Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Bexbach schreibt die Architektenleistungen (Objektplanung gemäß § 34 HOAI) für den Neubau von zwei Feuerwehrgerätehäusern an den Standorten Süd (Stadtteil Bexbach) und Nord (Stadtteil Frankenholz/Höchen) als zwei getrennte Lose aus. Die Vergabe erfolgt stufenweise: zunächst verpflichtend die Leistungsphasen 1–4 (Grundlagenermittlung bis Genehmigungsplanung), optional anschließend die Phasen 5–9 – ein Anspruch auf die optionalen Phasen besteht nicht. Als Teilleistung ist die Freianlagenplanung gemäß § 39 HOAI mit zu erbringen. Das Verfahren ist ein Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb; je Los werden maximal 5 Bewerber zur Angebotsabgabe zugelassen.
Bieter müssen einen Teilnahmeantrag mit umfangreichen Eigenerklärungen (Ausschlussgründe, Steuerschulden, Berufshaftpflicht, Russland-Sanktionen, Tariftreue) sowie Referenzen zu vergleichbaren Hochbauprojekten einreichen. Die Angebotsabgabe erfolgt elektronisch über die Vergabeplattform subreport.de.
**Abgabefrist für Teilnahmeanträge: 16.10.2026
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Inhaltliche Herangehensweise an das Projekt und die spezielle Aufgabenstellung30%
Umgang mit der speziellen Planungsaufgabe vor dem Hintergrund der städtebaulichen Situation am Standort und der Funktionalität; Vorstellungen des Bieters zur Integration in das städtebauliche Umfeld, zur Erschließung und zur Anordnung der Funktionsflächen auf dem Grundstück. Erwartet wird skizzenhafte zeichnerische Darstellung des Lösungsansatzes im Vergabegespräch.
- Vorstellungen des Bieters zur Projektorganisation und zum Ablauf20%
Prozessgestaltung und Aufbau des Projektes; Umgang mit am Projekt Beteiligten (Auftraggeber, Fachplaner); geplante interne/externe Kommunikation (z.B. Besprechungsturnus); Sicherstellung der Präsenz auf der Baustelle; Maßnahmen zur Kosten- und Terminsteuerung.
- Konzept der personellen Besetzung des Objektplanungsteams20%
Projektleiter, Stellvertretender Projektleiter, Bauleiter und deren persönliche Fachkunde; Personaleinsatzplanung; Gewährleistung der Redundanz während der Projektphasen.
- Preis: Honorarangebot30%
Die Gesamtsumme des Angebotes wird in Punkte umgerechnet: niedrigster Preis erhält 10 Punkte; Angebote mit Preis >75% über dem niedrigsten erhalten 0 Punkte; dazwischen lineare Interpolation. Multiplikation mit Gewichtung 30.
Bewertung Kriterien 1-3: Skala 10-0 (10=sehr überzeugend, 0=nicht überzeugend). Multiplikation mit Gewichtung. Kriterium 4 (Preis): Niedrigster Preis erhält 10 Punkte; Angebote mit Preis >75% über dem niedrigsten erhalten 0 Punkte; dazwischen lineare Interpolation. Maximal 1.000 Punkte erreichbar.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGegenstand und Verfahrensrahmen
Ausgeschrieben werden Architektenleistungen für den Neubau von zwei Feuerwehrgerätehäusern:
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb gemäß § 17 VgV. Je Los werden maximal 5 Bieter mit der höchsten Punktzahl zur Angebotsabgabe zugelassen.
Bewerber können sich für ein Los oder beide Lose bewerben. Bei Bewerbung für beide Lose sind die Formblätter für jedes Los gesondert und vollständig einzureichen. Preisnachlässe über mehrere Lose, Bündelangebote und Kombinationsrabatte bleiben unberücksichtigt. Nebenangebote sind nicht zugelassen.
Leistungsbild – Objektplanung gemäß § 34 HOAI
Die Objektplanung umfasst die Leistungsphasen 1–9 und wird stufenweise vergeben:
Ein Anspruch auf die Beauftragung der Phasen ab LPH 5 besteht nicht. Die Federführung liegt beim Objektplaner.
Teilleistung Freianlagenplanung gemäß § 39 HOAI
Die Freianlagenplanung umfasst funktionale Außenflächen (versiegelte Flächen für Parken, Fahrwege, Ein-/Ausfahrten in die Fahrzeughalle, Rangierflächen der Einsatzfahrzeuge). Sie wird ebenfalls stufenweise vergeben:
Die Freianlagenplanung wird organisatorisch dem Objektplaner zugeordnet.
Bauaufgabe und Qualitätsanforderungen
Beide Feuerwehrgerätehäuser sind für die Freiwillige Feuerwehr vorgesehen und sollen die Einsatzfähigkeit im Stadtgebiet durch Zusammenlegung bestehender Wehren steigern:
Anforderungen u. a.: eingeschossige oder zweigeschossige Bauweise (barrierefreie Erreichbarkeit der Schulungsräume), modulare Bauweise für spätere Erweiterungen, energieeffiziente TGA (Wärmepumpe für Heizung/Kühlung, begrüntes Dach in Kombination mit Sonnenenergie), Netz-Ersatz-Anlage (NEA), unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) für Alarmierung/Beleuchtung/IuK, Schwarz-Weiß-Trennung für Einsatzkleidung, kreuzungsfreie Alarm- und Fahrwege, Richtungsverkehr für Einsatzkräfte. Einschlägige Normen: DIN 14092 (alle Teile), DIN VDE 0100-551, DGUV-Information 205-008.
Anlagen und Unterlagen
Den Vergabeunterlagen liegen u. a. bei: Lagepläne (Anlagen 4-1 und 4-2), Raumprogramme (Anlagen 3-1 und 3-2), Standort- und Projektbeschreibung (Anlage 3), Honorarformblätter für jedes Los (Anlage 5), Eignungs- und Zuschlagskriterien (Anlage 1) sowie die Formblätter FB 1–14 für den Teilnahmewettbewerb (Anlage 2).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZulassung zum Verfahren
Das Verfahren ist ein Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb gemäß § 17 VgV. Die Eignung wird anhand von Eigenerklärungen und Referenzen geprüft. Je Los werden die maximal 5 Bieter mit der höchsten Punktzahl zur Angebotsabgabe aufgefordert. Die Auswahl erfolgt über eine Punktebewertung der Referenzen (K-1 + K-2, max. 95 Punkte).
Zugelassen sind Einzelbewerber, Bewerbergemeinschaften (BG/ARGE) und – im Rahmen der Eignungsleihe – mit Nachunternehmern. Das Verfahren ist auch für Kleinstunternehmen geeignet. Verfahrenssprache ist Deutsch.
Ausschlussgründe und rechtliche Eignung
Folgende Eigenerklärungen sind von jedem Bewerber (bei BG von jedem Mitglied) abzugeben:
Wirtschaftliche und finanzielle Eignung
Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung mit folgenden Mindestdeckungen (Eigenerklärung FB 9):
Bei ARGE: Versicherungsschutz muss entweder auf die ARGE ausgestellt sein oder jedes Mitglied muss einzeln in voller Deckungssumme versichert sein, einschließlich der ARGE-Tätigkeit mit Außenhaftung.
Berufliche und technische Leistungsfähigkeit
Bewerbergemeinschaften und Eignungsleihe
Bei Bewerbergemeinschaften (BG/ARGE) zusätzlich:
Bei Eignungsleihe (§ 47 VgV): Der Nachunternehmer muss dieselben Eigenerklärungen (FB 3, 4-1, 4-2, 8, 9, 10, 11) abgeben. Nachunternehmer für reine Leistungserbringung (ohne Eignungsleihe) sind lediglich in FB 6 zu benennen.
Vergleichbare Referenz für Objektplanung und Realisierung (Neubau/Umbau) einer Einrichtung mit vergleichbarer Funktionalität (Feuerwache, Rettungswache, Bau-/Betriebshof, Kaserne, Polizei/Militär) – Leistungsphasen 2–8 gemäß § 34 HOAI vollständig erbracht
Bewertung: Feuerwachen 15 Pkt., Rettungswachen 10 Pkt., Bau-/Betriebshöfe/Kasernen/Polizei/Militär 5 Pkt.; +10 Pkt. je Referenz bei vollständigem Neubau. Maximal 75 Punkte.
Objektplanung eines Neubaus in Modulbauweise – Leistungsphasen 2–8 gemäß § 34 HOAI vollständig erbracht
10 Punkte je wertbare Referenz. Maximal 20 Punkte. Mehrfachnennung bei K-1 und K-2 sowie für beide Lose zulässig.