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Rahmenvereinbarung zum Weiterbetrieb von Grundwassersanierungsanlagen

Landeshauptstadt Düsseldorf, Der Oberbürgermeister, Amt für Recht, Vergabe und Versicherungen, Zentrale Vergabestelle | Vergabekammer WestfalenDüsseldorf, Nordrhein-WestfalenVeröffentlicht:
Angebotsfrist: abgelaufen

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Die Landeshauptstadt Düsseldorf (Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz) schreibt im offenen Verfahren den Weiterbetrieb von 10 städtischen Grundwassersanierungsanlagen als Rahmenvereinbarung für den Zeitraum 01.09.2026 bis 31.08.2031 aus.

Die Leistung umfasst den vollständigen Betrieb, die Wartung, Instandhaltung und Überwachung der Anlagen, mit denen verunreinigtes Grundwasser gereinigt wird (organische Schadstoffe wie CKW, PFAS, BTEX, PAK, Frigen sowie anorganische wie Cyanid und Chromat). Zum Umfang gehören u. a. Aktivkohlewechsel, Brunnenregenerierung, Molchen, Schlammentsorgung, DGUV-Prüfungen, Störungsmanagement (4-h-Vor-Ort-Einsatz), Dokumentation sowie jährliche Funktionsprüfungen.

Die Anlagen sind in zwei Lose aufgeteilt: Los 1 umfasst 4 zentrale Anlagen (Flurstraße, Lindenstraße, Albertstraße, Luisenstraße), Los 2 umfasst 6 Anlagen in Randlage (Benrather Forst, Schlosspark Benrath, Karlsbader Straße, Diepenstraße, Am Gatherhof, Martinstraße). Bieter können für ein oder beide Lose Angebote abgeben.

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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Die Angebotsfrist ist abgelaufen.
HEUTE
Termin / FristJUN2026 DEZ JUN DEZ JUN DEZ JUN DEZ JUN DEZ JUN
Veröffentlichung12. Juni 2026
Bieterfragen-Fristca. 6. Juli 2026
Angebotsfrist13. Juli 2026
Bindefrist13. Juli – 31. Aug. 2026
Aktivkohle Mindeststandard Nachweis (Frist)13. Juli 2026
Referenznachweis (Frist)13. Juli 2026
Vertragsbeginn1. Sep. 2026
Übernahmephase (Los 1 – 4 Anlagen)ca. 1. Sep. – 29. Sep. 2026
Übernahmephase (Los 2 – Anlagen)ca. 1. Sep. – 29. Sep. 2026
Anlagenbetrieb Martinstraße (Pflicht)ca. 1. Sep. 2026 – 31. Aug. 2028
Rahmenvertrag Laufzeit1. Sep. 2026 – 31. Aug. 2031
DGUV-Hauptprüfung (wiederkehrend)ca. 1. Sep. 2026 – 1. Sep. 2030
Störungsmeldung (Frist)ca. 1. Sep. – 2. Sep. 2026
Vor-Ort-Einsatz Notfall (Frist)ca. 1. Sep. 2026
Anmeldung Brunnen 13925 (Frist)ca. 1. Sep. 2026
Anmeldung Arbeiten Hermannplatz (Frist)ca. 1. Sep. 2026
Nachtragsangebot vorlegen (Frist)ca. 1. Sep. – 15. Sep. 2026
Zahlungsfristca. 1. Sep. – 1. Okt. 2026
Anlagenbetrieb Benrather Forstca. 29. Sep. 2026 – 29. März 2030
Anlagenbetrieb Schlosspark Benrathca. 29. Sep. 2026 – 29. Aug. 2031
Anlagenbetrieb Karlsbader Straßeca. 29. Sep. 2026 – 29. Aug. 2031
Anlagenbetrieb Diepenstraßeca. 29. Sep. 2026 – 29. Aug. 2031
Anlagenbetrieb Am Gatherhofca. 29. Sep. 2026 – 29. Aug. 2031
Anlagenbetrieb Flurstraßeca. 29. Sep. 2026 – 29. Aug. 2031
Anlagenbetrieb Lindenstraßeca. 29. Sep. 2026 – 29. Aug. 2031
Anlagenbetrieb Albertstraßeca. 29. Sep. 2026 – 29. Aug. 2031
Anlagenbetrieb Luisenstraßeca. 29. Sep. 2026 – 29. Aug. 2031
Monatliche Dokumentation (Frist)ca. 5. Okt. 2026
Anlagenbetrieb Martinstraße (Option)ca. 1. Sep. 2028 – 31. Juli 2031
Übergabe an neuen Betreiber (Los 1)ca. 30. Aug. – 30. Sep. 2031
Übergabe an neuen Betreiber (Los 2)ca. 30. Aug. – 30. Sep. 2031
Verlängerung max. (Übergangsregelung)ca. 1. Sep. – 30. Sep. 2031
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Preis & Qualität3 Kriterien
Preis 70%Qualität 30%
  • Preis70%

    Wertungsrelevanter Bruttogesamtpreis. Nur der höhere Preis der beiden Aktivkohlesorten (Neukohle oder Poolkohle) wird berücksichtigt. Der Bieter mit dem niedrigsten Angebotspreis erhält 10 Punkte, alle weiteren anteilig.

  • Qualifikation der einzusetzenden Projektleitung15%

    Persönliche Referenzen, Berufsausbildung, Berufserfahrung (insbesondere in Verfahrenstechnik, Steuer-/Regelungstechnik mit SPS, Brunnensteuerung, Anlagentechnik, Grundwassersanierung) und vergleichbare Projektnachweise der Projektleitung. Bewertung anhand einer Gesamtschau mit Punkteskala 0–10 (10 = mind. 5 Jahre Erfahrung, vollständig vergleichbare Projekte).

  • Qualifikation der einzusetzenden stellvertretenden Projektleitung15%

    Persönliche Referenzen, Berufsausbildung, Berufserfahrung und vergleichbare Projektnachweise der stellvertretenden Projektleitung. Bewertung anhand einer Gesamtschau mit Punkteskala 0–10 (gleiche Matrix wie für die Projektleitung).

Preis: Punkte = (günstigster Gesamtpreis x 10) / Angebotsgesamtpreis des Bieters (max. 10 Punkte). Qualifikation: Bewertung anhand einer Punkteskala 0/2,5/5/7,5/10 Punkte. Gesamtpunktzahl = 0,70 × Punkte Preis + 0,15 × Punkte Projektleitung + 0,15 × Punkte stellv. Projektleitung. Bei Punktegleichstand entscheidet der Preis.

KI-Hinweis: Alle Zuschlagskriterien inkl. Gewichtungen und Bewertungsmethodik sind vollständig dokumentiert.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Übernahme und Übergabe der Anlagen

Zu Vertragsbeginn durchläuft der Auftragnehmer eine 4-wöchige Übernahmephase je Anlage (Einarbeitung, Funktionsprüfung, Datenübertragung regeln, Prüfbuch nach DGUV Vorschrift 3 anlegen, Schild mit eigener Anschrift und Bereitschaftstelefon anbringen, SIM-Karte/Mobilfunkvertrag/Fernüberwachung/Lizenzen/Visualisierung einrichten).

Am Ende der Vertragslaufzeit erfolgt eine Schlussabnahme mit Funktionstest im Beisein von Auftraggeber und Fachgutachter. Für 4 Wochen nach Regelbetriebsende läuft der Anlagenbetrieb bis zur Übergabe an einen Nachfolge-Betreiber weiter (gilt für 4 Anlagen in Los 1 und 4 Anlagen in Los 2).

Zwischen alter und neuer Rahmenvereinbarung (01.09.–30.09.2026) gibt es eine einmonatige Überschneidung – die Verantwortung in dieser Übergangszeit liegt beim bisherigen Auftragnehmer.

Regelbetrieb und Instandhaltung

Während der Regelbetriebsphase (zwischen 23 und 59 Monate je Anlage) übernimmt der Auftragnehmer den Betrieb als Betreiber mit folgenden Pflichten:

Betrieb der Anlagen gemäß Instandhaltungsplan, vollautomatisch, 24/7Service-Stützpunkt benennen mit Sicherstellungskonzept (Vor-Ort-Einsatz bei Störungen max. 4 Stunden nach Alarmierung – auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen)Monatliche Betriebspauschale deckt: Personal, Fahrtkosten, Materialien, Ersatzteile, Betriebsstoffe, Arbeitsschutz, Fernmeldegebühren (inkl. feste IP-Adresse), Maßnahmen zur FlurschadenverhinderungFortschreibung der Anlagendokumentation (EDV-fähig: dwg/dxf, docx/xlsx) inkl. PDFSicherung der Steuerungsprogrammierung (Backup auf externem Medium) plus kommentierte ExportdateiEigenüberwachung bei jedem Aktivkohlewechsel (mind. pH, Ammonium, Phosphat, Bor, Arsen – 6 Analysen je Wechsel)Sicherstellung 90 % monatliche Anlagenverfügbarkeit

Prüfungen, Wartung und Inspektion

Folgende regelmäßige Prüfungen/Wartungen sind durchzuführen (Intervalle teilweise in Betriebspauschale, teilweise separat vergütet):

DGUV-Prüfungen elektrischer Anlagen: monatliche/halbjährliche Prüfungen (in Pauschale) + Hauptprüfung alle 4 Jahre (separat)Jährliche Funktionsprüfung mit Auftraggeber und Fachgutachter (in Pauschale)Wiederkehrende Inspektionen gemäß Instandhaltungsplan: wöchentlich, 14-täglich, monatlich, vierteljährlich, halbjährlich, jährlich, bei Bedarf (z. B. Frostsicherung, Winterdienst)Plausibilitätsprüfung der Messwerte vierteljährlichRegelmäßiges Datenfernabfrage-Monitoring (3× wöchentlich)Druckprüfung FAK-Filter alle 10 Jahre (im leeren Zustand bei Aktivkohlewechsel)

Aktivkohlewechsel und Entsorgung

Je Anlage mehrfach vorgesehen:

Begleitung Aktivkohlewechsel: Koordination, Vorbereitung, Öffnen/Schließen, Schlauchleitungen, Inspektion, Wässern, Rückspülung, Eigenüberwachung, AbfallnachweisLieferung Neukohle in kg Trockenmasse (Aktivkohle-Mindeststandard gem. Kapitel 2.8 der Allgemeinen Leistungsbeschreibung, z. B. Iodadsorption > 800 mg/g, innere Oberfläche > 900 m²/g nach BET)Lieferung Poolkohle in kg Trockenmasse (Aktivkohle muss für Schadstoffspektrum und Rohwasserqualität geeignet und über die gesamte Vertragslaufzeit verfügbar sein)Zulage Aktivkohlewechsel bei Lieferantenwechsel (Entsorgung Altkohle)Entsorgung der beladenen Aktivkohle als gefährlicher Abfall (Abfallschlüsselnummern 150202*, 061302*); Nachweis der Entsorgungswege per freiwilliger Rücknahme gem. § 26a KrWG oder großer Entsorgungsnachweis/SammelentsorgungsnachweisEntsorgung Transport-/VerpackungsmaterialienBei Los 1: zusätzlich Luftaktivkohlewechsel an Flurstraße und Lindenstraße

Zusätzliche Leistungen (anlassbezogen)

Nach Bedarf und teilweise im LV als Voraus-Positionen enthalten:

Ausbau/Wiedereinbau von Brunnenpumpen (mit Kran, Verkehrsgenehmigung, Pumpenprüfstandtest)Brunnenregenerierung (mechanisch und Hochdruckspülung) – für Tertiär- und QuartärbrunnenMolchen von RohwasserleitungenSchlammaufnahme/-abholungAnlagensäuberungKiesfilterschüttungswechselEntleerung Rückspülspeicher (z. B. B04)Modernisierung Rührwerke und Stellantriebe (Albertstraße, Los 1)

Stundenlohnarbeiten

Stundenlohnarbeiten nur auf gesonderte Abstimmung mit dem Auftraggeber für Sonderleistungen:

IngenieurFacharbeiter (Schlosser, Elektriker)TechnikerProgrammierer (SPS, PLS)

Die jeweils vorgesehenen Stundenkontingente sind je Anlage im LV hinterlegt und reichen von 5–80 Stunden pro Qualifikation pro Anlage.

Dokumentation, Berichtswesen und Meldungen

Führung eines Betriebstagebuchs mit allen Leistungen, Betriebsdaten, Geräteeinsatz, Unfällen, Besonderheiten, Datum/Uhrzeit/UnterschriftMonatliche Vorlage Betriebstagebuch/Bautagesberichte als PDF (spätestens 3. Arbeitstag des Folgemonats)Meldungen: Störungen, Pumpen-/Anlagenausfälle, Reparaturen, Wiederinbetriebnahme unverzüglich innerhalb 24 Stunden an Auftraggeber und GutachterbüroFotodokumentation bei Reparaturen und InstandhaltungenAbfallnachweise (elektronisch) für beladene AktivkohleAnlagendokumentation bei Vertragsende als EDV-fähiges Format + PDFJährliche Funktionsprüfung mit Protokoll

Eigenüberwachung, Chemikalien, Sondermedien

Beprobungsplan zur EigenüberwachungEigenüberwachungsanalysen (z. B. pH, Ammonium, Phosphat, Bor, Arsen) bei jedem AktivkohlewechselEinsatz von Chemikalien je nach Anlage: Natronlauge 20 % (pH-Einstellung), Kalkbelagsverhinderer (Polyacrylat), Kaliumpermanganat (KMnO₄ – Oxidation), Flockungshilfsmittel (FHM), Filtermaterial (Sand, Aktivkohle)Betriebsmittel: Filterbeutel, Natronlauge, Kalkbelagsverhinderer, KMnO₄, FHM – Lieferung und Wechsel im Leistungsumfang

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen
Referenzprojekte
mindestens 3 Maßnahmen ReferenzenZeitraum: innerhalb der letzten 3 Jahre (vor Angebotsabgabe); je Referenz mind. 1 Jahr LaufzeitVolumen: Behandlungskapazität mind. 20 m³/h (Volumenstrom)

Betrieb von Grundwassersanierungsanlagen zur Entfernung von organischen Schadstoffen (Wasseraktivkohle/CKW/PFAS) und/oder anorganischen Schadstoffen (Ionenaustauscher/Cyanid)

Vordruck Anlage B oder analoge Angaben (keine Firmenprospekte); pro Referenz: Maßnahmentitel, Ort, Technik/Behandlungsverfahren, behandelte Schadstoffe, Auftraggeber mit Ansprechpartner/Kontaktdaten; zusätzlich persönliche Referenzen der Projektleitung/Stellvertretung mit vergleichbaren Projekten nach Art und Umfang

mindestens 3 (Anforderung gilt für die Angebotsabgabe insgesamt) ReferenzenZeitraum: letzte 3 Geschäftsjahre (2023-2025); Referenzen letzte 3 Jahre, je mind. 1 JahrVolumen: mind. 20 m³/h Behandlungskapazität pro Referenz

Betrieb von Grundwassersanierungsanlagen (zentrale Anlagen: Flurstraße, Lindenstraße, Albertstraße, Luisenstraße)

siehe allgemein (Anlage B); zusätzlich persönliche Referenzen der Schlüsselpersonen

mindestens 1 Referenzprojekt (laut Anlage B zu Los 2) ReferenzenZeitraum: letzte 3 Jahre, je Referenz mind. 1 Jahr LeistungszeitraumVolumen: Behandlungskapazität mind. 20 m³/h

Betrieb von Grundwassersanierungsanlagen (Randgebiete: Benrather Forst, Schlosspark Benrath, Karlsbader Straße, Diepenstraße, Am Gatherhof, Martinstraße)

Vordruck Anlage B mit Angabe Technik/Behandlungsverfahren (ggf. Adsorptionsmittel), behandelte Schadstoffe, Auftraggeber inkl. Ansprechpartner; zusätzlich persönliche Referenzen der Projektleitung/Stellvertretung

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
11+Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 15 Angebote
Hohe Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 32%4–10 · 32%11+ · 36%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 27 erledigt
Angebotsformulare und Preisblätter
Eignungsnachweise und Erklärungen
In Übernahmephase vorzulegende Unterlagen
Bieterplattform und Fristen
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Landeshauptstadt Düsseldorf, Der Oberbürgermeister, Amt für Recht, Vergabe und Versicherungen, Zentrale Vergabestelle | Vergabekammer Westfalen
Anschrift
40227 Düsseldorf
Ort
40200 Düsseldorf
Kategorie
Nordrhein-Westfalen
Veröffentlicht
Angebotsfrist
Auftraggeber-Website
vergabe.duesseldorf.de

Erfüllungsort

Ort der Leistung
40200 Düsseldorf
Nordrhein-Westfalen

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