Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Rheinland, sucht für den Ersatzneubau der Rheinbrücke Düsseldorf-Flehe an der A 46 ein Planungsbüro. Gesucht werden Ingenieurleistungen für die Entwurfsplanung (HOAI Leistungsphasen 1–3) und die Vorbereitung der Vergabe (Leistungsphase 6) der neuen Rheinbrücke inkl. Vorlandbrücken, Stütz- und Lärmschutzwänden, Regenwasserbehandlungsanlagen, Irritationsschutzwänden und Verkehrszeichenbrücken – plus ein Abbruchkonzept für die Bestandsbrücke.
Das Verfahren läuft zweistufig: Erst Teilnahmewettbewerb mit Eignungsprüfung (max. 5 Bewerber), danach anonymer Planungswettbewerb nach RPW 2013 mit Preisen von insgesamt 2,1 Mio. € brutto. Der Sieger erhält den Folgeauftrag für die weitere Planung.
Wichtig für Bewerber: Mindestumsatz 2 Mio. €/Jahr, Berufshaftpflicht (3 Mio. € Personen / 5 Mio. € Sachschäden), mind. 2 technische Fachkräfte mit Studienabschluss Bauingenieurwesen + 5 Jahren Berufserfahrung, BIM-Qualifikation und Deutsch B2, sowie nachgewiesene Referenzen über Brückenneubauten oder -abbrüche mit Spannweiten ≥ 100 m (Stahl) bzw. ≥ 40 m/300 m (Spannbeton), abgeschlossen nach dem 01.01.2017.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- 1. Wirtschaftlichkeit30%
- 2. FFH-Verträglichkeit im Bau- und Endzustand20%
Berücksichtigung umweltfachlicher Planungsanforderungen bzgl. FFH-Gebiete/Lebensraumtypen/Anhang-II-Arten, Genehmigungsfähigkeit Natura 2000 (Vermeidung/Minimierung Flächeninanspruchnahme, stoffliche/nichtstoffliche Einwirkungen, Schadensbegrenzung), ergänzende umweltrelevante Aspekte (Luftschadstoffe, Lärm, Schutzgüter, Vogelschlagrisiko). Bewertung durch Preisrichter über Rangfolge.
- 3. Ausführbarkeit und Bauzeit5%
Technik der Bauverfahren und Bauzustände (Innovationen, kritische Phasen, Risiken, Komplexität, Andienung), Beschiffbarkeit des Rheins, Bauzeit, Sicherheit/Übersichtlichkeit, Reduzierung anwohnerbezogener Belastungen, Realisierbarkeit/Abbruchkonzept/Bauzeitrisikomanagement, bauliche Verkehrsführung, Beeinträchtigung fließender Verkehr/Umleitungsstrategien. Bewertung durch Preisrichter über Rangfolge.
- 4. Statisch-konstruktive Konzeption20%
Statisch-konstruktives Konzept (Vorstatik/Nachweise) und Konstruktion des Bauwerks (risikobehaftete Bauteile, Robustheit, Innovation, Dauerhaftigkeit, Prüfbarkeit, Wartungsaufwand). Bewertung durch Preisrichter über Rangfolge.
- 5. Städtebau und Integration ins Umfeld10%
Gestaltung der Brücke: Integration ins bestehende Umfeld (architektonische/landschaftsbildliche Qualität), harmonische Einbindung in Topografie, Perspektive der Brückennutzer*innen, Wahrnehmung aus unterschiedlichen Blickrichtungen, Verträglichkeit mit umgebenden Nutzungen/Verkehrswegen, Wechselwirkung Bauwerk/Landschaft/öffentlicher Raum. Bewertung durch Preisrichter über Rangfolge.
- 6. Umsetzung der funktionalen Anforderungen15%
Erhaltung (Dauerhaftigkeit, Instandsetzungsaufwand, Wartung, Bauwerksprüfung/Besichtigungskonzept), Brückenausstattung (Voraussetzungen, Leitungsunterbringung), Sicherheit (Anprallschutz, Verkehrssicherheit/Eisbildung, Rettungskonzept), Auswirkungen auf Trassierung/Lichtraumprofile (Straße, Gewässer), Nachhaltigkeit. Bewertung durch Preisrichter über Rangfolge.
Kriterium 1 (Wirtschaftlichkeit): Lineare Interpolation der normierten Kosten auf einer Skala von 0–10 Punkten (niedrigster Wert = 10 Pkt., 1,5-facher bzw. 2,0-facher Wert = 0 Pkt.). Kriterien 2–6: Rangfolgebewertung durch Preisrichter (1. Rang = 10 Pkt., 2. Rang = 7,5 Pkt., 3. Rang = 5 Pkt.), Mittelwert der Preisrichter multipliziert mit der Wichtung. Kriterien 2–6 ergeben zusammen 70 v.H., Kriterium 1 ergibt 30 v.H. der Gesamtbewertung. Addition ergibt die endgültige Rangfolge.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGesamtgegenstand und Verfahrensrahmen
Geplant wird der Ersatzneubau der Rheinbrücke Düsseldorf-Flehe (Bauwerksnummer 4806 675) im Zuge der Bundesautobahn A 46 zwischen Autobahndreieck Neuss-Süd und Anschlussstelle Düsseldorf-Bilk (Streckenabschnitt km 73,4 bis 75,9). Der bestehende Brückenzug (erbaut 1976–1979) weist erhebliche bauliche Mängel auf und ist dringend ersatzneuzubauen.
Das Verfahren ist ein nichtoffener Planungs- und Realisierungswettbewerb nach § 78 Abs. 2 VgV in Anlehnung an die RPW 2013 mit anonymer Wettbewerbsarbeit und maximal 5 Teilnehmern. Sprache ist Deutsch. Die Wettbewerbssumme beträgt 2,1 Mio. € brutto (Aufwandsentschädigung + Preise).
Der Sieger wird anschließend mit den Leistungsphasen 1–3 + 6 der Objektplanung sowie Leistungsphasen 1–3 der Tragwerksplanung und BIM-Leistungen für LP 3 und 6 beauftragt. Geplante Vertragslaufzeit: 01.09.2027 bis 30.11.2030.
Planungsleistungen Rheinbrücke und Querverschub
Für den Ersatzneubau sind je Fahrtrichtung (Neuss und Wuppertal) zwei separate Überbauten zu planen:
Zu erbringen sind Objektplanung (Grundlagen, Vorplanung, Entwurfsplanung, Vorbereitung der Vergabe) und Tragwerksplanung (Grundlagen, Vorplanung, Entwurfsplanung – Überbau, Unterbauten, Gründung; Vorbereitung der Vergabe) jeweils für den Querverschub und das Erdungskonzept.
Planungsleistungen Nebenanlagen (RWBA, Stützwände, LSW, ISW, VZB)
Für die zugehörigen Ingenieurbauwerke:
Jeweils Objekt- und Tragwerksplanung mit Abbruch- und Rückbaukonzepten für die Provisorien.
Abbruchkonzept und Rückbau
Für die Bestandsbauwerke ist ein vollständiges Abbruch- und Entsorgungskonzept zu erstellen:
Besondere planerische Anforderungen und BIM
Besondere Leistungen, die im Projekt zu erbringen sind:
Während der gesamten Bauphase muss die Verkehrsbeziehung 4-streifig aufrechterhalten werden; Verkehrsbeschränkungen nur werktags 20:00–05:00 Uhr bzw. am Wochenende (Fr 20:00 bis Mo 05:00). Eingriffe in die zwei angrenzenden FFH-Gebiete und zwei Wasserschutzgebiete sind so gering wie möglich zu halten.
Abgabeformate: Pläne in nativen CAD-Formaten (AutoCAD eTransmit) und PDF; Berechnungen/Beschreibungen als Word/Excel und PDF; Bestandsdaten in OKSTRA-, IFC- bzw. SHAPE-Format.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZulassung, Rechtsform und Verfahrensregeln
Wirtschaftliche und finanzielle Eignung
Fachliche Eignung – Schlüsselpersonal und Unternehmen
Ausschlussgründe, Register und Eignungsleihe
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen des Unternehmens über Planung von Ingenieurbauwerken/Tragwerksplanung (Brücken)
Bundesautobahn oder vergleichbare Straße; für höhere Punktzahl zusätzlich: Stromquerung Bundeswasserstraße ODER Querverschub ODER Brückenabbruch mit Gesamtlänge ≥ 250 m; auf Verlangen Erläuterung + Bestätigung durch Auftraggeber
Referenzen je technischer Fachkraft (mind. 2 Personen): Brückenneubau/-abbruch
Studienabschluss Bauingenieurwesen konstruktiver Ingenieurbau, ≥ 5 Jahre Berufserfahrung an BAB oder vergleichbarer Straße
Referenzen Projektleitung und Stellvertretung (je 1 Person): eine der drei Kombinationen
≥ 10 Jahre Berufserfahrung in Planung/Projektleitung von Ingenieurbauwerken an Bundesautobahnen; Deutsch B2