Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Gemeinde Sandhausen schreibt im offenen Verfahren (VOB/A) sämtliche Gerüstbauarbeiten aus, die für die Generalsanierung des Sport- und Kulturzentrums in der Kleegartenstraße 3 in Sandhausen notwendig sind.
Es handelt sich um eine einteilige Vergabe ohne Lose. Der Auftragnehmer stellt unter anderem Fassadengerüste, Treppentürme, Überbrückungsträger und Schutzmaßnahmen bereit, übernimmt Auf-, Um- und Abbau, Vorhaltung, Prüfung und Instandsetzung und arbeitet mit digitalem Baumanagement (Dalux Field) sowie Lean-Site-Management.
Die Ausführung ist vom 15.03.2027 bis 09.07.2027 (116 Tage) geplant, mit einer vertraglich vereinbarten Bauzeitunterbrechung von 2 Wochen während der örtlichen Kerwe und einer Grundvorhaltedauer der Gerüste von 4 Wochen.
Angebotsfrist: 25.09.2026, 10:00 Uhr.
Bindefrist: bis 30.10.2026.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis – alleiniges Wertungskriterium für die Vergabe der Gerüstbauarbeiten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAufgabe und Einordnung
Die Gerüstbauarbeiten sind Teil der Generalsanierung des Sport- und Kulturzentrums in der Kleegartenstraße 3, 69207 Sandhausen. Das Gebäude ist eine Versammlungsstätte und umfasst unter anderem einen Festsaal (bis 750 Personen), einen Multifunktionssaal (bis 200 Personen), Vereinsräume und eine Küche.
Der Auftrag ist ein einheitliches Auftragspaket (keine Vergabe nach Losen). Die Ausführungsplanung (Leistungsphase 5) liegt als Vorabzug vor (Stand 08.05.2026, Freigabe Ausführungsplanung 06.07.2026).
Planungs- und Baustellenrahmen
Vom Auftraggeber ist ein Baustelleneinrichtungskonzept vorgegeben. Es umfasst Zufahrten, Materiallagerflächen, Bau- und Zusatzcontainer, Kranstellflächen sowie Baumschutzmaßnahmen (Wurzelbereich + 1,50 m, Schutzabstand = 4 × Stammumfang gemäß DIN 18920). Ein Hochbaukran mit 58 m Ausleger und 1,4 t Spitzenlast steht für die Gerüstbaumontage zur Verfügung.
Aufbauflächen sind befestigte Flächen und Flachdächer; vorhandene Dachabdichtungen sind durch den Auftragnehmer zu schützen. Beschädigungen an Abdichtungslagen gehen zu Lasten des Auftragnehmers.
Fassaden- und Arbeitsgerüste
Standgerüst Lastklasse 4 (3 kN/m²), Höhe 9 m: ca. 750 m² für Auf- und Abbau.
Standgerüst Lastklasse 4 (3 kN/m²), Höhe 5 m, Westseite Erdgeschoss: ca. 285 m² für Auf- und Abbau.
Standgerüst Lastklasse 3 (2 kN/m²), Höhe 5 m, für Dachaufbauten: ca. 695 m² für Auf- und Abbau.
Standgerüst Lastklasse 3 (2 kN/m²), Höhe 4 m, für WDVS/Dacharbeiten: ca. 140 m² für Auf- und Abbau.
Absetzbühne 1.000 kg, 2,5 × 2,5 m, Höhe 4 m: 1 Stück.
Mengen umfassen jeweils Aufbau, Abbau und Gebrauchsüberlassung über die Grundvorhaltedauer von 4 Wochen.
Treppentürme und Überbrückungen
Treppenturm als Flucht- und Rettungsweg: je 1 Stück in 4 m und 8 m Höhe (Auf- und Abbau, Gebrauchsüberlassung).
Überbrückungsträger als Systemgitterträger in verschiedenen Spannweiten (ca. 5 m, 5–6 m, 6–7,5 m und 7,5–9 m), je nach Spannweite 2 bis 4 Stück für Auf- und Abbau.
Schutzmaßnahmen
Belagverbreiterungen 0,25–0,33 m, dreiteiliger Seitenschutz in 4 Lagen über 9 m Höhe, Dachfanggerüst mit Netz (Breite 0,3–0,5 m) sowie eine zusätzliche Gerüstlage (2 kN/m², Breitenklasse W06).
Planungs-, Genehmigungs- und Dokumentationsleistungen
Statische Berechnung Arbeitsgerüst nach DIN EN 12811-1 (1 Stück) einschließlich erforderlicher Ausführungszeichnungen sowie Genehmigungszeichnungen in 3-facher Ausfertigung.
Erstellung eines Gerüstplans in Abstimmung mit der Objektüberwachung und mit Genehmigung der Prüfstatik vor Montage.
Wöchentliche Prüfprotokolle zu Vollständigkeit und Sicherheit der Gerüste.
Umbaumaßnahmen, Instandsetzung und Übergabe
Teilweiser Rück- und Wiederaufbau von Gerüstlagen als Stundenlohnarbeiten sowie Zusatzfahrten (Pauschale je Einsatz).
Prüfung (5 Stück) und Instandsetzung (10 Stunden).
Die Gerüste sind den nachfolgenden Gewerken in gebrauchsfertigem Zustand zu überlassen.
Aufmaß und Abrechnung über GAEB-Datei und Aufmaßpläne; Stundenlohnrapporte sind innerhalb von 3 Arbeitstagen nach Ausführung einzureichen.
Digitales Baumanagement und Lean Site Management
Lean Site Management (LSM) ist verpflichtend. Dazu gehören eine monatliche 4-Monats-Vorschau, eine wöchentliche 4-Wochen-Planung und tägliche Abstimmungen. Der Auftragnehmer hat hierfür geeignete Mitarbeiter (Obermonteure/Poliere, Bauleitung) zu stellen.
Die digitale Abwicklung der Bauprozesse erfolgt über Dalux Field; der Auftragnehmer muss die Software einsetzen können und an Schulungen teilnehmen.
Allgemeine Bau- und Logistikbedingungen
Bautagesberichte sind arbeitstäglich nach Vordruck KEV 320 zu führen und wöchentlich zu übergeben.
Arbeits- und Lagerplätze richten sich nach den Ausschreibungsunterlagen; darüber hinausgehender Bedarf ist selbst zu beschaffen und über die Vertragspreise abzugelten.
Verkehrswege innerhalb des Baugeländes richten sich nach den Ausschreibungsunterlagen.
Wasser- und Stromanschluss sind auf der Baustelle vorhanden; die Verbrauchskosten trägt der Auftraggeber.
Sicherheiten sind als Bürgschaften nach Vordrucken KEV 310 (Vertragserfüllung), KEV 311 (Mängelansprüche) und KEV 312 (Abschlagszahlungen) zu stellen.
Rechnungen gehen 0-fach an den Auftraggeber und 1-fach an Drei Architekten Konsek Streule Vogel Partnerschaft mbB (Rotebühlstraße 87, 70178 Stuttgart).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZuverlässigkeit und rechtliche Eignung
Kein laufendes Insolvenzverfahren und keine Liquidation; ggf. Vorlage eines Insolvenzplans.
Keine schweren Verfehlungen oder Eintragungen im Gewerbezentralregister gemäß § 6e EU VOB/A; ggf. Nachweis von Selbstreinigungsmaßnahmen.
Keine Verurteilungen oder relevanten Geldbußen nach den einschlägigen Vorschriften.
Eintragung in Handelsregister, Handwerksrolle (Gerüstbauer) oder IHK.
Bei Auftragssummen ab 30.000 €: Abfrage beim Wettbewerbsregister des Bundeskartellamts.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Umsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre mit vergleichbaren Bauleistungen.
Inanspruchnahme wirtschaftlicher/finanzieller Kapazitäten Dritter ist möglich; die benannten Unternehmen und deren Kapazitäten sind im Verzeichnis nach KEV 177 offenzulegen.
Fachliche Leistungsfähigkeit und Referenzen
Mindestens 3 Referenzen über vergleichbare Gerüstbauarbeiten aus den letzten 3 abgeschlossenen Kalenderjahren.
Je Referenz: Baumaßnahme, Ort, Bauherr/Auftraggeber, Leistungsbeschreibung, Auftragswert gesamt und eigener Anteil, Ausführungszeitraum, Rolle (Hauptauftragnehmer/ARGE-Partner/Nachunternehmer), eingesetzte Arbeitskräfte und Leitungskräfte, besondere technische, gerätespezifische oder zeitliche Anforderungen.
Auf Verlangen: schriftliche Bestätigung des damaligen Auftraggebers sowie Ansprechpartner.
Personelle Leistungsfähigkeit
Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte mit Angabe der Lohngruppen und des Leitungspersonals; Nachweise sind nachzureichen.
Bereitschaft, für Lean Site Management und Dalux Field qualifiziertes Personal (Obermonteure/Poliere, Bauleitung) zu stellen.
Tariftreue und Mindestlohn (LTMG-BW, AEntG, MiLoG)
Verpflichtung zur Einhaltung des für das Unternehmen geltenden Tarifvertrags gemäß AEntG.
Verpflichtung zur Zahlung des gesetzlichen Mindestlohns nach MiLoG für nicht unter das AEntG fallende Beschäftigte.
Sicherstellung der Einhaltung durch sämtliche Nachunternehmer und Verleihunternehmen.
Bereithaltung vollständiger, prüffähiger Unterlagen über eingesetzte Beschäftigte.
Verstoß gegen das LTMG-BW löst eine Vertragsstrafe von 1 % aus, die auch Nachunternehmer betrifft.
Sanktions- und Compliance-Anforderungen
Eigenerklärung zu den Russland-Sanktionen (EU-Sanktionspaket): keine Beteiligung russischer Staatsangehöriger oder in Russland niedergelassener Personen, keine mehrheitlich russisch gehaltenen Unternehmen, kein Handeln auf Anweisung russischer Stellen.
Gilt auch für Nachunternehmer, Lieferanten und Unternehmen, deren Kapazitäten in Anspruch genommen werden, soweit mehr als 10 % des Auftragswerts betroffen sind.
Abgabe in Textform gemäß § 126b BGB.
Technische Zulassungen und Arbeitsschutz
Nach Auftragsvergabe sind Typengenehmigungen bzw. allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen für die angebotenen Gerüsttypen vorzulegen.
Wöchentliche Gerüstprüfungen mit Prüfprotokoll sind Pflicht.
Vorankündigung gemäß § 2 BaustellV (durch den Auftraggeber); ein SiGe-Plan wird mit Baubeginn übergeben, ein Koordinator gemäß § 3 BaustellV wird vom Auftraggeber bestellt.
Mindestens 3 Referenzen über vergleichbare Gerüstbauarbeiten aus den letzten 3 abgeschlossenen Kalenderjahren
Je Referenz: Baumaßnahme/Ort/Bauherr, Leistungsbeschreibung, Auftragswert gesamt und eigener Anteil, Ausführungszeit, Rolle (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), eingesetzte Mitarbeiter und Leitungskräfte, besondere technische/gerätespezifische/zeitliche Anforderungen. Schriftliche Bestätigung des damaligen Auftraggebers ist auf Nachfrage (bei enger Wahl) vorzulegen.