Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Koblenz sucht Planungs- und Ingenieurbüros für die Sanierung des denkmalgeschützten, gastronomisch genutzten Weindorfs an der Julius-Wegeler-Straße 2. Das Vorhaben umfasst einen Anbau neuer Nutzungsbereiche, die Neugestaltung der Außenanlagen sowie die Ertüchtigung des Bestands – im Kontext der Bundesgartenschau (BUGA) 2029.
Das Verfahren ist ein Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb in zwei Phasen:
Die Leistung ist in vier Lose (Fachplanungen) nach HOAI aufgeteilt: Architektur (§ 34 HOAI), Freianlagen (§ 39 HOAI), Tragwerksplanung (§ 51 HOAI) und Technische Gebäudeausrüstung (§ 55 HOAI). Die Beauftragung erfolgt stufenweise (Stufe 1: LPH 1–3, Stufe 2: LPH 4, Stufe 3: LPH 5–8).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Projektorganisation und Terminsicherung in der Planung und während der Bauphase27%
Projektorganisation, Anwesenheit der Bauleitung, Vertretung und Zeitschiene, Maßnahmen zur Einhaltung vorgegebener Termine
- Energieeffizienz- und Nachhaltigkeit10%
Erläuterung zur Projektumsetzung in Bezug auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit (einfaches Konzept = 5, gute innovative Ideen = 10)
- Methoden zur projektbezogenen Kostenverfolgung, Einhaltung des Kostenbudgets10%
Maßnahmen zur Einhaltung des vorgegebenen Kostenbudgets (allgemein = 1, ausführlich/projektbezogen = 5, jedoch mit unklarer Gesamtpunktzahl — wahrscheinlich 10)
- Methoden zur Qualitätssicherung und Strukturierung der Projektabwicklung15%
Darstellung der Arbeitsweise bei vergleichbaren Projekten, allgemeine Maßnahmen zur Qualitätssicherung (allgemein = 1, ausführlich/projektbezogen = 5, jedoch Gesamtpunktzahl 15)
- Erklärung der Motivation5%
Darstellung der Motivation – Weshalb bewirbt man sich für dieses Projekt (allgemein = 1, ausführlich/projektbezogen = 5)
- Konzeption einer abschnittsweisen Realisierungsumsetzung und Terminplanung10%
Konzeption der abschnittsweisen bzw. vorgezogenen Realisierung einzelner Teilbereiche bis zum Beginn der BUGA 2029 bei möglichen Verzögerungen
- Akzeptanz des Vertragsentwurfs10%
Bewertung der Zustimmung zu den Vertragsbedingungen (Zustimmung ohne Änderungen = 5, Zustimmung mit Entgegenkommen = 10)
- Bewertung der Honorarberechnung (Preis)38%
Niedrigstes Honorarangebot erhält volle Punktzahl, dazwischenliegende werden interpoliert. Angebot mit 50% höherem Preis als das günstigste erhält 0 Punkte. Werkstätten für Behinderte erhalten Bonus von 15%.
- Vollständigkeit der Unterlagen1%
Ja/Nein-Prüfung der Vollständigkeit
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGesamtgegenstand & Rahmenbedingungen
Gegenstand ist die Generalsanierung des denkmalgeschützten, gastronomisch genutzten Weindorfs (Kulturdenkmal gem. § 3 DSchG RLP) in Koblenz, Julius-Wegeler-Straße 2. Geplant sind Teilrückbauten, Grundrissänderungen, Anbauten (u. a. Toiletten, Gastraum, Foyer, Garderobe, hochwassersichere Lager) sowie die Neugestaltung der Außenanlagen inklusive Spielplatz und E-Bike-Ladestationen. Das Vorhaben liegt im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal und in der Hochwasserschutzzone. Die Bestandsbebauung besteht aus vier Fachwerkhäusern (Baujahr 1951) mit heterogenen Anbauten unterschiedlicher Baujahre (1962, 1976, 1981, 1988), für die jeweils denkmal- und hochwasserschutzbezogene Anforderungen zu beachten sind. Eine Förderung über das RLP-Programm ist beantragt.
Kostenrahmen (Bruttokosten): 6.615.594,93 € (netto 5.559.323,47 € zzgl. 19 % MwSt.).
Terminrahmen: Planungsbeginn unmittelbar nach Auftragserteilung; Baubeginn voraussichtlich November 2027; Fertigstellung März 2029; Inbetriebnahme April 2029. Bauzeit ca. 17 Monate. Im Hinblick auf die BUGA 2029 ist eine abschnittsweise Realisierung mit vorgezogener Teilbereichs-Fertigstellung vorzusehen.
Beauftragung: Stufenweise Beauftragung der Leistungsphasen – Stufe 1 (LPH 1–3), Stufe 2 (LPH 4), Stufe 3 (LPH 5–8).
Generalplaner-Modell & Zusammenarbeit
Die Leistung wird als Generalplaner- bzw. ARGE-Modell vergeben. Bewerbergemeinschaften müssen einen bevollmächtigten Vertreter benennen und gesamtschuldnerisch haften. Es ist ein verantwortlicher Gesamtprojektleiter sowie ein zentraler Ansprechpartner gegenüber dem Auftraggeber zu benennen. Der Auftragnehmer übernimmt die Koordination sämtlicher Fachplanungen und Gutachterleistungen, eine einheitliche Kommunikation mit dem Auftraggeber sowie die Vorlage eines verbindlichen Organisations- und Koordinationskonzepts. Im Zusammenhang mit dieser Baumaßnahme darf der Auftragnehmer keine Planungsleistungen für Dritte erbringen (keine Interessenkonflikte).
Planungs- und Bauprozess:
Zusätzliche planerische Aufgaben (losübergreifend):
Gemeinsame Pflichten je Los (Überblick)
Neben den fachspezifischen Leistungen sind je nach Los folgende besondere Leistungen als Pauschale oder nach Stundenaufwand in das Honorar einzukalkulieren (Auszug):
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenRechtsform und Bewerberstruktur
Bewerber müssen freiberuflich Tätige (Architekt / Ingenieur) oder eine ARGE/Bietergemeinschaft solcher sein. Bei Bietergemeinschaften ist ein bevollmächtigter Vertreter zu benennen (gesamtschuldnerische Haftung). Im Zusammenhang mit der Maßnahme dürfen keine Planungsleistungen für Dritte erbracht werden (keine Interessenkonflikte).
Berufsqualifikation und Personal
Für jedes der vier Leistungsbilder (Architektur, Tragwerksplanung, Technische Ausrüstung, Freianlagen) sind eine Projektleitung und eine Stellvertretung zu benennen. Die mit der Bauüberwachung beauftragten Personen müssen eine abgeschlossene Fachausbildung (Dipl.-Ing., Dipl.-Ing. FH, Bachelor, Master) und mindestens 3 Jahre Baustellenpraxis nachweisen.
Haftpflichtversicherung
Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung mit Mindestdeckung: Personenschäden 5.000.000 €, Sach- und Vermögensschäden 500.000 €. Der Nachweis ist unverzüglich nach Vertragsschluss zu erbringen.
Wirtschaftliche Anforderungen
Angaben zur Mitarbeiterzahl und zum Umsatz mit entsprechenden Dienstleistungen sind vorzulegen. Die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit sind zu beachten; der vorgegebene Kostenrahmen (Kostenplan nach DIN 276) ist verbindlich einzuhalten und wöchentlich fortzuschreiben.
Fachliche Leistungsfähigkeit
Nachweis der Leistungsfähigkeit für alle vier Leistungsbilder gemäß §§ 34, 39, 51, 55 HOAI. Hohe fachliche Kompetenz und Fähigkeit zur interdisziplinären Zusammenführung der Fachdisziplinen werden vorausgesetzt; Erfahrung mit denkmalgeschützten Bauwerken und komplexen Sanierungsprojekten ist empfohlen.
Technische und organisatorische Anforderungen
Erfüllung der CAD-Vorgaben (IFC, DXF/DWG, PDF), Nutzung des Leitfadens Nachhaltiges Bauen und des Leitfadens Kunst am Bau, Anwendung von Raum- und Gebäudebuch sowie Bereitstellung einer digitalen Datenaustauschplattform. Vorlage eines Team-Organigramms (Projektleitung und Stellvertretung je Leistungsbild).
Formale Nachweise und Erklärungen (Pflicht)
Zuschlagskriterien (Phase 2 – Hinweis)
Die genannten Kriterien sind erst in Phase 2 relevant. Gewichtung: Bauüberwachung/Baubetreuung (12), Energieeffizienz/Nachhaltigkeit (10), Konzeption abschnittsweise Realisierung BUGA 2029 (10), Akzeptanz Vertragsentwurf (10), Projektorganisation/Terminsicherung (5), Methoden projektbezogene Kostenverfolgung (5), Methoden Qualitätssicherung (5), Motivation (5), Bewertung Honorarberechnung/Preis (38).
Persönliche Referenzen des Büros (Anlage 7 – Referenzbestätigungen)
Konkrete Anforderungen (Mindestanzahl, Zeitraum, Volumen, Vergleichbarkeit) sind in Anlage 7 der Vergabeunterlagen definiert und im vorliegenden Ausschnitt nicht im Einzelnen aufgeführt.