Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Gemeinde Böhl-Iggelheim schreibt Bauleistungen zur hydraulischen Ertüchtigung des Grabensystems westlich von Iggelheim öffentlich aus. Ziel ist die Verbesserung des Wasserrückhalts und der Grundwasserneubildung am Katzenloch sowie der Schutz der angrenzenden Ortslage bei Starkregen.
Im Rahmen einer Gesamtmaßnahme (keine Losaufteilung) sind drei Gräben (G5 Langer Graben, G6 Katzenlochgraben, G7 Graben hinter den Gärten) zu räumen, neu zu profilieren und mit neuen Bauwerken (Schwelle mit Dammbalken in G5, unterströmtes Wehr mit Dammbalken in G6) sowie einer Verwallung und Retentionsausgleichsfläche auszustatten.
Angebote sind elektronisch über die Vergabeplattform vmstart.de einzureichen. Die Angebotsfrist endet am 11.09.2026 um 11:00 Uhr. Die Bauzeit ist vom 01.10.2026 bis 28.02.2027 vorgesehen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis55%
Angebotspreis, ermittelt aus der Wertungssumme des Angebotes unter Berücksichtigung von Nachlässen und Erstattungsbeträgen.
- Referenz A15%
Referenz des Bieters zu vergleichbaren Projekten A.
- Referenz B15%
Referenz des Bieters zu vergleichbaren Projekten B.
- Referenz C15%
Referenz des Bieters zu vergleichbaren Projekten C.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektziele und Rahmen
Hydraulische Ertüchtigung des Grabensystems westlich des Ortsteils Iggelheim zur Verbesserung von Wasserrückhalt und Grundwasserneubildung sowie zur Entlastung der Ortslage bei Starkregen- und Hochwasserereignissen.
Die Baumaßnahme wird als einheitliche Gesamtmaßnahme (keine Losaufteilung) in der Zeit vom 01.10.2026 bis 28.02.2027 ausgeführt. Wesentliche Graben- und Gehölzarbeiten sind außerhalb der Vogelbrutzeit durchzuführen.
Allgemeine Arbeiten (Kapitel 01)
Technische Bearbeitung und Vermessung: Höhenfestpunkte, Baufristenplan (innerhalb von 5 Werktagen nach Auftragserteilung, monatliche Fortschreibung), Bauvermessung sowie Bestands- und Fotodokumentation (digital als PDF + JPG).
Baustelleneinrichtung und -räumung, temporärer Flächenschutz (Lastverteilungsplatten), Verkehrssicherung (Beweissicherung Wege, innerbetriebliche Sicherung), Suchschlitze und Kreuzungen mit Bestandsleitungen (Pfalzwerke, Telekom, Vodafone, Thüga Gas).
Baufeld vorbereiten und sichern (Kapitel 02)
Vegetations- und Gehölzarbeiten (Roden, Totholzumsetzung, Baumfällung/-rückschnitt), Schutzmaßnahmen für Bestand (Baumschutz, Wurzelschutz, Grenzsteine). Beseitigung vorgefundener Abfälle und kleinerer Rückbauarbeiten (Metall, Altreifen, Beton, Holz, Kunststoff, Sperrmüll, Bauschutt).
Bauwerke und Grabenbau – übergreifend
Betonarbeiten (u.a. C30/37, XC4, XF1, WF; B500B), Stahlbau (HEA 220 nichtrostend, Werkstoff 1.4404), Eichenkernholz für Dammbalken, Erdarbeiten und Bodenentsorgung, Rohrdurchlässe DN 500 (Stahlbeton), Sohlsubstrat.
Vorgeschriebene Entsorgung der Räumgutfraktionen DK0–DK3 mit Nachweis (Wiege-/Übernahmescheine, Begleitscheine, Deklarationsanalysen). Funktionsnachweise für Dammbalken und Bauwerke erstellen.
Dokumentation und Nachweise
Prüffähige Tragwerksplanung für Schwelle G5 und Wehr G6 (15 Werktage vor Ausführungsbeginn), Eigenüberwachung, Bestandsdokumentation, Abschlussdokumentation mit Bestandsplänen, Messprotokollen, Prüf- und Materialnachweisen, Entsorgungsnachweisen, Funktions- und Übergabeprotokollen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenEignungsnachweis und Präqualifikation
Nachweis der Eignung grundsätzlich über Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis (Verein für Präqualifikation von Bauunternehmen) oder über die ausgefüllte Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124). Bei Einsatz von Nachunternehmen ist deren Eignung ebenfalls nachzuweisen. Auf Verlangen sind Eigenerklärungen durch Bescheinigungen zuständiger Stellen zu bestätigen; fremdsprachige Bescheinigungen benötigen eine deutsche Übersetzung.
Referenzen und Fachkunde
Nachweis von Referenzen im Bereich Gewässerunterhaltung (mind. 500 m Länge, abgeschlossene VOB-Abnahme). Zwei weitere Referenzen (B und C) sind gemäß Zuschlagswertung mit jeweils 15% Gewichtung nachzuweisen. Anforderungen im Detail laut 212 Teilnahmebedingungen und 124 Eigenerklärung zur Eignung.
Abfallrechtliche Eignung
Nachweis der ordnungsgemäßen Verwertung bzw. Beseitigung der anfallenden Bau- und Abbruchabfälle gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und Nachweisverordnung (NachwV). Die Berechtigung der vorgesehenen Verwertungs-/Beseitigungsanlage zur Aufnahme der Abfälle ist nachzuweisen; bei gefährlichen Abfällen ist die Andienungspflicht mit der zuständigen Abfallwirtschaftsbehörde zu bestätigen.
Tariftreue und Mindestentgelt
Referenz im Bereich Gewässerunterhaltung (z.B. Räumung, Entschlammung, Beräumung, Faschinierung, Holzung, Neuanpflanzung)
Referenzbestätigung durch Auftraggeber oder Eigenerklärung (§ 126 BGB); Bieter- oder ARGEn-Referenz möglich
Referenz B (gemäß Zuschlagswertung)
Anforderungen laut Vergabeunterlagen (Detail nicht in vorliegenden Dokumenten)
Referenz C (gemäß Zuschlagswertung)
Anforderungen laut Vergabeunterlagen (Detail nicht in vorliegenden Dokumenten)