Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenOffenes Verfahren der Stadt Bocholt für die Lieferung, Herstellung und Montage von Systemtrennwänden im denkmalgeschützten Rathaus mit Kulturzentrum am Berliner Platz 1 in Bocholt.
Die Leistung umfasst rund 1.320 m² Ganzglas-Systemtrennwände (ohne Anforderung, mit Schallschutz Rw ≥ 47 dB und mit zusätzlichem Brandschutz F30), ca. 70 Rohrrahmentüren mit unterschiedlichen Schall- und Brandschutzanforderungen (Rw 32–42 dB, bis T30-RS) sowie Drehtürantriebe und Feststellanlagen.
Die Arbeiten sind unter Denkmalschutzauflagen (Baudenkmal A_085) und Einhaltung von Lärmschutz-Regeln (Abiturphasen Mai/Juni, Bocholter Kirmes im Oktober) auszuführen. Ausführungsdauer: 210 Werktage. Zuschlagskriterium: niedrigster Preis. Angebote sind elektronisch über den Vergabemarktplatz NRW (evergabe.nrw.de / vergabe-westfalen.de) bis zum 09.10.2026, 09:00 Uhr einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Das Angebot wird nach dem Kriterium Preis 100% gewertet. Maßgeblich ist die Abrechnungssumme ohne Umsatzsteuer.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenSystemtrennwände (Ganzglassystem)
Herstellung, Lieferung und Montage von Systemtrennwänden als Structural-Glazing-Ganzglassystem (Doppelverglasung) im Rathaustrakt.
Technische Anforderungen: Schallschutz Rw ≥ 47 dB (R'w ≥ 42 dB), Schalllängsdämmung Dn,f,w ≥ 51 dB, Statik nach DIN 4103 (Einbaubereich 2). Alle sichtbaren Profiloberflächen pulverbeschichtet RAL 6021 (Blassgrün), Verglasung als VSG/ESG, Klebung mit ETA-zugelassenem Klebstoff. Verglasungsdichtungen und Klebstoff in Weiß; Bemusterung durch den Auftraggeber vor Ausführung. Planungsfabrikat: Lindner Life Freeze 137 (oder gleichwertig). Einbauorte: 1.–4. OG, ca. 50 Positionen.
Wand-, Decken- und Bodenanschlüsse sind inklusive. Vertikale Förderwege bis ca. 20 m, horizontale bis ca. 200 m.
Türelemente im Trennwandsystem
Ca. 70 Rohrrahmentüren (1- und 2-flügelig) mit folgenden Anforderungen (Auszug):
Lichte Durchgangsbreite mind. 900 mm, Durchgangshöhe mind. 2.050 mm. Notausgangsverschlüsse nach DIN EN 179 für Fluchttüren. Schalldämmwerte je nach Position R'w ≥ 27 bis ≥ 47 dB. Beschläge in Edelstahl-Optik, ähnlich Bestand, vor Ausführung bemustern. Oberflächen RAL 6021, teils Rekonstruktion der denkmalgeschützten Bemalung.
Türtechnik und Inbetriebnahme
Lieferung und Montage von Drehtürantrieben nach DIN 18040 mit Scherengestänge (1-flügelig), Feststellanlagen (FSA, teils mit Fernauslösung bei Theatersälen), automatischen Türantrieben (ATR), Freilauf-Türschließern (FLTS), Flucht-Tür-Terminals (FTT), E-Öffner für Rahmenschloss, 2 Laserscanner, 2 Großflächentaster, Kabelübergang, 2 Rauchmelder pro Anlage. Inbetriebnahme von 16 Drehtürantrieben und 5 Feststellanlagen für Obentürschließer.
Elektrische Anschlüsse (230 V + Daten) bauseits durch ELT-Gewerk; Verdrahtung und Installation der Türanlagen durch den Auftragnehmer. Inbetriebnahme zusammen mit Objektüberwachung des AG und ELT-Gewerk, inklusive Nutzereinweisung.
Folierung
Einseitig-außenseitige Folierung der Türblätter und Glasflächen in transparent-weiß nach Vorbild der Bestandsbemalung (Detailplan 5_R_706_DE_02_637). Einbezug in die Werk- und Montageplanung; Freigabe durch den Architekten vor Ausführung.
Planung, Bemusterung und Baustellenlogistik
Werk- und Montageplanung im Maßstab 1:50 bis 1:5 (DWG + PDF), Bemusterung von Systemtrennwänden, Türen, Beschlägen und Türschließern mit Architekt und Auftraggeber, Bauablaufplan innerhalb 14 Kalendertagen nach Auftrag, Baustelleneinrichtung (Lagercontainer, Personalcontainer, Gerüste, Kräne, Hebezeuge), Beweissicherung angrenzender Flächen, Entsorgung aller Abfälle inkl. Bauschutt im EP enthalten. Regelarbeitszeit Mo–Fr 06:00–20:00 Uhr, Samstagsarbeit auf Anzeige.
Denkmalschutz und bauphysikalische Anforderungen
Ausführung unter Beachtung der Denkmalschutzauflagen (Baudenkmal A_085, eingetragen 02.11.2016): größtmögliche Sorgfalt bei Metallummantelung, Glasfassade, Verblendmauerwerk, Bestandstüren und Bodenflächen. Einhaltung von DIN 4102 (Brandschutz), DIN EN 1634 / 13051, DIN 18095 (Rauchschutz), DIN 4103, TA Lärm, DIN 4150 (Erschütterungen) sowie BImSchV. Während der Bocholter Kirmes (3 Wochen im Oktober) und der Abiturprüfungen (ca. 12 Arbeitstage/Jahr im Mai/Juni) nur eingeschränkte Arbeiten zulässig.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAusschlussgründe und Zuverlässigkeit
Eigenerklärung, dass keine zwingenden Ausschlussgründe gemäß § 123 GWB vorliegen (z. B. rechtskräftige Verurteilungen wegen Terrorismus, Geldwäsche, Betrug, Bestechung, Menschenhandel). Eigenerklärung zu fakultativen Ausschlussgründen gemäß § 124 GWB (z. B. Verstöße gegen umwelt-/sozial-/arbeitsrechtliche Pflichten, Insolvenz, schwere Verfehlungen, wettbewerbsbeschränkende Vereinbarungen, Interessenkonflikte, Täuschung). Einhaltung Steuer-, Abgaben- und Sozialversicherungspflichten, SchwarzArbG / AEntG, MiLoG.
Wirtschaftliche und technische Leistungsfähigkeit
Eigenerklärung Gesamtumsatz für die Kalenderjahre 2023, 2024 und 2025. Angabe zur Anzahl jahresdurchschnittlich Beschäftigter. Referenzen vergleichbarer Leistungen im Zeitraum Juli 2024 bis Juli 2026 mit Angabe von Art und Umfang. Optional: Nachweis durch Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen (nicht älter als 1 Jahr).
Gewerberecht und Tariftreue
Eigenerklärung zu gewerberechtlichen Voraussetzungen für die Leistungsausführung. Anerkennung des Tariftreue- und Vergabegesetzes NRW (TVgG-NRW): Einhaltung der tariftreue- und vergabegesetzlichen Vorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen; Tariftreuepflicht auch für Nachunternehmen durchzusetzen.
Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bei Bietergemeinschaften ist eine von allen Mitgliedern unterzeichnete Erklärung vorzulegen, die die ARGE-Bildung, alle Mitglieder, den bevollmächtigten Vertreter und die gesamtschuldnerische Haftung umfasst. Erklärungen zu Ausschlussgründen (§ 123/124 GWB) und Sanktionspaket sind von jedem Mitglied einzeln zu erbringen. Nachunternehmererklärung nach § 6d EU-VOB/A ist Pflicht; auf Verlangen sind Namen der Nachunternehmer zu benennen. Bei Eignungsleihe gemeinsame Haftung mit Verpflichtungserklärung.
Sprache und Form
Angebot in deutscher Sprache. Vom Auftraggeber übersandte Vordrucke sind zu verwenden und an vorgesehener Stelle zu unterschreiben. Alle Eintragungen müssen dokumentenecht sein; Änderungen an Vergabeunterlagen sind unzulässig. Preise in Euro mit max. 2 Nachkommastellen, ohne Umsatzsteuer. Preisnachlässe ohne Bedingungen, in Prozent, an vorgesehener Stelle. Nebenangebote sind im Verfahren nicht zugelassen. Digitale Angebote nur, wenn ausdrücklich erlaubt.
Zuschlagskriterium
Niedrigster Preis (einziges Zuschlagskriterium).
Referenzen über erbrachte, vergleichbare Leistungen (Systemtrennwände / vergleichbarer Innenausbau) mit Angabe von Art und Umfang
Eigenerklärung im Angebotsschreiben; Nachweis auf Verlangen durch Bescheinigungen; alternativ PQ-Eintrag möglich (nicht älter als 1 Jahr)