (Leistungen, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind).
Pro Referenz: Baumaßnahme, Ort, Bauherr/Auftraggeber (Anschrift), Leistungsumfang, Auftragswert Gesamtleistung, eigener Leistungsanteil €, Ausführungszeitraum, Rolle (Hauptauftragnehmer/ARGE-Partner/Nachunternehmer), durchschnittlich eingesetzte Arbeits- und Leitungskräfte, besondere technische/gerätespezifische/zeitliche Anforderungen. Schriftliche Bestätigungen der Referenzauftraggeber erst auf Verlangen bei engerer Wahl.