Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Hansestadt Wipperfürth beschafft Ingenieur- und Bauleitungsleistungen für den ZOB am Surgères-Platz, den Umbau der Kreuzung Ringstraße/Gaulstraße zu einem Kreisverkehrsplatz, die Verschwenkung der L284, den Ersatzneubau der Gaulbachbrücke, die Kanalsanierung, den Hochwasserschutz, Vermessung und die Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination. Die Planungsleistungen der Leistungsphasen 1–5 sind verbindlich; die Leistungsphasen 6–9 zur Vergabe, Bauleitung und Objektüberwachung sind als optionale Stufe vorgesehen.
Das Verfahren ist als Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb angelegt. Die geforderten Unterlagen umfassen unter anderem den Teilnahmeantrag, Eigenerklärungen, Referenznachweise, Angaben zu Personal und technischer Ausstattung sowie später das vollständig bepreiste Leistungsverzeichnis.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Honorar/Preis50%
Preis (in €, netto) ermittelt aus der Wertungssumme des Angebotes bzw. der nachgerechneten Angebotssumme. Punkteskala 0-5 mit linearer Interpolation: 5 Punkte = niedrigster Preis, 0 Punkte = 2,0-facher niedrigster Preis.
- fachlicher Wert35%
Erkennen der entscheidenden Randbedingungen für die Bearbeitung. Aufzeigen von projektbezogenen Lösungsansätzen anhand von Referenzprojekten. Auseinandersetzung mit der Aufgabenstellung in textlicher Form (Konzept im Rahmen des Angebotes). Innovative Lösungsansätze für das Projekt mit Darstellung der Auswirkungen auf die Baubarkeit. Bewertung auf Grundlage des eingereichten Erläuterungskonzeptes (einschließlich Bewertung der Textqualität der schriftlichen Ausarbeitung). Bei Verhandlungsgesprächen fließen diese mit in die Wertung ein.
- Organisation und Planung15%
Darstellung der Arbeitsschritte in einem ausführlichen Termin- und Personaleinsatzplan zur Sicherstellung der Ausführungsfrist (mit Projektleitung, Projektmitarbeiter*innen, Vertreterregelungen). Bewertung auf Grundlage des eingereichten Erläuterungskonzeptes. Bei Verhandlungsgesprächen fließen diese mit in die Wertung ein.
Preis: 5 Punkte = niedrigster Preis, 0 Punkte = 2,0-facher niedrigster Preis, lineare Interpolation dazwischen (3 Nachkommastellen). Qualitätskriterien: Bewertung mit 0-5 Punkten nach fest definierter Punkteskala (5/4/3/2/1/0).
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektsteuerung und Beteiligung
Koordination der Leistungsbereiche und Fachdisziplinen sowie Kostenmanagement und Kostenzuordnung. Bis Leistungsphase 5 sind Planungsbesprechungen alle zwei Wochen vorgesehen; während der Ausführung finden wöchentlich Baubesprechungen statt. Zusätzlich sind Präsentationen in politischen Gremien und Bürgerbeteiligungen vorgesehen, einschließlich fünf Präsentationen im Rahmen der Projektsteuerung bis Leistungsphase 5.
Planungs- und Bauleitungsstufen
Die Leistungsstufe 1 umfasst die Planung der Leistungsphasen 1–5 und ist verbindlich. Die Leistungsstufe 2 umfasst die Leistungsphasen 6–9 für Vergabe, Bauleitung und Objektüberwachung und ist optional. Zum planerischen Umfang gehören Grundlagenermittlung, Vorplanung, Entwurfsplanung, Genehmigungsplanung und Ausführungsplanung.
Planungsunterlagen und Datenlieferung
Planunterlagen sind digital in DWG- und PDF-Format, Beschreibungen und Berechnungen in docx- und xlsx-Format sowie Präsentationen in pptx-Format zu liefern. Zusätzlich sind dreifache kopierfähige Farbausdrucke vorzusehen. Bestands- und Objektdaten sind in OKSTRA-, IFC- oder SHAPE-Formaten zu übergeben. Die Unterlagen müssen normengerecht farbig angelegt, mit Planzeichen und Legende versehen, DIN-gerecht gefaltet und mit dem Schriftfeld des Auftraggebers versehen werden. Sie sind als Verfasser zu unterzeichnen.
Verkehrs- und Baustellenkonzept
Erstellung eines Verkehrs- und Baustellenkonzepts mit Variantenvergleich zwischen Vollsperrung und Verkehrsführung unter Aufrechterhaltung. Die Planung umfasst eine Phasenplanung unter Berücksichtigung des öffentlichen Nahverkehrs und der Erschließung des Schulcampus sowie Beschilderungsplanung, Bauzeiten- und Bauablaufplanung und Abstimmungen mit der Straßenverkehrsbehörde, Straßen.NRW und der Kreispolizeibehörde.
Interimsbusbahnhof
Vergleichsstudie der Standorte Lüdenscheider Straße und Ohler Wiesen, Standortempfehlung mit Kostenschätzung, Ausführungsplanung, Leistungsverzeichnis für die bauliche Ausschreibung sowie örtliche Bauleitung und Bauoberleitung der Leistungsphasen 5–8. Abstimmungen mit dem Straßenverkehrsamt, der OVAG und der wupsi GmbH sind vorzusehen.
Kanalsanierung
Planung und Überwachung des Ersatzneubaus beziehungsweise der Sanierung der Kanalanlagen am Surgères-Platz in offener Bauweise. Der Umfang umfasst die Objektplanung Ingenieurbauwerke der Leistungsphasen 1–9 einschließlich örtlicher Bauüberwachung sowie planungsbegleitende Vermessung und Bauvermessung. Für den Kanalbereich sind die Positionen der Leistungsstufen 1 und 2 einschließlich Nebenangebotsprüfung, Kostenkontrolle, Nachtragsprüfung, Bauvermessung und örtlicher Bauüberwachung zu bearbeiten.
Hochwasserschutz
Bestandserfassung des Gaulbachs auf etwa 450 m, Vermessung und Längsschnitt, hydraulische Nachweise in mehreren Schnitten sowie Planung einer Vertiefung des Gaulbachs um 30–40 cm auf etwa 300 m. Zusätzlich ist ein mobiles Hochwasserschutzsystem von etwa 50 m an der Attendorner-Tor-Straße vorgesehen. Die Leistung umfasst Erläuterungsbericht, Genehmigungsunterlagen, Finanzierungsprüfung über Fördermittel und in der späteren Stufe Vergabevorbereitung, Bauoberleitung und Bauüberwachung.
Gaulbachbrücke
Objektplanung des Ersatzneubaus der Gaulbachbrücke einschließlich Zustandsbewertung, Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, hydraulischer Optimierung mit Untersuchung von fünf Brückenbauwerken und Variantenuntersuchung bis zu drei Varianten. Für das Bauwerk sind Leistungsphasen 1–9 vorgesehen, einschließlich Tragwerksplanung der Leistungsphasen 2–3, Mengenermittlung, Vergabeunterlagen, Angebotsprüfung, Bauleitung, örtlicher Bauüberwachung, Mängelbewertung, Dokumentation, Bauwerksbuch und Bestandsplänen. Als Randbedingungen sind der Hochwasserabfluss und ein direkt angrenzendes Wohnhaus zu berücksichtigen.
L284 und ZOB
Planung der Verschwenkung der L284 mit Vollausbau bis zum Knoten Ostlandstraße sowie der Neugestaltung des ZOB mit Bushaltebuchten, Warteflächen, Parkplatz-, Aufweitungs- und Abbiegeflächen sowie einer Mittelinsel mit vorbereitender Infrastruktur für eine Mobilstation. Der ZOB soll barrierefrei ausgebaut werden und Fußgänger- sowie Radverkehrsbelange berücksichtigen. Vorgesehen sind dynamische Fahrgastanzeigen, Infostelen, Straßenbegleitgrün, Beleuchtung und Leitsysteme. In der späteren Stufe gehören Vergabe, Bauleitung, örtliche Bauüberwachung und für den ZOB ein Schlussverwendungsnachweis zum Umfang.
Kreisverkehrsplatz und Ostlandstraße
Planung einer Kreisverkehrsanlage mit nicht überfahrbarer Innenkalotte, barrierefreien Querungshilfen an allen vier Knotenarmen sowie Anpassung des Mündungstrichters Ostlandstraße/L284. Weitere Inhalte sind die Gestaltung der Innenkalotte, Markierung, Beschilderung, taktile Leitelemente, Beleuchtung und ein Nutzungskonzept für die Restflächen Gaulstraße 9 und 11. Die Leistung umfasst die Leistungsphasen 2–9.
Vermessung
Planungsbegleitende Vermessung der Leistungsphasen 1–4 mit Festpunktfeldern, Geländeaufnahme, digitalem Lage- und Geländemodell sowie Lieferung in OKSTRA-Daten. Bauvermessung umfasst unter anderem Leistungsumfang, Beratung, Systemfestlegung, Detailgeometrie, Absteckung, baubegleitende Messungen und die vermessungstechnische Überwachung der Bauausführung.
Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination
Analyse der Planung, Erstellung eines SiGe-Plans einschließlich Alternativszenario bei fließendem Verkehr, Baustellenordnung, Baumerkmalsakte und Planungsbesprechungen. In der späteren Stufe sind die Vorankündigung zwei Wochen vor der Baustelleneinrichtung, die Fortschreibung des SiGe-Plans, die Unterlage für spätere Arbeiten, 50 Besprechungen oder Begehungen sowie die Teilnahme an fünf Baubesprechungen vorgesehen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBewerbung und Teilnahmevoraussetzungen
Teilnahmeantrag und Eignungserklärung müssen in deutscher Sprache eingereicht werden. Die vorgegebenen Vordrucke der Vergabestelle sind zu verwenden. Bei fremdsprachigen Unterlagen ist eine deutsche Übersetzung beizufügen. Eigenerklärung oder Einheitliche Europäische Eigenerklärung sowie erforderliche Bescheinigungen sind vorzulegen.
Wirtschaftliche und berufliche Eignung
Angaben zum Gesamtumsatz und zum Umsatz im Tätigkeitsbereich des Auftrags der letzten drei Geschäftsjahre sind erforderlich. Zusätzlich sind die jahresdurchschnittliche Beschäftigtenzahl nach Berufs- und Lohngruppen, die Eintragung im Handelsregister oder eine Erklärung zur Nichtverpflichtung sowie die Zugehörigkeit zu einschlägigen Berufsregistern darzulegen.
Versicherungs- und Haftungsanforderungen
Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung mit mindestens 2 Mio. Euro Deckung für Personenschäden und 2 Mio. Euro für Sach- und Vermögensschäden. Die Maximierung der Ersatzleistung muss mindestens zweifach sein; Umweltschäden nach dem Umweltschadensgesetz müssen eingeschlossen sein. Bei Bewerbergemeinschaften ist der Nachweis für jedes Mitglied getrennt erforderlich.
Technische Fachkräfte und Führungskräfte
Mindestens zwei Personen müssen Erfahrung in der Objektplanung Verkehrsanlagen an klassifizierten Straßen, mindestens zwei Personen in der Objektplanung Kanalbau und mindestens zwei Personen in der Objektplanung Brückenbauwerke an klassifizierten Straßen mit den Leistungsphasen 1–9 haben. Je Leistungsbild ist mindestens ein Projektleiter mit Stellvertreter zu benennen. Die Führungskräfte benötigen ein abgeschlossenes Bauingenieurstudium oder eine vergleichbare Qualifikation, mindestens fünf Jahre Berufserfahrung und davon mindestens drei Jahre Projektleitererfahrung.
Technische Ausstattung und Datenstandards
Vorhandensein von MS Office ab Version 2016, CAD-Software mit DWG-Schnittstelle, Straßenplanungssoftware mit OKSTRA-Schnittstelle, vorzugsweise Vestra Infravision, eines Programms für AKVS mit OKSTRA-Datenübermittlung sowie einer mit GAEB90 kompatiblen AVA-Software, vorzugsweise iTWO.
Ausschlussgründe und Zahlungspflichten
Der Bewerber muss erklären, dass kein Insolvenzverfahren oder Liquidationsverfahren vorliegt, keine schweren Verfehlungen vorliegen und die Verpflichtungen zur Zahlung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen ordnungsgemäß erfüllt werden. Bei Vorliegen von Ausschlussgründen können Angaben zu Selbstreinigungsmaßnahmen erforderlich sein.
Unterauftragnehmer und Eignungsleihe
Eingesetzte Unterauftragnehmer müssen die für ihre Leistungen geltenden Mindeststandards erfüllen. Bei Eignungsleihe sind die Kapazitäten des anderen Unternehmens zu benennen und Verpflichtungs- beziehungsweise Haftungserklärungen vorzulegen. Bei wirtschaftlicher oder finanzieller Eignungsleihe ist eine gemeinsame Haftungserklärung erforderlich.
Bewertung der Fachkräfte und Referenzen
Die Leistungsfähigkeit der technischen Fachkräfte wird mit 60 Prozent und die Ausführung vergleichbarer Leistungen mit 40 Prozent gewichtet. Je Kriterium werden 0 bis 3 Punkte vergeben: 0 für nicht erfüllt, 1 für teilweise, 2 für überwiegend und 3 für vollumfänglich erfüllt.
Unternehmensreferenzen für vergleichbare Leistungen in den drei Leistungsbildern Objektplanung Verkehrsanlagen an klassifizierten Straßen, Objektplanung Kanalbau und Objektplanung Brückenbauwerke an klassifizierten Straßen, jeweils Leistungsphasen 1–9
Leistungsbilder und Leistungsphasen können in einem Referenzprojekt kombiniert nachgewiesen werden; je Referenz sind Leistungsbezeichnung, Auftragswert und Auftraggeber anzugeben. Bei erfolgreicher Auswahl können erläuternde Angaben und eine Bestätigung des Auftraggebers über die auftragsgemäße Erbringung verlangt werden.
Referenzprojekte der technischen Fachkräfte
Erfahrung in Objektplanung Verkehrsanlagen, Kanalbau oder Brückenbauwerken, jeweils mit den Leistungsphasen 1–9; die Angaben müssen die konkrete Rolle der Person erkennen lassen.
Referenzprojekte der Führungskräfte beziehungsweise Projektleiter
Referenz in Funktion als Projektleiter; bei Bewerbergemeinschaften und Führungskräften müssen die Qualifikations- und Erfahrungsanforderungen je übernommenem Leistungsbild erfüllt sein.