Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie MarienBad GmbH schreibt die Objektplanung Gebäude und Innenräume gemäß § 34 HOAI für die umfassende Sanierung des Freizeitbades „MarienBad" in Bad Marienberg (Westerwald) aus. Beauftragt werden die Leistungsphasen 5–9: Entwurfsplanung, Ausführungsplanung, Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe, Objektüberwachung/Bauüberwachung sowie Objektbetreuung. Die vorhandene Genehmigungsplanung (LPH 1–4) ist zu prüfen, zu plausibilisieren und zu einer ausführungsreifen Planung fortzuschreiben.
Was zu planen ist: Energetische Sanierung der Gebäudehülle, Erneuerung der technischen Gebäudeausrüstung (Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro, Sicherheits- und Badetechnik), Sanierung und Neuordnung des Foyers, barrierefreie Umkleide-/Sanitärbereiche, Gastronomie, Saunazugang, Bewegungsbad, Massage- und Personalbereiche, Erweiterung der Lüftungszentrale sowie Rettungswege/Außenfluchttreppe. Besondere Anforderungen bestehen durch hohe Feuchte-, Chlorid- und Besucherbelastung. Das Vorhaben ist fördermittelfinanziert; der Auftragnehmer unterstützt den Auftraggeber im Umgang mit dem Fördermittelgeber.
Verfahren: Offenes Verfahren gemäß § 15 VgV. Angebote werden elektronisch über das DTVP-Portal eingereicht. Zuschlag erfolgt nach Preis (niedrigster) und Konzeptqualität (Organisation/Erfahrung Projektteam, Herangehensweise). Honorarhöchstbetrag: 436.247,90 € netto (Stundensatzbasis). Geplanter Baubeginn: 01.07.2027; Wiedereröffnung: 01.01.2029.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis30%
Wertung des Honorarangebotes über die Gesamtsumme des anzugebenden Honorars (Wertungspreis). Lineare Interpolation mit bis zu zwei Stellen nach dem Komma.
- Erfahrung des Projektteams30%
Organisation und Erfahrung des Projektteams; bewertet anhand von Vollständigkeit, Nachvollziehbarkeit und Plausibilität der Darlegungen im Konzept (max. 10 DIN A4-Seiten).
- Herangehensweise40%
Konzept zur Herangehensweise an das Vorhaben (max. 30 DIN A4-Seiten); bewertet anhand von Vollständigkeit, Nachvollziehbarkeit und Plausibilität der Darlegungen mit Bezug auf das konkrete Vorhaben.
Preiswertung: P = 90 – (60 ∙ [X/N]); P = zu ermittelnde Punktzahl (max. 30), N = niedrigster Wertungspreis, X = zu bewertender Wertungspreis. Lineare Interpolation. Niedrigster Wertungspreis = 30 Punkte; ≥ 1,5-facher Minimalpreis = 0 Punkte. Negative Ergebnisse = 0 Punkte.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGegenstand und Leistungsbild
Objektplanung Gebäude und Innenräume gemäß § 34 HOAI i.V.m. Anlage 10 Nr. 10.1 HOAI für die Sanierung des Hallenbades „MarienBad", Bismarckstraße 65, 56470 Bad Marienberg. Beauftragt werden die Leistungsphasen 5 bis 9 (Entwurfsplanung, Ausführungsplanung, Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe, Objektüberwachung/Bauüberwachung, Objektbetreuung). Die Leistungsphasen 1–4 sind bereits erbracht und nicht Vertragsgegenstand, bilden aber die zu prüfende und fortzuschreibende Planungsgrundlage.
Vergütung nach tatsächlichem Zeitaufwand auf Basis verbindlicher Stundensätze, begrenzt durch einen Honorarhöchstbetrag von 436.247,90 € netto. Anrechenbare Kosten: KG 300 = 3.078.061 €, KG 400 = 5.935.378 € (netto). Das Vorhaben ist fördermittelfinanziert; der Auftragnehmer unterstützt den Auftraggeber im Umgang mit dem Fördermittelgeber.
Schwerpunkte der Planung – Innenbereiche
Sanierung und Neuordnung des Foyers einschließlich Kassen- und Backofficebereich, öffentliche Sanitäranlagen, barrierefreie Umkleide-, Dusch- und Sanitärbereiche, Umkleide-, Dusch- und WC-Bereiche der Badeebene, Massagebereich, Verwaltungs- und Personalräume, Gastronomie, Teile des Sauna-Zugangs, Bereiche des Bewegungsbades, Personalbereiche in der Technikebene.
Schwerpunkte der Planung – Gebäudehülle und Technik
Energetische Sanierung der Gebäudehülle (Bestand Mauerwerk, neues WDVS, weißer Anstrich, extensive Dachbegrünung), Erneuerung der technischen Gebäudeausrüstung (Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro, Sicherheits- und Badetechnik), Erweiterung der Lüftungszentrale, Integration der Brandschutzanforderungen (Brand- und Rauchabschnitte, Rettungswege, Türen, Abschlüsse, Leitungsdurchführungen, Sicherheitsbeleuchtung, Brandmeldeanlage, Fluchtwegkennzeichnung), Koordination der baulichen Anschlüsse für Rettungswege und Außenfluchttreppe, barrierefreier Ausbau bis zur Badeebene gemäß DIN 18040-1/2.
Besondere Planungsanforderungen
Materialien, Oberflächen und Details sind auf hohe Feuchte- und Chloridbelastung, intensive Reinigung und hohe Besucherfrequenz auszulegen. Planung muss geltende Gesetze, Verordnungen, Richtlinien und allgemein anerkannte Regeln der Technik (DIN-, VDI-, VDE-Regelwerke) einhalten. Aufstellung bauphysikalischer, hygienischer, brandschutztechnischer und betrieblicher Anforderungen in Feucht-, Nass-, Sanitär-, Umkleide- und Schwimmbadbereichen.
Grundleistungen LPH 5–9 im Detail
Prüfung, Plausibilisierung und Fortschreibung der vorhandenen Planungsunterlagen zur vollständigen, koordinierten und ausführungsreifen Planung. Erstellung aller Ausführungs-, Detail- und Konstruktionspläne. Planung von Wand-, Boden- und Deckenaufbauten, Oberflächen, Türen, Einbauten, Anschlüssen, Revisionsmöglichkeiten und Ausstattungen. Koordination der baulichen und innenräumlichen Schnittstellen zur TGA. Kostenfortschreibung; Kostenrisiken und Abweichungen frühzeitig erkennen und dem Auftraggeber mit Vorschlag zum weiteren Vorgehen vorlegen. Bereitstellung einer Projektcloud-Lösung. Abstimmung der Ausführungsplanung, Vergabevorbereitung, Vergabeverfahren und Bauüberwachung mit Fachplanungen und Bauablauf. Pflichtpersonal: Projektleiter und Verantwortlicher Bauüberwachung vor Ort, jeweils mit Stellvertreter, jeweils mit abgeschlossenem Studium Dipl.-Ing./Bachelor/Master oder vergleichbar und 3-jähriger einschlägiger Berufserfahrung.
Besondere Leistungen (nur bei Bedarf)
Nur bei vorheriger Beauftragung/Freigabe, Vergütung nach tatsächlichem Zeitaufwand: Prüfen und Anerkennen von Plänen Dritter (nicht an der Planung Beteiligter), Prüfung und Wertung von zugelassenen Nebenangeboten, Überwachung der Mängelbeseitigung innerhalb der Verjährungsfrist (5 Jahre ab Abnahme), Bereitstellung einer Projektcloud-Lösung.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung zur Berufsausübung (§ 44 VgV)
Architekt oder vergleichbare Qualifikation; Nachweis durch Eintragung in die Architektenliste der zuständigen Architektenkammer. Bei juristischen Personen: Benennung eines verantwortlichen Berufsangehörigen mit entsprechender Qualifikation plus Handelsregisterauszug (nicht älter als 12 Monate). Bei Bietergemeinschaften oder Unterauftragnehmern: Nachweis für jedes beteiligte Unternehmen.
Ausschlussgründe (§§ 123, 124 GWB)
Keine zwingenden Ausschlussgründe nach § 123 GWB (Straftaten, Steuern/Sozialversicherung) und keine fakultativen Ausschlussgründe nach § 124 GWB. Gegebenenfalls Selbstreinigung nachweisen. Einverständnis zur Registerabfrage erforderlich.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit (§ 45 VgV)
Eigenerklärung zu Gesamtumsatz und spezifischem Umsatz im Geschäftsfeld Planungsleistungen für die letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre (2023–2025). Mindestumsatz: durchschnittlicher spezifischer Umsatz ≥ 200.000 € pro Jahr. Bestehende Haftpflichtversicherung bei EU-zugelassenem Versicherer ab Leistungsbeginn mit Mindestdeckung: Personenschäden 2.000.000 €, Sachschäden 1.500.000 €, Vermögensschäden 1.500.000 €. Auf Anforderung: Versicherungspolice oder -bestätigung, testierte Jahresabschlüsse/Gewinn- und Verlustrechnungen.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit (§ 46 VgV)
Mindestens eine Referenz über Objektplanung Gebäude gemäß § 34 HOAI i.V.m. Anlage 10 Nr. 10.1 HOAI für die Sanierung eines Gebäudes eines öffentlichen Auftraggebers. Leistungsbeginn nach 01.07.2016, Leistungserbringung LPH 1–7 sowie prägende LPH 8 bis zur Angebotsabgabe abgeschlossen. Netto-Baukosten KG 300 + KG 400 nach DIN 276 ≥ 5.000.000 €. Vorhaben zum Großteil fördermittelfinanziert; Referenz muss die Unterstützung des Auftraggebers im Umgang mit dem Fördermittelgeber umfassen. Auf Anforderung: Referenzbescheinigung des Auftraggebers.
Pflichtpersonal nach Vertrag
Projektleiter und verantwortlicher Mitarbeiter Bauüberwachung vor Ort, jeweils mit Stellvertretung. Anforderungen: abgeschlossenes Studium Dipl.-Ing./Bachelor/Master an Uni/FH oder vergleichbare Berufserfahrung, jeweils 3-jährige einschlägige Berufserfahrung. Die Benennung und Qualifikation des Personals ist Wertungsbestandteil (Konzept „Organisation und Erfahrung des Projektteams").
Sonstige Eigenerklärungen
Eigenerklärung nach EU-Verordnung 833/2014 (Russland-Sanktionen). Eigenerklärungen nach Landesrecht (AEntG, Mindestentgelt). Erklärung zur gewerberechtlichen Eignung. Angaben zu Bietergemeinschaft, Unterauftragnehmern und Eignungsleihe (falls einschlägig). Eignungsleihe möglich; bei wirtschaftlich-finanzieller Eignungsleihe gemeinsame Haftung gemäß § 47 Abs. 3 VgV; bei beruflicher Befähigung/Erfahrung muss der Eignungsleihgeber die Leistung selbst erbringen.
Mindestens eine Referenz: Objektplanung Gebäude gem. § 34 HOAI i.V.m. Anlage 10 Nr. 10.1 HOAI für die Sanierung eines Gebäudes eines öffentlichen Auftraggebers, alle wesentlichen Grundleistungen LPH 1–7 sowie prägende Teile LPH 8
Vorhaben zum Großteil fördermittelfinanziert; Referenz muss Unterstützung des Auftraggebers im Umgang mit dem Fördermittelgeber umfassen. Nachweis durch Projektbeschreibung mit Referenznehmer, -geber, Inhalt, Zeitraum, Umfang und Wert.