Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Ausschreibung umfasst die Baufreimachung und Leitungserkundung für den geplanten Ersatzneubau der Brücke Schmarler Damm über die DB-Strecke 6325 in Rostock-Schmarl.
Der Bieter soll Flächen für die Kampfmittelsondierung vorbereiten, vorhandene Leitungen durch Suchschachtungen erkunden und die Trassen dokumentieren. Zusätzlich gehören Baustelleneinrichtung, Sicherung, Beweissicherung, Genehmigungen, Koordinierung und die Wiederherstellung beanspruchter Flächen zum Umfang.
Die Arbeiten liegen in direkter Bahnnähe. Besondere Vorgaben betreffen die eingeschränkte Zuwegung, die Zauneidechsenflächen und den Schutz des Fernwärmekanals.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssumme wird ermittelt aus der nachgerechneten Angebotssumme, insbesondere unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 v.H.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Organisation
Einrichtung, Unterhalt und Beräumung der Baustelle einschließlich Baustellensicherung, Verkehrs- und Hinweiszeichen sowie Bauzäunen. Der Bauzaun ist etwa 2,0 m hoch, mit einem Mindestabstand von 5 m zur Gleisachse beziehungsweise zu Oberleitungsmasten. Für die Arbeiten sind Genehmigungen und Erlaubnisscheine, etwa für Straßensperrungen oder Schachtscheine, einzuholen. Die Arbeiten sind mit der Kampfmittelsondierung, den Sicherungsleistungen Bahn und der parallelen TK-Leitungsverlegung abzustimmen.
Baufreimachung und Flächenvorbereitung
Rodung von Hecken und Buschwerk auf 175 m², Aufnahme und Wiederherstellung von 50 m² Rasengittersteinen, 3 m Böschungstreppe und 12 m Bordsteinen. Punktuell sind 5 Stellen Gleisschotter mit jeweils mindestens 2,50 m Durchmesser und etwa 40 cm Tiefe aufzunehmen und wiederherzustellen. Für die Kampfmittelsondierung sind die Flächen der neuen Brückengründung mit 10 Großbohrpfählen DU 1,5 m, die Oberleitungsmasten mit 2 Stahlrammpfählen Profil Doppel-Peiner 370 und eine Baugrundverbesserung auf 135 m² vorzubereiten.
Leitungserkundung und Dokumentation
Suchschachtungen und Bodenschürfe mit 40 m³ Umfang, Sohlenbreiten von 0,5 bis 1,5 m und Tiefen bis 1,5 m, überwiegend in Handschachtung. Bodenaushub und Wiedereinbau umfassen 120 m³ im Böschungsbereich westlich des Brückenwiderlagers auf etwa 30 m x 2,50 m und bis 1,50 m Tiefe. Erkundete Trassen sind auf 180 m farblich mit Holzpflöcken zu kennzeichnen. Art, Material und Größe der Leitungen sind zu dokumentieren und einzumessen.
Entsorgung und Zustandsfeststellung
Bereitstellung eines regenwasserdichten Containers für Siedlungsabfall mit mindestens 10 m³ Volumen. Vor und nach den Bauarbeiten ist eine fotografische Beweissicherung beziehungsweise Zustandsfeststellung gemeinsam mit dem Auftraggeber und der örtlichen Bauüberwachung durchzuführen.
Besondere Ausführungsbedingungen
Die östlich der Gleise gelegenen Eidechsenflächen dürfen nur vom 1. November bis 15. März auf verdichteten Flächen und auf kürzestem Weg gequert werden. Westlich ist die Zuwegung für Lkw und Transporter bis 7,5 t geeignet; die letzten 150 m sind nur mit kleinem Gerät befahrbar. Der westlich gelegene Fernwärmekanal ist lastfrei zu halten; dort darf nur Gerät bis 5 t eingesetzt werden. Die CEF-Maßnahme zum Schutz der Zauneidechsen ist zu beachten.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachkunde und organisatorische Fähigkeiten
Der Auftragnehmer muss die Arbeiten mit der Kampfmittelsondierung, den Sicherungsleistungen Bahn und den beteiligten Leitungsträgern abstimmen können. Die Lage vorhandener Leitungen ist anhand der Planunterlagen zu prüfen; Abweichungen sind zu berücksichtigen. Für die Arbeiten sind Leitungsauskünfte selbst einzuholen.
Eignungsnachweise
Mit dem Angebot sind die Eigenerklärung zur Eignung oder eine EEE beziehungsweise eine PQ-Nummer sowie die Erklärung nach TVgG M-V und die Verpflichtungen nach §§ 15 und 16 TVgG M-V vorzulegen. Bei Bietergemeinschaften oder Nachunternehmern sind die entsprechenden Erklärungen einzureichen.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Es sind mindestens drei Referenzen über vergleichbare Bauleistungen zur Baufreimachung für Kampfmittelsondierungen mit Bohrtiefen von mindestens 6,00 m vorzulegen. Die Referenzen müssen die Leistung, den Auftragswert des eigenen Unternehmensanteils, den Ausführungszeitraum und den Auftraggeber enthalten. Auf Verlangen sind Bescheinigungen über die ordnungsgemäße Ausführung vorzulegen.
Arbeitskräfte und Qualifikation
Auf Verlangen ist die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten drei Kalenderjahre, gegliedert nach Lohngruppen und technischem Leitungspersonal, anzugeben. Im Angebotsschreiben ist eine fachkundige Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination mit der geforderten Qualifikation zu benennen.
Weitere Nachweise auf Verlangen
Auf gesondertes Verlangen können Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse, des Finanzamts und der Berufsgenossenschaft, Register- oder Handwerksnachweise, Qualifikationsnachweise gemäß den ZTV, Produktdatenblätter, Nachweise zu BASt-Fahrzeugrückhaltesystemen, Referenzbescheinigungen, Umsatzbestätigungen, Insolvenzunterlagen und Unterlagen zur Selbstreinigung angefordert werden.
Vergleichbare Bauleistungen zur Baufreimachung für Kampfmittelsondierungen mit Bohrtiefen von mindestens 6,00 m
Je Referenz sind die Bezeichnung der Leistung, der Auftragswert des eigenen Unternehmensanteils, der Ausführungszeitraum und der Auftraggeber anzugeben; Bescheinigungen über die ordnungsgemäße Ausführung können auf Verlangen vorgelegt werden.