Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Koblenzer Verkehrsbetriebe GmbH (Koveb) sucht ein Ingenieurbüro für die Planung des barrierefreien Ausbaus von 31 Bushaltestellen im Stadtgebiet Koblenz (3. Bauabschnitt).
Gefordert werden Planungsleistungen für Verkehrsanlagen gemäß § 47 HOAI, inklusive technischer Ausrüstung (§ 55 HOAI) und Beleuchtungsplanung nach DIN 13201. Die Beauftragung erfolgt stufenweise: zuerst die Leistungsphasen 1–4, später bei Bedarf die Phasen 5–9. Die geschätzten Baukosten liegen bei rund 2,2 Mio. € netto, der Baubeginn ist für Anfang 2028 geplant.
Das Verfahren ist ein Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb – aktuell läuft die 2. Phase (Angebotsabgabe). Angebote müssen bis zum 17.09.2026, 10:00 Uhr elektronisch über das Vergabeportal DTVP eingereicht werden.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis der Leistung30%
Wertung des Honorarangebots inkl. Zeithonorare und Besonderer Leistungen. Wirtschaftlich günstigster Preis erhält 10 Punkte, 1,5-facher Preis 0 Punkte, dazwischen wird interpoliert.
- Systematische Herangehensweise an die Planungsaufgabe20%
Bewertung der Konzeptidee für die Planungs- und Bauzeit sowie die systematische Herangehensweise an die Lösung von Planungsaufgaben auf Grundlage der Büro-Expertise (Präsentation).
- Qualitäts-, Termin- und Kostensicherung in der Planung und während der Bauphase15%
Bewertung des vorgestellten Qualitätsmanagements (systematische Abarbeitung HOAI-Leistungsphasen) sowie der Methoden zur Kosten- und Terminsicherung.
- Intensität der Bauüberwachung und Baubetreuung25%
Bewertung der vorgesehenen Präsenz und Intensität der Bauleitung/Bauüberwachung (sporadisch, regelmäßig oder durchgehend).
- Akzeptanz des Vertrages hinsichtlich der nicht preislichen Bedingungen10%
Bewertung der Risikoverteilung im Vertrag, insbesondere hinsichtlich Haftungsbeschränkungen, Verjährungsfristen für Mängelansprüche und Leistungspflichten.
Preis: wirtschaftlich günstigster Preis = 10 Punkte, 1,5-facher Preis = 0 Punkte, dazwischen wird interpoliert. Zeithonorare fließen mit geschätzten Zeitansätzen ein (20h GF/Partner/Inhaber, 50h angestellte Architekten/Ingenieure, 40h Zeichner/Schreibkraft/sonstige Mitarbeiter). Qualitätskriterien: 0-3 Punkte (schlecht), 4-6 Punkte (mittel), 7-10 Punkte (gut), teils 8-10 Punkte (sehr gut).
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAuftragsgegenstand
Gegenstand ist der barrierefreie Ausbau von 31 Haltestellen (3. Bauabschnitt) im innerörtlichen Verkehrsnetz der Koblenzer Verkehrsbetriebe GmbH (Koveb). Insgesamt sind ca. 600 Haltepunkte im Netz vorgesehen; die weiteren Haltestellen sollen in späteren Losen gleicher Größenordnung ausgeschrieben werden.
Die geschätzten Baukosten belaufen sich auf ca. 2,2 Mio. € netto (Kostengruppen 400 und 500). Der Baubeginn ist für Anfang 2028 geplant; das Realisierungsziel ist Ende 2027.
Planungsleistungen – Verkehrsanlagen (§ 47 HOAI)
Die Planung der Verkehrsanlagen erfolgt nach § 47 HOAI in Verbindung mit Anlage 13 HOAI und umfasst die Grundleistungen in den Leistungsphasen 1–9:
Hinweis: Die Leistungsphasen 6 und 7 können ggf. durch den Auftraggeber selbst erbracht werden (Einzelheiten noch offen).
Technische Ausrüstung (§ 55 HOAI) und Beleuchtung
Zusätzlich sind Planungsleistungen für die technische Ausrüstung nach § 55 HOAI zu erbringen.
Die Beleuchtungsplanung erfolgt nach DIN 13201.
Stufenweise Beauftragung
Die Beauftragung erfolgt in zwei Stufen:
Der Auftraggeber kann die Leistungsstufe 2 spätestens 12 Monate nach Beendigung der zuletzt beauftragten Leistungen aus Stufe 1 abrufen. Ein Detailterminplan ist jeweils 3 Wochen nach Vertragsschluss bzw. nach Abruf der Leistungsstufe 2 vorzulegen.
Besondere Leistungen und Bauüberwachung
Im Rahmen der jeweiligen Leistungsphasen sind zusätzlich besondere Leistungen gemäß Anlage 2 des Ingenieurvertrags zu erbringen. Dazu gehört insbesondere die örtliche Bauüberwachung als besondere Leistung.
Evaluierung bestehender Vorleistungen
Es liegen bereits Planungsleistungen des Büros IPROconsult GmbH vor (Teile der Leistungsphasen 1–4). Diese sind durch den Auftragnehmer zu evaluieren und auf Vollständigkeit/Richtigkeit zu beurteilen. Auf Grundlage der Zustandsfeststellung sind Vorschläge für die weitere Leistungserbringung zu erarbeiten. Die Vorleistungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit.
Rahmenbedingungen
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBerufliche Qualifikation
Zugelassen ist, wer berechtigt ist, die Berufsbezeichnung Architekt oder Ingenieur zu führen – oder nach EU-Richtlinien in Deutschland als solcher tätig zu werden.
Für juristische Personen: Es muss ein verantwortlicher Architekt oder Ingenieur benannt werden.
Dieselbe Qualifikation ist für den Objektüberwacher nachzuweisen.
Bürogröße und Personalkapazität
Das Büro muss über eine angemessene Zahl an Mitarbeitern mit der erforderlichen beruflichen Qualifikation verfügen. Die zur Leistungserbringung vorgesehenen Personen sind tabellarisch zu benennen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Es sind Eigenerklärungen zu Gesamtumsatz, fachbezogenem Umsatz und Beschäftigtenzahl für die Jahre 2023, 2024 und 2025 abzugeben. Der Auftraggeber kann Nachweise (z.B. Jahresabschlüsse) gemäß § 56 VgV nachfordern.
Technische Leistungsfähigkeit
Erfahrung in der Planung von Verkehrsanlagen (§ 47 HOAI) und in der technischen Ausrüstung (§ 55 HOAI) wird vorausgesetzt. Nachzuweisen ist dies über mindestens 3 Referenzen (Details siehe Checkliste / Referenzprojekte). Die technische Büroausstattung ist zu erläutern.
Zuverlässigkeit und Ausschlussgründe
Es dürfen keine Ausschlussgründe nach § 123 GWB (zwingende Gründe, z.B. schwere Straftaten) und § 124 GWB (fakultative Gründe, z.B. Wettbewerbsverstöße, schwere Verfehlungen) vorliegen.
Weitere Anforderungen:
Berufshaftpflichtversicherung
Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung mit folgenden Mindestdeckungssummen:
Verfahrensrahmen
Es handelt sich um ein Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb (2. Phase: Angebotsabgabe). Der Auftraggeber wendet das Auswahlkriterium „suitability, ability and capacity“ an und prüft wirtschaftliche, technische und berufliche Kriterien.
Die Ausschreibung ist auch für KMU geeignet.
Planungs- und Bauüberwachungsleistungen für Neubau oder Umbau von barrierefreien Bushaltestellen in einem innerörtlichen Verkehrsnetz
Mindestens Leistungsphasen 2-3 und 5-6 gemäß § 47 HOAI 2021; örtliche Bauüberwachung muss erbracht worden sein; namentliche Nennung von Projektleiter und Stellvertreter mit Qualifikation; Kontaktdaten des Referenzgebers und kurze Maßnahmenbeschreibung