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Personen-Notsignal-Anlage auf DECT-Basis und redundantes Sprach-Gateway

Asklepios Kliniken Hamburg GmbH | Vergabekammer bei der Finanzbehörde Hamburg | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)Hamburg, HamburgVeröffentlicht:
Angebotsfrist:

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Beschaffung einer einheitlichen Gesamtleistung für Planung, Lieferung, Montage, Inbetriebnahme, Abnahme, Instandhaltung und Service einer normgerechten Personen-Notsignal-Anlage und eines redundanten Sprach-Gateways.

Das Angebot umfasst unter anderem die DECT-Funkversorgung, BLE-Ortungsinfrastruktur, 600 mobile Notrufundgeräte samt Ladetechnik, Alarmserver, Alarmarbeitsplätze, die Anbindung an die vorhandene Telekommunikationsanlage, Migration, Rückbau, Schulung, Dokumentation sowie 60 Monate Systemservice.

Das Verfahren läuft in einem Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb. Zunächst sind Teilnahmeantrag, Eigenerklärungen und Nachweise einzureichen; das eigentliche Angebot wird erst nach Aufforderung in der zweiten Stufe abgegeben.

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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Aktive Ausschreibung
Termin / FristOKT2026NOV
Veröffentlichung19. Okt. 2026
Leistungsbeschreibung Stand19. Okt. 2026
Preisblatt Stand19. Okt. 2026
Bieterfragen-Frist8. Nov. 2026
Bieterfragen-Frist9. Nov. 2026
Teilnahmefrist18. Nov. 2026
Änderungsfrist Teilnahmeantrag18. Nov. 2026
Rügefrist Bekanntmachung18. Nov. 2026
Rügefrist Vergabeunterlagen18. Nov. 2026
Rügefrist KenntnisnahmeDatum offen10 Tage ab Kenntnisnahme des Vergabeverstoßes; kein konkreter Beginn und kein Ende bekannt.
Erstes AngebotDatum offenDie Erstangebotsfrist wird mit der Aufforderung zur Angebotsabgabe festgelegt.
BindefristDatum offenDie Bindefrist wird mit der Aufforderung zur Angebotsabgabe festgelegt.
VerhandlungsterminDatum offenDas erste Angebot ist vor dem Verhandlungstermin einzureichen; der Verhandlungstermin ist nicht genannt.
Meilenstein M1Datum offenKick-off, Nutzeranforderungen, Pflichtenheft und Projekt- und Terminplan bis Woche 4 nach Zuschlag.
Meilenstein M2Datum offenZentrale Systeme und Schnittstellen 2 bis 4 Wochen nach M1, spätestens Woche 8 nach Zuschlag.
Meilenstein M3Datum offenHaus 2 2 bis 4 Wochen nach M2, spätestens Woche 12 nach Zuschlag.
Meilenstein M4Datum offenUmsetzung der weiteren Häuser nach mit der Pflichtenheftfreigabe festgelegter Reihenfolge und Dauer.
Meilenstein M5Datum offenGesamtabnahme nach M4 sowie erfolgreichem Integrationstest und Abnahmemessung.
Bestandsaufnahme Haus 2Datum offenBestandsaufnahme sowie Funkfeld- und Ortungsplanung vor M3.
Bestandsaufnahme übrige HäuserDatum offenBestandsaufnahme sowie Funkfeld- und Ortungsplanung vor Beginn der Arbeiten des jeweiligen Hauses.
AusführungsbeginnDatum offenBeginn der Umsetzung nach Zuschlagserteilung; ein Kalenderdatum ist nicht angegeben.
SystemserviceleistungenDatum offenBeginn am Tag nach der Systemlieferung; das Lieferdatum ist nicht angegeben.
Grundlaufzeit SystemserviceDatum offenMindestens 60 Monate ab Abnahme beziehungsweise Tag nach Systemlieferung; Abnahmedatum unbekannt.
Verlängerung 1Datum offen12 Monate nach der vorhergehenden Systemservice-Laufzeit.
Verlängerung 2Datum offenWeitere 12 Monate nach Verlängerung 1.
Gesamtlaufzeit SystemserviceDatum offenSpätestens 84 Monate nach Abnahme; Abnahmedatum unbekannt.
Gewährleistung SystemDatum offen24 Monate ab Gesamtabnahme; Gesamtabnahmedatum unbekannt.
Gewährleistung HauskomponentenDatum offen24 Monate ab Teilabnahme des jeweiligen Hauses; Teilabnahmedaten unbekannt.
VersicherungsnachweisDatum offenNachweis des Versicherungsschutzes innerhalb von vier Wochen nach Zuschlag.
Nachreichung UnternehmensunterlagenDatum offenInnerhalb von sieben Kalendertagen nach Aufforderung durch den Auftraggeber.
NachprüfungsantragDatum offen15 Kalendertage nach Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen.
WettbewerbsregisterabfrageDatum offenAbfrage vor Erteilung des Zuschlags; ein Kalenderdatum ist nicht angegeben.
Sicherheitsüberprüfung bisDatum offenVor dem ersten Einsatz in gesicherten Bereichen nach § 34 HmbSÜGG.
Jahresprüfung DGUVDatum offenEinmal jährlich während der Instandhaltungs- und Servicelaufzeit.
Jährliche InspektionDatum offenEinmal jährlich während der Instandhaltungs- und Servicelaufzeit.
ProbebetriebDatum offenOptionaler einwöchiger Probebetrieb nach dokumentiertem Integrationstest und vor Abnahme.
Erhöhte Betreuung HausumstellungDatum offenErster bis fünfter Arbeitstag nach Umstellung des jeweiligen Hauses.
NachrüstbarkeitDatum offenMindestens acht Jahre ab Zuschlagserteilung.
ErsatzteilverfügbarkeitDatum offenErsatzteile und funktionsgleiche Ersatzteile mindestens acht Jahre ab Zuschlagserteilung.
ProduktabkündigungDatum offenVerbindliche Ankündigung mindestens zwölf Monate vor Produktabkündigung mit Migrationspfad.
Sicherheitsvorfall-MeldungDatum offenUnverzüglich, spätestens innerhalb von 24 Stunden nach eigener Kenntnis.
USV-ÜberbrückungszeitDatum offenMindestens 30 Minuten bei Ausfall der Hauptstromversorgung.
Ortungs-USVDatum offenÜberbrückung der Ortungsinfrastruktur mindestens 60 Sekunden bei Netzausfall.
Gateway-UmschaltungDatum offenUmschaltung des redundanten Sprach-Gateways höchstens innerhalb von 60 Sekunden.
Personennotsignal-AnzeigeDatum offenAnzeige am Alarmarbeitsplatz innerhalb von höchstens fünf Sekunden.
Alarm-RundsendungDatum offenRundsendung an alle Endgeräte innerhalb von höchstens zehn Sekunden.
Hotline-BestätigungDatum offenBestätigung einer Störung innerhalb einer Stunde nach Eingang.
Störungsklasse A ReaktionDatum offenReaktion innerhalb von zwei Stunden nach Störungseingang.
Störungsklasse A Vor OrtDatum offenVor-Ort-Einsatz innerhalb von vier Stunden nach Meldungseingang beziehungsweise vertraglich acht Stunden.
Störungsklasse A WiederherstellungDatum offenWiederherstellung innerhalb von vier Stunden nach Störungseingang; abweichende Vertragsunterlagen nennen acht Stunden für den Vor-Ort-Einsatz.
Störungsklasse A MängelbeseitigungDatum offenEndgültige Mängelbeseitigung innerhalb von zehn Arbeitstagen nach Bereitstellung der Umgehungslösung.
Störungsklasse B ReaktionDatum offenReaktion innerhalb von vier Stunden nach Störungseingang.
Störungsklasse B Vor OrtDatum offenVor-Ort-Einsatz innerhalb von acht Stunden beziehungsweise 24 Stunden nach Meldungseingang.
Störungsklasse B WiederherstellungDatum offenWiederherstellung innerhalb von acht Stunden nach Störungseingang.
Störungsklasse B MängelbeseitigungDatum offenEndgültige Mängelbeseitigung innerhalb von zwanzig Arbeitstagen nach Bereitstellung der Umgehungslösung.
Störungsklasse C ReaktionDatum offenReaktion innerhalb von acht Stunden nach Störungseingang.
Störungsklasse C Vor OrtDatum offenVor-Ort-Einsatz innerhalb von sieben Kalendertagen beziehungsweise zehn Arbeitstagen nach Meldungseingang.
Störungsklasse C WiederherstellungDatum offenWiederherstellung innerhalb von sieben Kalendertagen nach Störungseingang.
Endgerät-ReparaturDatum offenReparatur oder Austausch mobiler Endgeräte innerhalb von zwei Arbeitstagen nach Eingang beim Auftragnehmer.
TerminDatum offenOptionale Bearbeitung und Rücksendung mobiler Endgeräte innerhalb eines Arbeitstages.
Hotline ServicezeitDatum offenSieben Tage pro Woche, 24 Stunden täglich einschließlich Sonn- und Feiertagen.
Rückfallzeit BestandsanlageDatum offenRückfallzeit bei Störungen der Bestandsanlage während der Arbeiten maximal zwei Stunden.
Rückfallzeit HausumstellungDatum offenRückfallzeit je Haus bei einem Rückfallkriterium maximal zwei Stunden.
GewährleistungsdokumentationDatum offenFortschreibung während der gesamten Gewährleistungs- und Wartungslaufzeit.
WettbewerbsregisterDatum offenWettbewerbsregisterabfrage vor Zuschlag; kein Datum genannt.
vor Angebotsabgabe

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Preis & Qualität2 Kriterien
Preis 40%Qualität 60%
  • Preis40%

    Wertungsrelevanter Angebotspreis aus Anlage 07 einschließlich Kauf, Inbetriebnahme und Dienstleistungen sowie 60 Monaten Instandhaltung, Optionen und Bedarfspositionen; bei den gleichrangigen Querverbindungsvarianten S2M und SIP wird der niedrigere wertungsrelevante Preis zugrunde gelegt.

  • Qualität60%

Preispunkte = niedrigster wertungsrelevanter Angebotspreis / wertungsrelevanter Angebotspreis des Bieters × 40; Qualitätspunkte = erreichte B-Punkte / 245 × 60; Gesamtpunktzahl = Preispunkte + Qualitätspunkte, bei Gleichstand entscheidet die höhere Qualitätspunktzahl.

KI-Hinweis: Die Gesamtgewichtung und die Bewertungsformel sind vollständig angegeben; die konkreten B-Kriterien mit ihren Maximalpunkten und Bewertungsregeln sind in Anlage 06 enthalten, während die A-Kriterien Ausschlusskriterien sind.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Systemlieferung und Funkversorgung

Planung, Lieferung, Errichtung und Inbetriebnahme einer DECT-basierten Personen-Notsignal-Anlage nach DIN VDE V 0825-1 für allgemeinpsychiatrische Bereiche und Maßregelvollzug/Forensik. Die Funkversorgung umfasst 300 Basisstationen, 20 Gateways für leitungsgebundene Basisstationen, 25 externe Rundstrahlantennenpaare sowie Schutzhauben für patientenzugängliche Bereiche. Der Zielausbau muss mindestens 2.000 Mobilteile, 1.000 Basisstationen und 1.000 Ortungssender ermöglichen.

Mobile Endgeräte, Ortung und Alarmsystem

Lieferung von 600 Personen-Notsignal-Geräten mit Sprachfunktion, 600 Teilnehmerlizenzen, 100 Wechselakkus sowie 30 Ersatzendgeräten und fünf Ersatzakkus. Die Ladeinfrastruktur umfasst 130 Einzelladeplätze, 100 kaskadierbare Mehrfachlader für Endgeräte und 17 Mehrfachlader für Akkus. Die BLE-basierte Ortungsinfrastruktur umfasst 622 dauerhaft versorgte und 25 batteriebetriebene Ortungssender, 150 stationäre Empfangseinheiten, zehn zentrale Spannungsversorgungen, 900 Lokalisierungspunkte und 35 Zonen. Zusätzlich sind ein virtualisierter Alarmserver, ein zentrales Teilnehmer- und Gerätemanagement sowie PNEZ, vier Pforten-Arbeitsplätze, ein Einsatzkräfte-Arbeitsplatz, ein Prüfplatz und sechs Sprechstellen zu liefern.

Redundantes Sprach-Gateway und Bestandsanbindung

Lieferung und Aufstellung zweier redundanter Sprach-Gateway-Instanzen in getrennten Technikräumen. Die Anbindung an die vorhandene Unify HiPath/OpenScape-4000-Telekommunikationsanlage ist als zwei getrennt auszupreisende Varianten zu realisieren: Variante A über QSIG/S2M mit bis zu vier Primärmultiplexanschlüssen je Instanz und Variante B über QSIG/SIP. Beide Varianten müssen 120 gleichzeitige Gespräche unterstützen. Für die Instanzumschaltung sind höchstens 60 Sekunden, als Ziel höchstens 30 Sekunden mit Gesprächserhalt, gefordert.

Planung, Montage und Migration

Durchführung von Bestandsaufnahmen, Bestandsberichten, messtechnischer Funkfeld- und Ortungsplanung, Fotodokumentation, Pflichtenheft, Terminplanung sowie Haus- und Bereichsplanung. Die Umsetzung erfolgt zuerst für zentrale Komponenten und anschließend für Haus 2 und die weiteren Häuser. Die bestehende drahtlose Sprachversorgung wird mit Parallelbetrieb, Rückfallstrategie und Migration der Teilnehmer abgelöst. Die vorhandene Telekommunikationsanlage und ihre Konfiguration sind vor Änderungen zu sichern und fortlaufend zu dokumentieren.

Tests, Abnahme, Rückbau und Dokumentation

Nach vollständiger Montage sind alle Schnittstellen, Alarme, Eskalationen, Ortung, Redundanz, Funkversorgung und Stromversorgungsfunktionen zu testen. Erforderlich sind dokumentierter Integrationstest, Abnahmemessungen für Versorgungsgüte und Ortungsgenauigkeit sowie ein Abnahmeprotokoll mit Mängelliste. Abgelöste Komponenten sind fachgerecht zurückzubauen, zu entsorgen und nach ElektroG zu entsorgen; personenbezogene Daten sind nachweislich zu löschen. Die Anlagendokumentation wird zweifach in Papierform und einmal editierbar digital geliefert. Eine SBOM nach BSI TR-03183-2 im CycloneDX-Format ist bei Abnahme und jedem neuen Programmstand bereitzustellen.

Schulung und Informationssicherheit

Durchführung von sechs Schulungstagen: je zwei Tage für Endnutzer, Alarm- und Bedienpersonal sowie Administration und technische Abteilung. Ein optionaler zusätzlicher Einweisungstag ist gesondert anzubieten. Unterlagen werden getrennt digital und in Papierform bereitgestellt. Management-, Administrations- und Bedienoberflächen sowie Meldungen, Protokolle und Hilfetexte sind deutschsprachig. Netzsegmentierung, Zugriffskontrolle, Protokollierung, Patch-Management, Notfallkonzept, Sicherheitsupdates und Meldung von Sicherheitsvorfällen innerhalb von 24 Stunden sind umzusetzen.

Instandhaltung, Support und Service

Systems-service über mindestens 60 Monate mit deutschsprachiger 7×24-Stunden-Hotline, Wiederherstellung der Betriebsbereitschaft und präventiven Maßnahmen. Jährlich sind eine DGUV-Prüfung und eine präventive Inspektion durchzuführen. Für Störungsklasse A gelten eine Reaktion innerhalb von zwei Stunden und ein Vor-Ort-Einsatz innerhalb von vier Stunden, für Klasse B vier beziehungsweise acht Stunden und für Klasse C acht Stunden beziehungsweise sieben Kalendertage. Mobile Endgeräte sind innerhalb von zwei Arbeitstagen zu bearbeiten oder auszutauschen. Der Auftraggeber kann den Service zweimal um zwölf Monate verlängern.

Optionale Leistungen

Gesondert zu bepreisen sind ein mobilfunkgestützter Ersatzweg mit vier oder acht gleichzeitigen externen Gesprächen, acht Endgeräte für den begleiteten Ausgang, Nutzung vorhandener BLE-fähiger Access Points, serielle Schnittstellenmodule, Kontaktmodule, eine Schnittstelle zu einem übergeordneten Alarmserver, vier Arbeitsplatzrechner mit Touchmonitor, ein deutsches Schulungsvideo, ein einwöchiger Probebetrieb und erweiterte Servicezeiten.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Registereintragung und Ausschlussgründe

Eintragung im Berufs- oder Handelsregister mit HRB-/HRA-Nummer und Registergericht; bei fehlender Eintragungspflicht ist ein alternativer Nachweis zu erbringen. Anlage 05 ist vollständig auszufüllen und für Bewerbergemeinschaften sowie eignungsverleihende Unternehmen gesondert abzugeben. Zudem ist Anlage 12 zur Einhaltung restriktiver Maßnahmen auszufüllen.

Umsatz und Versicherung

Über die letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre vor Ablauf der Teilnahmeantragsfrist sind mindestens 2.000.000 EUR netto Gesamtumsatz im Jahresmittel und mindestens 1.000.000 EUR netto Umsatz im Leistungsbereich Planung, Lieferung und Inbetriebnahme von Kommunikations-, Alarmierungs- oder Sicherheitstechnik einschließlich Instandhaltung nachzuweisen. Bei Bewerbergemeinschaften und Eignungsleihe werden die Umsätze addiert. Die Betriebshaftpflichtversicherung muss je Schadensfall mindestens 5.000.000 EUR abdecken und pro Versicherungsjahr zweifach maximiert sein; bei noch fehlendem Nachweis ist die Beschaffung nach Zuschlag zuzusagen.

Referenzen

Nachzuweisen sind zwei Referenzen für Personen-Notsignal-Anlagen nach DIN VDE V 0825-1 mit DECT-Funkversorgung und Lokalisierung, eine Referenz für die Anbindung eines Sprach-Gateways an eine Telekommunikationsanlage eines anderen Herstellers, zwei Referenzen mit Auftraggebern aus dem Gesundheitswesen oder einer Sicherheitseinrichtung sowie eine auftragsbezogene Referenz für die Zusammenarbeit mit einem öffentlichen Auftraggeber. Die Referenzen müssen wesentliche Leistungen aus den letzten fünf Jahren betreffen und nach Art, Größe und Umfang vergleichbar sein. Ein Mindestauftragswert ist nicht festgelegt; eine Referenz kann mehrere Merkmale abdecken.

Technische Systemnachweise

Das Angebot muss ein gültiges Gesamtsystemzertifikat nach DIN VDE V 0825-1 in der geforderten Ausgabe, die Betreibbarkeit nach DGUV Regel 112-139, IK10-Schutz, die Funktionen S-1 bis S-7, mindestens acht Jahre Nachrüstbarkeit, CE-Konformität, Sicherheitsupdates, Patch-Management und die Qualifikation für die Bestands-Telekommunikationsanlage nachweisen. Bei Abweichungen von ausdrücklich benannten Vorgaben sind Gleichwertigkeitsnachweise beizubringen.

Informationssicherheit

Nachzuweisen ist ein Informationssicherheits-Managementsystem, beispielsweise durch ein Zertifikat nach ISO/IEC 27001 oder VdS 10000, ein laufendes Zertifizierungsverfahren oder einen gleichwertigen Bericht über einen medizinischen Sicherheitsstandard beziehungsweise IT-Grundschutz. Das Konzept muss Netzsegmentierung, Zugriffskontrolle, Protokollierung, Patch-Management und Notfallbehandlung berücksichtigen. Eine SBOM im CycloneDX-Format, die ausschließlich in der EU erfolgende Verarbeitung personenbezogener Daten und die Meldung von Sicherheitsvorfällen innerhalb von 24 Stunden sind nachzuweisen.

Personal und Qualifikation

Projektleitung und Vertretung müssen deutsche Sprachkompetenz mindestens C1 oder muttersprachliches Niveau besitzen. Dasselbe gilt für Personal mit Kontakt zu Beschäftigten, Patientinnen und Patienten oder sicherheitsrelevanten Abstimmungen sowie für Nachunternehmer, Hotline und Remote-Service. Das eingesetzte Personal muss fachkundig und für die angebotene Lösung zertifiziert sein. Vor dem ersten Einsatz in gesicherten Bereichen sind die geforderte Sicherheitsüberprüfung und Sicherheitserklärung vorzulegen.

Eignungsleihe und Bewerbergemeinschaften

Bei Eignungsleihe sind Anlage 08, je Unternehmen die Anlagen 04, 05 und 12, der Eignungsnachweis, Anlage 09 und ein Nachweis der gemeinsamen Erfüllung der gestellten Anforderungen vorzulegen. Bei Bewerbergemeinschaften sind sämtliche Mitglieder, der bevollmächtigte Vertreter und Anlage 10 anzugeben. Die wirtschaftliche und finanzielle sowie die technische und berufliche Leistungsfähigkeit werden bei Bewerbergemeinschaften insgesamt bewertet; die Befähigung zur Berufsausübung muss jedes Mitglied erfüllen.

Referenzprojekte
2 ReferenzenZeitraum: letzte fünf Jahre vor Ablauf der Teilnahmeantragsfrist

Planung, Errichtung und Inbetriebnahme einer Personen-Notsignal-Anlage nach DIN VDE V 0825-1 mit DECT-Funkversorgung und Lokalisierung alarmauslösender Endgeräte

Wesentliche Liefer- oder Dienstleistungen; vergleichbar nach Art, Größe und Umfang. Auftraggeber mit Kontaktdaten, Projektbezeichnung, Auftragswert, Leistungszeitraum und Leistungsbeschreibung angeben.

1 ReferenzenZeitraum: letzte fünf Jahre vor Ablauf der Teilnahmeantragsfrist

Anbindung eines Sprach-Gateways an eine Telekommunikationsanlage eines anderen Herstellers

Wesentliche Liefer- oder Dienstleistung; Nachweis der Art und des Umfangs der Gateway-Anbindung.

2 ReferenzenZeitraum: letzte fünf Jahre vor Ablauf der Teilnahmeantragsfrist

Referenz mit Auftraggeber aus dem Gesundheitswesen oder einer Sicherheitseinrichtung und erhöhten Anforderungen nach DSGVO und Krankenhausgesetzgebung

Der Auftraggeber muss aus dem Gesundheitswesen oder einer Sicherheitseinrichtung stammen; Art, Größe und Umfang müssen vergleichbar sein.

1 ReferenzenZeitraum: letzte fünf Jahre vor Ablauf der Teilnahmeantragsfrist

Auftragsbezogene Zusammenarbeit mit einem öffentlichen Auftraggeber nach § 99 GWB

Auftragsbezogene Zusammenarbeit mit einem öffentlichen Auftraggeber nachweisen; einzelne Referenz muss nicht mehrere Merkmale zugleich erfüllen.

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
1–3Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 2 Angebote
Geringe Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 88%4–10 · 11%11+ · 1%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 32 erledigt
Teilnahmeantrag und verpflichtende Erklärungen
Unternehmens- und Eignungsnachweise
Unternehmen, Nachunternehmer und Bewerbergemeinschaft
Technische Ausschlussnachweise für das spätere Angebot
Konzepte und Angebotsunterlagen für die zweite Stufe
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Asklepios Kliniken Hamburg GmbH | Vergabekammer bei der Finanzbehörde Hamburg | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)
Anschrift
22419 Hamburg
Ort
22419 Hamburg
Kategorie
Hamburg
Veröffentlicht
Angebotsfrist
—
Auftraggeber-Website
www.asklepios.com ↗

Erfüllungsort

Ort der Leistung
22419 Hamburg
Hamburg

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