Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum geht's?
Das Land Baden-Württemberg sucht ein Planungsbüro (oder eine Bietergemeinschaft), das die Generalplanung für ein Regionales Verkehrsmanagement (RVM) im Großraum Heilbronn–Neckarsulm übernimmt – also die Leistungsphasen 5 bis 9 nach HOAI.
Was ist zu tun?
Wie läuft das Verfahren?
Europaweites Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb. Zunächst reicht man einen Teilnahmeantrag ein (Frist: 17. August 2026, 12:00 Uhr, elektronisch über dtvp.de). Daraus werden 3–5 Bewerber für die Angebotsphase ausgewählt. Fragen können bis 6. August 2026 eingereicht werden.
Was muss man mitbringen?
Beginn der Leistung: Dezember 2026 / Januar 2027.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertLeistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGeneralplanung RVM (Leistungsphasen 5–9 nach HOAI)
Konkretisierung der 19 vorhandenen Verkehrssteuerungs-Strategien (Strategiesteckbriefe P1–P16 sowie Beispielfelder) bis zur Umsetzungsreife. Übernahme der Leistungsphasen 5 (Entwurfsvorbereitung) bis 9 (Bauüberwachung und Objektbetreuung) gemäß HOAI für das Regionale Verkehrsmanagement im Großraum Heilbronn–Neckarsulm. Ziel ist es, die fachlichen, organisatorischen und technischen Voraussetzungen zu schaffen, damit die Maßnahmen später durch die Verkehrsmanagementzentrale Baden-Württemberg (VMZ BW) betrieben werden können.
Verkehrssteuerung & Lichtsignalanlagen
Planung und Umsetzung verkehrssteuernder Strategien im Rahmen des RVM: Netzsteuerung, Koordinierung, Verkehrsleitsysteme. Erstellung, Optimierung und Parametrierung von Lichtsignalanlagen-Programmen – ausdrücklich unter Berücksichtigung der ÖPNV-Priorisierung. Betroffen sind LSA-Standorte auf Strecken wie B27, L1100, L1111, B39, L1036, K2126, L533 und L1101 im Großraum Heilbronn.
Verkehrsmodellierung
Anwendung, Fortschreibung, Kalibrierung oder Aufbau eines mikro-, meso- oder makroskopischen Verkehrsmodells zur Bewertung der geplanten Steuerungsstrategien.
C-ITS und digitale verkehrstechnische Systeme
Konzeption und Begleitung von Pilotprojekten im Bereich vernetzter Verkehrssteuerung und intelligenter Lichtsignalanlagen (C-ITS). Dazu gehören z. B. Roadside Units (RSU), Onboard Units (OBU), eine C-ITS-PKI sowie digitale Schnittstellen wie OCIT und DATEX II. Geplante Beispielfelder sind die Neckartalstraße (Obereisesheim/Neckarau), Untergruppenbach und Erlenbach (intelligente LSA mit KI/Wärmebildkameras).
Öffentlichkeitsarbeit, Illustrationen & Webauftritt
Begleitende Öffentlichkeitsarbeit zur Akzeptanzförderung und Information der Bevölkerung. Erstellung von Illustrationen, Grafiken, Infografiken und Simulationsdarstellungen. Optional: Konzeption und Pflege eines projektbezogenen Internet- bzw. Informationsauftritts zum Thema Mobilität.
Akteurs- und Schnittstellenkoordination
Abstimmung mit den zwölf beteiligten Partnern (Kommunen, Behörden, Verkehrsunternehmen, Wirtschaft, Verbände) in einem polyzentrischen Kooperationsansatz ohne Unter-/Überordnungsverhältnis. Technische Vernetzung mit der LSA-Zentrale des Landes Baden-Württemberg sowie Datenbereitstellung im Baustellen- und Ereignismanagementsystem (BEMaS). Optional: Moderation heterogener Akteurslandschaften.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenTeilnahmeberechtigung
Teilnahmeberechtigt sind natürliche und juristische Personen mit der geforderten Eignung. Bewerbergemeinschaften sind zugelassen und stehen Einzelbewerbern gleich – eine nachträgliche Bildung von Bietergemeinschaften ist jedoch nicht zulässig.
Ausschlussgründe
Ausschluss vom Verfahren bei Vorliegen zwingender Ausschlussgründe gemäß § 123 GWB (z. B. einschlägige Verurteilungen) sowie fakultativer Ausschlussgründe gemäß § 124 GWB (z. B. Verstöße gegen Umwelt-, Sozial- oder Arbeitsrecht, Insolvenz, schweres Fehlverhalten, wettbewerbsbeschränkende Vereinbarungen, Interessenkonflikte, Vorab-Einbindung in die Verfahrensvorbereitung, mangelhafte Auftragsausführung, schwerwiegende Täuschung). Die Erklärungen sind auch für Eignungsleihe-Unternehmen und relevante Unterauftragnehmer abzugeben.
Sanktionen & Mindestlohn
Erklärung gemäß Art. 5 k) Abs. 1 der EU-Verordnung 833/2014 (Russland-Sanktionen) – weder Bewerber noch Unterauftragnehmer mit mehr als 10 % Auftragsanteil dürfen einen Russland-Bezug im Sinne der Vorschrift aufweisen. Erklärung gemäß § 19 Abs. 3 MiLoG, dass kein mit Geldbuße ab 2.500 € geahndeter Mindestlohnverstoß vorliegt.
Wirtschaftliche & finanzielle Leistungsfähigkeit
Angabe des Jahresumsatzes (Gesamtumsatz und Umsatz mit vergleichbaren Leistungen) für die Geschäftsjahre 2023, 2024 und 2025. Konkrete Mindestumsätze werden in den weiteren Vergabeunterlagen erwartet.
Technische & berufliche Leistungsfähigkeit
Angabe der durchschnittlichen jährlichen Beschäftigtenzahlen 2023–2025 (Gesamtbelegschaft, Geschäftsführer/Partner, technische Fachkräfte). Nachweis der Berufshaftpflichtversicherung mit Deckungssummen von mindestens 5 Mio. € für Personenschäden und 1,5 Mio. € für Sach- und Vermögensschäden – oder Erklärung, dass die Versicherung im Auftragsfall abgeschlossen wird.
Referenzen
Mindestens eine (maximal drei) Referenz aus den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren, frühestens ab Juli 2023, über vergleichbare Planungsleistungen im Bereich Regionales Verkehrsmanagement. Pro Referenz sind Auftraggeber, Ansprechpartner, Zeitraum, erbrachte Disziplinen sowie eine max. 2-seitige Projektbeschreibung einzureichen. Optional sind Bonus-Disziplinen zu Moderation, Visualisierung und Webauftritt nachweisbar (keine referenzübergreifende Kumulation).
Eignungsleihe, Unterauftragnehmer & Mehrfachbeteiligung
Eignungsleihe ist für wirtschaftliche, finanzielle und technische Leistungsfähigkeit zulässig; das Drittunternehmen muss die Eignung für das jeweilige Kriterium erfüllen und eine Verpflichtungserklärung zur tatsächlichen Verfügbarkeit der Mittel beibringen. Nicht eignungsrelevante Unterauftragnehmer müssen noch nicht benannt werden. Eine Mehrfachbeteiligung desselben Unternehmens (als Bewerber, Mitglied einer BG oder Unterauftragnehmer) kann zum Ausschluss aller betroffenen Bieter führen.
Auswahlverfahren Phase 1
Dreistufiges Auswahlverfahren: (1) formale Prüfung der Teilnahmeanträge, (2) Beurteilung der grundsätzlichen Eignung, (3) vergleichende Bewertung anhand der Referenzen mit Auswahl von 3–5 Unternehmen für die anschließende Angebotsphase.
Planungsleistungen im Bereich Regionales Verkehrsmanagement (RVM), Leistungsphasen 5–9, abdeckend mindestens vier der Disziplinen (A) Verkehrssteuerung/-management, (B) LSA-Phasen 5–9 mit ÖPNV-Priorisierung, (C) Verkehrsmodell, (D) C-ITS / digitale verkehrstechnische Systeme
Pro Referenz: Auftraggeber mit Adresse/Ansprechpartner/Telefon/E-Mail, Zeitraum, angekreuzte Disziplinen, max. 2 DIN-A4-Seiten Projektbeschreibung (Text/Bild), optional Referenzschreiben
Bonus-Disziplinen für zusätzliche Punkte: (E) Moderation heterogener Akteurslandschaften, (F) Grafik-/Visualisierungsleistungen, (G) Internet-/Informationsauftritt Mobilität
Bewertung erfolgt anhand der Referenz mit der höchsten Punktzahl – keine referenzübergreifende Kumulation