Sanierung Hallenbad Nord, Tübingen – Generalplanerleistungen BA 1
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenGeneralplanerleistungen für die Sanierung des Hallenbads Nord in Tübingen, Bauabschnitt 1 (LOT-0000).
Das zweistufige Verhandlungsverfahren umfasst Objektplanung für Gebäude, Tragwerksplanung sowie TGA-Planung HLS und ELT. Die Beauftragung erfolgt stufenweise. Vorgesehen sind unter anderem die Sanierung und Attraktivierung der Becken, die Erneuerung von Lüftung, Heizung, Sanitär, Beckentechnik und Elektro-/MSR-Technik sowie bei Bedarf besondere Planungsleistungen.
Der Teilnahmeantrag ist bis 26.11.2026, 12:00 Uhr elektronisch über die Vergabeplattform einzureichen. Bei Zulassung zur zweiten Stufe sind ein erstes verbindliches Angebot bis 05.02.2027 und ein finales Angebot bis 05.03.2027 einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Personelle Projektorganisation35%
Bewertung von Projektleitung, Projektteam, Qualifikationen und Erfahrungen, Mitarbeiterkapazitäten, Vertretungsorganisation, disziplinübergreifendem Wissensaustausch sowie Erreichbarkeit und Baustellenpräsenz der Bau- und Fachbauleitungen.
- Projektanalyse und Darlegung der Herangehensweise an die Planaufgabe35%
Bewertung der Projektanalyse, der besonderen Anforderungen, der strukturierten Planungs- und Abwicklungsherangehensweise, einer vergleichbaren Projektreferenz sowie der Darlegung von Erkenntnissen zur Einhaltung von Bauzeit und Projektbudget.
- Kosten- und Terminmanagementtools5%
Bewertung der Methoden und Managementwerkzeuge zur Einhaltung von Qualitäts-, Kostenzielen und Terminzielen unter Berücksichtigung der komplexen Generalplaner-Organisation.
- Honorarangebot25%
Bewertung der Honorarsumme einschließlich Honorarsätzen, Kosten für besondere Leistungen, Umbauzuschlag, prozentualer Nebenkosten sowie Abschlags- oder Zuschlag auf das Gesamthonorar.
Die Qualitätskriterien 1 bis 3 werden jeweils mit 0 bis 5 Punkten in 0,25-Punkte-Schritten bewertet und mit 35 %, 35 % und 5 % gewichtet. Beim Honorarangebot erhält das wirtschaftlich günstigste Angebot 5 Punkte; ein fiktiver Angebotspreis, der 1,5-mal so teuer ist, erhält 0 Punkte. Die Preise der übrigen Angebote werden im Verhältnis zur Punktzahl des günstigsten Bieters linear prozentual schlechter bewertet, kaufmännisch auf zwei Dezimalstellen gerundet.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenPlanungsleistungen und Beauftragungsstufen
Die Generalplanung umfasst:
Die Beauftragung erfolgt in drei Stufen: zunächst Leistungsphasen 1–3, danach nach Vorliegen der Kostenberechnung Leistungsphasen 4–5 und anschließend Leistungsphasen 6–9. Eine Weiterbeauftragung ist nicht garantiert.
Geplanter Sanierungsumfang in Bauabschnitt 1
Die Planung umfasst insbesondere:
Der Kinderbereich ist nur berücksichtigt, sofern das Budget reicht. Bei Bedarf können GFK-Lamellen zur Schaffung eines Inspektionsregimes für die eingespannten Stahlbetonbinder und eine Ertüchtigung des Dachtragwerks vorgesehen werden; das Dachtragwerk befindet sich noch in Prüfung.
Besondere Generalplanerleistungen
Je nach Bedarf können besondere Leistungen zu Organisation und Projektmanagement, Beratung, Berichtswesen und Dokumentation, Koordination, Vertrags- und Nachtragsmanagement sowie Projektkostenmanagement vereinbart werden. Der Auswahlkatalog enthält außerdem besondere Leistungen der Objektplanung, Tragwerksplanung und TGA-Planung nach den jeweiligen Leistungsphasen. Welche Positionen tatsächlich beauftragt werden, ist im Auszug nicht festgelegt.
Projektorganisation und Management
Zur Leistung gehören die Planung des Projekt- und Planungsteams, die Benennung der Projektleitung und ihrer Stellvertretung, die Auswahl und Benennung von Fach- und Subplanern, die Festlegung von Zuständigkeiten und Schnittstellen, die Terminplanung, die laufende Dokumentation sowie die zeitliche, fachliche und wirtschaftliche Koordination der Fachplanungen. Das Team muss personelle Kontinuität über die Vertragslaufzeit sicherstellen; die vorgesehenen Teammitglieder müssen fließend Deutsch sprechen.
Kosten, Termine und Fördermittel
Die Leistungen umfassen eine monatlich fortzuschreibende Planvorschauliste, Kostenermittlungen nach DIN 276-1:2018-12, die Kostenkontrolle gegenüber dem Baukostenbudget und die Terminplanung auf Basis des Rahmenterminplans. Bei Bedarf ist die Mitwirkung bei Fördermittelanträgen einzubringen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenRechtliche Eignung und Integrität
Es gelten die in den Unterlagen genannten Ausschluss- und Integritätsanforderungen. Erforderlich sind insbesondere Eigenerklärungen zu wirtschaftlicher Verknüpfung, Ausschlussgründen, Tariftreue und Mindestentgelt sowie zu den Sanktionsvorgaben nach dem 5. EU-Sanktionspaket. Abweichungen sind zu erläutern und zu belegen. Mehrfachbeteiligungen eines Unternehmens als Bewerber, Mitglied einer Bewerbergemeinschaft oder Unterauftragnehmer können zum Ausschluss der betroffenen Bewerbungen führen.
Register und Berufshaftpflichtversicherung
Deutsche Bewerber benötigen einen aktuellen Nachweis der Eintragung im Handelsregister oder relevanten Berufsregister, der zum Teilnahmezeitpunkt nicht älter als ein Jahr ist. Bei ausländischen Bewerbern ist die Bescheinigung der zuständigen Behörde des Herkunftslandes, gegebenenfalls mit Übersetzung, vorzulegen; für eintragungsfreie Unternehmen ist eine vollständige Auskunft als Eigenerklärung abzugeben.
Die Berufshaftpflichtversicherung muss je Schadensereignis mindestens 2,0 Mio. € für Personenschäden und mindestens 2,0 Mio. € für Sach- und Vermögensschäden abdecken. Die maximale Ersatzleistung pro Versicherungsjahr muss mindestens doppelt so hoch sein. Für jedes Mitglied einer Bewerbergemeinschaft ist ein eigener Nachweis erforderlich.
Fachpersonal
Für die Jahre 2023 bis 2025 sind geeignete sozialversicherungspflichtig Beschäftigte nachzuweisen; Vollzeit ist mit mindestens 35 Stunden pro Woche definiert:
Bei Bewerbergemeinschaften werden die Beschäftigtenzahlen der Mitglieder addiert. Die Qualifikationen sind nachzuweisen.
Projektorganisation und Projekterfahrung
Für die vorgesehene Projektleitung und ihre Stellvertretung werden jeweils mindestens zehn Jahre einschlägige Berufserfahrung in der jeweiligen Position erwartet. Das gesamte Team soll sehr gute oder gute Erfahrungen in der Planung und Ausführung vergleichbarer Projekte sowie in der Bädersanierung nachweisen. Die Organisation muss Vertretungsregelungen, ausreichende Kapazitäten, Wissensaustausch und einen reibungslosen Planungsprozess darstellen.
Erreichbarkeit und Präsenz während der Bauzeit
Bauleitung und Fachbauleitungen müssen telefonisch innerhalb einer Stunde erreichbar und innerhalb von drei Stunden auf der Baustelle verfügbar sein. In der wesentlichen Ausführungsphase ist die Anwesenheit der Bauleitung an mindestens drei Tagen pro Woche darzustellen.
Referenzen
Je Leistungsbild sind zwei Referenzen einzureichen. Der Referenzzeitraum umfasst die Inbetriebnahme zwischen dem 01.08.2016 und dem Submissionstermin des Teilnahmewettbewerbs. Die vollständige Erbringung der jeweils geforderten Leistungsphasen, die Bauaufgabe, der Sanierungsanteil und die anrechenbaren Projektkosten sind nachzuweisen. Bei einer Bewerbergemeinschaft können die Referenzen der Mitglieder gemeinschaftlich erbracht und der Gemeinschaft zugerechnet werden.
Objektplanung Gebäude: Bestandssanierung eines Hallenbads, vollständige Leistungsphasen 2–8, Kosten der Kostengruppen 300 und 400 mindestens 5.000.000 € netto, Sanierungsanteil mindestens 50 %
Hallenbad-Bestandssanierung; bei mindestens einer der beiden Objektplanungsreferenzen muss der Auftraggeber öffentlich sein.
Objektplanung Gebäude: Bestandssanierung, vollständige Leistungsphasen 2–8, Kosten der Kostengruppen 300 und 400 mindestens 2.500.000 € netto, Sanierungsanteil mindestens 50 %
Bestandssanierung; mindestens eine der beiden Objektplanungsreferenzen muss von einem öffentlichen Auftraggeber stammen.
Tragwerksplanung: Bestandssanierung eines Hallenbads, vollständige Leistungsphasen 2–6, Kosten der Kostengruppen 300 und 400 mindestens 5.000.000 € netto, Sanierungsanteil mindestens 50 %
Hallenbad-Bestandssanierung mit vollständiger Erbringung der geforderten Tragwerksplanungsleistungsphasen.
Tragwerksplanung: Bestandssanierung, vollständige Leistungsphasen 2–6, Kosten der Kostengruppen 300 und 400 mindestens 2.500.000 € netto, Sanierungsanteil mindestens 50 %
Bestandssanierung mit vollständiger Erbringung der geforderten Tragwerksplanungsleistungsphasen.
TGA HLS: Bestandssanierung eines Hallenbads, vollständige Leistungsphasen 2–3 und 5–8, Kosten der Kostengruppe 470 mindestens 300.000 € netto, Sanierungsanteil mindestens 50 %
Hallenbad-Bestandssanierung; für die Referenz sind auch die anrechenbaren HLS-Kostengruppen 410–430, 470 und 480 anzugeben.
TGA HLS: Hallenbadprojekt, vollständige Leistungsphasen 2–3 und 5–8, Kosten der Kostengruppe 470 mindestens 150.000 € netto
Hallenbadprojekt; für die Referenz sind die anrechenbaren HLS-Kostengruppen 410–430, 470 und 480 anzugeben.
TGA ELT: Bestandssanierung eines Hallenbads, vollständige Leistungsphasen 2–3 und 5–8, Kosten der Kostengruppen 440–450 mindestens 325.000 € netto, Sanierungsanteil mindestens 50 %
Hallenbad-Bestandssanierung; für die Referenz sind auch die anrechenbaren ELT-Kostengruppen 440, 450 und 460 anzugeben.
TGA ELT: Bestandssanierung, vollständige Leistungsphasen 2–3 und 5–8, Kosten der Kostengruppen 440–450 mindestens 160.000 € netto, Sanierungsanteil mindestens 50 %
Bestandssanierung; für die Referenz sind auch die anrechenbaren ELT-Kostengruppen 440, 450 und 460 anzugeben.
Wettbewerb & Angebotsprognose
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