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Sanierung Haus "Goldener Adler" Weißensee

Stadtverwaltung Weißensee99631 Weißensee, ThüringenVeröffentlicht:
Angebotsfrist: noch 5 Tage

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Denkmalgerechte Sanierung der Südfassade des historischen Hauses "Goldener Adler" am Marktplatz 4 in 99631 Weißensee (Thüringen). Auftraggeber ist die Stadtverwaltung Weißensee.

Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und wird aktuell als Vereinshaus genutzt. Der besondere Fokus liegt auf dem profilierten Torbogen aus Gipsstein mit bildplastischem Schlussstein sowie dem Natursteinsockel. Aufgrund der historischen Gipsstein-Materialität dürfen ausschließlich spezielle Mörtelsysteme verwendet werden (kein hydraulisches Bindemittel).

Die Ausschreibung umfasst:

Konservatorische Maßnahmen (Schutz, Ab- und Aufbau, Reinigung, Festigung, Klebung)Restauratorische Maßnahmen (Oberflächenverschluss, Formergänzung, Oberflächenformulierung)Rekonstruktionsmaßnahmen (Natursteinrekonstruktion in Travertin)Flankierende Maßnahmen (Neuverfugung, Neuverputz mit Kalkputzsystem, Neufassung)Dokumentation und Stundenlohnarbeiten

Verfahren: Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A. Vergabenummer: 10/2026/Ö.

Wichtige Hinweise für Bieter:

Die konservatorisch-restauratorischen Arbeiten am Torbogen sind ausschließlich durch qualifizierte Fachrestauratoren auszuführenDer zuständige Fachrestaurator ist namentlich zu benennen, mit Qualifikationsnachweisen und ReferenzenBestätigung der Ortsbesichtigung ist Pflicht (keine Nachträge aus unzureichender Begutachtung)Mehrere Hauptangebote nicht zugelassen – Nebenangebote sind erlaubt
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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Noch 5 Tage bis zur Angebotsfrist — 21. August 2026
HEUTE
Termin / FristAUG2026SEPOKTNOV
Veröffentlichung7. Aug. 2026
Angebotsfrist21. Aug. 2026
Angebotsöffnung21. Aug. 2026
Bindefrist21. Aug. – 21. Okt. 2026
Ausführungsbeginn7. Sep. 2026
Vertragslaufzeit7. Sep. – 13. Nov. 2026
Fertigstellung13. Nov. 2026
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabe

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Niedrigster Preis1 Kriterium
Preis 100%Qualität 0%
  • Preis (Wertungssumme einschl. evtl. Wartungskosten)100%

    Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.

KI-Hinweis: Alle Zuschlagskriterien und Gewichtungen sind vollständig angegeben: alleiniges Zuschlagskriterium ist der Preis mit 100%.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Baustelleneinrichtung

Einrichten und Vorhalten der Baustelle über die gesamte Bauzeit, einschließlich Lager- und Arbeitsplätze, Geräte und Werkzeuge. Sicherungsmaßnahmen sowie Beseitigung etwaiger Beschädigungen an benachbarter Architektur oder Grundstücken. Räumung der Baustelle nach Abschluss inklusive Entfernung von Verunreinigungen.

Konservatorische Maßnahmen

Schutz von Bau- und Gestaltungselementen: Staubdichte/wasserdichte Einhüllung und Abdeckung gefährdeter Architekturelemente (PE-Gewebefolie ca. 100 m², OSB-Platten ca. 30 m²).Ab- und Aufbau Werksteinarchitektur: Rückbau stark substanzgeschädigter Werksteinelemente, Transport, Lagerung, Wiederaufbau in angepasstem Versatzmörtel; Teilrekonstruktionen; Anker-/Dübel-/Klammermaterial (VA 5); Pflasterarbeiten (Granitpflaster aufnehmen und neu verlegen, ca. 3,6 m²).Reinigung manuell: Entfernen funktionsgestörter Fugenmörtel (ca. 45 lfm), desolate Putzmörtel (ca. 85 m²), bestandsfremder Mörtel (ca. 1,5 m²), Metallteile/Dübel (ca. 30 St), Demontage Alarmsirene, Schild und Lüftungsgitter; Krustenentfernung (ca. 4 m²).Reinigung maschinell: Wirbelstrahlverfahren trocken mit Absaugvorrichtung an Werksteinarchitekturgliederung (ca. 7 m²) und Mauerwerk (ca. 95 m²).Festigung: Partielle (aufbauende) Festigung an Gipsstein (Abblätterungen, Abschalungen, Bröckelzerfall, Risse); Epoxidharztränkung in aufsteigender Konzentration; diverse Flächengrößen.Klebung: Klebung von Rissen, Brüchen, Schalen an Gipsstein und Sandstein (ca. 5 lfm); mit Epoxidharz; ggf. Armierung mit VA-Gewindestahl oder CFK.

Restauratorische Maßnahmen

Oberflächenverschluss: Restauratorischer Oberflächenverschluss an Gipsstein (Epoxidharz-basiert mit Gipssteinmehlen/-granulaten) und Sandstein (Acrylharzdispersion-basiert); Eintönung in Farbtönen des historischen Bestandes; Probeflächen.Formergänzung: Formergänzung an Gipsstein (EP-basiert) und Sandstein (Dispersionsmörtel); Beschränkung auf Profil-, Kanten- und Fugenflankenbereiche; Probeflächen.Oberflächenformulierung: Einarbeitung der Oberflächenverschlüsse und Formergänzungen in das historische Oberflächenrelief; Nullausläufe; ggf. Nachschleifen auf Originalglanz; Nachbildung historischer Hiebstrukturen.

Rekonstruktionsmaßnahmen

Teil- und Totalrekonstruktion stark geschädigter oder laminierter Architekturelemente. Ersatzmaterial für desolate Gipssteinelemente: Travertin (Ehringsdorfer Travertin). Leistungsbestandteile: Rekonstruktionszeichnungen, Modelle, Vorfertigung, Oberflächenstrukturierung (Scharrieren), Einbau mittels Versatzmörtel und Ankern.

Neuverfugung

Neuverfugung der Architekturgliederung (profiliert bis unprofiliert, ca. 55 lfm). Restelastische Anschlussfugen in Fenster- und Türbereichen (ca. 14 lfm). Mörtel: ausschließlich Hochbrandgipsmörtel oder Luftkalkmörtel in gipshaltigen Bereichen (keine hydraulisch abbindenden Mörtel).

Neuverputz

Kalkputzsystem dreilagig (ca. 85 m²): Spritzbewurf → Unterputz → Oberputz (Kellenglattputz, altweiß). Putzträger aus Edelstahlgitter (ca. 90 m²). Diagonalarmierungen an Fenstern (ca. 70 St). Putzfaschen (ca. 28 lfm) und Putzlaibungen (ca. 32 lfm). Schließen von Gerüstankerlöchern (ca. 10 St). Bedarfsposition für Mehrputzdicken (ca. 10 m²).

Neufassung

Reinsilikatfarbsystem auf Putzflächen (voraussichtlich Ockerton, ca. 85 m²). Fensterlaibungen/-faschen voraussichtlich grün abgesetzt. Probefläche. Grundierung + 2 Anstriche. Farbfassung der Gerüstankerlochverschlüsse (ca. 10 St).

Flankierende und sonstige Leistungen

Temporäre Dachentwässerung: Demontage Standrohre/Fallrohre, Montage von Dachrinnenschläuchen als Provisorium für zwei Fallrohrbereiche, Wiedermontage nach Fassadenarbeiten.Dokumentation: Verbale, zeichnerische und fotografische Dokumentation (13×18 cm, 3 St). Bautagebuch (tagesaktuell, wöchentlich der Bauleitung vorzulegen).Stundenlohnarbeiten: 5 h Facharbeiter/Geselle (Bedarfsposition) für unvorhersehbare Maßnahmen.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Fachliche Qualifikation – Fachrestaurator

Die konservatorisch-restauratorischen Arbeiten am Torbogen sind ausschließlich durch entsprechend qualifizierte Fachrestauratoren auszuführen. Der Bieter muss den/die vorgesehenen Objektbearbeiter namentlich angeben und deren Eignung durch entsprechende Qualifikationsbescheinigungen und Referenzen nachweisen – mit dem Angebot abzugeben. Erwünscht sind Erfahrungen mit:

steinkonservatorischen/-restauratorischen Maßnahmen an historischen Bauwerken (Denkmälern)Gipsstein-RestaurierungNaturstein-RekonstruktionKalkputzsystemen im Denkmalbereich

Besondere Materialkenntnisse im Umgang mit Gipsstein (hohe Sensibilität), Sandstein und Travertin sind erforderlich.

Ortsbesichtigung und Vollständigkeit

Der Auftragnehmer bestätigt mit Angebotsabgabe, dass er die besonderen örtlichen Gegebenheiten des Baudenkmals besichtigt und sich umfassend über Möglichkeiten, Schwierigkeiten und Beschränkungen informiert hat.Nachtragsforderungen, die aus unzureichender Begutachtung resultieren, werden nicht anerkannt.Der Auftragnehmer übernimmt die Verpflichtung zur Vollständigkeit der angebotenen Leistungen. Leistungen, die sich mit der Ausführung zwangsläufig ergeben, sind mit einzukalkulieren.

Abstimmungsfähigkeit

Der Auftragnehmer hat die Durchführung seiner Leistungen mit der Bauleitung und den gleichzeitig oder nachfolgend tätigen Gewerken abzustimmen.

Wirtschaftliche und finanzielle Eignung

Für nicht präqualifizierte Unternehmen (mit Angebot):

Umsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (Bauleistungen und vergleichbare Leistungen)Erklärung über vergleichbare Leistungen in den letzten 5 KalenderjahrenErklärung, dass die erforderlichen Arbeitskräfte zur Verfügung stehen

Präqualifikation: Eintragung im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. befreit von der Eigenerklärung. Nachunternehmer müssen ebenfalls präqualifiziert sein oder die Voraussetzungen erfüllen.

Zuverlässigkeit und Ausschlussgründe

Keine Ausschlussgründe gemäß § 6e EU VOB/A:

Keine schwere Verfehlung, die die Zuverlässigkeit in Frage stelltKeine Verurteilung wegen Verstößen mit Eintrag im Gewerbezentralregister (> 3 Monate Freiheitsstrafe / > 90 Tagessätze / > 2.500 € Geldbuße)Kein Insolvenzverfahren, keine Ablehnung mangels Masse, nicht in LiquidationVerpflichtungen zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen ordnungsgemäß erfülltMitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft

Selbstreinigungsmaßnahmen nach § 6e EU Abs. 6 möglich. Ab Auftragssumme ≥ 30.000 € wird Gewerbezentralregisterauszug angefordert.

Nachweise auf Verlangen (engere Wahl)

Bei Aufforderung nachzureichen:

3 Referenznachweise (Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang, Personal, technische Anforderungen, Baumaßnahmentyp, vertragliche Bindung, Auftraggeberbestätigung)Zahl der jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte (letzte 3 Jahre, nach Lohngruppen, Leitungspersonal extra)Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerksrolle/IHK-EintragUnbedenklichkeitsbescheinigungen (Sozialkasse, Finanzamt, Berufsgenossenschaft)Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStGHaftpflichtversicherungspoliceProduktdatenblätter benannter FabrikateUrkalkulation (für Preisprüfung)

Thüringer Vergabegesetz (Pflicht-Eigenerklärung)

Eigenerklärung nach § 8 Abs. 1 ThürVgG ist Pflichtbestandteil und ohne unterschriebene Vorlage führt zum Ausschluss. Inhalte:

Tariftreue gem. § 6 Abs. 1 ThürVgGRegelungen zu Leiharbeitskräften (§ 6 Abs. 5)Entgeltgleichheit (§ 6 Abs. 10)Nachunternehmereinsatz nur mit Zustimmung (§ 7 Abs. 1) und Weitergabe der Pflichten (§ 7 Abs. 2 und 4)Vorhaltung von Unterlagen für Kontrollen (§ 12)Sanktionen: Vertragsstrafen, fristlose Kündigung, Ausschluss bis 3 Jahre
Referenzprojekte
Referenzen des Fachrestaurators (ohne bezifferte Mindestanzahl im LV) ReferenzenZeitraum: Keine explizite Zeitrangabe im LV für die Fachrestaurator-ReferenzenVolumen: Nicht beziffert

Steinrestauratorische/-konservatorische Arbeiten an Baudenkmälern (für den benannten Fachrestaurator)

Erfahrung mit Gipsstein-Restaurierung, Naturstein-Rekonstruktion und Kalkputzsystemen im Denkmalbereich erwünscht; Nachweis durch Qualifikationsbescheinigungen und Referenzen mit dem Angebot

3 ReferenzenZeitraum: Letzte 5 KalenderjahreVolumen: Nicht beziffert

Vergleichbare Bauleistungen (Fassadensanierung) – für den Bieter selbst, falls nicht präqualifiziert

Mit dem Angebot: PQ-Nummer oder Eigenerklärung zur Eignung; bei engerer Wahl: Referenznachweise mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang, Personal, technische Anforderungen, Baumaßnahmentyp (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung, Auftraggeberbestätigung

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
4–10Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 6 Angebote
Mittlere Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 27%4–10 · 45%11+ · 28%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 36 erledigt
Pflichtformulare und Vertragsbestandteile
Fachrestaurator und Qualifikation
Material- und Verfahrensangaben
Sonstige Erklärungen
Auf Verlangen der Vergabestelle nachzureichen
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Stadtverwaltung Weißensee
Ort
99631 Weißensee, Thüringen
Kategorie
Thueringen
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Erfüllungsort

Ort der Leistung
99631 Weißensee
Thüringen

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