Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum es geht: Das Land Baden-Württemberg (vertreten durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Karlsruhe) lässt die bestehende Niederspannungs-Hauptverteilung (NSHVT) im Verwaltungsgebäude Markgrafenstraße 46, 76131 Karlsruhe, zurückbauen und durch eine neue Anlage ersetzen.
Was zu tun ist: Demontage und Entsorgung der alten NSHVT (inkl. PCB-haltiger Bauteile), Sanierung des Doppelboden-Ständersystems, Lieferung und Montage der neuen NSHVT mit Leistungsschaltern, Sicherungslasttrennschaltern, Messgeräten, Überspannungsschutz und Kuppelschalter zur Anbindung des vorhandenen Notstrom-Dieselaggregats. Umschwenken der Kabel, Testläufe und Inbetriebnahme.
Wichtige Randbedingungen: Das Gebäude bleibt während der gesamten Bauzeit in Betrieb. Arbeiten überwiegend Mo–Fr 7:00–16:00 Uhr. Kabelumschwenken und Inbetriebnahme nur am Wochenende oder nachts außerhalb der Öffnungszeiten.
Verfahren: Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A, keine Los-Teilung. Zuschlag nach Preis (niedrigster Preis). Angebote sind ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform des Landes Baden-Württemberg einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis. Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen und Standort
Erneuerung der Niederspannungs-Hauptverteilung (NSHVT) im Verwaltungsgebäude Markgrafenstraße 46, 76131 Karlsruhe (ehem. Bürogebäude Landeskreditbank, Baujahr 1991). Die Maßnahme ist Teil einer Bauunterhalt-Pauschale für das Regierungspräsidium Karlsruhe. Ausführungszeitraum: 12.10.2026 bis 30.12.2026 (ca. 80 Tage). Keine Los-Teilung – eine Gesamtleistung.
Ausgangslage und technische Randbedingungen
Die bestehende NSHVT wird derzeit parallel über zwei kundeneigene 630-kVA-Transformatoren gespeist. Künftig versorgt nur noch ein Transformator die neue NSHVT; der zweite Transformator wird als Bypass an die neue NSHVT angeschlossen. Das vorhandene Notstrom-Dieselaggregat im Dachgeschoss wird über einen Kuppelschalter wieder an die neue NSHVT angebunden. Die neue NSHVT wird im Kellergeschoss (Elektroraum) auf dem vorhandenen Doppelboden (Montagerahmen) aufgestellt. Das Gebäude bleibt während der gesamten Bauzeit täglich in Benutzung. Regelarbeitszeit Mo–Fr 7:00–16:00 Uhr; Samstagsarbeit möglich.
Demontage und Entsorgung der alten NSHVT (Titel 1)
Rückbau der alten Schrankfelder (10 Stück, je ca. 150–250 kg) in zwei Schritten. Demontage der Schutzgeräte in AP-Ausführung: 5 Leistungsschalter 1250 A, 25 Sicherungslasttrennschalter NH00–NH2 mit Amperemeter und Wandler. Entsorgung nicht gefährlicher Abfälle (AVV 170407 – Metalle, gemischt, ca. 2 t). Entsorgung gefährlicher Abfälle (AVV 160209* – Transformatoren/Kondensatoren mit PCB, ca. 30 kg) inkl. Entsorgungsnachweis gemäß Nachweisverordnung.
Stundenlohnarbeiten Kabel umschwenken (Titel 2)
Umschwenken der Kabel von Schrankreihe 2 zu Schrankreihe 1 und von Schrankreihe 1 zur neuen NSHVT. Vorgesehen: Projektleiter 20 h, Obermonteur 40 h, Monteur 40 h. Ausführung am Wochenende (Samstag) oder nachts außerhalb der Betriebszeiten. Wochenend- und Nachtzuschläge sind in die Einheitspreise einzurechnen.
Sanierung des Doppelbodens (Titel 3)
Abbruch und Entsorgung der alten Doppelbodenstützen (ca. 200 kg, AVV 170405). Lieferung und Montage von 100 neuen Doppelbodenstützen (verzinkter Stahl, bis 700 mm). Lieferung und Einbau von 8 neuen Doppelbodenplatten (600×600 mm, PVC-Belag) zum Schließen des Montagerahmens. Trockenreinigung (Aussaugen) des Rohfußbodens.
Bestandsaufnahme und Kabelprüfung (Titel 4)
Bestandsaufnahme der vorhandenen NSHVT und der Notstromversorgung. Prüfen und Beschriften der vorhandenen Kabel. Vorgesehen: Projektleiter 8 h, Obermonteur 24 h, Monteur 24 h. Keine Zuschläge (während Betriebszeiten).
Lieferung und Montage der neuen NSHVT (Titel 5)
Lieferung und montagefertige Erstellung der neuen NSHVT auf dem vorhandenen Montagerahmen, bestehend aus:
Testlauf und Sonstiges (Titel 6)
1:1-Test der neuen NSHVT mit Notstromversorgung sowie sonstige nicht vorhersehbare Leistungen. Vorgesehen: Projektleiter 16 h, Obermonteur 24 h, Monteur 24 h.
Allgemeine Leistungen und Pflichten (für alle Titel)
Planungs- und Dokumentationspflichten
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung (Nachweis über PQ oder Eigenerklärung)
Präqualifizierte Unternehmen können den Eignungsnachweis durch den Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. erbringen. Nicht präqualifizierte Unternehmen legen die Eigenerklärung zur Eignung (VHB 124) bzw. die Einheitliche Europäische Eigenerklärung mit dem Angebot vor. Bei engerer Wahl sind Eigenerklärungen durch Bescheinigungen zuständiger Stellen zu bestätigen. Fremdsprachige Bescheinigungen benötigen eine deutsche Übersetzung. PQ-Nummer bzw. Eigenerklärung sind im Angebotsschreiben anzugeben.
Anforderungen an das Personal (Stammpersonal)
Mindestens 70 v.H. der Leistung sind mit Stammarbeitskräften des eigenen Betriebs auszuführen. Im Angebotsschreiben ist der Umfang der eigenen Ausführung zu erklären. Nachunternehmer dürfen nur eingesetzt werden, wenn sie ebenfalls mindestens 70 v.H. des übertragenen Leistungsumfangs mit Stammarbeitskräften erbringen. Auf Verlangen ist ein Verzeichnis des notwendigen Stammpersonals vorzulegen. Vor Baubeginn ist unaufgefordert ein Verzeichnis der auf der Baustelle eingesetzten Arbeitskräfte (getrennt nach eigenem Betrieb und Nachunternehmern) in Textform zu übermitteln; Personalaustausch ist unverzüglich in Textform mitzuteilen.
Anforderungen an Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bietergemeinschaften müssen mit dem Angebot eine Erklärung aller Mitglieder in Textform abgeben (ARGE, Bevollmächtigter, gesamtschuldnerische Haftung). Auf Verlangen ist eine von allen Mitgliedern unterzeichnete bzw. signierte Erklärung vorzulegen. Bei Einsatz von Nachunternehmern sind Art und Umfang der durch sie auszuführenden Teilleistungen im Angebot anzugeben; auf Verlangen sind deren Namen sowie Verpflichtungserklärungen vorzulegen. Nachunternehmer müssen auf Verlangen ihre Präqualifikation oder die Erfüllung der Präqualifikationsvoraussetzungen nachweisen.
Zuverlässigkeit und rechtliche Nachweise (auf Verlangen)
Auf Verlangen der Vergabestelle sind vorzulegen: Referenznachweise (mit Angaben aus der Eigenerklärung zur Eignung), Erklärung zur durchschnittlichen Anzahl der in den letzten 3 Jahren beschäftigten Arbeitskräfte (gegliedert nach Lohngruppen, Leitungspersonal separat ausgewiesen), Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Eintragung in der Handwerksrolle bzw. IHK, rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan (falls einschlägig), Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse, des Finanzamts und der Berufsgenossenschaft (mit Lohnsummen), Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG.
Tariftreue und Mindestlohn (LTMG Baden-Württemberg)
Mit dem Angebot ist die Verpflichtungserklärung zur Tariftreue und Mindestentlohnung nach dem Landestariftreue- und Mindestlohngesetz (LTMG) Baden-Württemberg abzugeben. Bei Einsatz von Nachunternehmern oder Verleihunternehmen sind deren Verpflichtungserklärungen einzuholen und vorzulegen; bei ausschließlicher Ausführung im EU-Ausland ist eine schriftliche Versicherung erforderlich. Verstöße können zu Vertragsstrafe, Kündigung und Ausschluss von künftigen Vergaben führen.
Implizite fachliche Anforderungen aus der Leistung
Aus der Leistungsbeschreibung ergeben sich folgende Anforderungen an die Fachkunde: Einhaltung von DIN 18382/18384, VDE-Vorschriften sowie der Anschlussbedingungen des zuständigen EVU; Fähigkeit zur Planung, Genehmigung und Inbetriebnahme in Abstimmung mit EVU/TÜV/Telekom; Vorhandensein einer Elektrofachkraft für Bedienung und Inbetriebnahme der NSHVT; Erfahrung mit Niederspannungsverteilanlagen, Umschwenken im laufenden Betrieb, Notstromintegration und Doppelbodensanierung; Fähigkeit zur ordnungsgemäßen Abfalltrennung und Nachweisführung gemäß KrWG/NachwV.