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Optimierung der ortsfesten Straßenbeleuchtung zur Senkung des Beleuchtungsniveaus bei konstanter Sehsicherheit

Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen | Bundeskartellamt | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)Bergisch Gladbach, Nordrhein-WestfalenVeröffentlicht:
Angebotsfrist: abgelaufen

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Die Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) sucht einen Forschungspartner für ein wissenschaftliches Vorhaben zur Straßenbeleuchtung. Ziel ist es, durch gezielte Analyse der Wechselwirkungen zwischen Beleuchtungsniveau, Gleichmäßigkeit und Blendung (sogenannter Trade-off-Ansatz) Wege zu finden, das Beleuchtungsniveau zu senken – bei gleichbleibender Verkehrssicherheit. Damit sollen Energie gespart und Lichtverschmutzung reduziert werden. Die Forschung umfasst Labor- und Feldversuche, die Entwicklung technisch umsetzbarer Beleuchtungslösungen sowie Vorschläge zur Fortschreibung der Norm DIN EN 13201.

Budget: max. 400.000 € brutto

Verfahren: Offenes Verfahren (EU-weit)

Angebotsfrist: 22.07.2026, 06:00 Uhr

Bindefrist: 29.09.2026

Projektlaufzeit: ca. 36–42 Monate

Ausschreibung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Die Angebotsfrist ist abgelaufen.
HEUTE
Termin / FristJUL2026 JAN2027 JUL JAN2028 JUL JAN2029 JUL JAN2030
Bieterfragen-Fristca. 16. Juli 2026
Angebotsfrist22. Juli 2026
Bindefrist22. Juli – 29. Sep. 2026
Angebotsgültigkeitca. 22. Juli 2026 – 22. Mai 2027
Vertragsbeginnca. 1. Sep. 2026
Vertragslaufzeitca. 1. Sep. 2026 – 1. März 2030
Vorinformation Zuschlagca. 14. Sep. 2026
Nachprüfungsantragca. 29. Sep. 2026
Bekanntmachung vergebene Aufträgeca. 1. Okt. 2026
Ausführungsbeginnca. 1. Nov. – 30. Nov. 2026
Entwurf Schlussberichtca. 1. Sep. 2029
Vertragsendeca. 1. Dez. 2029 – 1. März 2030
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Richtwertmethode5 Kriterien
  • Problemverständnis15%

    Erfassung des Problemfeldes und der Zielsetzung in Tiefe und Breite sowie deren Darstellung in eigenen Worten

  • Projektkonzeption – Recherchen und Gesamtgleichmäßigkeit20%

    Qualität des konzeptionellen Untersuchungsansatzes im Hinblick auf die Vorgehensweise zu den Recherchen und zur Festlegung der Gesamtgleichmäßigkeit

  • Projektkonzeption – Modifikation Beleuchtungsniveau40%

    Qualität des konzeptionellen Untersuchungsansatzes im Hinblick auf die Vorgehensweise zur Festlegung der Modifikation des Beleuchtungsniveaus mithilfe eines neuen Abwägungsverhältnisses (Labor- und Feldversuch)

  • Projektkonzeption – Konkretisierung Beleuchtungslösungen20%

    Qualität des konzeptionellen Untersuchungsansatzes im Hinblick auf die Vorgehensweise zur Konkretisierung für technisch realisierbare ortsfeste Beleuchtungslösungen

  • Projektorganisation und Zeitplanung5%

    Angemessenheit der Zeitplanung jeweils für die einzelnen Arbeitspakete

Leistungsquotient = (Gewichtete Leistungspunkte / Bewertungspreis) x 1.000. Der Zuschlag wird auf das Angebot mit dem höchsten Leistungsquotienten erteilt. Gewichtete Leistungspunkte ergeben sich aus der Bewertung der qualitativen Kriterien mit 0/2,5/5/7,5/10 Punkten multipliziert mit dem Gewichtungsfaktor.

KI-Hinweis: Alle Zuschlagskriterien mit Gewichtungen und Bewertungsmethode (Richtwertmethode) sind vollständig im Kontext enthalten.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Forschungsziel und übergeordneter Ansatz

Ziel des Vorhabens ist es, durch systematische Analyse der Wechselwirkungen zwischen den photometrischen Parametern gemäß DIN EN 13201 (Beleuchtungsniveau, Gleichmäßigkeit, Blendung) ein belastbares Trade-off-Verhältnis abzuleiten. Damit soll das Beleuchtungsniveau gesenkt und so Überbeleuchtung reduziert, Energie eingespart sowie Lichtverschmutzung gemindert werden, ohne die Sehsicherheit (Verkehrssicherheit) zu verringern. Berücksichtigt werden auch ökologische Aspekte wie der Schutz nachtaktiver Tiere.

Arbeitspakete (AP 1 bis AP 6)

AP 1 – Regelwerksanalyse und Literaturrecherche:

Analyse einschlägiger Normen (DIN EN 13201, CIE 115) und wissenschaftlicher Veröffentlichungen, Aufarbeitung des Stands von Theorie und Praxis, u.a. bestehende Untersuchungen zur Gleichmäßigkeit und Leuchtdichte.

AP 2 – Definition und Berechnung der Gesamtgleichmäßigkeit:

Festlegung einer Berechnungsmethodik für die Gesamtgleichmäßigkeit für die Klassen M (Straßen), C (Konfliktbereiche) und P (Fußgänger). Durchführung eines Experten-Workshops zur Validierung.

AP 3 – Laboruntersuchungen (statisch und dynamisch):

Mit mindestens 30 Probanden je Alterskohorte wird der Einfluss des Alters auf das Trade-off-Verhältnis zwischen mittlerer Leuchtdichte (Lm) und Gesamtgleichmäßigkeit (U₀) sowie zwischen Beleuchtungsstärke und U₀ untersucht.

AP 4 – Feldversuch:

Validierung der Laborergebnisse auf einer realen Teststraße. Erforderlich: annähernd gerade Strecke, geringe Umwelteinflüsse, mindestens 4 Lichtpunkte, verstellbare Höhen/Abstände oder veränderbare Lichtverteilung.

AP 5 – Technisch realisierbare Leleuchtungslösungen:

Entwicklung konkreter technisch umsetzbarer Lösungen für die Klassen M, C, P; Quantifizierung des Energieeinsparpotenzials; Vergleichsberechnungen.

AP 6 – Norm-Fortschreibung und Wissenstransfer:

Erstellung von Bausteinen zur Fortschreibung von DIN EN 13201 und CIE 115, Entwicklung eines Leitfadens für Kommunen, Durchführung einer Abschlussveranstaltung in der BASt (deutsch/englisch, inkl. Catering).

Projektorganisation und Berichtswesen

Startbesprechung in der BASt zu ProjektbeginnMindestens 1 Begleitkreissitzung (BK-Sitzung) pro JahrOnline-Sitzungen nach Abschluss von ArbeitspaketenMindestens eine Vor-Ort-Sitzung beim AuftragnehmerMindestens ein Experten-WorkshopErstellung von Sachstandsberichten und ca. 5 ZwischenberichtenEntwurf Schlussbericht mindestens 36 Monate nach ProjektstartFinale Schlussberichtsunterlagen mindestens 3 Monate nach EntwurfSchlussbericht, Kurzbericht (max. 5 Seiten) und Kurzfassung (max. 5.000 Zeichen) auf Deutsch, Kurzbericht und Kurzfassung zusätzlich auf EnglischBerichte gemäß den BASt-Vorgaben (Layout, Dateiformate, Barrierefreiheit, Zitierstil)Lieferung der FE-Ergebnisse inkl. Methoden, Zwischenergebnisse, Validierungen, Modelle, Software/Quellcode, VersuchsdatenÜbermittlung auf den BSCW-Server der BASt

Rechtlich-formale Anforderungen an die Bearbeitung

Eigenständige Durchführung nach anerkannten wissenschaftlichen Methoden unter Beachtung des Stands der Wissenschaft und TechnikEinhaltung des DFG-Kodex zur Sicherung guter wissenschaftlicher PraxisGgf. Einsatz von KI-Systemen nur, wenn wissenschaftlich vertretbar, methodisch angemessen und mit Qualitätssicherung; KI-generierte Ergebnisse sind zu kennzeichnenEinsatz des im Angebot benannten Bearbeitungsteams (Wechsel von Schlüsselpersonen nur mit Zustimmung der BASt)Meldung ähnlicher FE-Vorhaben für Dritte an die BAStRechtskonforme Erhebung, Speicherung und Verarbeitung von Daten; ggf. Datenschutzkonzept und Datenschutz-Folgenabschätzung gem. Art. 35 DSGVOSchlussrechnung spätestens 2 Monate nach ProjektendeMaximales Gesamtentgelt: 400.000 € brutto (inkl. aller Nebenkosten) – Überschreitung führt zum Ausschluss

Verbindliche Mindestanforderungen (Abweichung führt zum Ausschluss)

Vollständige Abdeckung aller Arbeitspakete AP 1 bis AP 6Überprüfung und Weiterentwicklung der Gleichung der Gesamtgleichmäßigkeit U₀ für die Klassen M, C, PMindestens 30 Probanden je Alterskohorte in den statischen und dynamischen Versuchen, mit Berücksichtigung des Alterseinflusses in allen VersuchenVerfügbarkeit eines Testlabors für statische und dynamische UntersuchungenVerfügbarkeit einer realen Teststraße mit den genannten AnforderungenTrade-off-Verhältnis Lm/U₀ und Beleuchtungsstärke/U₀ für alle Klassen M, C, PÜberführung in technisch realisierbare Lösungen für M, C, PBausteine zur Norm-Fortschreibung (DIN EN 13201, CIE 115) und Leitfaden für KommunenAbschlussveranstaltung in der BASt (deutsch/englisch, inkl. Catering)

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung

Es werden keine Anforderungen an die Befähigung oder Erlaubnis zur Berufsausübung gestellt.

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit

Aktuelle Bankerklärung (nicht älter als 3 Monate); Körperschaften des öffentlichen Rechts können eine Eigenerklärung vorlegen.Nachweis einer Berufs-/Betriebshaftpflichtversicherung für Personen-, Vermögens- und Sachschäden, gültig über die Gesamtlaufzeit des Vorhabens. Alternativ: Eigenerklärung zur Verpflichtung, die Versicherung bei Zuschlag abzuschließen (Körperschaften des öffentlichen Rechts: Eigenerklärung).

Technische und berufliche Leistungsfähigkeit

1. Einschlägige Kenntnisse Lichttechnik – Referenzliste mit mindestens 1 abgeschlossenen Referenzprojekt aus den letzten 5 Jahren.

2. Psychophysiologische Untersuchungen im Außenraum – Referenzliste mit mindestens 1 weiteren, vom ersten abweichenden Referenzprojekt aus den letzten 5 Jahren.

3. Technische Ausrüstung für lichttechnische Messungen zur Lichtwirkung auf Menschen (Eigenerklärung 1).

4. Technische Ausstattung für lichttechnische Berechnungen/Optimierungen nach DIN EN 13201 und Entwicklung neuer Lichtverteilungen (Eigenerklärung 2).

5. Mindestens ein Testlabor für statische und dynamische Untersuchungen (Eigenerklärung 3).

6. Fachpersonal inkl. namentliche Nennung des Projektleiters und der Hauptbearbeiter mit Qualifikation sowie ggf. Gremientätigkeiten (Eigenerklärung 4).

Ausschlussgründe

Eigenerklärung zu zwingenden Ausschlussgründen (z.B. rechtskräftige Verurteilungen wegen Terrorismus, Geldwäsche, Betrug, Bestechung, Menschenhandel) und fakultativen Ausschlussgründen (z.B. Verstöße gegen Mindestlohn, wettbewerbsbeschränkende Vereinbarungen, Interessenkonflikte, mangelhafte Auftragserfüllung) gemäß §§ 123, 124 GWB.Eigenerklärung EU Art. 5k VO 2022/576 (Russland-Sanktionen): Kein Einsatz von Unternehmen mit Russland-Bezug (auch Unterauftragnehmer/Lieferanten > 10 % Auftragswert).Ab Auftragswert ≥ 30.000 €: Auszug aus dem Wettbewerbsregister (auf Anforderung der Vergabestelle).

Vorläufiger Eignungsnachweis und Bietergemeinschaften

Die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) ist als vorläufiger Eignungsnachweis zugelassen; Nachforderung durch die Vergabestelle ist möglich.Bei Bietergemeinschaften: Erklärung über fachliche und administrative Zuständigkeiten, namentliche Nennung aller Mitglieder, Benennung eines bevollmächtigten Vertreters; wirtschaftliche/finanzielle Nachweise für alle Mitglieder; Eigenerklärung §§ 123, 124 GWB für jedes Mitglied.Bei Nachunternehmern/Eignungsleihe: Benennung der übernommenen Leistungen und des voraussichtlichen Auftragsvolumens, Verpflichtungserklärung, eigene Eigenerklärung §§ 123, 124 GWB und ggf. Art. 5k VO; bei Universitäten/Forschungseinrichtungen zusätzlich Garantieerklärung.
Referenzprojekte
1 ReferenzenZeitraum: innerhalb der letzten 5 Jahre (ab Angebotsabgabe)Volumen: nicht spezifiziert

Einschlägige Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich Lichttechnik (Bewertung von Beleuchtungssystemen und Gütemerkmalen der Beleuchtung)

Abgeschlossenes Referenzprojekt; Vorlage einer Referenzliste gemäß § 46 VgV (Formular 4a)

1 ReferenzenZeitraum: innerhalb der letzten 5 Jahre (ab Angebotsabgabe)Volumen: nicht spezifiziert

Kenntnisse und Erfahrung in Planung, Durchführung und Auswertung psychophysiologischer Untersuchungen zur Wirkung von Beleuchtung im Außenraum (z.B. LED-Straßenbeleuchtung, adaptive Straßenbeleuchtung, statische und dynamische Lichtwirkung)

Abgeschlossenes Referenzprojekt, das vom ersten Referenzprojekt abweicht; Referenzliste gemäß § 46 VgV (Formular 4a)

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
1–3Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 2 Angebote
Geringe Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 52%4–10 · 36%11+ · 12%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 29 erledigt
Teilnahme am Verfahren
Eignungsnachweise
Rechtliche Eigenerklärungen
Angebotsformular und Anlagen
Fachspezifische Konzepte und Inhalte des Angebots
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen | Bundeskartellamt | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)
Anschrift
51427 Bergisch Gladbach
Ort
51427 Bergisch Gladbach
Kategorie
Nordrhein-Westfalen
Veröffentlicht
Angebotsfrist
Auftraggeber-Website
www.bast.de

Erfüllungsort

Ort der Leistung
51427 Bergisch Gladbach
Nordrhein-Westfalen

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