Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW (LANUK) schreibt im Rahmen des Biodiversitätsmonitorings (Ökologische Flächenstichprobe, ÖFS) für das Jahr 2027 die flächendeckende Kartierung von Biotoptypen auf 36 vorgegebenen Stichprobenflächen (jeweils 100 Hektar) aus. Die Ergebnisse fließen in EU-, Bundes- und Landesberichte ein.
Jede Fläche bildet ein eigenes Los (Lose 1–36). Bieter können auf einzelne, mehrere oder alle Lose bieten – jedoch nur bis zur angegebenen Maximalkapazität.
Neben der Geländekartierung (inkl. Strukturparameter, FFH-Lebensraumtypen und Gefäßpflanzenerfassung) umfasst die Leistung das GVO-Monitoring (Probenahme, Transport und Konservierung von Pflanzenmaterial), die digitale Erfassung der Daten in der LANUK-Software (GISPAD/OSIRIS) sowie eine zweistufige Qualitätssicherung.
Die Angebotsabgabe erfolgt elektronisch über den Vergabemarktplatz NRW bis zum 02.10.2026, 10:00 Uhr.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis50%
Angebotspreis je Los aus dem Leistungsverzeichnis. Niedrigster Preis erhält 100 Punkte. Lineare Interpolation zwischen günstigstem Preis (100 Pkt) und doppeltem günstigsten Preis (0 Pkt). Angebote ≥ doppelter Preis erhalten 0 Punkte.
- Qualität50%
Bewertung der Qualität des Angebots anhand von Referenzen/Erfahrungen des Kartierpersonals und Vorkenntnisse der ÖFS-Fläche. Maximal 100 Punkte.
Gesamtpunktwert = Punkte Preis (max. 100) + Punkte Qualität (max. 100) = max. 200 Punkte. Preis: Lineare Interpolation zwischen günstigstem Preis (100 Pkt) und doppeltem günstigsten Preis (0 Pkt). Bei Punktegleichstand entscheidet Qualität, dann Losverfahren.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenLosstruktur und Geltungsbereich
Die Leistungsbeschreibung gilt für alle 36 Lose einheitlich. Jedes Los entspricht einer der in Anlage 1 gelisteten ÖFS-Stichprobenflächen (je 100 Hektar) und trägt eine eigene Los-Nr. (z. B. 01/FS-002).
Bieter können auf einzelne, mehrere oder alle Lose bieten, jedoch nur bis zur von ihnen angegebenen Maximalkapazität. Für jedes angebotene Los ist ein separates Angebot mit eigenem Leistungsverzeichnis abzugeben.
Die Lose verteilen sich über die Regierungsbezirke Detmold, Münster, Köln, Arnsberg und Düsseldorf (genaue Gebiete siehe Anlage 1).
Kartierzeiträume 2027 (Vegetationsperioden)
Die Geländearbeiten müssen innerhalb der vorgegebenen Erfassungszeiträume 2027 (15.03.–15.09.2027) erbracht werden. Eine Nachholung nach Ablauf ist vertraglich ausgeschlossen. Maßgeblich sind die phänologischen Zeiträume je Biotoptyp:
Kernleistung: Biotoptypenkartierung
Flächendeckende Kartierung aller Biotoptypen auf der gesamten 100-ha-Fläche des jeweiligen Loses, einschließlich:
Die Kartierergebnisse werden als statistisch repräsentative Landeswerte für EU-, Bundes- und Landesberichte verwendet.
GVO-Monitoring
Auf öffentlichen Flächen (bewirtschaftete Ackerflächen sind ausgenommen) sind Pflanzenproben – insbesondere von Raps, Senf und Kohl-Arten – für den Nachweis von Transgensequenzen zu entnehmen. Die Proben sind fachgerecht zu transportieren, zu konservieren und an das CVUA-RRW NRW zu versenden (Anschriften siehe Anlage 4). Ein Probenahmeprotokoll gemäß Anlage 3 ist zu führen.
Digitale Erfassung und Datenlieferung
Alle im Gelände erhobenen Daten sind in der vom Auftraggeber bereitgestellten Erfassungssoftware (GISPAD bzw. OSIRIS, Nutzung von OSIRIS 2.0) digital zu erfassen.
Die Geodaten und Sachdaten sind in den vom LANUK vorgegebenen Formaten zu exportieren und termingerecht an die angegebenen E-Mail-Adressen des Fachbereichs zu übermitteln:
Qualitätssicherung und Mängelbehebung
Die Qualitätssicherung erfolgt zweistufig:
1. Formale Plausibilitätsprüfung durch den Auftraggeber; bei Mängeln besteht eine Korrekturfrist von 2 Wochen.
2. Fachliche Prüfung; bei systematischen Mängeln ist Nachbesserung durch den Auftragnehmer erforderlich.
Zusätzlich ist die Teilnahme an einem Kartierertreffen (1× pro Kartierjahr) verpflichtend; die Kosten sind in den Festpreisen enthalten.
Wesentliche Meilensteine je Los
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung – Kartierpersonal
Eingesetzte kartierende Personen müssen umfangreiche Kenntnisse der Gefäßpflanzen NRWs nachweisen.
Nachweis je Person über das Formblatt 'Referenzen – Eignung Gefäßpflanzen' (mit Angaben zu Los-Nr., Gemeinde, Kartiergegenstand, Größe in Hektar, Zeitraum).
Fachliche Eignung – GIS/Datenverarbeitung
Sichere Beherrschung der GIS-Datenverarbeitung mit GISPAD/OSIRIS ist erforderlich. Alternativ ist eine Erklärung zur Nutzung von OSIRIS 2.0 abzugeben.
Nachweis: Formblatt 'Erklärung Datenerfassung'.
Leistungsfähigkeit und Personalkapazität
Der Bieter muss nachweisen, dass er personell in der Lage laufen, die maximale Anzahl der von ihm angebotenen Lose zu bearbeiten.
Nachweis: Liste der kartierenden Personen mit Zuordnung zu den angebotenen Losen.
Zuverlässigkeit / Ausschlussgründe
Es dürfen keine Ausschlussgründe vorliegen (insb. keine schwerwiegenden Verfehlungen, keine Verstöße gegen Steuern/Sozialversicherung, keine relevanten strafrechtlichen Verurteilungen).
Nachweis: Eigenerklärung Ausschlussgründe (Formular 521 EU).
Mindestlohn / Sanktionen / sonstige Eigenerklärungen
Bietergemeinschaften, Eignungsleihe und Unteraufträge
KMU-Eignung und wirtschaftliche Prüfung
Alle Lose sind ausdrücklich als geeignet für KMU gekennzeichnet.
Die Preise werden auf Angemessenheit geprüft (§ 60 VgV); sowohl deutlich zu niedrige als auch zu hohe Preise können zum Ausschluss führen.
Kartiererfahrung in den letzten 8 Jahren: Biotoptypen, FFH-Lebensraumtypen und/oder High Nature Value Farmland mit Mindestgröße 100 Hektar
Formblatt 'Referenzen – Eignung Gefäßpflanzen' bzw. Formblatt 'Wertung Qualität'; Angabe Name/Los-Nr./Gemeinde/Kartiergegenstand/Größe in ha/Zeitraum
Letztkartierung der angebotenen ÖFS-Fläche durch die einzusetzende kartierende Person
Angabe im Formblatt 'Wertung Qualität – Seite 2' (ja/nein sowie Jahr der Letztkartierung)