Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung (VOB/A) für den Rückbau der Fahrleitungsanlage (Oberleitung) der Straßenbahnlinie 6 im Bereich Nord des Hochstraßensystems Helmut-Kohl-Allee in Ludwigshafen. Auftraggeberin ist die BPG Bauprojektgesellschaft Ludwigshafen mbH. Im Zuge des Ersatzneubaus der Hochstraße Nord (B 44) sollen auf der Kurt-Schumacher-Brücke Maste, Quertrageinrichtungen, Kettenwerke, Einfachfahrleitungen sowie Teile der Speisung demontiert und fachgerecht entsorgt werden. Die Ausführung erfolgt innerhalb von 25 Werktagen nach Beauftragung. Angebote sind bis zum 08.09.2026 um 10:00 Uhr elektronisch über die Vergabeplattform (www.auftragsboerse.de) einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssumme wird ermittelt aus der nachgerechneten Angebotssumme, insbesondere unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 v.H.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenRückbau Maste und Bauwerksstützpunkte
Rückbau aller Masten im Rampenbereich Ludwigshafen einschließlich Stummelmasten an Bauwerken. Ausbau der Maste aus dem Fundament bzw. Abtrennung auf Höhe OK Fundament bei Direktgründung.
Im Bestand verbleiben: alle Masten im Brückenbereich, Wandanker, Blockfundamente.
Nicht im Leistungsumfang: Berührungsschutz mit schadstoffbelasteter Beschichtung – wird im Rahmen der Schadstoffsanierung des Tunnels entfernt.
Rückbau Quertrageinrichtungen
Rückbau sämtlicher Quertrageinrichtungen (Ausleger, Quertragwerke, Tunnelstützpunkte, elastische Fahrdrahthalter, Schilder). Es werden keine neuen Quertrageinrichtungen hergestellt.
Rückbau Fahrleitung, Kettenwerk und Einfachfahrleitung
Rückbau aller Kettenwerke (AC-120 CuAg 0,1 + 1x Bz II 70 mm² fest) und Einfachfahrleitungen (AC-120 CuAg 0,1) im betroffenen Abschnitt einschließlich aller elektrischen Verbindungen, Festpunktanker, Radspanner und Streckentrenner. Nutzung vorhandener Radspannermasten 48M11 und 48M12 zur Abfangung der Fahrleitung.
Mengen laut LV: ca. 1.893 m Kettenwerksfahrleitung, 624 m Einfachfahrleitung, 168 m Tragseil, ca. 430 m Umgehungskabel.
Montage Schwerlastanker und Drehgelenke
Setzen von 2 Paar Schwerlastankern (Typ Hilti HAS-U 5.8 HDG M 16 x 220 mit Injektionsmörtel Hilti HIT-HY 200-A V3) für Fahrdrahtabfangungen der Bahnsteiggleise am Tunnelportal. Einbauhöhe ca. 4 m, Mindestabstand zur Tunnelwand 150 mm. Montage von Drehgelenken mit Schraubbefestigung.
Bei alternativem Produkt: Nachweis der Gleichwertigkeit über Bauartzulassung oder Berechnungssoftware, Vorlage vor Baubeginn beim Betreiber, Freigabe durch Prüfstatiker. Kraft und Notwendigkeit eines Auszugsversuchs (empfohlen 20 kN) sind mit dem Betreiber (rnv) abzustimmen.
Speisung und Trennung
Abklemmen und Sichern von Speisungsanlagen an Trennern in den zur Brückenrampe führenden Gleisen. Abklemmen und Rückbau der Speisung des bergwärts führenden Gleises auf der Rampe im Tunnelbereich. Rückbau der Umgehungsleitung für Tragseile im Rampentunnel.
Im Bestand verbleiben: Mastschalter, Antriebe und Überspannungseinrichtungen am Mast 1118. Vor Beginn aller Arbeiten an Fahrleitung und Speisung ist die Abstimmung mit der rnv (Anpassungen, notwendige Ab-/Umschaltungen) zwingend.
Materialübernahme und Entsorgung
Vor der Demontage ist mit der rnv abzustimmen, für welche Ausbaumaterialien Übernahmeinteresse besteht. Diese Materialien sind an die rnv im Stadtgebiet Mannheim anzuliefern. Alle nicht mehr benötigten Teile sind fachgerecht gegen Nachweis zu entsorgen. Bei der Preisbildung ist der Schrotterlös für Kupfer, Bronze und Stahl zu berücksichtigen.
Allgemeine Leistungen (Vermessung, Dokumentation, Abnahme)
Streckenvermessung, Baustelleneinrichtung, Sichtprüfung der Bestandsbauteile, Schlussvermessung, Übergabe der Revisionsunterlagen spätestens 3 Monate nach Abnahme sowie Abnahme mit Betreiber und Aufsichtsbehörde.
Stundensätze
Bereitstellung von Montagestundensätzen (Obermonteur, Monteur, jeweils inkl. Überstunden- und Nachtzuschlägen) sowie Fahrzeugstundensätzen (Montageturmwagen, Hubsteiger, Lkw 12 t, Bagger 10 t) für etwaige Zusatz- oder Nachträgsleistungen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAusschlussgründe und Zuverlässigkeit
Keine Ausschlussgründe gemäß § 6e EU VOB/A. Keine Verurteilung in den letzten 2 Jahren wegen Verstößen, die zu einem Eintrag im Gewerbezentralregister führen (Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze, Geldbuße > 2.500 €). Ordnungsgemäße Erfüllung der steuer-, abgaben- und sozialversicherungsrechtlichen Pflichten. Kein beantragtes, eröffnetes oder abgelehntes Insolvenzverfahren, keine Liquidation.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Mindestjahresumsatz von 300.000,00 € brutto je Geschäftsjahr (in den letzten 3 Kalenderjahren). Zusätzlich Nachweis der Haftpflichtversicherung: mindestens 1,5 Mio. € Deckung für Personenschäden und mindestens 3 Mio. € Deckung für Sach- und Vermögensschäden. Eignungsleihe bei anderen Unternehmen ist möglich (Formulare 104.1 und 104.2); bei wirtschaftlicher Eignungsleihe haften Bieter und Drittunternehmen gesamtschuldnerisch.
Fachliche und technische Leistungsfähigkeit
Nachweis von 2 bis 3 vergleichbaren Referenzen über Umrüstungsarbeiten von Fahrleitungsanlagen Hochkette für Straßenbahnlinien im Stadtgebiet mit einem Gesamtbauvolumen von mindestens 150.000 € netto je Referenz, erbracht in den letzten 5 Kalenderjahren (laufende Referenzen mit seit mindestens 6 Monaten begonnener Tätigkeit werden gewertet). Pro Referenz: Bezeichnung der Leistung, Auftragswert des auf den Bieter entfallenden Anteils, Ausführungszeitraum und Auftraggeber. Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte für die Ausführung.
Erklärungen und Tariftreue
Abgabe der Eigenerklärung EU-Sanktionen Russland (kein Russlandbezug gemäß Art. 5k) VO (EU) 833/2014; auch für Unterauftragnehmer mit > 10 % Auftragswert). Tariftreue- und/oder Mindestentgelterklärung nach LTTG Rheinland-Pfalz (Mustererklärung 1 AEntG und Mustererklärung 3 Mindestentgeld). Die Pflicht gilt auch für Nachunternehmer und Leiharbeitnehmer.
Verfahrensmodalitäten
Nur ein Hauptangebot, keine Nebenangebote zugelassen. Angebot in deutscher Sprache. Preise in EUR ohne Umsatzsteuer, max. 3 Nachkommastellen. Keine Mischkalkulation. Verpflichtende Nutzung der HVA-B-Vordrucke. Präqualifikation optional möglich (PQ-Verzeichnis), sonst Eigenerklärung zur Eignung. Eigenerklärungen werden bei Engere Wahl durch Bescheinigungen zuständiger Stellen bestätigt; fremdsprachige Bescheinigungen sind mit deutscher Übersetzung vorzulegen.
Umrüstungsarbeiten von Fahrleitungsanlagen Hochkette für Straßenbahnlinien im Stadtgebiet (Unternehmens-Referenzen)
Pro Referenz: Bezeichnung der Leistung, Auftragswert des auf Bieter entfallenden Anteils, Ausführungszeitraum, Auftraggeber; auf Verlangen Bescheinigung über ordnungsgemäße Ausführung (in Anlehnung an Muster)