Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Landeshauptstadt Düsseldorf (Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz) schreibt im offenen Verfahren den Weiterbetrieb von 10 städtischen Grundwassersanierungsanlagen als Rahmenvereinbarung für den Zeitraum 01.09.2026 bis 31.08.2031 aus.
Die Leistung umfasst den vollständigen Betrieb, die Wartung, Instandhaltung und Überwachung der Anlagen, mit denen verunreinigtes Grundwasser gereinigt wird (organische Schadstoffe wie CKW, PFAS, BTEX, PAK, Frigen sowie anorganische wie Cyanid und Chromat). Zum Umfang gehören u. a. Aktivkohlewechsel, Brunnenregenerierung, Molchen, Schlammentsorgung, DGUV-Prüfungen, Störungsmanagement (4-h-Vor-Ort-Einsatz), Dokumentation sowie jährliche Funktionsprüfungen.
Die Anlagen sind in zwei Lose aufgeteilt: Los 1 umfasst 4 zentrale Anlagen (Flurstraße, Lindenstraße, Albertstraße, Luisenstraße), Los 2 umfasst 6 Anlagen in Randlage (Benrather Forst, Schlosspark Benrath, Karlsbader Straße, Diepenstraße, Am Gatherhof, Martinstraße). Bieter können für ein oder beide Lose Angebote abgeben.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis70%
Wertungsrelevanter Bruttogesamtpreis. Nur der höhere Preis der beiden Aktivkohlesorten (Neukohle oder Poolkohle) wird berücksichtigt. Der Bieter mit dem niedrigsten Angebotspreis erhält 10 Punkte, alle weiteren anteilig.
- Qualifikation der einzusetzenden Projektleitung15%
Persönliche Referenzen, Berufsausbildung, Berufserfahrung (insbesondere in Verfahrenstechnik, Steuer-/Regelungstechnik mit SPS, Brunnensteuerung, Anlagentechnik, Grundwassersanierung) und vergleichbare Projektnachweise der Projektleitung. Bewertung anhand einer Gesamtschau mit Punkteskala 0–10 (10 = mind. 5 Jahre Erfahrung, vollständig vergleichbare Projekte).
- Qualifikation der einzusetzenden stellvertretenden Projektleitung15%
Persönliche Referenzen, Berufsausbildung, Berufserfahrung und vergleichbare Projektnachweise der stellvertretenden Projektleitung. Bewertung anhand einer Gesamtschau mit Punkteskala 0–10 (gleiche Matrix wie für die Projektleitung).
Preis: Punkte = (günstigster Gesamtpreis x 10) / Angebotsgesamtpreis des Bieters (max. 10 Punkte). Qualifikation: Bewertung anhand einer Punkteskala 0/2,5/5/7,5/10 Punkte. Gesamtpunktzahl = 0,70 × Punkte Preis + 0,15 × Punkte Projektleitung + 0,15 × Punkte stellv. Projektleitung. Bei Punktegleichstand entscheidet der Preis.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenÜbernahme und Übergabe der Anlagen
Zu Vertragsbeginn durchläuft der Auftragnehmer eine 4-wöchige Übernahmephase je Anlage (Einarbeitung, Funktionsprüfung, Datenübertragung regeln, Prüfbuch nach DGUV Vorschrift 3 anlegen, Schild mit eigener Anschrift und Bereitschaftstelefon anbringen, SIM-Karte/Mobilfunkvertrag/Fernüberwachung/Lizenzen/Visualisierung einrichten).
Am Ende der Vertragslaufzeit erfolgt eine Schlussabnahme mit Funktionstest im Beisein von Auftraggeber und Fachgutachter. Für 4 Wochen nach Regelbetriebsende läuft der Anlagenbetrieb bis zur Übergabe an einen Nachfolge-Betreiber weiter (gilt für 4 Anlagen in Los 1 und 4 Anlagen in Los 2).
Zwischen alter und neuer Rahmenvereinbarung (01.09.–30.09.2026) gibt es eine einmonatige Überschneidung – die Verantwortung in dieser Übergangszeit liegt beim bisherigen Auftragnehmer.
Regelbetrieb und Instandhaltung
Während der Regelbetriebsphase (zwischen 23 und 59 Monate je Anlage) übernimmt der Auftragnehmer den Betrieb als Betreiber mit folgenden Pflichten:
Prüfungen, Wartung und Inspektion
Folgende regelmäßige Prüfungen/Wartungen sind durchzuführen (Intervalle teilweise in Betriebspauschale, teilweise separat vergütet):
Aktivkohlewechsel und Entsorgung
Je Anlage mehrfach vorgesehen:
Zusätzliche Leistungen (anlassbezogen)
Nach Bedarf und teilweise im LV als Voraus-Positionen enthalten:
Stundenlohnarbeiten
Stundenlohnarbeiten nur auf gesonderte Abstimmung mit dem Auftraggeber für Sonderleistungen:
Die jeweils vorgesehenen Stundenkontingente sind je Anlage im LV hinterlegt und reichen von 5–80 Stunden pro Qualifikation pro Anlage.
Dokumentation, Berichtswesen und Meldungen
Eigenüberwachung, Chemikalien, Sondermedien
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBetrieb von Grundwassersanierungsanlagen zur Entfernung von organischen Schadstoffen (Wasseraktivkohle/CKW/PFAS) und/oder anorganischen Schadstoffen (Ionenaustauscher/Cyanid)
Vordruck Anlage B oder analoge Angaben (keine Firmenprospekte); pro Referenz: Maßnahmentitel, Ort, Technik/Behandlungsverfahren, behandelte Schadstoffe, Auftraggeber mit Ansprechpartner/Kontaktdaten; zusätzlich persönliche Referenzen der Projektleitung/Stellvertretung mit vergleichbaren Projekten nach Art und Umfang
Betrieb von Grundwassersanierungsanlagen (zentrale Anlagen: Flurstraße, Lindenstraße, Albertstraße, Luisenstraße)
siehe allgemein (Anlage B); zusätzlich persönliche Referenzen der Schlüsselpersonen
Betrieb von Grundwassersanierungsanlagen (Randgebiete: Benrather Forst, Schlosspark Benrath, Karlsbader Straße, Diepenstraße, Am Gatherhof, Martinstraße)
Vordruck Anlage B mit Angabe Technik/Behandlungsverfahren (ggf. Adsorptionsmittel), behandelte Schadstoffe, Auftraggeber inkl. Ansprechpartner; zusätzlich persönliche Referenzen der Projektleitung/Stellvertretung