Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung (VOB/A) der Verbandsgemeinde Hermeskeil für Rohbauarbeiten zur Erweiterung der Kindertagesstätte in 54421 Reinsfeld, Ahlbertstraße 10.
Die Baumaßnahme umfasst Erd-, Maurer- und Betonarbeiten für drei neue Bauteile (A, B, C) während des laufenden Kitabetriebs. Neben Abbrucharbeiten am Bestand sind Aushub, Entwässerung, Gründungsarbeiten, Bodenplatten, Stahlbeton-Fertigteilwände, Mauerwerk, Profilstahl sowie Abdichtungs- und Wärmedämmarbeiten auszuführen.
Angebotsfrist: 02.09.2026, 11:00 Uhr (Submission). Bindefrist bis 31.10.2026. Bauteil C ab 19.10.2026, Bauteil A ab 09.11.2026, Bauteil B ab 11.01.2027.
Abgabe in Papierform (verschlossener Umschlag mit Kennzettel) und zusätzlich als GAEB-Datei im X84-Format.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis: Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenVorbemerkungen und Projekthintergrund
Die Erweiterung der KiTa Reinsfeld (54421 Reinsfeld, Ahlbertstraße 10) besteht aus drei Anbauten (Bauteil A im Garten-/Spielbereich, Bauteil B im Parkplatzbereich, Bauteil C im Garten-/Spielbereich mit Grenzbebauung zum Kirchengelände). Die Anbauten werden aus Betonfertigteilwänden mit Brettsperrholzdecken (nicht Teil dieser Ausschreibung) und Flachdächern errichtet. Die Arbeiten erfolgen während des laufenden Kitabetriebs. Bauherr ist die Ortsgemeinde Reinsfeld, Auftraggeber die Verbandsgemeinde Hermeskeil. Zu beachten sind der Geotechnische Bericht Nr. 220413G vom 30.11.2022, statische Berechnungen und Ausführungspläne (Vorabzug).
Baustelleneinrichtung und Vorarbeiten
Einrichtungsplan vor Baustelleneinrichtung zur Genehmigung vorlegen. Vorhaltung eines Bauzauns über 9 Monate ab Aufbau. Baustraßen und Lagerflächen einrichten, Verkehrssicherung gewährleisten, ggf. Baustellenzufahrt über den Parkplatz. Bei Bauteil A: keine Baustraße über den Spielbereich, nur Krananlieferung möglich. Bodengutachten, geotechnischer Bericht, statische Berechnung und statische Zeichnungen sind zwingend zu beachten.
Entwässerung, Grundleitungen und Erdungsanlage
Aushub, Herstellung und Anschluss von Regen- und Schmutzwasserkanälen (PP-MD-Rohre DN110–DN200 bzw. DN110–DN125) zu allen Bauteilen. Drainageleitungen DN100. Mehrsparten-Hauseinführung 4-fach. Erdungsanlage mit Ringerder und Fundamenterder inkl. Korrosionsschutz; Fotodokumentation (3-fach, mind. 640x480 Pixel) und Prüfbericht erforderlich. Statik und Bestandsvermessung Kanal sind zu liefern (UTM-Koordinaten, Maßstab 1:100, als DWG und PDF), Dichtigkeitsprüfung durchführen.
Betonarbeiten Bodenplatte und Streifenfundamente
Sauberkeitsschicht, Fugenbleche (z.B. PENTAFLEX KB®), PE-Folie, Randschalung. Ortbeton-Bodenplatten und Streifenfundamente aus C25/30 WU-Beton (Betonstahl und Betonstahlmatten). Injektionsschlauchsystem (z.B. SikaFuko VT) zur Arbeitsfugenabdichtung. Nächtlicher Bewehrungsanschluss (z.B. Hilti HIT-HY 200-R V3). Druckfestigkeitsnachweis, Schutzbeton Bestandsgründung.
Fertigteilwände und Profilstahl
Stahlbetonhohlwandelemente (Dreifachwände) d=25 cm bzw. d=20 cm in Sichtbetonqualität SB2 mit Öffnungen, Durchbrüchen, Geräte- und Elektronikdosen sowie Installationsrohren. Produktions- und Montagepläne sind zu liefern. Profilstahlteile (z.B. Rundrohrstütze 101,6/3,6 mm, HEA 160, HEB 160) in S235 JR, F30-Beschichtung, mit statischen Anschlussnachweisen.
Mauerarbeiten und Ergänzungen
Pfeilermauerwerk (V12/IIa), Ausmauerungen, Schließen von Tür- und Fensteröffnungen, Mauerwerksanschluss an Bestand. Mauerwerksanschlüsse z.B. mit Fischer FIS-V.
Abdichtung und Wärmedämmung
Wandflächen reinigen und grundieren. 2-lagige Abdichtung (z.B. Flexschlämme Weber.tec Superflex D24). Dichtfolie in Fugen, Tür-/Fensteranschlüsse. Perimeterdämmung Bodenplatte 120 mm XPS und Außenwände 180 mm. Noppenbahn mit Drainagevlies. Wärmedämmung an Betonbauteilen und Fülldämmung in Fensteröffnungen.
Abfallentsorgung und Dokumentation
Getrennte Erfassung und ordnungsgemäße Entsorgung von Bau- und Abbruchabfällen gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und Nachweisverordnung. Nachweisführung; bei Andienungspflicht gefährlicher Abfälle Bestätigung der Abfallwirtschaftsbehörde. Nachweise/Inbetriebnahme-/Entsorgungsbelege dem Auftraggeber vorlegen. Wöchentliche Bautagesberichte (Wetter, Temperatur, Arbeitskräfte, Geräte, Baufortschritt) und wöchentliche Baubesprechung mit entscheidungsbefugtem Vertreter.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPräqualifikation und Eigenerklärung
Präqualifizierte Unternehmen führen den Eignungsnachweis durch Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. Bei Einsatz von Nachunternehmen ist deren Präqualifikation oder gleichwertige Eignung nachzuweisen.
Nicht präqualifizierte Unternehmen geben das Formblatt 124 'Eigenerklärung zur Eignung' mit dem Angebot ab. Bei Angebot in engerer Wahl sind die in der Eigenerklärung genannten Bescheinigungen zuständiger Stellen vorzulegen, fremdsprachige Bescheinigungen mit deutscher Übersetzung.
Referenzen
Mindestens 3 Referenznachweise über vergleichbare Erd-, Maurer- und Betonarbeiten aus den letzten 5 Kalenderjahren mit allen geforderten Angaben (siehe Checkliste Referenzen).
Registereintragungen und Ausschlussgründe
Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle oder bei der IHK (bzw. zu keiner Eintragung verpflichtet). Keine Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A: keine laufenden Insolvenzverfahren, keine schweren Verfehlungen in den letzten 2 Jahren, ordnungsgemäße Zahlung von Steuern/Abgaben/Sozialversicherung, Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft. Bei Auftrag > 30.000 € fordert der Auftraggeber direkt einen Auszug aus dem Gewerbezentralregister (§ 150a GewO) an.
Wirtschaftliche und technische Leistungsfähigkeit
Umsatz des Unternehmens in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren für vergleichbare Bauleistungen (inkl. Anteile bei gemeinsam ausgeführten Leistungen). Erforderliche Arbeitskräfte stehen zur Verfügung; bei engerer Wahl jahresdurchschnittliche Arbeitskräfteentwicklung der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal.
Tariftreue, Mindestlohn und Schwarzarbeit
Verpflichtung zur Zahlung des gesetzlichen Mindestlohns (13,90 € ab 01.01.2026, 14,60 € ab 01.01.2027) und tariffähiger Entgelte gemäß LTTG (Mustererklärung 1 AEntG und Mustererklärung 3 Mindestentgelt). Sorgfältige Auswahl und Überprüfung von Nachunternehmern; Nachunternehmer müssen gleichartige Erklärungen abgeben. Erklärung zur Bekämpfung der Schwarzarbeit (SchwarzArbG/AEntG) – bei Nichtabgabe, unvollständiger oder verspäteter Abgabe erfolgt Ausschluss vom Vergabeverfahren.
SiGe-Koordinator
Benennung eines gemäß Baustellenverordnung und RAB 30 qualifizierten Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinators bzw. Nachweis der Qualifikation.
Sicherheiten
Vertragserfüllungssicherheit 5 % der Auftragssumme (sofern Auftragssumme ≥ 250.000 € ohne USt). Mängelanspruchssicherheit 3 % der Abschlagszahlungssumme zum Zeitpunkt der Abnahme.
Mindestens 3 Referenznachweise über vergleichbare Erd-, Maurer- und Betonarbeiten aus den letzten 5 Kalenderjahren
Jeder Nachweis mit: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengenangaben, durchschnittlich eingesetzte Arbeitnehmer, besondere technische und gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung