Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) sucht ein Architektur- und Ingenieurbüro für die Planung der Außen- und Verkehrsanlagen rund um den Umbau des Terminals T5-M1 / B044 zu einem Expressfrachtcenter (Vergabe-Nr. EB-2026-0135).
Was geplant wird:
Wie die Beauftragung läuft:
Was gefordert wird:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Angebotspreis (Honorar)70%
Bewertung des angebotenen Honorars. Das preisniedrigste Angebot erhält 100 Punkte, alle weiteren erhalten Punkte nach der Formel: Niedrigstpreis × 100 / Preis Bieter XY. Maximal 70 Punkte erreichbar.
- Konzept zur Leistungserbringung30%
Bewertet werden: Projektorganisation mit Organigramm zum Personalkonzept, Personaleinsatzplan mit Bezug zu Projektphasen/Laufzeit, konzeptionelle Herangehensweise an die Projektphasen, Integration der TGA-Planung in die Gesamtaußenanlagenplanung sowie Zusammenarbeit mit dem Generalplaner Gebäude und Schnittstellenmanagement. Bewertung über Punkteskala 0-100 mit Beurteilungsspielraum der Vergabestelle. Maximal 30 Punkte erreichbar.
Punktzahl Bieter XY (Preis) = Niedrigstpreis × 100 / Preis Bieter XY; Fachliche Wertung erfolgt über Punkteskala 0-100 mit Beurteilungsspielraum. Gewichtete Punkte = Bewertungspunkte × Gewichtung. Gesamtpunktzahl = Summe aller gewichteten Wertungspunkte.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAuftraggeber, Standort und Projektrahmen
Auftraggeber ist die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB). Geplant wird am Standort Schönefeld OT Selchow auf dem Gelände des ehemaligen Passagierterminals T5-M1 / B044 (Baujahr 2005, ca. 9.168 m² Bruttogrundfläche). Das Terminal wird zu einem Expressfrachtcenter für zeitkritische Sendungen umgebaut; die heutigen Expressfrachtflächen (Gebäude G055/G056/G057) werden voraussichtlich Mitte 2030 vom Bund übernommen, weshalb die Verlagerung erforderlich wird.
Die Projektsprache ist Deutsch. Wöchentliche Planungsbesprechungen finden als Präsenztermine am BER statt. Der Auftragnehmer koordiniert alle Schnittstellen und ist zentrale Projektanlaufstelle für den AG.
Stufenweise Beauftragung und Leistungsphasen (HOAI 2021)
Die Beauftragung erfolgt als Stufenvertrag mit vier Stufen:
Es besteht kein Anspruch auf Beauftragung der weiteren Stufen. Innerhalb der Anlagengruppen 1 und 2 können auch die Stufen 2–4 optional sein. Im Rahmenterminplan ist LP 1–2 für April–Mai 2027 vorgesehen, LP 3–4 bis ca. Juni 2027, LP 5 bis November 2027, LP 6 bis Ende Januar 2028 und der mögliche Baubeginn der Außenanlagen ab November 2028.
Kostenrahmen und Projektziele
Die Baukostenobergrenze für die Außenanlagen liegt bei insgesamt 6.155.000 € (DIN 276, Stand Dezember 2018), davon:
Überschreitungen sind dem AG unverzüglich zu melden. Es ist eine autarke Wasser- und Fernwärmeversorgung des Gebäudes zu planen (Konzept mit Fertigstellung LP 2 vorzulegen). Geprüft werden soll eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach (Statik, Verschattung, Eigenverbrauch, Wirtschaftlichkeit). E-Mobilität-Ladeinfrastruktur ist einzuplanen; das CO₂-Neutralitätsziel BER bis 2045 ist zu beachten.
Schnittstellen, Projektmanagement und Dokumentation
Der Auftragnehmer führt ein Schnittstellenmanagement mit Schnittstellenlisten und -blättern, organisiert und protokolliert Behördengespräche (Baugenehmigung, luftrechtliche Genehmigungen) und führt eine Liste offener Punkte (LoP). Täglich ist das SharePoint-basierte Projektkommunikationssystem (PKMS) auf neue Mitteilungen zu prüfen.
CAD-Daten sind georeferenziert in MicroStation-DGN zu liefern (ersatzweise DWG). Ab Leistungsphase 5 ist die BKS-Kennzeichnung verpflichtend anzuwenden. Eine Türliste ist ab der Entwurfsphase zu pflegen. Die ökologische Baubegleitung ist bei der Erstellung der Bauausschreibungsunterlagen zu berücksichtigen.
Leistungen am Gebäude T5-M1 / B044 (Bezug für Außenanlagen)
Die Außenanlagenplanung muss auf den Gebäudeumbau abgestimmt sein. Am Gebäude sind u. a. vorgesehen:
Das Raum- und Funktionsprogramm liegt als Anhang 01 vor. Das vertrauliche Dokument zu § 8-Anforderungen (dauerhafte und temporäre Sicherheitslinien) wird erst mit Zuschlag ausgehändigt.
Technische Gebäudeausrüstung (Planungsbeitrag)
Zur TGA-Planung gehören Lüftung/Raumlufttechnik, Kälteanlagen, Sanitär/Trinkwasser, Heizung, Entrauchung, Sprinkler/Hydranten, Elektro/NSHV, Allgemein- und Sicherheitsbeleuchtung, Sicherheitsstromversorgung (USV/NEA, min. 60 kVA/1h), Blitzschutz/Potenzialausgleich, IT/Kommunikation, Brandmeldeanlage, Gebäudeautomation sowie Sicherheitstechnik (EMA, ZKS, Videoüberwachung/IVA).
Sicherheitsanforderungen LuftSiG (§§ 8 und 9)
Die Außenanlagen sind an den Anforderungen des Luftsicherheitsgesetzes auszurichten. Der Zaun entlang der §8-Linie ist mit mindestens 2,50 m Höhe, Betonfundament, Maschenweite 50×50 mm, Stacheldraht und NATO-Draht zu planen; landseitig ist ein Sicherheitsabstand von 6 m, luftseitig von 3 m freizuhalten. Videoüberwachung/IVA, Beleuchtung und Postenstraße sind einzuplanen. Der Betriebshof muss §8-konform mit mindestens 4,00 m Höhe gesichert werden. Die Schleuse erhält zwei getrennte Spuren mit §8-Standard-Toren und Anfahrschutz nach ISO 22343-1.
Nicht im Leistungsumfang (Schnittstellenrelevanz)
Nicht Gegenstand dieser Beauftragung sind u. a.: Racks im Betriebshof, Casterdeck, Umschlag-/Förder-/Sortiertechnik, Hochregallager (inkl. Röntgen) sowie der Innenausbau UPS. Für diese Bereiche muss die Außenanlagenplanung lediglich die Schnittstellen (Lasten, Medien, Flächen) für spätere Installationen vorhalten.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZuverlässigkeit (Ausschlussgründe §§ 123, 124 GWB)
Es dürfen keine Ausschlussgründe nach §§ 123 und 124 GWB vorliegen. Bewerber/Bieter müssen u. a. erklären, dass keine strafrechtlichen Verurteilungen (z. B. wegen Bildung krimineller Vereinigungen, Terrorismusfinanzierung, Geldwäsche, Betrug, Bestechung, Menschenhandel) bestehen und keine schweren Verfehlungen im Rahmen der beruflichen Tätigkeit, keine verbotenen Wettbewerbsbeschränkungen, keine Interessenkonflikte, keine wesentlichen Mängel bei früheren öffentlichen Aufträgen sowie keine unzulässige Einflussnahme auf Vergabeentscheidungen vorliegen. Es dürfen ferner keine Ausschlussgründe nach SchwarzArbG, AEntG, AufenthG, keine Geldbuße nach LkSG und keine Verstöße gegen das MiLoG vorliegen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Durchschnittlicher Gesamtjahresumsatz (netto) der Jahre 2023, 2024 und 2025 von mindestens 400.000 EUR pro Jahr. Zusätzlich Erklärung zur Berechtigung zur Dienstleistungserbringung und zur erforderlichen Berufsqualifikation.
Fachliche und technische Leistungsfähigkeit – Referenzen
Nachweis von zwei vergleichbaren Referenzprojekten (jeweils genau eine Referenz, nicht durch mehrere Referenzen kombinierbar):
Personelle Leistungsfähigkeit
Im Jahresdurchschnitt 2023–2025 sind mindestens 2 Mitarbeiter/innen mit DQR-Level ≥ 6 im Bau-/Ingenieurwesen/Architektur und einschlägiger Berufserfahrung in den relevanten Leistungsbildern (Verkehrsanlagen + Technische Ausrüstung ALG 4 + 5) nachzuweisen.
Mit der Bauausführungsüberwachung beauftragte Personen müssen über abgeschlossene Fachausbildung und angemessene Berufserfahrung (in der Regel mindestens 3 Jahre) verfügen.
Technische Ausstattung
Eigenerklärung zur Verfügbarkeit folgender Software (oder kompatibler Programme): MS Office, GAEB, DXF/DWG, EPLAN, OrcaAVA und MicroStation.
Berufsqualifikation und Bauvorlageberechtigung
Erforderliche Berufsqualifikation zur Erbringung der Dienstleistung sowie Nachweis der Bauvorlageberechtigung nach BbgBO (Brandenburgische Bauordnung).
Eignungsleihe und Bietergemeinschaften
Eignungsleihe ist zulässig (z. B. Nachunternehmer, konzernverbundene Unternehmen). Der Bewerber muss eine Verpflichtungserklärung des Dritten vorlegen, dass dieser mit den erforderlichen Mitteln zur Verfügung steht. Für Nachunternehmer ist zusätzlich die Vertraulichkeitserklärung abzugeben. Bei Bietergemeinschaften haften alle Mitglieder gesamtschuldnerisch; ein bevollmächtigter Vertreter ist zu benennen.
Sicherheits- und Sprachanforderungen
Das eingesetzte Personal muss die Sicherheitsüberprüfung nach § 7 LuftSiG vor Leistungsbeginn erfolgreich bestehen und über Deutschkenntnisse in Wort und Schrift verfügen. Erforderliche Zugangsberechtigungen für den Luftsicherheitsbereich des Flughafens Berlin-Brandenburg sind rechtzeitig vor Zuschlag zu erwerben.
Sanktionsrechtliche Anforderungen (EU-VO 833/2014, Art. 5k)
Abgabe der Eigenerklärung zu Artikel 5k der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 (Russland-Sanktionen). Es dürfen keine russischen Staatsangehörigen/Unternehmen eingesetzt werden, die unter die genannten Sanktionstatbestände fallen.
Versicherungsanforderungen (vertraglich)
Folgende Versicherungsnachweise sind im Verlauf der Leistungserbringung erforderlich:
Ingenieurleistung im Leistungsbild Verkehrsanlagen für Lager- und Logistikflächen, Leistungsphasen 2–8
Vergleichbare Ingenieurleistung Verkehrsanlagen für Lager-/Logistikflächen, LP 2–8; Nachweis mit Auftraggeber-Kontakt, Leistungsart, -umfang und -zeitraum
Ingenieurleistung im Leistungsbild Technische Ausrüstung für Betriebsflächen/Betriebsstraßen, Leistungsphasen 2–8, mindestens Anlagengruppen ALG 4 + ALG 5 + eine weitere ALG (1, 2 oder 3)
Vergleichbare Ingenieurleistung Technische Ausrüstung für Betriebsflächen/-straßen, LP 2–8; Nachweis mit Auftraggeber-Kontakt, Leistungsart, -umfang und -zeitraum