Rohbauarbeiten Spezialtiefbau
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenOffenes Verfahren für Rohbau- und Spezialtiefbauarbeiten beim Neubau des Hallenbads Zuffenhausen in Stuttgart.
Leistungen umfassen unter anderem Baustelleneinrichtung, Vermessung, BIM-Leistungen, Bohrpfahlgründung, Baugrubenverbau, Bauwasserhaltung, Erdarbeiten, Entwässerung, Rohbau in Ortbeton und Mauerwerk, Abdichtung und Wärmedämmung, Hauseinführungen, Einlegearbeiten sowie Blitzschutz- und Erdungsanlagen.
Das Angebot ist elektronisch einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertLeistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung, Vermessung und BIM
Baustelleneinrichtung, Vorhaltung und Räumung für die gesamte Vertragslaufzeit. Vermessung mit Einmessung der Becken, Qualitätssicherung der Stahlbetonarbeiten, Sichtbetonmuster und Dokumentation.
BIM-Leistungen umfassen die modellbasierte Werk- und Montageplanung, das BIM-Abrechnungsmodell, die As-built-Zuarbeit, die Mitarbeit am BIM-Abwicklungsplan sowie die geforderte BIM-Modell- und Datenlieferung. Erforderlich sind insbesondere Kenntnisse in IFC 4.0, LOD400 und modellbasierter Werk- und Montageplanung sowie geeignete BIM-Software und qualifiziertes Personal.
Spezialtiefbau und Gründung
Herstellung der bewehrten Großbohrpfähle mit Durchmessern von 62 cm und 75 cm einschließlich Verrohrung, Wasserauflast, Bohrpfahlprotokollen nach DIN EN 1536, Pfahlkopfherrichtung, Bohrgutbehandlung und Entsorgung.
Aus den Planunterlagen ergeben sich insgesamt 203 Bohrpfähle mit 1.713 m Pfahllänge, 46 t Pfahlbewehrung und 203 Pfahlköpfen. Ergänzend sind Baugrubenverbau mit Trägerbohlwänden, Pfahlwänden, Litzenankern, Spritzbeton- und Holzausfachung sowie Fußplomben auszuführen.
Die Grundwasserabsenkung erfolgt auf 0,50 m unter Bestandsgelände beziehungsweise Baugrubensohle.
Erdarbeiten, Bauwasserhaltung und Entwässerung
Erdarbeiten umfassen Aushub, Schroppenlage, Verdichtung, Sohlfilter und Verfüllung der Arbeitsräume. Die Verdichtung unter Verkehrsflächen muss DPr mindestens 100 Prozent erreichen. Lastplattendruckversuche sind statisch und dynamisch gemäß Position 6.1 des Leistungsverzeichnisses durchzuführen.
Die Bauwasserhaltung umfasst Schachtbrunnen, Pumpensümpfe, Tauchmotorpumpen, HDPE-Druck- und Ableitungsleitungen, Wasser- und Stromanschluss, Notstromaggregat, Störmeldeanlage, tägliche Förderratenbestimmung, Bautagebuch und pH-Wert-Kontrollen. Die Anlage ist 25 Wochen zu betreiben; die wasserhaltungsbezogene Dokumentation ist bis drei Tage nach Abschluss der Betonierarbeiten fortzuführen.
Entwässerungsleistungen umfassen Grundleitungen, Formstücke, Schächte, Bodenabläufe, Regenwasser-Kombispeicher, Dichtheitsprüfungen, Spülung und Videoinspektion, Vermessung und Dokumentation. Erforderlich sind unter anderem 42 Bodenabläufe DN 100, 13 Schächte DN 1000, 3 Schächte DN 1200, Vorreinigungsschächte sowie ein Regenwasser-Kombispeicher mit 160 m³.
Rohbau in Beton und Stahlbeton
Herstellung der Gründung, wasserundurchlässigen Bodenplatten, Fundamente, Fundamentbalken, Pfahlköpfe, Wände, Stützen, Unterzüge, Decken, Podeste, Treppen und Becken in Ortbeton sowie Fertigteil- und Stahlbetonbauteilen. Im auszugsweise eingesehenen LV sind rund 1.394 m³ Beton und 8.130 m² Schalung ausgewiesen. Die Betongüten reichen von C12/15 über C25/30 bis C30/37 und C30/37 WU; Betondeckung, Expositionsklassen und Festigkeitsentwicklung sind bauteilbezogen zu beachten.
Ergänzend sind rund 500 t Rundstahl, 64 t Mattenstahl und 10 t Unterstützungskörbe vorgesehen. Hergestellt werden 258 Wanddurchbrüche und 258 Wandöffnungen zum Schließen, 235 Deckenaussparungen zum Herstellen und Schließen, rund 74 m Kernbohrungen sowie 510 m Fugenbleche und 64 m Abschalelemente. Acht Fertigteiltreppen und acht Stahlrundrohrstützen sind Bestandteil des Rohbaus.
Leistungen umfassen Beton- und Stahlbetonarbeiten, Bewehrung, Schalung, Aussparungen, Fugen, Anschlüsse, Einbauteile, Kernbohrungen, Temporäre Unterstützungen, Sichtbeton, Traggerüste, Nachbehandlung, Qualitätsüberwachung und Ausschalfristen. Aussparungen und Schlitze in Mauerwerkswänden sind nach den einschlägigen Mauerwerksregeln zu bemessen und auszuführen.
Abdichtung und Wärmedämmung
Ausführung der Bauwerksabdichtung nach dem Abdichtungskonzept und der Wassereinwirkungsklasse des Bodengutachtens. Vorgesehen sind vollflächige Frischbetonverbundabdichtung an Bodenplatten, Boden-Wand-Fugen und weiteren Bauteilen sowie zweilagige lösemittelfreie Bitumendickschichtabdichtung erdberührter Bauteile nach DIN 18533. Schutz- und Dränmatten, Perimeterdämmung, Fugenbleche und Anschlüsse an Pfahlköpfe, Rohrdurchführungen, Installationsschächte, Türen, Windfang und andere Durchdringungen sind zu berücksichtigen.
Die Wärmedämmung wird als XPS-Perimeterdämmung mit 14 cm an Bodenplatten, 16 cm an Wänden, 8 cm am Sockel und 20 cm an Decken ausgeführt. Für die Abdichtung und Dämmung sind die erforderlichen Systemnachweise, Funktionsprüfungen und unabhängigen Prüfberichte vorzulegen.
Mauerwerk, Treppen und Einbauteile
Mauerarbeiten umfassen Kalksandstein-Plansteinmauerwerk in Dicken von 11,5 cm, 17,5 cm und 24 cm auf Dünnbettmörtel, Mauersperrbahn, Maueranschlüsse, Stürze, Brandschutzfugen, Eckausbildungen sowie das Herstellen und Schließen von Wandöffnungen. Für F90-Wände ist eine Dämmung der Baustoffklasse A mit Schmelzpunkt über 1.000 °C und Rohdichte mindestens 30 kg/m³ vorgesehen. Rund 65 m³ Plansteinmauerwerk sind in den ausgewiesenen LV-Teilen enthalten.
Auszuführen sind Beton- und Stahlbetonfertigteiltreppen, Ortbetontreppen, Zwischenpodeste und Treppenanschlüsse. Sichtbare Betonflächen, Arbeitsfugen, Schattenfugen, Anschlusshöhen, Rutschhemmung und statische Berechnungen der eingebauten Teile sind entsprechend den Leitdetails auszuführen.
Haus- und Dacheinführungen, Einlegearbeiten und Koordination
Herstellung von Haus- und Dacheinführungen, Futterrohren, Abdichtungsanschlüssen sowie Einlegearbeiten mit Leerrohren und Formteilen. Fotodokumentation aller Einlegearbeiten vor der Betonage, eine Bestandsliste und die Übergabe als PDF sind zu erstellen. Erforderliche BIM-Leistungen für das Gewerk sind zu erbringen.
Die Leistungen umfassen außerdem die Koordination von Aufzugseinlegeteilen, Blitzschutz, Badewassereinbauten sowie Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärkoordination. Keramische Aussparungen und Futterrohre sind nach den Angaben der Fachplanung auszuführen.
Blitzschutz und Erdungsanlagen
Lieferung und Verlegung der Fundament- und Ringerdung sowie der Ableitungen, Erdungsfestpunkte, Potentialausgleichsleitungen, Tiefenerder, Verbinder, Dehnungsfugenüberbrückungen und wasserdichten Wanddurchführungen. Die Erdungsanlage ist als durchgängig elektrisch leitende Einheit nach EN 62305-3 und DIN 18014 auszuführen.
Zum Leistungsumfang gehören außenliegende Blitzschutzableitungen, HVI-Fangleitungen, Fangspitzen, Fangpilze, Betonhalterungen und Überbrückungsbänder. Die im LV ausgewiesenen Mengen umfassen unter anderem 1.480 m Fundamenterder, 590 m Fangleitung und 26 Futterrohre. Durchgängigkeits- und Anlagenmessungen sind nach Fertigstellung der Rohbauarbeiten durchzuführen und zu dokumentieren.
Gerüste, Schutzmaßnahmen und Stundenlohnleistungen
Bereitstellung und Abbau von Arbeits- und Montagegerüsten, Absturzsicherungen, Schutzgeländern, Wand- und Bodenschutz sowie provisorischen Schachtabdeckungen und Entwässerungen. Schutzmaßnahmen sind laufend mindestens dreimal pro Woche zu überprüfen. Vorgehaltene Schutzeinrichtungen sind bis zur Freimeldung durch die Objektüberwachung zu belassen.
Für Stundenlohnarbeiten sind Vorarbeiter, Facharbeiter und Hilfsarbeiter zu Verrechnungssätzen anzugeben. Stundenlohnzettel sind unmittelbar nach Ausführung, spätestens wöchentlich, einzureichen; die Stundenlohnrechnung ist nach Abschluss der Arbeiten, spätestens vier Wochen danach, zu stellen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenReferenzen und Vergleichbarkeit
Es sind mindestens drei vergleichbare Referenzen aus den letzten bis zu fünf abgeschlossenen Kalenderjahren vorzulegen. Der längere in der Eigenerklärung genannte Zeitraum ist maßgeblich. Die Nachweise müssen die ausgeführten Leistungen, Mengen, eingesetzten Arbeitnehmer, Auftragssummen, Ausführungszeiträume und die vertragliche Bindung enthalten. Ein gesonderter Mindestauftragswert für Referenzen ist nicht festgelegt.
Kapazität, Umsatz und technische Ausrüstung
Die durchschnittliche jährliche Belegschaft der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre ist nach Lohngruppen mit gesondert ausgewiesenem technischem Leitungspersonal anzugeben. Der Umsatz der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre ist für vergleichbare Bauleistungen zu erklären; eine Mindestumsatzhöhe besteht nicht. Ebenfalls abzugeben ist eine Erklärung zur vorhandenen Ausstattung, zu Geräten und zur technischen Ausrüstung.
Register, Qualifikation und Nachunternehmer
Für zulassungspflichtige Handwerke ist die Eintragung in der Handwerksrolle, für zulassungsfreie Handwerke alternativ das Handelsregister beziehungsweise die IHK-Eintragung nachzuweisen. Die auftragsbezogenen Bildungs- und Berufsqualifikationen sind nachzuweisen; die konkrete Ausgestaltung dieses Kriteriums ist im vorliegenden eForm noch nicht eindeutig festgelegt.
Bei Nachunternehmern oder Eignungsleihe sind Art und Umfang der Teilleistungen, deren Angaben, Kapazitätsnachweise und Verpflichtungserklärungen einzureichen. Bei Eignungsleihe zur wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit haften die beteiligten Unternehmen gemeinsam. Eine Bietergemeinschaft ist als Gesellschaft bürgerlichen Rechts mit gesamtschuldnerischer Haftung anzugeben; alle Mitglieder sind zu benennen und ein bevollmächtigter Vertreter zu bestellen.
Finanzielle und versicherungsbezogene Anforderungen
Eine Geothermie-Haftpflichtversicherung ist nachzuweisen beziehungsweise eine verbindliche Deckungszusage vorzulegen; die im eForm enthaltenen Deckungssummen sind noch nicht konkreten. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ist über den angegebenen Umsatz nachzuweisen; eine gesonderte Mindestumsatzschwelle ist nicht festgelegt.
Personelle und ausführungsbezogene Fähigkeiten
Ein Fachbauleiter mit Befugnis zur Annahme von Anweisungen des Auftraggebers sowie ein BIM-Koordinator sind zu benennen. Gefordert sind geeignete BIM-Software, qualifiziertes Personal, Kenntnisse in IFC 4.0, LOD400 und modellbasierter Werk- und Montageplanung. Der Nachweis der Maßgenauigkeit von Großbohrpfählen durch einen öffentlich bestellten und vereidigten Vermessungsingenieur ist vorzulegen. Soweit nach der Leistungsbeschreibung erforderlich, ist ein qualifizierter Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator zu benennen. Die gesamte Leistung ist in deutscher Sprache zu dokumentieren.
Ausschluss- und Integritätsanforderungen
Es gelten die in der Bekanntmachung genannten Ausschlussgründe. Keine schwerwiegende Verurteilung in den letzten zwei Jahren mit Freiheitsstrafe von mehr als drei Monaten, Geldstrafe von mehr als 90 Tagessätzen oder Geldbuße von mehr als 2.500 Euro; kein Insolvenzverfahren oder vergleichbares Verfahren; ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen sowie Beachtung der Tariftreue- und Mindestentlohnungspflichten sind nachzuweisen. Von der Verordnung erfasste Personen oder Unternehmen dürfen weder als Bieter noch als Nachunternehmer, Lieferant oder Eignungsleiheunternehmen eingesetzt werden.
Mindestens drei vergleichbare Referenzen über Leistungen in den letzten bis zu fünf abgeschlossenen Kalenderjahren. Je Referenz sind unter anderem Referenzgeber mit vollständiger Anschrift, Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Ausführungsort, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung, ausgeführter Leistungsumfang mit Mengen, eingesetzte Arbeitnehmer und besondere technische oder gerätespezifische Anforderungen anzugeben. Bei Einzelleistungen ist zusätzlich der netto Auftragswert der ausgeführten Leistungen anzugeben; bei Komplettleistungen sind Kurzbeschreibung, Besonderheiten und koordinierte Gewerke darzulegen. Die Bestätigung des Auftraggebers über die vertragsgemäße Ausführung ist beizufügen.
vergleichbare Ausführung der ausgeschriebenen Rohbau- und Spezialtiefbauleistungen; Angabe, ob Einzelleistung oder Komplettleistung, sowie Art der vertraglichen Bindung; Auftraggeberbestätigung erforderlich
Wettbewerb & Angebotsprognose
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