Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenKurzbeschreibung
Die Bundesagentur für Arbeit (Regionales Einkaufszentrum Südwest) schreibt einen Rahmenvertrag für eine individuelle Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung von arbeitslosen Menschen mit multiplen Vermittlungshemmnissen aus. Die Maßnahme richtet sich an ca. 30 Teilnehmende im Bezirk des Jobcenters Mainz.
Träger übernehmen ein intensives, sozialpädagogisch begleitetes Einzelcoaching mit aufsuchender Arbeit. Ziel ist die Heranführung an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sowie die Vermeidung bzw. Beendigung von Obdachlosigkeit.
Was Sie tun müssen:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- I - Auftragsbezogene Zusammenarbeit auf dem regionalen Arbeitsmarkt10%
Wertungsbereich mit Bewertungskriterien zur auftragsbezogenen Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren.
- II - Teilnehmendenbezogene Vorgehensweise50%
Wertungsbereich mit Bewertungskriterien zur teilnehmendenbezogenen Vorgehensweise.
- III - Personal10%
Wertungsbereich mit Bewertungskriterien zum Personaleinsatz.
- IV - Bisherige Erfolge und Qualität30%
Wertungsbereich mit Bewertungskriterien zu bisherigen Erfolgen und Qualität der Vertragsausführung.
Erweiterte Richtwertmethode nach UfAB 2018.04: Schritt 1: Kennzahl = (Gesamtsumme der Leistungspunkte / Wertungspreis) x 100. Schritt 2: Korridor aus Kennzahl des führenden Angebotes minus 10%. Schritt 3: Angebote innerhalb des Korridors werden als gleichwertig betrachtet; Entscheidungskriterium ist die Gesamtpunktzahl aus den Wertungskriterien II.1, II.2, II.3 und IV.1.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenRahmen und Zielgruppe
Maßnahmeart: Individuelle Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung gemäß § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. § 45 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 SGB III.
Zielgruppe: Arbeitslose Menschen mit multiplen Vermittlungshemmnissen, Wohnraumproblemen und drohender Obdachlosigkeit.
Ziel: Heranführung an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt; Vermeidung bzw. Beendigung von Obdachlosigkeit.
Plätze: ca. 30 (Schwankungsbereich 10 %).
Leistungsort: Mainz (Bezirk des Jobcenters Mainz); koordinierender Bedarfsträger ist das Jobcenter Mainz; Leistungserbringung im Regionalen Einkaufszentrum Südwest (Saonestr. 2–4, 60528 Frankfurt am Main).
Leistungsbestandteile
1. Intensive sozialpädagogische Begleitung – ganzheitlicher Ansatz, aufsuchende Einzelfallbetreuung (Hausbesuche nur mit schriftlicher Einwilligung), Krisenintervention, Fallbesprechungen.
2. Wohnungserlangung und Wohnungserhalt – Unterstützung bei Wohnraumsuche, Mietvertragsabschluss, Mietschuldenübernahme, vertragsgemäßes Verhalten, Kontakt zu Fachberatungsstellen (§ 67 SGB XII).
3. Berufsorientierung – Informationen zu Ausbildungsberufen, Abstimmung von Eignung/Neigung mit Berufsanforderungen, regionaler Arbeitsmarkt, Überprüfung der Berufswahl.
4. Bewerbungstraining – individuelle Bewerbungsunterlagen, Vorstellungsgespräch-Vorbereitung, Nutzung BA-Portal/VerBIS, Online-Bewerbung.
5. Kompetenzvermittlung – Persönlichkeitscoaching, Umgang mit Krisen, Arbeitsorganisation, Problemlösung, wirtschaftliches Verhalten.
6. Betriebliche Erprobung – Maßnahmeteile beim Arbeitgeber bis max. 4 Wochen, Standard 5 Arbeitstage/Woche.
7. Digital unterstützte Durchführung – E-Learning, Videotelefonie, Lernplattformen, virtuelles Klassenzimmer.
8. Netzwerkarbeit – Zusammenarbeit mit Behörden, Sucht-/Schuldnerberatung, Wohnungsbaugesellschaften, Jobcenter.
9. Aktivierungs- und Eingliederungsplan – individueller Plan mit Zielen, Aufgaben, Zwischenzielen, Fortschreibung.
10. Dokumentation und Berichterstattung – teilnehmerbezogene Berichte (Vordruck F.5.2), Fehlzeitenlisten, Gesamtbericht nach Maßnahmeende.
Umfang der Teilnehmerbetreuung
Vertragslaufzeit und Optionen
Umwelt- und Klimaschutz
Im Rahmen der Durchführung sind folgende Umweltanforderungen zu beachten:
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenTrägerzulassung (Pflicht)
Gültige Trägerzulassung gemäß §§ 176, 178 SGB III (AZAV) für den jeweiligen Fachbereich nach § 5 Abs. 1 AZAV.
Ausschlussgründe (§§ 123, 124 GWB)
Es dürfen keine Ausschlussgründe vorliegen:
Berufliche Leistungsfähigkeit (Referenzen)
Nachweis über Datei D.3: vergleichbare Leistungen innerhalb der letzten 3 Jahre.
Als vergleichbar gelten insbesondere:
Maximal 6 Referenzen sind ausreichend.
Personalqualifikation und -einsatz
Personalschlüssel: 1 Coach : 12 Teilnehmende.
Beschäftigung: Festangestelltes Personal; Vertragslaufzeit muss gesamten Beschäftigungszeitraum abdecken; keine geringfügig Beschäftigten (§ 8 SGB IV).
Qualifikation Coaches (max. 50 % dürfen jeweils die Varianten ohne volle Hochschulqualifikation abdecken):
Mentoring: Mindestens 1/3 des Personals muss mind. 2 Jahre Berufserfahrung als Mentor nachweisen (damit können Berufsanfänger ohne geforderte Erfahrung eingesetzt werden).
Kenntnisse: Office-Software, BA-Portal, VerBIS, Bewerbungsmanagement.
Medienkompetenz: digitale Lehr-/Lernkonzepte, E-Learning, Videotelefonie.
Soft Skills: Empathie, Kontaktfreude, Teamfähigkeit, interkulturelle Kompetenz.
Führungszeugnis: keine Verurteilung nach §§ 174–180, 182 StGB; bei Tätigkeitsaufnahme max. 3 Monate alt; alle 3 Jahre zu aktualisieren.
Weiterbildung: mind. 1/3 des Personals, mind. 3 Kalendertage pro Jahr.
Vertretung: durchgängig gesichert; bei mehr als 1 Woche Ausfall professionsgerechte Vertretung.
Räumlichkeiten und Ausstattung
Erreichbarkeit und Organisation
Datenschutz
Arbeitsrechtliche und tarifrechtliche Anforderungen
Sanktions- und Ethikausschluss
Eignungsleihe und Bietergemeinschaften
Vergleichbare individuelle Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung i.S.v. § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. § 45 Abs. 1 S. 1 SGB III (sog. 45ind-Maßnahmen) oder vergleichbare Leistungen, insbesondere Aktivierungshilfen nach § 45 Abs. 1 Nr. 1 SGB III, berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen nach § 51 SGB III, außerbetriebliche Ausbildung nach § 76 SGB III oder Maßnahmekombinationen mit entsprechenden Elementen
Pflichtfelder pro Referenz: Auftragnehmer, Leistungsbeschreibung mit §§, Vergabe-/Los-Nr., Durchführungszeitraum und -ort, Anzahl Plätze/Teilnehmende/Stundenkontingente, Auftraggeber mit Kontaktperson und Telefonnummer. Bei Bietergemeinschaften/Unterauftragnehmern in einer Datei D.3 konsolidieren.