Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDenkmalgerechte Sanierung der Südfassade des historischen Hauses "Goldener Adler" am Marktplatz 4 in 99631 Weißensee (Thüringen). Auftraggeber ist die Stadtverwaltung Weißensee.
Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und wird aktuell als Vereinshaus genutzt. Der besondere Fokus liegt auf dem profilierten Torbogen aus Gipsstein mit bildplastischem Schlussstein sowie dem Natursteinsockel. Aufgrund der historischen Gipsstein-Materialität dürfen ausschließlich spezielle Mörtelsysteme verwendet werden (kein hydraulisches Bindemittel).
Die Ausschreibung umfasst:
Verfahren: Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A. Vergabenummer: 10/2026/Ö.
Wichtige Hinweise für Bieter:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis (Wertungssumme einschl. evtl. Wartungskosten)100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung
Einrichten und Vorhalten der Baustelle über die gesamte Bauzeit, einschließlich Lager- und Arbeitsplätze, Geräte und Werkzeuge. Sicherungsmaßnahmen sowie Beseitigung etwaiger Beschädigungen an benachbarter Architektur oder Grundstücken. Räumung der Baustelle nach Abschluss inklusive Entfernung von Verunreinigungen.
Konservatorische Maßnahmen
Restauratorische Maßnahmen
Rekonstruktionsmaßnahmen
Teil- und Totalrekonstruktion stark geschädigter oder laminierter Architekturelemente. Ersatzmaterial für desolate Gipssteinelemente: Travertin (Ehringsdorfer Travertin). Leistungsbestandteile: Rekonstruktionszeichnungen, Modelle, Vorfertigung, Oberflächenstrukturierung (Scharrieren), Einbau mittels Versatzmörtel und Ankern.
Neuverfugung
Neuverfugung der Architekturgliederung (profiliert bis unprofiliert, ca. 55 lfm). Restelastische Anschlussfugen in Fenster- und Türbereichen (ca. 14 lfm). Mörtel: ausschließlich Hochbrandgipsmörtel oder Luftkalkmörtel in gipshaltigen Bereichen (keine hydraulisch abbindenden Mörtel).
Neuverputz
Kalkputzsystem dreilagig (ca. 85 m²): Spritzbewurf → Unterputz → Oberputz (Kellenglattputz, altweiß). Putzträger aus Edelstahlgitter (ca. 90 m²). Diagonalarmierungen an Fenstern (ca. 70 St). Putzfaschen (ca. 28 lfm) und Putzlaibungen (ca. 32 lfm). Schließen von Gerüstankerlöchern (ca. 10 St). Bedarfsposition für Mehrputzdicken (ca. 10 m²).
Neufassung
Reinsilikatfarbsystem auf Putzflächen (voraussichtlich Ockerton, ca. 85 m²). Fensterlaibungen/-faschen voraussichtlich grün abgesetzt. Probefläche. Grundierung + 2 Anstriche. Farbfassung der Gerüstankerlochverschlüsse (ca. 10 St).
Flankierende und sonstige Leistungen
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Qualifikation – Fachrestaurator
Die konservatorisch-restauratorischen Arbeiten am Torbogen sind ausschließlich durch entsprechend qualifizierte Fachrestauratoren auszuführen. Der Bieter muss den/die vorgesehenen Objektbearbeiter namentlich angeben und deren Eignung durch entsprechende Qualifikationsbescheinigungen und Referenzen nachweisen – mit dem Angebot abzugeben. Erwünscht sind Erfahrungen mit:
Besondere Materialkenntnisse im Umgang mit Gipsstein (hohe Sensibilität), Sandstein und Travertin sind erforderlich.
Ortsbesichtigung und Vollständigkeit
Abstimmungsfähigkeit
Der Auftragnehmer hat die Durchführung seiner Leistungen mit der Bauleitung und den gleichzeitig oder nachfolgend tätigen Gewerken abzustimmen.
Wirtschaftliche und finanzielle Eignung
Für nicht präqualifizierte Unternehmen (mit Angebot):
Präqualifikation: Eintragung im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. befreit von der Eigenerklärung. Nachunternehmer müssen ebenfalls präqualifiziert sein oder die Voraussetzungen erfüllen.
Zuverlässigkeit und Ausschlussgründe
Keine Ausschlussgründe gemäß § 6e EU VOB/A:
Selbstreinigungsmaßnahmen nach § 6e EU Abs. 6 möglich. Ab Auftragssumme ≥ 30.000 € wird Gewerbezentralregisterauszug angefordert.
Nachweise auf Verlangen (engere Wahl)
Bei Aufforderung nachzureichen:
Thüringer Vergabegesetz (Pflicht-Eigenerklärung)
Eigenerklärung nach § 8 Abs. 1 ThürVgG ist Pflichtbestandteil und ohne unterschriebene Vorlage führt zum Ausschluss. Inhalte:
Steinrestauratorische/-konservatorische Arbeiten an Baudenkmälern (für den benannten Fachrestaurator)
Erfahrung mit Gipsstein-Restaurierung, Naturstein-Rekonstruktion und Kalkputzsystemen im Denkmalbereich erwünscht; Nachweis durch Qualifikationsbescheinigungen und Referenzen mit dem Angebot
Vergleichbare Bauleistungen (Fassadensanierung) – für den Bieter selbst, falls nicht präqualifiziert
Mit dem Angebot: PQ-Nummer oder Eigenerklärung zur Eignung; bei engerer Wahl: Referenznachweise mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang, Personal, technische Anforderungen, Baumaßnahmentyp (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung, Auftraggeberbestätigung