Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDer Landesbetrieb Straßenbau NRW (Regionalniederlassung Ostwestfalen-Lippe, Bielefeld) schreibt einen Rahmenvertrag für die Jahre 2026/2027 über die Beseitigung von Schadstellen auf Bundes- und Landesstraßen aus. Pro Schaden wird ein Einzelauftrag erteilt – die Auftragssumme und die genauen Stellen sind vorher nicht festgelegt. Die Arbeiten umfassen Fräs- und Asphaltarbeiten (auch an Geh-/Radwegen), Pflaster- und Bordsteinarbeiten, das Anpassen von Schächten und Straßenabläufen, Verkehrssicherung mit mobilen Ampeln, Materialproben sowie die Entsorgung von teerhaltigen und anderen Abfällen.
Das Verfahren ist in 7 regionale Lose (SM Löhne, Espelkamp, Minden, Lemgo, Halle, Wiedenbrück, Schieder) aufgeteilt; pro Bieter sind maximal 2 Lose möglich. Angebote sind bis zum 09.09.2026 um 11:00 Uhr elektronisch über die Vergabeplattform einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Das alleinige Zuschlagskriterium für jedes einzelne Los ist der niedrigste Preis (Wertungssumme). Für jedes Los wird eine Rangfolge der zulässigen Angebote nach dem niedrigsten Preis gebildet.
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssumme wird ermittelt aus der nachgerechneten Angebotssumme, insbesondere unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen. Bei Angeboten von Werkstätten für Behinderte wird ein Bonus von 15 v.H. auf die Wertungssumme eingeräumt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenStraßenunterhaltung durch Einzelabruf
Gegenstand sind Reparaturmaßnahmen geringen Umfangs an Fahrbahnen sowie an Geh- und Radwegen im Zuständigkeitsbereich der Regionalniederlassung Ostwestfalen-Lippe. Die Schadstellen sind nicht im Voraus festgelegt; die örtliche Festlegung erfolgt bedarfsabhängig durch Einzelabrufe des Auftraggebers. Die Leistungserbringung erfolgt in 6-Tage-Woche unter Ausnutzung der Tageslichtverhältnisse.
Beginn der Ausführung spätestens 20 Werktage nach Aufforderung (Einzelabruf). Auf Verlangen Mitteilung des vorgesehenen Ausführungszeitraums innerhalb von 5 Werktagen nach Abruf, Beginn innerhalb von 4 Wochen nach Eingang des Abrufs. Vollendung der Ausführung spätestens am 31.03.2028. Getrennte Abrechnung je Abruf und Los.
Leistungsbereiche (für alle Lose identisch)
Inhaltlich sind je Los 11 Leistungsgruppen mit insgesamt ca. 127–128 Positionen ausgeschrieben:
Maßgebliche STLK-/RLK-Leistungsbereiche: 19.101 Baustelleneinrichtung/Baubegleitende Leistungen, 12.102 Entsorgung, 21.105 Verkehrssicherung an Arbeitsstellen, 24.110 Entwässerung für Straßen, 24.112 Schichten ohne Bindemittel, 23.113 Asphaltbauweisen, 23.114 Betonbauweisen, 23.115 Pflaster/Plattenbeläge/Einfassungen, 14.901 Baustellenverkehrssicherung/Erfassung von Bauwerksdaten/Kappanpassung/Versorgungsleitungen.
Verkehrssicherung an Arbeitsstellen
Verkehrssicherung je nach Maßnahme in längerer (über 2 bis 7 Tage) oder kürzerer (4 bis 10 Stunden) Dauer nach RSA-Regelplänen. Genannt sind u. a. CI/3–CI/8, BI/1, BI/2, BI/4, BI/5, BI/11, BI/12, BII/3, BIV/1, BIV/2, CII/2–CII/5. Vorhalten und Betreiben transportabler Lichtsignalanlagen (Typ B und C) nach Freigabe der verkehrstechnischen Unterlagen durch den AG. Verkehrssicherungskontrollen zweimal täglich, an arbeitsfreien Tagen einmal täglich, mit schriftlicher Dokumentation nach ZTV-SA. Verkehrsrechtliche Anordnungen gebührenfrei durch den AN einholen; Meldefrist mindestens 15 Werktage vor Baubeginn. Bei beweglichen Arbeitsstellen ist die Verkehrsführung zum Arbeitsende abzubauen und bei Bedarf am Folgetag wieder aufzubauen (Kosten in den Einheitspreis einkalkulieren).
Asphaltarbeiten
Fräsen und Trennen von Asphalt- und Tragschichten (3–24 cm Dicke), Aufnehmen von Fahrbahn- und Randstreifenbefestigungen sowie pechhaltiger Befestigungen, Feinfräsen um Schachtoberteile. Asphaltdeckschichten AC 8 D N und AC 11 D S, Asphaltbinderschicht AC 16 B N, Asphalttragschicht AC 22 T N, Gussasphalt MA 11 S – auch für Geh- und Radwege. Behandlung von Nähten, Fugen (Bitumenfugenband, Fugenmasse N1/N2, Fugenfüllung 20 mm/2 Lagen) und Rissen (aufweiten und mit Rissmasse LFK 1/3 PSV 48 verfüllen). Bitumenemulsion aufsprühen und Abstumpfung. Eignungsnachweis des Mischguts spätestens 7 Arbeitstage vor Herstellung; Probeverdichtung und Arbeitsanweisung vor Beginn der Verdichtungsarbeiten; Protokolle der Eigenüberwachung der Asphaltdeckschicht innerhalb von 7 Arbeitstagen nach Einbau; jährliche Kalibrierung des Fallgewichtsgeräts.
Straßenabläufe, Schächte und Nebenanlagen
Aufnehmen/Aufsetzen von Straßenablaufaufsätzen, Erneuern des Konus, Anpassen von Schachtabdeckungen (Höhe bis 5 cm, in Asphaltfläche 10–20 cm), Schieber- und Hydrantenkappen anpassen, Betonauflageringe einbauen, Schachtanpassung im Bohrverfahren. Borde (Hoch-/Flachbord Beton) aufnehmen, liefern und setzen. Pflaster- und Plattenbeläge aus Beton und Naturstein (einschließlich Groß- und Kleinpflaster), Verbundsteinpflaster aufnehmen und wiederherstellen, Schottertragschicht nachprofilieren, Rinnen aus Pflaster (1- bis 5-zeilig), Streifen, Fundamentgräben, Anschlussfugen Gosse/Asphalt.
Beprobungen, Prüfungen und Abfallentsorgung
Probegefäße (10-l-Blecheimer) liefern; Materialproben entnehmen und an den AG übergeben; Probenahme bituminöser Mischgüter nach TL Asphalt-StB Teil 27 / DIN EN 12697-27 für Kontrollprüfungen; Bohrkernentnahme (Durchmesser 15 cm, Tiefe 10–15 cm) inkl. Verfüllung; schichtspezifische Deklarationsanalysen (PAK-Gehalt, Phenolindex, Teer) durch Institute mit entsprechender Zulassung. Entsorgung gefährlicher Abfälle (Bitumen/Teer, teerhaltige Bitumengemische – ASN 17 03 01, kontaminierter Boden – ASN 17 05 03) und nicht gefährlicher Abfälle; Führung der Entsorgungsnachweise nach Unterlagen des AG. Voranzeige Einbau Ersatzbaustoffe spätestens 4 Wochen vor Beginn, Abschlussanzeige spätestens 2 Wochen nach Abschluss.
Hinweise zu Ausführung und Bindefrist
Vertragslaufzeit des Rahmenvertrags 2026/2027; Vollendung der Ausführung spätestens am 31.03.2028. Bindefrist endet am 08.10.2026 (29 Tage ab Angebotsabgabe). Die Lose sind nach den 7 Straßenmeistereien (SM) gegliedert; pro Bieter können maximal 2 Lose beauftragt werden. Angebote sind nur für das jeweilige Los einzureichen; Hauptangebote sind pro Los getrennt abzugeben.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAusschlussgründe (§ 6e EU VOB/A)
Keine schweren Verfehlungen, die die Zuverlässigkeit in Frage stellen. Keine Einträge im Wettbewerbsregister wegen Verstößen in den letzten 2 Jahren (Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze, Geldbuße > 2.500 €) – ersatzweise Nachweis über Selbstreinigungsmaßnahmen. Ab 30.000 € Auftragssumme netto: Abfrage beim Wettbewerbsregister durch den Auftraggeber. Keine unzulässigen Wettbewerbsbeschränkungen (sonst 15 % pauschaler Schadensersatz).
Steuern, Abgaben, Sozialversicherung
Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen. Bei engerer Wahl: Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse und des Finanzamts.
Insolvenz und Liquidation
Kein beantragtes oder eröffnetes Insolvenzverfahren; kein abgelehnter Antrag mangels Masse; das Unternehmen befindet sich nicht in Liquidation.
Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung
Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle, bei der IHK oder keine Eintragungspflicht. Auf Verlangen: Gewerbeanmeldung, Berufsregisterauszug.
Berufsgenossenschaft
Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft. Auf Verlangen: Unbedenklichkeitsbescheinigung mit Angabe der Lohnsummen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Geforderter Mindestjahresumsatz und Mindestjahresumsatz im Tätigkeitsbereich – konkrete Beträge im Formular nicht ausgefüllt. Auf Verlangen: Bestätigung Wirtschaftsprüfer/Steuerberater oder testierte Jahresabschlüsse.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Referenzen über vergleichbare Bauleistungen in den letzten 5 Kalenderjahren (siehe Referenzen). Erforderliche Arbeitskräfte stehen zur Verfügung. Auf Verlangen: Zahl der jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen und technischem Leitungspersonal.
Ergänzende Eignungsnachweise (optional angekreuzt)
Möglich, aber im Formular nicht zusätzlich angefordert: Angabe technischer Fachkräfte, Beschreibung technischer Ausrüstung, Maßnahmen zur Qualitätssicherung, Lieferkettenmanagement, Umweltmanagementmaßnahmen, Studiennachweise/Befähigung der Führungskräfte, Erklärung zu Geräten und technischer Ausrüstung.
Nachunternehmer und Bietergemeinschaften
Art und Umfang der durch Nachunternehmer auszuführenden Leistungen sind im Angebot anzugeben. Auf Verlangen sind Eigenerklärungen und Nachweise auch für Nachunternehmer vorzulegen. Bei Bietergemeinschaften: Erklärung Bieter-/Arbeitsgemeinschaft (HVA B-StB).
Referenzen über vergleichbare Bauleistungen in den letzten 5 Kalenderjahren (Straßenunterhaltung, Deckeninstandsetzung, Schadstellenbeseitigung). Auftraggeber akzeptiert auch Referenzen, die älter als 5 Jahre sind.
Pro Referenz: Bezeichnung der Leistung, Auftragswert des auf den Bieter entfallenden Anteils, Ausführungszeitraum, Auftraggeber. Bescheinigungen über ordnungsgemäße Ausführung nur auf Verlangen.