Roßtal : Offenes Verfahren zur Beschaffung von „Betriebliche Zusatzkrankenversicherung (bKV) für Mitarbeitende des Marktes Roßtal“
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDer Markt Roßtal (90574 Roßtal) schreibt eine betriebliche Zusatzkrankenversicherung für rund 130 Mitarbeitende aus. Gesucht wird ein Versicherer, der eine Gruppenversicherung mit Grundpaket (Budgettarif) und optionalen Zusatzbausteinen (Zähne, Augen/Sehhilfen, Unfall) anbietet.
Die Monatsprämie je Person darf brutto 25,00 € nicht überschreiten, das jährliche Gesamtbudget je Person liegt zwischen 400 € und 600 €. Die Vertragslaufzeit beträgt 24 Monate mit einmaliger Verlängerungsoption um 12 Monate.
Bieter müssen u.a. als Krankenversicherer in Deutschland zugelassen sein (BaFin) und verschiedene Eigenerklärungen, Referenzen und Umsatznachweise abgeben. Angebote sind elektronisch über die Plattform aumass einzureichen, Abgabe bis 30.10.2026, 18:00 Uhr.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Leistung70%
Bewertung des angebotenen Versicherungsschutzes und der Leistungen in drei Teilbereichen mit insgesamt 105 Punkten.
- Preis und Budgetumfang30%
Bewertung der einheitlichen monatlichen Bruttoprämie je versicherter Person sowie des angebotenen kalenderjährlichen Gesamtbudgets; maximal 45 Punkte, davon 30 Preispunkte und 15 Budgetpunkte.
Gesamtpunktzahl = Leistungspunkte + Preispunkte + Budgetpunkte; Preispunkte P = 30 * (PreisMAX - PreisXY) / (PreisMAX - PreisMIN), wobei PreisMIN der günstigste Angebotspreis und PreisMAX das Doppelte von PreisMIN ist; Budgetpunkte B = 15 * (BudgetXY - 400) / (600 - 400).
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenRahmen und Vertragsgestaltung
Rahmenvertrag für eine arbeitgeberfinanzierte betriebliche Zusatzkrankenversicherung (bKV) als Gruppenversicherung für ca. 130 Beschäftigte des Marktes Roßtal.
Grundpaket / Budgettarif (verpflichtend)
Verpflichtendes Grundpaket mit einem kalenderjährlichen Gesamtbudget von 400 € bis 600 € je versicherter Person.
Mindestleistungen (Mindest-Erstattungen):
Maximaler Preis: 25,00 € brutto pro Person und Monat (inkl. Prämienbefreiung).
Pflicht-Eigenschaften des Versicherungsschutzes (sonst Ausschluss):
Bewertete Leistungsbereiche
Die Leistungstabelle (Leistungstabelle_bkV.xlsx) bewertet insgesamt 100 Punkte (Hinweis: in der Quelle mit 105 Punkten tabelliert, 100 als Gesamtsumme ausgewiesen).
Optionale Zusatzbausteine
Zusätzlich zum Grundpaket können – ohne Anspruch auf Beauftragung – folgende Bausteine angeboten werden. Pro Baustein sind Ja/Nein, monatliche und jährliche Prämie je Person sowie Leistungsumfang, Einschränkungen und Versicherungsbedingungen anzugeben; Wartezeiten, Leistungsbegrenzungen, Selbstbeteiligungen und Höchstbeträge sind vollständig und transparent offenzulegen.
Serviceleistungen und digitale Abwicklung
Im Rahmen des Angebots werden u.a. folgende Leistungsmerkmale bewertet bzw. erwartet:
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZulassung als Krankenversicherer
Der Auftragnehmer, der die Versicherungsleistung erbringt und das Risiko trägt, muss als Krankenversicherer in Deutschland zugelassen sein. Zugelassen sind entweder ein von der BaFin zugelassener Versicherer oder ein Versicherer aus einem anderen EU-/EWR-Staat mit Berechtigung zur Niederlassungs- oder Dienstleistungsfreiheit nach §§ 57–59 VAG und abgeschlossenem Notifikationsverfahren.
Ein als Unterauftragnehmer eingebundener Versicherungsmakler muss diese Zulassung nicht erfüllen; die Verantwortung für die vertraglich geschuldete Leistung verbleibt beim Auftragnehmer.
Ausschlussgründe und rechtliche Eignung
Für Bieter, Bietergemeinschaftsmitglieder und Unterauftragnehmer dürfen keine Ausschlussgründe vorliegen, insbesondere keine rechtskräftigen Verurteilungen/Geldbußen u.a. nach §§ 123, 124 GWB, § 30 OWiG, § 21 AEntG, § 98c AufenthG, § 19 MiLoG, § 21 SchwarzArbG oder § 24 Abs. 1 LkSG. Keine festgestellte Nichterfüllung von Steuer-, Abgaben- oder Sozialversicherungspflichten durch rechtskräftige Gerichts- oder bestandskräftige Verwaltungsentscheidung. Bei zutreffenden Aussagen sind Umstände, Zeitpunkt, Schwere und ggf. Selbstreinigung nach § 125 GWB separat zu erläutern.
Berufshaftpflichtversicherung
Nachweis einer Berufs- bzw. Betriebshaftpflichtversicherung mit mindestens 1.500.000 € je Schadensfall für Personen- und Sachschäden, oder Verpflichtungserklärung, dass diese spätestens zum Zuschlagszeitpunkt besteht. Bescheinigungen dürfen nicht älter als 6 Monate sein; fremdsprachige Nachweise sind mit einer vom Bewerber als richtig garantierten Übertragung ins Deutsche vorzulegen. Fehlt der Nachweis/die Erklärung, wird das Angebot ausgeschlossen.
Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit (Mindestumsatz)
Nachweis eines Mindestjahresumsatzes von 150.000 € netto in jedem der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre im Bereich betriebliche Zusatzkrankenversicherungsleistungen (Anlage 208). Bei Bietergemeinschaften kann die Summe der Mitglieder herangezogen werden.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit (Referenzen)
Nachweis unternehmensbezogener Referenzprojekte zu betrieblichen Zusatzkrankenversicherungsleistungen (Anlage 206): Leistungsbeginn nicht vor 01.01.2020, kontinuierliche Laufzeit mindestens 12 Monate, Abschluss spätestens zum Ablauf der Angebotsfrist. Konkrete Mindestanzahl der Referenzen geht aus den Unterlagen nicht hervor.
Datenschutz und Verschwiegenheit
Verpflichtung zur Einhaltung von DSGVO, BDSG und BayDSG; Vertraulichkeit, Löschung und Protokollierung der Zugriffe (mindestens 2 Jahre). Nach Zuschlag sind alle eingesetzten Personen nach Art. 32 Abs. 4 DSGVO schriftlich auf das Datengeheimnis zu verpflichten; Nachweise sind auf Anforderung vorzulegen.
Eignungsleihe und Unterauftragsvergabe
Bei Inanspruchnahme von Kapazitäten anderer Unternehmen (Eignungsleihe) sind Art und Umfang, das eignungsverleihende Unternehmen und die bereitgestellten Kapazitäten/Teilleistungen zu benennen (Anlage 204) sowie die vergaberechtliche Verpflichtungserklärung (Anlage 214) beizubringen. Bei wirtschaftlicher/finanzieller Eignungsleihe ist eine gemeinsame Haftung für die Auftragsausführung zu erklären. Für Teilleistungen, die berufliche Leistungsfähigkeit erfordern, sind nur Nachweise solcher Unternehmen zulässig, die die Leistung selbst erbringen.
Beabsichtigte Unterauftragsvergaben (z.B. an einen Versicherungsmakler) sind in Anlage 303 offenzulegen; auf Verlangen sind Unterauftragnehmer zu benennen und nachzuweisen, dass deren Mittel dem Bieter zur Verfügung stehen.
Sanktionen / Russland-Bezug
Eigenerklärung zum Bezug Russland (Formblatt III.27, VHB Bayern): Es darf kein Bezug zu Russland im Sinne der Verordnung (EU) 2022/576 vorliegen (russische Staatsangehörigkeit, Niederlassung in Russland, > 50 % Anteile durch solche Personen oder Handeln auf deren Anweisung). Bei Eignungsverleihern, Nachunternehmern und Lieferanten gilt die 10 %-Schwelle bzw. eine Ausnahme nach Art. 5k Abs. 2 VO (EU) 2022/576.
Mindestanforderungen an das Angebot
Das Angebot muss sämtliche in der Leistungsbeschreibung festgelegten Mindestanforderungen erfüllen. Dazu zählen u.a. die Einhaltung der Preisobergrenze von 25,00 € Monatsprämie brutto je Person und des Budgetkorridors von 400–600 € kalenderjährlichem Gesamtbudget je Person sowie die Pflicht-Eigenschaften des Versicherungsschutzes (keine Wartezeiten, keine Gesundheitsprüfung, Einheitsprämie etc.). Angebote, die diese Anforderungen nicht erfüllen, können nicht gewertet werden.
Unternehmensbezogene Referenzprojekte zu betrieblichen Zusatzkrankenversicherungsleistungen
Art des Auftraggebers (öffentlich/privat), Name des Referenznehmers, Projektbezeichnung, Kurzbeschreibung, Rolle (Auftragnehmer/Arbeitsgemeinschaft/Unterauftragnehmer), Auftragswert netto, Beginn/Ende TT.MM.JJJJ; Ort, Datum, Unterschrift
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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