Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas Land Nordrhein-Westfalen (vertreten durch die Bezirksregierung Köln) schreibt eine Rahmenvereinbarung für Generalplanungsleistungen aus. Geplant ist der zügige Bau neuer Unterbringungseinrichtungen für Geflüchtete in Containerbauweise an verschiedenen Standorten in allen Regierungsbezirken NRWs.
Es gibt zwei Gebietslose:
Die Laufzeit der Rahmenvereinbarung beträgt 48 Monate ab Zuschlag. Über die Rahmenvereinbarung werden Einzelaufträge für konkrete Standorte abgerufen – pro Los bis zu 25 Projekte mit einem Abrufvolumen von maximal ca. 1 Mio. € netto je Los. Es handelt sich um ein Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Honorar/Preis60%
Bewertet wird die Höhe des angebotenen Gesamthonorars gem. Honorarblatt (wertungsrelevante Gesamtsumme in EUR brutto), ermittelt auf Basis eines kalkulatorischen Referenzprojekts mit 400 Unterbringungsplätzen.
Preis: Lineare Interpolation: PB = 288 – ((288*1*(Ao-Amin))/Amin), wobei 0 Punkte beim 2-fachen des niedrigsten Angebotspreises vergeben werden. Qualität: Referenzierung gemäß Pref = 192 * (Pvn / Pvmax), wobei das beste Angebot auf 192 Punkte hochgesetzt wird.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGesamtkoordination und Generalplanung
Erbringung sämtlicher Architektur- und Ingenieurleistungen gemäß § 650p BGB als einheitliche und koordinierte Leistung inkl. übergeordneter Gesamtkoordination aller Planungs- und Fachbeteiligten.
Sachverständigen- und Gutachterleistungen sowie fachtechnische Unterstützung des Auftraggebers bei der Vergabe an Generalunternehmer (Container) und Unternehmer für den Außenbereich.
Erstellung vollständiger, vergabereifer Ausschreibungsunterlagen zur Beauftragung des Generalunternehmers für die Containererrichtung.
Qualitätssicherung der Ausführungsplanung des Generalunternehmers (Leistungsphase 5).
Umsetzungsbegleitendes Baucontrolling bis zur Inbetriebnahme.
Leistungen für den Außenbereich gemäß Leistungsbeschreibungen.
Leistungsbilder (HOAI)
Folgende Leistungsbilder sind als Grundleistungen zu erbringen:
Zusätzliche Leistungen: Besondere Leistungen sowie optionale Leistungen mit Stundenverrechnungssatz.
Die Kalkulation basiert auf einem Referenzprojekt mit 400 Unterbringungsplätzen, Honorarzone I, Mindestsatz.
Optionale und besondere Leistungen (auf Abruf)
Folgende Gutachter- und Sonderfachplanungen können je nach Standort einzeln abgerufen werden:
Bearbeitungskapazität und Parallelität
Pro Los sind bis zu 3 Projekte gleichzeitig zu bearbeiten – optional bis zu 5 Projekte, wenn das andere Los aufgrund von Kapazitätsengpässen Reserve zieht.
Zusätzlich sind bis zu 5 Machbarkeitsstudien parallel zu bearbeiten.
Maximalvolumen je Los: bis zu 25 Projekte und ein Abrufvolumen von maximal ca. 1.071.428,57 € netto.
Laufzeit der Rahmenvereinbarung: 48 Monate (4 Jahre) ab Zuschlag.
Typischer Projektablauf (Referenzprojekt, ca. 14 Monate)
Der Rahmenterminplan für ein typisches Einzelprojekt sieht folgenden Ablauf vor:
Leistungsbeginn nach Einzelabruf: binnen 10 Werktagen. Vorlage eines Rahmenterminplans innerhalb von 2 Wochen nach Beauftragung.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung
Büroinhaber oder Geschäftsführer muss nach dem für die Auftragsvergabe geltenden Landesrecht zur Führung der Berufsbezeichnung **Architekt* oder Ingenieur*** berechtigt sein.
Nachweis durch Diplomurkunde/Masterzeugnis oder vergleichbar.
Eintragung in die Liste einer Architekten- oder Ingenieurkammer ist erforderlich.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Angaben zum Umsatz für vergleichbare Leistungen in den letzten 3 Jahren (Eigenerklärung Umsatz, Formular 05).
Bestehen oder Abschluss einer Objektversicherung bzw. projektbezogenen Haftpflichtversicherung (Eigenerklärung Versicherung, Formular 06).
Ausschlussgründe und Compliance
Keine Ausschlussgründe nach § 123/124 GWB (Eigenerklärung Formular 521 EU).
Keine Russland-Verstrickung gemäß Artikel 5k EU-VO 833/2014 (Sanktionspaket 5 EU, Formular 523 EU). Dies gilt auch für Unterauftragnehmer/Lieferanten mit >10 % Auftragswert.
Keine verbotene Subvention (Formular 524 EU).
LkSG-Konformität – Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (Eigenerklärung Formular 04).
Mindestanforderung Projektleitung (Ausschlusskriterium)
Mindestens 5 Jahre einschlägige Berufserfahrung als Leitung von interdisziplinären Planungsteams zur Realisierung von Hochbauprojekten oder der Leitung von Planungsteams im Bereich der Generalplanung.
Nichterfüllung führt zum Ausschluss des Angebots!
Es sind Angaben zu Projektleitung und stellvertretender Projektleitung erforderlich (jeweils mit Berufsbiographie und bis zu 2 Referenzen).
Team / Personelle Leistungsfähigkeit
Im Durchschnitt der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre müssen mindestens folgende Mitarbeiter vorhanden sein:
Eidesstattliche Zusicherung über die Erfahrung des Personals in definierten Funktionen (verantwortliche Planung Objektplanung LP 2–8, TGA HKLS LP 2–8, Brandschutz LP 2–4).
Technische Leistungsfähigkeit – Unternehmensreferenzen
Mindestens 3 Referenzen aus den letzten 10 Jahren, die kumulativ folgende Mindestvolumina erfüllen:
Die Referenzen werden zusätzlich auf Erfahrung mit Container-/Modulbauweise und öffentlichen Auftraggebern (§ 99 GWB) geprüft.
Bietergemeinschaft, Eignungsleihe, Unteraufträge
Bietergemeinschaften sind zugelassen. Alle Mitglieder müssen in der Gesamtschau die Eignungskriterien erfüllen; ein bevollmächtigter Vertreter ist zu benennen (Formular 531 EU). Jedes Mitglied muss die Eigenerklärung zu Ausschlussgründen einzeln abgeben.
Eignungsleihe (Inanspruchnahme von Kapazitäten Dritter gemäß § 47 VgV) ist zulässig (Formulare 534a und 534b EU; 534b muss vom Eignungsleiher unterschrieben sein).
Unterauftragnehmer sind zulässig; Benennung spätestens mit dem Angebot, Verpflichtungserklärung sowie Überprüfung auf Ausschlussgründe vor Zuschlag (Formulare 533a/533b EU).
Verfahrensmodalitäten
Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb gemäß § 17 VgV.
Ablauf: Teilnahmewettbewerb → Auswahl → Aufforderung zu Erstangeboten (vorauss. 30.10.2026) → Erstangebote bis 15.12.2026 → Verhandlungsphase Mitte Januar bis Mitte Februar 2027 → endgültige Angebote bis 15.03.2027 → Zuschlag vorauss. 26.04.2027.
Eignungsleihe möglich: ja.
Nebenangebote: nur auf besonderer Anlage, deutlich als Nebenangebot gekennzeichnet.
Präqualifizierung aus amtlichem Verzeichnis (z.B. amtliches-verzeichnis.ihk.de, pq-verein.de) kann Einzelnachweise ersetzen.
Nachforderung: Nachforderung von Unterlagen ist nach § 56 VgV möglich.
Angebotsabgabe: elektronisch über Vergabemarktplatz NRW (Textform, fortgeschrittene oder qualifizierte elektronische Signatur).
Mindestens 3 Referenzen des Unternehmens aus den letzten 10 Jahren (ab 01.01.2016), die kumulativ folgende Mindestanforderungen erfüllen: Objektplanung Gebäude ≥ 5 Mio. EUR netto (KG 300+400, LP 2–8), Technische Ausrüstung HKLS ≥ 1 Mio. EUR netto (KG 400, LP 2–8), Brandschutz ≥ 5 Mio. EUR netto (KG 300+400, LP 2–4).
Pro Referenz: Bezeichnung, Leistungszeitraum, Beschreibung (max. 500 Wörter, Eigenanteil/Leistungen Dritter), Auftraggeber mit Anschrift, optional Ansprechpartner, Projektvolumen KG 300+400 und KG 400, Angabe ob Container-/Modulbauweise, Angabe ob öffentlicher Auftraggeber i.S.v. § 99 GWB
Persönliche Referenzen für Projektleitung und stellv. Projektleitung (je 2 Referenzen) mit Leistungsphasen 1–8, KG 300–500, Leistungszeitraum ab 01.01.2015. Bevorzugt: Container-/Modulbauweise, öffentliche Auftraggeber, Flüchtlingsunterkünfte/Wohnheime/Gemeinschaftsunterkünfte.
Bewertet mit 1–5 Punkten je Projektvolumen; Bonuspunkte für Flüchtlings-/Wohnheim-Planung, Container-/Modulbauweise, öffentlichen Auftraggeber