Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenObjektplanung Gebäude und Innenräume für mehrere Sanierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an der denkmalgeschützten Friedrichswerderschen Kirche in Berlin-Mitte. Der Rahmenvertrag umfasst Teilleistungen der Leistungsphasen 2 und 3 sowie die Leistungsphasen 5 bis 8.
Die Planungsleistungen reichen von der Analyse und Maßnahmenpriorisierung über Ausführungsplanung, Ausschreibung und Vergabebegleitung bis zur Objektüberwachung und Dokumentation. Fachplanungen, technische Gebäudeausrüstung, Tragwerksplanung und Abstimmungen mit dem Landesdenkmalamt sind einzubeziehen.
Bewerbungen und Angebote sind bis zum 30.09.2026 um 09:00 Uhr MESZ ausschließlich über die E-Vergabeplattform des Bundes einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Präsentation / Vorstellung25%
Persönliches Auftreten, Kommunikationsfähigkeit, Vorstellung Auftraggebergremium, Vorstellung Projektleiter/in und stellv. Projektleiter/in, Vorstellung Unternehmen, Verfügbarkeit/Einbindung in andere Projekte, persönliche Referenzen und berufliche Erfahrungen (Umbau/Sanierung, Bauen im laufenden Betrieb, Denkmalschutz etc.)
- Herangehensweise an das Projekt40%
Einschätzung der projektspezifischen Rahmenbedingungen und Risiken, Lösungsvorschläge zum Umgang mit Risiken, Sicherstellung von Kosten-, Termin- und Qualitätszielen, Optimierung der Maßnahmenabfolge und Synergieeffekte
- Honorarangebot35%
Gesamthonorar brutto inkl. Grundleistungen, Honorarsatz, Zuschlag für Instandsetzung, Stundensätze und Nebenkosten gem. Vertragsentwurf/Kalkulationsansatz. Stundensätze fließen mit geschätztem Ansatz von 600 Std. (60 Std. Geschäftsführer/in, 180 Std. Projektbeauftragte/r, 300 Std. Dipl.-Ing., 60 Std. Techn. Zeichner/in) in die Honorarwertung ein.
Qualität: 5-stufige Punkteverteilung (hervorragend 100%, gut/vollständig 80%, zufriedenstellend 60%, ausreichend 30%, keine/falsche 0%). Preis: Volle Punktzahl (100) für günstigstes Angebot; höhere Angebote erhalten Punktabzug entsprechend prozentualer Erhöhung (Bsp.: 1.200.000 EUR = +20% → 80 Punkte). Stundensätze fließen mit geschätztem Ansatz von 600 Std. in die Honorarwertung ein.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenMaßnahmenübergreifende Planung
Analyse und Konkretisierung der vorhandenen Grundlagen einschließlich Ortsbesichtigungen.
Erstellung einer Maßnahmenübersicht mit Bewertung nach Priorität, Komplexität und Abhängigkeiten.
Entwicklung und Untersuchung von zwei umsetzbaren Varianten zur Bündelung und zeitlichen Einordnung der Einzelmaßnahmen einschließlich Kosten, Terminen, Risiken, betrieblichen Auswirkungen und Synergien; vergleichende Bewertung und Entscheidungsvorlage.
Ermittlung und Festlegung der erforderlichen Baustelleneinrichtung über alle Gewerke einschließlich TGA.
Erfassung der TGA-Maßnahmen und Tragwerksplanung zur Aufwandsabschätzung.
Erstellung und Fortschreibung eines Rahmenterminplans für Planung, Vergabe und Ausführung einschließlich TGA.
Erstellung einer Kostenberechnung für alle Hochbau-Einzelmaßnahmen.
Objektplanung Hochbau
Leistungen der Objektplanung Gebäude und Innenräume mit:
Koordination und Abstimmung
Einbindung und Koordination erforderlicher Fachplanungen, insbesondere der technischen Gebäudeausrüstung und Tragwerksplanung.
Bereitstellung von Hochbauergebnissen für Fachplaner, Terminabstimmung, Schnittstellenkoordination und Überwachung der Schnittstellen während der Ausführung.
Planung und wirtschaftliche Organisation der Baustelleneinrichtung einschließlich Gerüsten, Wetterschutzdach und Schutzvorkehrungen.
Vorbereitung, Mitwirkung und Nachbereitung von Abstimmungen mit dem Landesdenkmalamt, Einholung der denkmalrechtlichen Genehmigung und Teilnahme an der öffentlich-rechtlichen Abnahme.
Sanierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen
Die Maßnahmenbeschreibung nennt unter anderem Gerüststellung, Wetterschutzdach, Baustellenbetrieb, Dachdeckung, Dachentwässerung, Dachkonstruktion, Kellersanierung, Fassaden- und Mauerwerkssanierung, Turmtreppen und Glockenstuhl, Metall- und Schlosserarbeiten, Malerarbeiten, Restaurierungsarbeiten, Fenster- und Türenabdichtung, Außenanlagen sowie elektrotechnische und sicherheitstechnische Maßnahmen. Die Liste ist nicht abschließend; weitere Maßnahmen können hinzukommen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Nachweis eines durchschnittlichen Jahresumsatzes von mindestens 100.000 € netto in den Jahren 2023 bis 2025 im Bereich Instandsetzung oder Sanierung von Bestandsgebäuden.
Vorlage von Jahresabschlüssen oder Bilanzen und eines aktuellen Haftpflichtversicherungsnachweises.
Personelle Ausstattung
Durchschnittlich mindestens vier Beschäftigte in den letzten drei Jahren, einschließlich Büroinhaber oder Büroinhaberin.
Mindestens zwei Personen mit Studienabschluss in Architektur oder vergleichbarem Fach und mindestens drei Jahren Berufserfahrung in der Objektplanung von Instandsetzungen, Sanierungen, Bauen im Bestand oder Umbauten.
Qualifikation des Projektteams
Projektleiter oder Projektleiterin:
Projektmitarbeiter oder Projektmitarbeiterin:
Das Team muss mindestens aus Projektleitung und Projektmitarbeitung bestehen; Doppelbenennungen sind nicht möglich.
Fachliche und organisatorische Anforderungen
Nachweis der Bauvorlagenberechtigung gemäß Berliner Bauordnung.
Erklärung über das Vorhandensein technischer Hard- und Software nach dem heutigen Stand der Technik.
Bietergemeinschaften sind zugelassen, wenn jedes Mitglied gesamtschuldnerisch haftet und ein Projektleiter oder eine Projektleiterin als zentraler Ansprechpartner mit unbeschränkter Vertretungsbefugnis benannt wird.
Eine parallele Beteiligung als Einzelbieter und als Mitglied einer Bietergemeinschaft ist ausgeschlossen.
Ausschlussgründe
Es dürfen keine zwingenden oder fakultativen Ausschlussgründe vorliegen. Dazu gehören unter anderem rechtskräftige Verurteilungen, nicht ordnungsgemäße Zahlung von Steuern oder Sozialversicherungsbeiträgen, schwere Verfehlungen, wettbewerbsbeschränkende Vereinbarungen, Interessenkonflikte, eine wettbewerbsverzerrende Beteiligung an der Verfahrensvorbereitung, wesentliche mangelhafte Vertragserfüllung, Täuschung oder die Unfähigkeit, geforderte Nachweise zu erbringen.
Ebenfalls zu erklären sind die ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen sowie das Nichtvorliegen unzulässiger Einflussnahme, unbefugter Informationsbeschaffung und irreführender Angaben.
Referenzprojekte
Es sind zwei Referenzprojekte einzureichen. Beide müssen im Bereich Instandsetzung, Sanierung, Bauen im Bestand oder Umbau liegen, ab 2016 bis zum Veröffentlichungstag fertiggestellt sein und zusammen die Leistungsphasen 3 bis 8 abdecken.
Mindestens ein Referenzprojekt muss ein denkmalgeschütztes Gebäude betreffen. Mindestens ein Referenzprojekt muss Projektkosten von mindestens 750.000 € netto in den Kostengruppen 300 bis 400 nach DIN 276 aufweisen. Die Projekte müssen dem Bewerber eindeutig zugeordnet werden können; Referenzen von Nachunternehmen werden nicht zugelassen.
Technische Ausstattung und Nachweise
Vorlage der Studiennachweise der Beschäftigten des Projektteams, der aktuellen Haftpflichtversicherungsbescheinigung, der Eigenerklärung zu den Ausschlussgründen, der Eigenerklärung zur Verordnung EU 2022-576 und gegebenenfalls der Nachweise zu Bietergemeinschaften oder Nachunternehmen.
Zwei Referenzprojekte aus Instandsetzung, Sanierung, Bauen im Bestand oder Umbau, fertiggestellt ab 2016 bis zum Tag der Veröffentlichung; kumuliert müssen die Leistungsphasen 3 bis 8 bearbeitet worden sein. Mindestens ein Projekt muss denkmalgeschützte Gebäude betreffen und mindestens ein Projekt muss Projektkosten von mindestens 750.000 € netto in den Kostengruppen 300 bis 400 nach DIN 276 aufweisen.
Eindeutige Zuordnung zum Bewerber; Nachunternehmerprojekte sind nicht zugelassen. Je Referenzprojekt ist ein Referenzschreiben vorzulegen; maximal drei DIN-A4-Seiten je Referenzprojekt. Referenzen können von jedem Mitglied einer Bietergemeinschaft eingereicht werden. Bewertet werden unter anderem Projektleiter oder Bauherr, Gebäudenutzung, Art der Baumaßnahme, Projektkosten, Umfang der eigenen Leistung und Referenzschreiben.