Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenGesucht werden Planungsleistungen für die Sanierung des Deichabschnitts D2-AN-10.3 an der Fränkischen Rezat in Windsbach.
Der Auftrag umfasst die Objektplanung des Ingenieurbauwerks und die Tragwerksplanung. Die Leistungen werden stufenweise abgerufen und reichen bei der Objektplanung von der Vorplanung bis zur Bauüberwachung sowie bei der Tragwerksplanung von der Vorplanung bis zu besonderen Leistungen der Leistungsphasen 7 bis 9.
Die Teilnahme- und Angebotsunterlagen sind elektronisch über die Vergabeplattform einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Auftragsbezogenes Organisationskonzept18%
Konzept zur Organisation und zum Ablauf des Projekts
- Auftragsbezogene Qualifikation und Erfahrung der Projektmitarbeiter28%
Qualifikation und Erfahrung der Projektmitarbeiter
- Auftragsbezogenes Konzept zum Ablauf der Planungsphase26%
Konzept zum Ablauf der Planungsphase
- Auftragsbezogenes Konzept zum Ablauf der Baudurchführungsphase28%
Konzept zum Ablauf der Baudurchführungsphase
- Lösungsvorschlag (nach § 76 Abs. 2 VgV)0%
Lösungsvorschlag gemäß § 76 Abs. 2 VgV – im Formular III.16.1 Abschnitt B (Kriterium 5) und der Punkt C-Bewertung sind keine Unterkriterien mit Gewichtungen ausgefüllt; ggf. separat in Auftragsbekanntmachung geregelt
Z = (vergebene Leistungspunkte (L) × 100.000) / Angebotspreis bzw. Wertungssumme (P). Das Angebot mit der höchsten Kennzahl Z erhält den Zuschlag. Bei gleicher Kennzahl entscheidet das Los.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektgegenstand
Sanierung des Deichabschnitts D2-AN-10.3 im Rahmen des Hochwasserschutzes Windsbach. Das Ingenieurbauwerk befindet sich an der Fränkischen Rezat, Fluss-km 27,920 bis 28,340, und umfasst eine Länge von 410 m. Der Deich wurde 2021 durch Hochwasser beschädigt und 2022 notgesichert. Ziel ist die Wiederherstellung des planfestgestellten Schutzniveaus von 1986 unter Berücksichtigung eines späteren Ausbaus auf 100-jährlichen Hochwasserschutz.
Objektplanung Ingenieurbauwerk
Die Objektplanung Ingenieurbauwerk umfasst die Vorplanung, Entwurfsplanung, Ausführungsplanung, Vorbereitung und teilweise Mitwirkung bei der Vergabe sowie die Bauoberleitung. Vorgesehen sind anrechenbare Kosten von 1.447.000 Euro netto und die Honorarzone III.
Tragwerksplanung
Die Tragwerksplanung umfasst die Grundlagenermittlung und Vorplanung, Entwurfs- und Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung sowie die Vorbereitung der Vergabe. Zusätzlich sind besondere Leistungen der Leistungsphasen 7 bis 9 vorgesehen, darunter die Prüfung und Wertung von Nebenangeboten. Vorgesehen sind anrechenbare Kosten von 1.302.300 Euro netto und die Honorarzone III.
Besondere Anforderungen und Koordination
Bei der Planung sind die beengten Platzverhältnisse, die anstehende objektnnahe Bebauung, mögliche Erschütterungen, die Zugänglichkeit der Baustelle, das FFH-Schutzgebiet, Naturschutz-Abstimmungen und erforderliche kampfmitteltechnische Erkundungsmaßnahmen zu berücksichtigen. Zusätzlich sind Kostenkontrolle, Prüfung von Nachträgen, Bestandspläne und örtliche Bauüberwachung als besondere Leistungen vorgesehen.
Dokumentation und digitale Zusammenarbeit
Zeichnungen, Beschreibungen, Leistungsverzeichnisse und Berechnungen sind in weiterverarbeitbarer digitaler Form sowie zusätzlich als kopierfähige Ausführung zu erstellen. CAD-Daten sind nach dem System des Auftraggebers zu übergeben, Ausschreibungsunterlagen nach der GAEB-Schnittstelle DA 83, Pläne als PDF und Erläuterungsberichte, Kostenberechnungen und Kostenkontrollen in Word- oder Excel-Form. Der Auftragnehmer erstellt einen Zeit- und Ablaufplan und führt Projektbesprechungen mit Niederschriften.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung und Berufsausübung
Der Bewerber muss die Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung Ingenieur nachweisen. Bewerber, Mitglieder von Bewerbergemeinschaften und zugezogene Unternehmen müssen die erforderliche Eintragung beziehungsweise den Berufsregister-Nachweis erbringen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung mit mindestens 1.500.000 Euro Deckung für Personenschäden und 1.000.000 Euro für sonstige Schäden. Die Maximierung der Ersatzleistung pro Versicherungsjahr muss mindestens das Zweifache der Deckungssumme betragen. Zusätzlich ist ein durchschnittlicher spezifischer Jahresumsatz von mindestens 260.000 Euro netto in den letzten drei Geschäftsjahren nachzuweisen.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Nachweis von mindestens vier Mitarbeitern im Jahresdurchschnitt der letzten drei Jahre sowie der erforderlichen technischen Ausstattung, Geräte und Software. Für Projektleiter, stellvertretenden Projektleiter und Bauleiter sind mindestens ein Jahr Berufserfahrung und die berufliche Qualifikation nachzuweisen.
Referenzen
Vorlage von maximal drei Referenzen über planerische Leistungen. Die Referenzen müssen die Objektplanung Ingenieurbauwerk mit den Leistungsphasen 2–8 und die Tragwerksplanung mit den Leistungsphasen 2–5 abdecken, bei objektnaher Bebauung stattfinden und ein Mindesthonorar von 200.000 Euro netto aufweisen. Mindestens eine Referenz muss Honorarzone III, ein Umbau- oder Sanierungsvorhaben, Kosten der Kostengruppen 300 und 400 von mindestens 1.000.000 Euro netto, eine straffe Terminmatrix mit Sperrzeiten und Hochwasserschutzbezug nachweisen.
Formale Erklärungen und Teilnahmeformen
Erforderlich sind die Eigenerklärung zur Eignung, die Erklärung zum Bezug zu Russland und gegebenenfalls weitere Formblätter. Bei Bewerbergemeinschaften ist die Erklärung der Gemeinschaft mit bevollmächtigtem Vertreter, allen Mitgliedern und USt-IdNr. erforderlich. Bei Eignungsleihe oder Unterauftragsvergabe sind das Verzeichnis anderer Unternehmen und gegebenenfalls die Verpflichtungserklärung einzureichen.
Ausschlussgründe
Der Bewerber muss erklären, dass keine Ausschlussgründe vorliegen und keine Verstöße gegen die genannten arbeits-, mindestlohn- und aufenthaltsrechtlichen Vorschriften bestehen. Bei Vorliegen der genannten Russland-Bezüge ist die einschlägige Erklärung auszufüllen.
Planerische Referenzen für Objektplanung Ingenieurbauwerk und Tragwerksplanung bei Umbau- oder Sanierungsvorhaben mit objektnaher Bebauung; die Projekte müssen in den letzten sieben Jahren abgeschlossen sein. Jede Referenz muss die Leistungsphasen 2–8 der Objektplanung und 2–5 der Tragwerksplanung sowie ein Mindesthonorar von 200.000 Euro netto abdecken.
Nachweis über Formblatt III.110.a. Mindestens eine Referenz muss zusätzlich Honorarzone III, ein Umbau- oder Sanierungsvorhaben, eine sensible und straffe Terminmatrix mit Sperrzeiten sowie planerische Leistungen bei Hochwasserschutzmaßnahmen belegen.