Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenKonzeption und Durchführung einer individuellen Maßnahme für rund 50 Teilnehmende des Jobcenters Bottrop. Ziel ist die Verringerung oder Beseitigung von Vermittlungshemmnissen und die Eingliederung in Arbeit, Ausbildung oder weiterführende Qualifizierung.
Das Angebot umfasst ein durchschnittliches Preisblatt, vorgeschriebene Erklärungen und Nachweise, eine Konzeptdatei mit höchstens zehn Seiten sowie Angaben zu Referenzleistungen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- I - Auftragsbezogene Zusammenarbeit auf dem regionalen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt10%
Wertungsbereich I: Benennung relevanter regionaler Akteure (Bezeichnung und Ort) sowie Beschreibung von Art und Umfang der Zusammenarbeit ab Maßnahmebeginn unter Berücksichtigung der jeweiligen Zielsetzung und Zielgruppe.
- II - Strategische Vorgehensweise35%
Wertungsbereich II: Strategische Vorgehensweise bei der Maßnahmedurchführung, inkl. Eingliederungs- und Motivationsstrategie.
- III - Inhaltliche Ausgestaltung und Durchführungsqualität25%
Wertungsbereich III: Inhaltliche Ausgestaltung der Maßnahme und Darstellung der Projektansätze.
- IV - Bisherige Erfolge und Qualität30%
Wertungsbereich IV: Beurteilung der bisherigen Vertragsausführung des Bieters anhand von Maßnahmebetreuungs-Bewertungen vergleichbarer 45ind-Maßnahmen.
Erweiterte Richtwertmethode nach UfAB 2018.04: Schritt 1: Kennzahl = (Gesamtsumme der Leistungspunkte / Wertungspreis) x 100. Schritt 2: Korridor = Kennzahl führendes Angebot minus 10%. Schritt 3: Angebote im Korridor werden nach Gesamtpunkzahl der Entscheidungskriterien (II.1, III.1, IV.1) verglichen. Bei identischen Punktzahlen im Entscheidungskriterium greift das preisgünstigere Angebot.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenZielgruppe und Zielsetzung
Die Maßnahme richtet sich an erwerbsfähige Leistungsberechtigte mit multiplen und schwerwiegenden Vermittlungshemmnissen. Sie soll beruflich relevante Fähigkeiten, Fertigkeiten, Wünsche und Motivation erfassen, Vermittlungshemmnisse feststellen, verringern oder beseitigen und die Teilnehmenden perspektivisch in den Arbeitsmarkt oder in weiterführende Qualifizierungsangebote eingliedern.
Phasen und individuelle Förderung
Die Leistung ist in eine Einstiegs- und Informationsphase, eine Feststellungsphase und eine Umsetzungsphase gegliedert. Zur Umsetzung gehören individuelle Aktivitäten, Einzelcoaching und Fördermodule wie Berufsorientierung, Bewerbungstraining, Bewerbungscoaching, Informationen über Online-Angebote der Bundesagentur für Arbeit, sozialintegrative und arbeitsmarktintegrative Aktivitäten, allgemeine Grundlagen sowie wirtschaftliches Verhalten.
Casemanagement und Präsenz
Das sozialpädagogische Casemanagement soll Eingliederungshemmnisse der Person und ihres sozialen oder familiären Umfelds bearbeiten. In der Umsetzungsphase ist zweimal wöchentliches Einzelcoaching von jeweils mindestens einer Zeitstunde vorgesehen. Die Präsenztage sind inhaltlich und zeitlich auszugestalten und können als Einzel- oder Gruppenveranstaltungen stattfinden.
Eingliederungs- und Motivationsplanung
Für die individuelle Eingliederung ist ein Aktivierungs- und Integrationsfortschrittsplan zu erstellen. Die Konzeption muss außerdem eine Eingliederungsstrategie mit einem Beispiel für eine teilnehmende Person, einem realistischen Förderziel und der Berücksichtigung der Digitalisierung in der Arbeitswelt sowie eine Motivationsstrategie für Personen mit geringem Eigeninteresse enthalten.
Querschnittsaufgaben
Zu den übergreifenden Aufgaben gehören das Erzielen von Integrationsfortschritten, die Stabilisierung der Beschäftigungsaufnahme, Gesundheitsorientierung, sozialpädagogische und psychologische Begleitung, die Überleitung in weiterführende Angebote und die Einbindung in regionale Netzwerke.
Begleitende und ergänzende Leistungen
Im Angebotspreis sind Lern- und Arbeitsmittel, sozialpädagogische und psychologische Begleitung, Gesundheitsorientierung, technische Ausstattung wie Tablets und Headsets, Bewerbungskosten, Reisekosten für Vorstellungsgespräche, unterweisungsfreie Zeiten und Vertretungsregelungen enthalten. Fahrkosten der Teilnehmenden, Kinderbetreuungskosten und behinderungsbedingte Zusatzleistungen über Rehabilitationsträger sind gesondert zu behandeln.
Dokumentation und Berichtswesen
Während der Maßnahme sind ein Zwischenbericht jeweils drei Monate nach der Zuweisung, ein Halbjahresbericht sechs Monate nach Maßnahmebeginn und ein Gesamtbericht vier Wochen nach Maßnahmeende vorzusehen. Die Anwesenheitsmeldung für die Teilnehmenden ist monatlich bis zum 9. des Folgemonats zu übermitteln.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenTrägerzulassung und rechtliche Voraussetzungen
Für die Auftragsausführung ist eine gültige Trägerzulassung erforderlich. Bei einer Bietergemeinschaft muss jedes Mitglied über eine solche Zulassung verfügen. Die Bieter müssen zudem bestätigen, dass keine Ausschlussgründe vorliegen, die zwingenden Arbeitsbedingungen und Mindestentgeltvorgaben eingehalten werden und die Erklärung zu den Russland-Sanktionen den Anforderungen entspricht.
Berufliche Leistungsfähigkeit
Die berufliche Leistungsfähigkeit ist durch geeignete Referenzen nachzuweisen. Dabei können Leistungen der Mitglieder einer Bietergemeinschaft und beteiligter Unterauftragnehmer berücksichtigt werden, wenn die Referenz für die Leistung verwendet wird, für die die Erfahrung benötigt wird.
Personalqualifikation
Pädagogische Fachkräfte sollen über einen Berufs- oder Studienabschluss mit einschlägiger Berufserfahrung im relevanten Berufsfeld sowie Kenntnisse über technologische Entwicklungen und berufsfeldspezifische IT verfügen. Sozialpädagogische Fachkräfte benötigen einen einschlägigen Studienabschluss oder eine der genannten alternativen Qualifikationen. Psychologinnen und Psychologen benötigen ein abgeschlossenes Psychologiestudium und grundsätzlich mindestens drei Jahre Erfahrung mit der Zielgruppe.
Personaleinsatz
80 % der Kapazität sollen durch fest angestellte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer abgedeckt werden; maximal 20 % können durch Honorarkräfte erbracht werden. Fest angestelltes Personal muss mindestens für die Vertragslaufzeit beschäftigt sein. Vertretungen bei Urlaub oder Krankheit sind professionsgerecht vorzusehen. Der Personalschlüssel richtet sich nach dem Leistungsverzeichnis; ein Wert von 1 entspricht 39 Zeitstunden pro Woche.
Räumlichkeiten und technische Ausstattung
Die Räumlichkeiten müssen mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein und geeignete Unterrichts-, Sozial- und Besprechungsräume bieten. Separate Besprechungsräume für Einzelgespräche mit mindestens vier Personen und ein zusätzlicher Raum für die produktverantwortliche Kontaktperson sind vorzusehen. Technische Anforderungen umfassen unter anderem PC-Arbeitsplätze mit Internetanschluss, aktuelle Office-Software, eine HTML5-fähige Browserversion, Bildschirme mit mindestens 24 Zoll, Videotelefonie, eine Lernplattform oder einen Virtual Classroom sowie IT-Sicherheitsmaßnahmen.
Organisatorische Anforderungen
Die Erreichbarkeit ist montags bis donnerstags von 8:00 bis 17:00 Uhr und freitags von 8:00 bis 15:00 Uhr sicherzustellen. Der Personaleinsatz ist täglich zu registrieren. Ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch mit dem Bedarfsträger sowie Fallbesprechungen und Fallkonferenzen sind vorzusehen. Bei Krankheit sind organisatorische Vorkehrungen für eine Nachbesetzung spätestens am zweiten Krankheitstag zu treffen.
Erklärungen und Datenschutz
Die erforderlichen Unternehmensangaben, Eigenerklärungen zu Ausschlussgründen, Erklärungen zu Arbeitsbedingungen, Ethik, Registerabfrage und Sanktionen sind einzureichen. Der Datenschutz einschließlich technischer und organisatorischer Maßnahmen für personenbezogene Daten und Sozialdaten sowie die Zustimmung zu elektronischen Lösungen des Auftraggebers und zum Datenzugriff in VerBIS sind zu berücksichtigen.
Nachweis einer ausgeführten Leistung oder einer vergleichbaren Leistung zur Förderung der beruflichen Weiterbildung, berufsvorbereitenden Bildung, außerbetrieblichen Ausbildung, Maßnahmen mit Elementen der individuellen Eingliederung oder überwiegend auf die Eingliederung von Arbeitslosen oder erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in den ersten Arbeitsmarkt ausgerichteten Maßnahmen.
Vergleichbar sind insbesondere 45ind-Maßnahmen im Rechtskreis SGB II sowie Maßnahmen, die auf die Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt zielen und deren Erfolg honoriert wird. Nachweise über geeignete, früher ausgeführte Aufträge in Datei D.3; bei Bietergemeinschaften nur durch das bevollmächtigte Mitglied, wobei Referenzen der Mitglieder und Unterauftragnehmer zusammengefasst werden können.