Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung des Landesbetriebs Wald und Holz NRW (Regionalforstamt Hochstift) für eine Rahmenvereinbarung über motormanuelle Holzernte (Los 1) sowie Holzbringung und Seilzugarbeiten (Los 2) im rund 500 ha großen, FSC-zertifizierten Staatswaldrevier Almetal/Ringelstein (Büren, Kreis Paderborn). Die Lose können unabhängig voneinander vergeben werden – Los 2 hängt aber davon ab, dass Los 1 beauftragt wird.
Kerndaten:
Wichtige Frist: Angebotsfrist 10.09.2026, 10:00 Uhr (MESZ) – Angebote ausschließlich elektronisch über den Vergabemarktplatz NRW.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Günstigster Preis (Kalkulationsbasis für Stücklohnabrechnung)100%
Der günstigste Preis je Los auf Basis der Kalkulationsbasis für Stücklohnabrechnung aus dem Preisblatt Los 1 (MMHE). Skonto bleibt unberücksichtigt.
Zuschlagsrelevant ist die 'Kalkulationsbasis für Stücklohnabrechnung' aus dem Preisblatt. Skonto wird nicht berücksichtigt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenEinsatzgebiet und Revier
Beide Lose werden im rund 500 ha großen, arrondierten Staatswaldrevier Almetal/Ringelstein (Forstbetriebsbezirk Wünnenberg, Almetal 5a, 33142 Büren, Kreis Paderborn) ausgeführt. Das Revier ist FSC-zertifiziert und liegt im Naturschutzgebiet Leiberger Wald sowie in der Natura 2000-Kulisse. Der Nadelholzanteil ist durch Borkenkäferkalamitäten nahezu vollständig beseitigt – Arbeitsschwerpunkt ist Laubholz (Buche, Stärkeklassen mittel bis stark, Alter ca. 50–110 Jahre).
Gelände und Erschließung
Das Gelände ist überwiegend eben bis mittel geneigt, teilweise steiler. Die Rückegassenabstände betragen 25–60 m; teilweise ist eine Gassenneuanlage im Rahmen der Erstdurchforstung erforderlich. Es gibt viele Quell- und Bachbereiche; Böden sind teils tiefgründige Braunerden, nach Regenphasen stark eingeschränkt befahrbar.
Saison und Verfügbarkeit
Arbeitsschwerpunkt ist die Wintersaison (Los 1: Oktober–März; Los 2: Oktober–April). Geplante Maßnahmen sind innerhalb von 14 Tagen nach Auftragsabruf zu beginnen, in Gefahrensituationen innerhalb von 24 Stunden. Nach telefonischer Kontaktaufnahme durch den Auftraggeber ist eine Reaktion binnen 48 Stunden sicherzustellen.
Allgemeine Pflichten des Auftragnehmers
Die Leistung ist unter Einhaltung aller gesetzlichen, behördlichen, betrieblichen und tariflichen Bestimmungen zu erbringen. Die AGB Forst NRW (inkl. Anlagen) sind Bestandteil der Rahmenvereinbarung. Bei schwierigen Gelände- oder Witterungsverhältnissen sind Traktions-/Moorbänder und Traktionswinde vorzuhalten. Im Trinkwasserschutzgebiet Zone 2 ist ein erweitertes Havarieset mitzuführen. Biologisch schnell abbaubare Öle (Hydraulik, Kettenhaftöl) und Sonderkraftstoff (Alkylatbenzin) sind zu verwenden. Maschinen sollen möglichst KWF-geprüft sein.
Mengenrahmen je Vertragsjahr (gilt für beide Lose analog)
Pro Vertragsjahr gibt es eine Garantiemenge (verpflichtend abzunehmen) und eine Optionsmenge (nach Bedarf durch den AG abrufbar). Über die maximale Gesamtlaufzeit von 4 Jahren ist die maximale Gesamtmenge je Los auf 5.200 fm o.R. begrenzt.
Abhängigkeit der Lose
Los 2 setzt die Durchführung von Los 1 voraus. Wird Los 1 nicht beauftragt, kann Los 2 ganz oder anteilig nicht bezuschlagt werden.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachkunde und Leistungsfähigkeit
Das Unternehmen muss die Leistung gemäß Leistungsbeschreibung in vollem Umfang erbringen können – sowohl fachlich als auch technisch und wirtschaftlich. Auswahl nach Fähigkeit und Qualifikation.
Zuverlässigkeit und Ausschlussgründe
Es dürfen keine nicht bereinigbaren Ausschlussgründe nach §§ 123 oder 124 GWB vorliegen. Nachweis über das Formular 521 EU (eigene Erklärung); bei Bietergemeinschaften und Eignungsleihe jeweils eigene Erklärung aller Beteiligten. Mit dem Formular 523 EU ist zudem die Einhaltung des EU-Sanktionspakets 5 zu erklären.
Einhaltung von Vorschriften
Die Leistungserbringung muss unter Einhaltung aller gesetzlichen, behördlichen, betrieblichen und tariflichen Bestimmungen erfolgen, einschließlich Tariftreue und Mindestlohn nach dem Tariftreue- und Vergabegesetz NRW.
Pflicht-Zertifikat je Los
Mit Angebotsabgabe ist eines der folgenden Zertifikate vorzulegen (Nachweis der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit):
Technische Ausstattung
Bestätigung der technischen Ausstattung gemäß AGB Forst NRW (Vorlage Formular 'Bestätigung über die technische Ausstattung'): Traktions- und Moorbänder sowie Traktionswinde bei schwierigen Verhältnissen, Rückeschlepper mit Seilwinde, erweitertes Havarieset für Trinkwasserschutzgebiet Zone 2.
Versicherungen
Betriebshaftpflichtversicherung mit mindestens 2 Mio. € Pauschaldeckung für Personen-, Sach- und Umweltschäden sowie mindestens 0,5 Mio. € für Vermögensschäden.
Qualifikation der Arbeitskräfte
Für motormanuelle Holzernte ist je Mitarbeiter eine der folgenden Qualifikationen nachzuweisen: deutsche Forstwirt-/Forstwerkerprüfung, gleichwertige ausländische Prüfung nach BQFG, Sachkundelehrgang/Sachkundenachweis vor dem 30.06.2005 oder Europäisches Motorsägenzertifikat (EFESC/ABA, ECS/ECC Module 1–3, bei Windwurf Modul 4). Bei hochmechanisierter Holzernte zusätzlich Sachkundenachweis Harvestervermessung; bei PSM-Ausbringung der Pflanzenschutz-Sachkundenachweis. Es ist eine deutschsprachige, dauerhaft anwesende Aufsichtsperson zu benennen.
Referenzen
Nachweis von Referenzen aus den letzten 24 Monaten (bis zu 3 Referenzen) mit Auftraggeber, ausgeführten Arbeiten und Telefonnummer. Für Arbeiten außerhalb Holzernte/-bringung ist die PEFC-/FSC-Zertifizierung entbehrlich.
Bietergemeinschaften, Unterauftragnehmer, Eignungsleihe
Bietergemeinschaften haften gesamtschuldnerisch und benennen einen bevollmächtigten Vertreter; jedes Mitglied reicht eigene Erklärungen 521 EU und 523 EU ein (Formular 531 EU). Unteraufträge sind über die Formulare 533a/533b EU zu erklären. Eignungsleihe nach § 47 VgV ist möglich (Formulare 534a und 534b EU); der Eignungsleiher haftet gemeinsam mit dem Auftragnehmer.
Folgen bei Nichterfüllung
Werden Eignungskriterien nicht erfüllt, führt dies zum Ausschluss des Angebots. Der Auftraggeber kann fehlende, unvollständige oder fehlerhafte Unterlagen nachfordern – ausgenommen sind Unterlagen, die die Wirtschaftlichkeitsbewertung der Zuschlagskriterien betreffen.
Bis zu 3 Referenzkunden mit Angabe von Auftraggeber, ausgeführten Arbeiten und Telefonnummer; Referenzen dürfen max. 24 Monate zurückliegen
über Bewerbererklärung AGB Forst NRW; Nachweis forstlicher Leistungen (Holzernte/Holzbringung)