Sanierung der Kunsthalle zu Kiel – Los 40: Förderanlagen
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas Los umfasst die Lieferung, Montage, Inbetriebnahme, Dokumentation und Abnahme von Aufzugsanlagen sowie zugehörige Wartungsleistungen für die Generalsanierung der Kunsthalle Kiel.
Vorgesehen sind zwei neue Personenaufzüge sowie die Anpassung eines bestehenden Aufzugs. Ergänzend werden Schacht- und Türarbeiten, Kommunikations- und Entrauchungstechnik, Montagerüstung, Werk- und Montageplanung, Dokumentation, Abnahmen, Stundenlohnarbeiten und fünf Jahre Wartung je Aufzug ausgeschrieben.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Wertungssumme des Angebotes als einziges Zuschlagskriterium
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt; berücksichtigt werden insbesondere Nachlässe, der Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangebote. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenNeue Personenaufzüge
AZ1 wird als Personenaufzug mit 3 Haltestellen und 3 Türen, einer Förderhöhe von ca. 5,50 m, einer Nenngeschwindigkeit von 1,0 m/s und einer Traglast von 630 kg ausgeführt. AZ2 erhält 4 Haltestellen und 4 Türen, eine Förderhöhe von ca. 13,5 m, eine Nenngeschwindigkeit von 1,0 m/s und eine Traglast von 1.250 kg. Beide Anlagen umfassen unter anderem Kabinen, Schächte, Teleskopschiebetüren, Steuerung, getriebelose Synchronmotorantriebe, Brandfallevakuierung, Notruf- und GSM-Kommunikation sowie Schachtentlüftung und -entrauchung.
Bestandsaufzug AZ3
Der bestehende Personenaufzug AZ3 wird angepasst. Erforderlich sind das Kürzen der Führungsschienen, die Umsetzung des Geschwindigkeitsbegrenzers, der Austausch der Schachtbeleuchtung durch eine LED-Beleuchtung, die Anpassung oder Erneuerung des GSM- und Notrufgeräts, Programmierarbeiten, die Aufrüstung eines Tableaus nach EN 81-70 sowie Kommunikations- und Schachtentlüftungs- beziehungsweise Entrauchungssysteme. Das alte Tableau und die alte Schachtbeleuchtung werden demontiert und entsorgt.
Schacht-, Tür- und Montageleistungen
Für die drei Aufzugsschächte sind Montagerüstungen und die Sicherung der Schachtöffnungen vorzusehen. Die Leistungen umfassen außerdem zwei Ausziehversuche für Mauerwerke unbekannter Güte, 40 Adapterplatten für Schachtversprünge, 8 Adapterkonstruktionen für Schachttüren, drei Mauerumfassungszargen bei AZ1 sowie einen Montageträger mit angeschweißten Lasthaken bei AZ2.
Planung, Dokumentation, Abnahme und Einweisung
Für jede Anlage sind Werk- und Montageplanung sowie Dokumentations- und Revisionsunterlagen zu erstellen. Die Planung umfasst unter anderem Übersichts- und Lagepläne, Montageablaufpläne, Schacht- und Triebwerksraumzeichnungen, elektrische Schemata sowie Kabinenzeichnungen mit 3D-Ansichten. Je Aufzug ist eine Sachverständigenabnahme durch eine zugelassene Überwachungsstelle und eine Einweisung mit jeweils 10 Teilnehmern durchzuführen. Die vollständige Übergabedokumentation nach VOB Teil C ist zu übergeben.
Stundenlohn- und Wartungsleistungen
Neben dem Pauschal Leistungsumfang sind Stundenlohnarbeiten für Obermonteure und Monteure vorgesehen. Die Stundenlohnarbeiten beginnen erst nach schriftlichem Abruf; Zuschläge für Mehr-, Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit sind nicht einzubeziehen. Für AZ1, AZ2 und AZ3 sind jeweils fünf Jahre AMEV-Wartung anzubieten, insgesamt 15 Aufzug-Jahre.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Zulassung
Mindestens drei Jahre bestehende Geschäftstätigkeit, keine einschlägigen Ausschlussgründe und keine unzulässige Wettbewerbsbeschränkung. Bietergemeinschaften sind grundsätzlich zulässig; jedes Mitglied muss die für seinen Leistungsanteil erforderliche Eignung nachweisen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Präqualifizierte Unternehmen können ihren Eignungsnachweis über das Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. führen. Nicht präqualifizierte Unternehmen verwenden die Eigenerklärung zur Eignung oder die EEE und geben den Umsatz der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre für Bauleistungen und vergleichbare Leistungen an. Ein konkreter Mindestumsatz ist nicht genannt.
Technische und fachliche Leistungsfähigkeit
Erforderlich sind die Fähigkeit zur Lieferung, Montage, Inbetriebnahme, Prüfung, Dokumentation und Wartung normgerechter Aufzugsanlagen, vergleichbare Referenzen sowie die Erstellung der geforderten Werk- und Montageplanung. Das Unternehmen muss geeignete technische Spezifikationen, Prüf- und Zulassungsbescheinigungen sowie die erforderlichen technischen Systeme nachweisen können.
Personelle Leistungsfähigkeit
Das Unternehmen muss über ausreichend Arbeitskräfte für die Ausführung verfügen. Erforderlich sind außerdem ein verantwortlicher deutschsprachiger Bauleiter beziehungsweise Vertreter sowie die Qualifikation des Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinators oder dessen Stellvertreters. Konkrete Besetzungs- oder Zertifikatsschwellen werden nicht genannt.
Register- und gewerberechtliche Nachweise
Je nach Unternehmensform sind Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerksrollen- oder IHK-Eintragung sowie Nachweise von Sozialkasse und Berufsgenossenschaft vorzulegen. Bei Einsatz anderer Unternehmen können deren Eignung und Verfügbarkeit nachgewiesen werden müssen.
Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bei einer Bietergemeinschaft ist eine Erklärung aller Mitglieder über die Bildung der Arbeitsgemeinschaft, die bevollmächtigte Vertretung und die Gesamtverbindlichkeit abzugeben. Bei Unteraufträgen oder Eignungsleihe sind Art und Umfang der übernommenen Leistungen zu benennen; auf gesondertes Verlangen können Verpflichtungserklärungen und Eignungsnachweise der eingesetzten Unternehmen verlangt werden.
Vergleichbare Aufzugs- und Fördertechnikleistungen aus den letzten fünf Kalenderjahren; bei Angeboten in der engeren Wahl sind drei Referenznachweise vorzulegen.
Je Referenz sind Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang, eigener Personal- und Mengeneinsatz, technische und gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung und gegebenenfalls koordinierte Gewerke anzugeben. Die Bestätigung des Auftraggebers über die vertragsgemäße Ausführung ist beizufügen.
Wettbewerb & Angebotsprognose
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