Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Lüdenscheid sucht ein Architekturbüro für die Planung des Umbaus der Grundschule Tinsberg zum Offenen Ganztag (2. Bauabschnitt, denkmalgeschützter Altbau).
Es geht um Architekten-/Planerleistungen nach HOAI, Leistungsbild „Gebäude", Leistungsphasen 5–9. Zunächst werden nur LP 5–7 beauftragt.
Das Verfahren ist zweistufig (nichtoffenes Verfahren mit Teilnahmewettbewerb):
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- 1. Honorarangebot25%
Rechnerische Auswertung des Honorarangebots (Einstufung Honorarzone III, Mindestsatz für Objektplanung Gebäude gemäß HOAI)
- 3. Personaleinsatzkonzept30%
Darstellung der Struktur, Zusammensetzung, Qualifikation und Auftreten des vorgesehenen Projektteams, Berufserfahrung, Redundanz und Präsenz vor Ort, persönliche Referenzen, Präsentation und Gesamteindruck
- 4. Projektorganisation15%
Darstellung der Arbeitsstruktur und Methodik zur Sicherstellung des Projekterfolgs bezogen auf Kosten, Termine und Qualitäten: Kommunikation, Schnittstellenmanagement, vorausschauende Termin- und Kostensteuerung, Planungsorganisation, Bauüberwachung, Baulogistik und Dokumentation (anhand erfolgreicher Referenzprojekte, auch mit öffentlichem Vergaberecht und Denkmalschutz)
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAufgabenstellung und Projektrahmen
Umsetzung des integrierten Nutzungskonzeptes zum Ausbau des Offenen Ganztags (OGATA) an der Grundschule Tinsberg in Lüdenscheid, Obertinsberger Str. 16, 58507 Lüdenscheid. 2. Bauabschnitt betrifft den denkmalgeschützten Bauteil (Altbau 1901). Fachplanungen Haustechnik und Tragwerksplanung (LP 2–4) sowie weitere Sonderfachleute (Brandschutz, SiGeKo, Schadstoff-SV, Barrierefrei-SV) sind bereits beauftragt und nicht Teil dieser Vergabe.
Leistungsbild und Beauftragungsumfang
Leistungsbild „Gebäude" nach HOAI § 34, Leistungsphasen 5–9. Beauftragung erfolgt stufenweise – zunächst nur LP 5–7. LP 5: Projekteinarbeitung (bis Mitte Februar 2027) und Entwurfsplanung (bis Mitte April 2027). LP 6–7: Ausführungs-/Werkplanung in Abstimmung mit den Fachingenieuren, Erstellung der Ausschreibungsunterlagen für alle Gewerke nach öffentlichem Vergaberecht, Mitwirkung bei der Vergabe, Koordination der Ausführungsfristen (räumlich/zeitlich), Kontrolle des Gesamtbudgets. LP 8: Objektüberwachung/Bauleitung – Koordination mit Fachingenieuren, Fachbauleitungen, SiGeKo. LP 9: Objektbetreuung (im Leistungsbild enthalten).
Vergütungsrahmen und Anforderungen
Anrechenbare Kosten: 835.500 € (Kostenschätzung). Honorarzone III, Mindestsatz, Umbauzuschlag 20 %. Mitzuverarbeitende Bausubstanz: 0 €. Baustellenpräsenz: innerhalb von 4 Stunden (½ Arbeitstag) vor Ort muss ein entscheidungsbefugter Mitarbeiter gewährleistet sein.
Pädagogisches und bauliches Konzept (Kurzüberblick)
Vier Lernbereiche als Cluster (je ca. 357 m² aus ehem. 3 Klassenräumen) mit Rückzugshäusern, Sanitär- und Schwerpunkträumen nach pädagogischem Raumkonzept der Montag Stiftung. Erneuerung der Elektroinstallation; Heizungsanlage bleibt erhalten. Baugenehmigung und denkmalrechtliche Stellungnahme liegen vor. 1. Bauabschnitt (Anbau 1953) läuft bereits separat.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFormelle Eignung (Ausschlusskriterien)
Mitgliedschaft in der Architektenkammer NRW (oder gleichwertig). Unbedenklichkeitsbescheinigungen Finanzamt und Krankenkasse (jeweils nicht älter als 6 Monate). Nachweis Anmeldung und gültige Beitragsbescheinigung der Berufsgenossenschaft. Betriebshaftpflichtversicherung: mind. 500.000 € Sach-/Vermögensschaden und 1,5 Mio. € Personenschaden, jeweils 2-fach maximiert. Eigenerklärung zu Ausschlussgründen (Formular 521 EU). Eigenerklärung Sanktionen Russland (Formular 523 EU).
Persönliche Voraussetzungen / Bürogröße
Mindestens 1 Architekt/Ingenieur in Vollzeit und 1 technischer Mitarbeiter in Vollzeit. Bewertet wird die Anzahl der Architekten/Ingenieure und technischen Mitarbeiter (Skala 1–10 Architekten / 1–5 technische Mitarbeiter).
Referenzen (Schwerpunkt der Bewertung)
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen über Sanierungen, davon mindestens 2 öffentliche Gebäude und 1 Denkmalschutz-Referenz, jeweils für einen öffentlichen Auftraggeber, aus den letzten 8 Jahren, mit anrechenbaren Kosten von mindestens 501.300 € (= 60 % der veranschlagten 835.500 €). Bei jeder Referenz muss der Planungs-Schwierigkeitsgrad nachgewiesen werden. Die Leistungsphasen 1–8 müssen komplett abgeschlossen sein; LP 8 muss zu Bewerbungsbeginn abgeschlossen sein. Eine Grundschulsanierung ist nicht zwingend erforderlich. Bewertung der Vergleichbarkeit: 5 Punkte (sehr gut vergleichbar) bis 0 Punkte (nicht erfüllt).
Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Nachweis der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl pro Jahr. Büroumsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre mindestens 180.000 €. In der Bewertungsmatrix alternativ genannte Mindestschwelle: durchschnittlicher Jahresumsatz > 125.000 €.
Büroorganisation und technische Ausstattung
Schriftliche Darstellung (max. 3 Seiten DIN A4, Schriftgröße mind. 11): Struktur, Zusammensetzung, Qualifikation der Mitarbeiter, Bürostruktur, Schnittstellenmanagement, Termin- und Kostensteuerung, Nachtrags- und Änderungsmanagement, Berichtswesen, Aufmaßkontrolle, Verfolgung von Mehr-/Minderkosten, Bauüberwachung und Baulogistik, Dokumentation. Kurzvorstellung Büro inkl. Personaleinsatzkonzept. Nachweis Computertechnik und eingesetzter Software.
Bewertung und Auswahl
Gewichtung: Berufsstand/Eignungsprüfung 60 %, Bürogröße 15 %, Büroumsatz 15 %, Büroorganisation 10 %. Gesamtpunktzahl max. 500 Punkte, Bestehensgrenze 300 Punkte (60 %). Auswahl durch Jury (Betriebsleitung ZGW + Objektbetreuer Grundschule Tinsberg). Bei mehr als 6 geeigneten Bewerbern Entscheidung per Los; bei Punktgleichheit ebenfalls Losentscheid. Zuschlag in Stufe 2 auf das niedrigste Preisgebot.
Rechtliche und vertragliche Anforderungen
Keine besondere Rechtsform vorgeschrieben. Es sind die Bewerbungsbedingungen der Stadt Lüdenscheid (511 EU), die besonderen Vertragsbedingungen TVgG NRW (Tariftreue, Mindestarbeitsbedingungen, 513 EU) sowie die Datenschutzhinweise gemäß Art. 13/14 DSGVO anzuerkennen. Bei Bietergemeinschaften Formular 531 EU; bei Unterauftragnehmern/Eignungsleihe Formulare 532 EU und 533 EU. Der Auftrag ist nicht als geeignet für KMU gekennzeichnet.
Mind. 3 vergleichbare Referenzen: Sanierung eines Denkmalschutz-Objekts für einen öffentlichen Auftraggeber, in den letzten 8 Jahren, anrechenbare Kosten mind. 501.300 € (= 60 % der veranschlagten 835.500 €), LP 1–8 vollständig abgeschlossen. Davon mind. 2 Referenzen öffentliche Gebäude + 1 Denkmalschutz-Referenz.
Pro Referenz eigene Referenzbescheinigung mit Referenzgeber, Maßnahme, Ort, Laufzeit, Vertragsrolle, Auftragswert netto, Leistungsumfang; Planungs-Schwierigkeitsgrad nachzuweisen
Büroumsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre
Nachweis durch Eigenerklärung/Bilanz