Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas Regionale Einkaufszentrum NRW schreibt die Konzeption und Durchführung des Förderzentrums NRW für das Jobcenter Kreis Heinsberg aus. Die Maßnahme umfasst individuelle Aktivierung und Eingliederung, sozialpädagogische Begleitung, Jobcoaching, Kinderbetreuungsunterstützung und eine Stabilisierung nach Beschäftigungsaufnahme.
Das Angebot wird elektronisch über die e-Vergabe-Plattform eingereicht. Neben den Formularen sind ein maximal zweiseitiges Konzept, Referenzangaben und Angaben zu Personal, Räumlichkeiten und Erreichbarkeit vorzulegen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis
Monatspreis je Platz (brutto in Euro) als Wertungspreis. Der Preis fließt nicht als eigenständiges gewichtetes Kriterium in die Bewertungsmatrix ein, sondern ausschließlich über die Kennzahl der Erweiterten Richtwertmethode (Leistungspunkte / Wertungspreis). Punktwert: günstigster Preis / angebotener Preis x 100.
- I - Auftragsbezogene Zusammenarbeit auf dem regionalen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt10%
Wertungsbereich mit einem Kriterium zur regionalen Zusammenarbeit.
- II - Strategische Vorgehensweise35%
Wertungsbereich zur strategischen Vorgehensweise mit zwei Kriterien, davon II.1 als Entscheidungskriterium.
- III - Inhaltliche Ausgestaltung und Durchführungsqualität25%
Wertungsbereich zur inhaltlichen Ausgestaltung mit zwei Kriterien, davon III.1 als Entscheidungskriterium.
- IV - Bisherige Erfolge und Qualität30%
Wertungsbereich zur Beurteilung der bisherigen Vertragsausführung auf Basis von Fragebögen der Maßnahmebetreuung (SAP S/4-HANA). Enthält ein Entscheidungskriterium.
Erweiterte Richtwertmethode nach UfAB 2018.04: Schritt 1: Kennzahl = (Gesamtsumme der Leistungspunkte / Wertungspreis) x 100. Schritt 2: Korridor = Kennzahl des führenden Angebotes bis Kennzahl minus 10%. Schritt 3: Bei Angeboten innerhalb des Korridors entscheidet die Gesamtpunktzahl der Entscheidungskriterien II.1, III.1, IV.1 (gewichtet mit Relevanzfaktoren). Bei Gleichstand: preisgünstigeres Angebot, dann Auslosung.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenZielgruppe und Maßnahmephasen
Die Maßnahme richtet sich an von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitsuchende, Arbeitslose und erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Sie kombiniert die Heranführung an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sowie die Feststellung, Verringerung oder Beseitigung von Vermittlungshemmnissen mit der Stabilisierung einer Beschäftigungsaufnahme.
Die Eingangsphase umfasst mindestens eine Woche und dient der Kompetenzfeststellung sowie der Erstellung eines Aktivierungs- und Integrationsfortschrittsplans. Die anschließende Handlungsphase richtet sich nach dem individuellen Förderbedarf.
Inhaltliche Förderung
Die individuelle Förderung umfasst je nach Bedarf Berufsorientierung, Bewerbungstraining, Bewerbungscoaching, sozialintegrative und arbeitsmarktintegrative Aktivitäten, den Abbau von Vermittlungshemmnissen, IT- und Medienkompetenz, berufsbezogene Deutschförderung, wirtschaftliches Verhalten und projektbezogene Arbeiten. Die Kenntnisvermittlung ist auf höchstens acht Wochen beziehungsweise 320 Zeitstunden je Teilnehmendem begrenzt.
Sozialpädagogische Begleitung und Jobcoaching
Die sozialpädagogische Begleitung arbeitet ganzheitlich, unterstützt bei persönlichen und familiären Problemen, bietet Krisenintervention und Netzwerkarbeit und bezieht das familiäre Umfeld ein. Das Jobcoaching umfasst die Akquise betrieblicher Erprobung, Bewerbungsunterstützung und die Begleitung des Übergangs in Beschäftigung oder Ausbildung.
Kinderbetreuung und besondere Integrationsbedarfe
Bei Bedarf unterstützt der Auftragnehmer die Organisation regulärer und zusätzlicher Kinderbetreuung. Das Konzept soll insbesondere auch Lösungen für den kurzfristigen Ausfall der regulären Betreuung darstellen. Teilnehmende mit Migrations- oder Fluchthintergrund sollen besonders berücksichtigt werden; hierfür ist unter anderem Personal mit entsprechender Erfahrung vorzusehen.
Betriebliche Erprobung und Stabilisierung
Die betriebliche Erprobung ist je Arbeitgeber grundsätzlich auf sechs Wochen begrenzt. Bei langzeitarbeitslosen Menschen oder schwerwiegenden Vermittlungshemmnissen kann sie bis zu zwölf Wochen dauern. Nach Aufnahme einer Beschäftigung ist eine Stabilisierungsphase von sechs Monaten vorgesehen.
Berufsfelder
Die Maßnahme kann Berufsfelder aus Büro, Sekretariat, Recht und Verwaltung; Handel, Transport, Lager und Logistik; Pflanzen, Garten- und Landschaftsbau sowie Floristik; Gastronomie, Haushalt, Reinigung und Hygiene; Kosmetik und Körperpflege; Versorgung und Installation; Lebensmittelproduktion; Gesundheit, Soziales, Pflege und Pädagogik; Metall und Maschinenbau; Farben und Lacken; Holz; Elektro sowie Bau, Architektur und Vermessung abdecken.
Personal und Durchführung
Für die Durchführung sind pädagogische Fachkräfte, sozialpädagogische Fachkräfte und Jobcoaches vorgesehen. Mindestens 80 Prozent der Personalkapazität soll durch Festangestellte abgedeckt werden; Honorarkräfte dürfen höchstens 20 Prozent einnehmen. Gruppen sollen höchstens 20 Teilnehmende umfassen. Eine durchgängige Vertretung bei Krankheit oder Urlaub ist sicherzustellen.
Räumlichkeiten und technische Ausstattung
Der Maßnahmeort, die erforderlichen Räumlichkeiten und gegebenenfalls die Barrierefreiheit ergeben sich aus dem Losblatt. Vorgesehen sind PC-Arbeitsplätze mit Internetzugang, geeigneter Software, Videotelefonie und Bildschirmen mit mindestens 24 Zoll.
Dokumentation und Qualität
Während der Maßnahme sind der Aktivierungs- und Integrationsfortschrittsplan, teilnahme- und maßnahmebezogene Berichte, die Meldung von Besetzungsständen und Personaländerungen sowie der Nachweis von Integrationsfortschritten zu führen. Die individuelle Teilnahmedauer kann bis zu zwölf Monate betragen und in begründeten Einzelfällen bis zu 24 Monate verlängert werden; ein Verlängerungsantrag ist mindestens vier Wochen vor Ablauf der ursprünglichen Dauer zu stellen.
Umwelt- und Klimaschutz
Der Auftragnehmer soll Strom aus erneuerbaren Energiequellen beziehen, elektrische Geräte bei Dienstschluss ausschalten, Recyclingpapier mit 100 Prozent Altpapier verwenden und Reinigungsmittel mit dem Blauen Engel oder dem EU-Umweltzeichen einsetzen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenTrägerzulassung und Leistungsfähigkeit
Erforderlich ist eine gültige Trägerzulassung nach den einschlägigen Vorgaben für den jeweiligen Fachbereich. Die Zulassung muss bei Zuschlagserteilung vorhanden sein und ortsbezogen spätestens bis zum Maßnahmebeginn vorliegen. Bieter müssen außerdem vergleichbare Leistungen innerhalb der letzten drei Jahre nachweisen.
Ausschlussgründe und Zuverlässigkeit
Der Bieter darf keine strafrechtlichen Verurteilungen, Insolvenz, schwere Verstöße gegen Sozial- oder Arbeitsrecht, schwere berufliche Verfehlungen oder wettbewerbsbeschränkende Absprachen aufweisen. Steuer- und Sozialversicherungspflichten müssen erfüllt sein. Datenschutzmaßnahmen und geltende Mindestarbeitsbedingungen sind einzuhalten.
Sanktionen und Interessenkonflikte
Personalanforderungen
Pädagogische Fachkräfte benötigen einen Berufs- oder Studienabschluss im Berufsfeld und mindestens ein Jahr pädagogische Erfahrung in der Erwachsenenbildung. Sozialpädagogische Fachkräfte benötigen ein einschlägiges Studium oder eine gleichwertige Qualifikation. Jobcoaches benötigen einen Berufs- oder Studienabschluss, mindestens ein Jahr Berufserfahrung sowie Kenntnisse in Personalwesen, Office-Software und im BA-Portal. Für die Arbeit mit Menschen mit Migrations- oder Fluchthintergrund wird mindestens ein Jahr Erfahrung, sehr gutes Englisch und wünschenswert Arabisch verlangt.
Betriebs- und Datenschutzanforderungen
Der Auftragnehmer muss die technischen und organisatorischen Datenschutzanforderungen erfüllen. Der Serverstandort soll Deutschland oder dem Europäischen Wirtschaftsraum zuzuordnen sein. Die Erreichbarkeit ist montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 15 Uhr sicherzustellen.
Vergleichbare Leistungen zur Förderung der beruflichen Weiterbildung, berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen, Ausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen, Maßnahmekombinationen nach § 45 SGB III oder zur Eingliederung von Arbeitslosen und erwerbsfähigen Leistungsberechtigten
Angaben zu Auftragnehmer, Leistungsbeschreibung, Rechtsgrundlage, Vergabe- oder Losnummer, Durchführungszeitraum und -ort, Auftraggeber, Ansprechperson und Telefonnummer; bei Eignungsleihe muss das andere Unternehmen die Leistung erbringen.