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Sanierung Weindorf_Planungs- und Ingenieurleistungen_1.Phase

Stadt Koblenz | Vergabekammer Rheinland-Pfalz beim Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und WeinbauKoblenz, Rheinland-PfalzVeröffentlicht:
Angebotsfrist:

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Die Stadt Koblenz sucht Planungs- und Ingenieurbüros für die Sanierung des denkmalgeschützten, gastronomisch genutzten Weindorfs an der Julius-Wegeler-Straße 2. Das Vorhaben umfasst einen Anbau neuer Nutzungsbereiche, die Neugestaltung der Außenanlagen sowie die Ertüchtigung des Bestands – im Kontext der Bundesgartenschau (BUGA) 2029.

Das Verfahren ist ein Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb in zwei Phasen:

Phase 1 (Teilnahmewettbewerb): Bewerber reichen einen Teilnahmeantrag mit Nachweisen ein. Nach Prüfung werden bis zu 3 Bieter zur Angebotsabgabe zugelassen.Phase 2 (Angebotsphase): Abgabe von Honorarangebot, Konzepten zu Bauüberwachung, Nachhaltigkeit, Projektorganisation, Kostenverfolgung, Qualitätssicherung sowie zum Vertragsentwurf.

Die Leistung ist in vier Lose (Fachplanungen) nach HOAI aufgeteilt: Architektur (§ 34 HOAI), Freianlagen (§ 39 HOAI), Tragwerksplanung (§ 51 HOAI) und Technische Gebäudeausrüstung (§ 55 HOAI). Die Beauftragung erfolgt stufenweise (Stufe 1: LPH 1–3, Stufe 2: LPH 4, Stufe 3: LPH 5–8).

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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Aktive Ausschreibung
HEUTE
Termin / FristSEP2026 DEZ MÄR JUN SEP DEZ MÄR JUN SEP DEZ MÄR
Bieterfragen-Frist29. Sep. 2026
Teilnahmefrist6. Okt. 2026
Einladungsfrist23. Okt. 2026
Angebotspräsentation1. Dez. 2026
Vertragsbeginn2. Jan. 2027
Vertragslaufzeit2. Jan. 2027 – 30. März 2029
Ausführungsbeginnca. 1. Nov. – 30. Nov. 2027
Ausführungszeitraumca. 1. Nov. 2027 – 31. März 2029
Vertragsende30. März 2029
Inbetriebnahmeca. 1. Apr. – 30. Apr. 2029
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Preis & Qualität12 Kriterien
Preis 30.2%Qualität 69.7%
  • Projektorganisation und Terminsicherung in der Planung und während der Bauphase27%

    Projektorganisation, Anwesenheit der Bauleitung, Vertretung und Zeitschiene, Maßnahmen zur Einhaltung vorgegebener Termine

  • Energieeffizienz- und Nachhaltigkeit10%

    Erläuterung zur Projektumsetzung in Bezug auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit (einfaches Konzept = 5, gute innovative Ideen = 10)

  • Methoden zur projektbezogenen Kostenverfolgung, Einhaltung des Kostenbudgets10%

    Maßnahmen zur Einhaltung des vorgegebenen Kostenbudgets (allgemein = 1, ausführlich/projektbezogen = 5, jedoch mit unklarer Gesamtpunktzahl — wahrscheinlich 10)

  • Methoden zur Qualitätssicherung und Strukturierung der Projektabwicklung15%

    Darstellung der Arbeitsweise bei vergleichbaren Projekten, allgemeine Maßnahmen zur Qualitätssicherung (allgemein = 1, ausführlich/projektbezogen = 5, jedoch Gesamtpunktzahl 15)

  • Erklärung der Motivation5%

    Darstellung der Motivation – Weshalb bewirbt man sich für dieses Projekt (allgemein = 1, ausführlich/projektbezogen = 5)

  • Konzeption einer abschnittsweisen Realisierungsumsetzung und Terminplanung10%

    Konzeption der abschnittsweisen bzw. vorgezogenen Realisierung einzelner Teilbereiche bis zum Beginn der BUGA 2029 bei möglichen Verzögerungen

  • Akzeptanz des Vertragsentwurfs10%

    Bewertung der Zustimmung zu den Vertragsbedingungen (Zustimmung ohne Änderungen = 5, Zustimmung mit Entgegenkommen = 10)

  • Bewertung der Honorarberechnung (Preis)38%

    Niedrigstes Honorarangebot erhält volle Punktzahl, dazwischenliegende werden interpoliert. Angebot mit 50% höherem Preis als das günstigste erhält 0 Punkte. Werkstätten für Behinderte erhalten Bonus von 15%.

  • Vollständigkeit der Unterlagen1%

    Ja/Nein-Prüfung der Vollständigkeit

KI-Hinweis: Die Gesamtpunktzahl ist 100, die einzelnen Kriterien-Punktzahlen ergeben in Summe 126 — die Zuordnung der Punkte zu den Hauptkriterien (Kostenbudget 10, Qualitätssicherung 15) ist im Dokument unklar, zudem fehlt eine explizite Bewertungsformel für die Interpolation beim Preis.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Gesamtgegenstand & Rahmenbedingungen

Gegenstand ist die Generalsanierung des denkmalgeschützten, gastronomisch genutzten Weindorfs (Kulturdenkmal gem. § 3 DSchG RLP) in Koblenz, Julius-Wegeler-Straße 2. Geplant sind Teilrückbauten, Grundrissänderungen, Anbauten (u. a. Toiletten, Gastraum, Foyer, Garderobe, hochwassersichere Lager) sowie die Neugestaltung der Außenanlagen inklusive Spielplatz und E-Bike-Ladestationen. Das Vorhaben liegt im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal und in der Hochwasserschutzzone. Die Bestandsbebauung besteht aus vier Fachwerkhäusern (Baujahr 1951) mit heterogenen Anbauten unterschiedlicher Baujahre (1962, 1976, 1981, 1988), für die jeweils denkmal- und hochwasserschutzbezogene Anforderungen zu beachten sind. Eine Förderung über das RLP-Programm ist beantragt.

Kostenrahmen (Bruttokosten): 6.615.594,93 € (netto 5.559.323,47 € zzgl. 19 % MwSt.).

Terminrahmen: Planungsbeginn unmittelbar nach Auftragserteilung; Baubeginn voraussichtlich November 2027; Fertigstellung März 2029; Inbetriebnahme April 2029. Bauzeit ca. 17 Monate. Im Hinblick auf die BUGA 2029 ist eine abschnittsweise Realisierung mit vorgezogener Teilbereichs-Fertigstellung vorzusehen.

Beauftragung: Stufenweise Beauftragung der Leistungsphasen – Stufe 1 (LPH 1–3), Stufe 2 (LPH 4), Stufe 3 (LPH 5–8).

Generalplaner-Modell & Zusammenarbeit

Die Leistung wird als Generalplaner- bzw. ARGE-Modell vergeben. Bewerbergemeinschaften müssen einen bevollmächtigten Vertreter benennen und gesamtschuldnerisch haften. Es ist ein verantwortlicher Gesamtprojektleiter sowie ein zentraler Ansprechpartner gegenüber dem Auftraggeber zu benennen. Der Auftragnehmer übernimmt die Koordination sämtlicher Fachplanungen und Gutachterleistungen, eine einheitliche Kommunikation mit dem Auftraggeber sowie die Vorlage eines verbindlichen Organisations- und Koordinationskonzepts. Im Zusammenhang mit dieser Baumaßnahme darf der Auftragnehmer keine Planungsleistungen für Dritte erbringen (keine Interessenkonflikte).

Planungs- und Bauprozess:

Unverzüglich nach Vertragsschluss: Vorlage eines Zeit- und Ablaufplans (§ 6 Abs. 4.3) und Bereitstellung einer digitalen Datenaustauschplattform (Pauschale).Wöchentliche Fortschreibung des verbindlichen Kostenplans nach DIN 276 (§ 6 Abs. 3.2).Einhaltung der CAD-Vorgaben (IFC, DXF/DWG, PDF) sowie Anwendung des Leitfadens Nachhaltiges Bauen und des Leitfadens Kunst am Bau.Bautagebuch ist alle 14 Tage vorzulegen; Baubesprechungsprotokolle, Aufmaß- und Abnahmeprotokolle sowie eine Kostenfeststellung nach DIN 276 sind zu führen.Für jedes Gewerk sind Leistungsverzeichnisse und Vergabeunterlagen nach VOB/A zu erstellen.

Zusätzliche planerische Aufgaben (losübergreifend):

Bestandserfassung und -dokumentation (keine verlässlichen Planunterlagen vorhanden).Entwicklung eines Sanierungs- und Modernisierungskonzepts.Erstellung eines Brandschutzkonzepts.Gesamtbetrachtung Energiekonzept und Nachhaltigkeit.Erstellung der Förderantragsunterlagen (Stufe 1).Abstimmung mit der Denkmalbehörde.Belastbares Termin- und Realisierungskonzept inkl. Abschnitts-/vorgezogener Realisierungsoption für BUGA 2029.

Gemeinsame Pflichten je Los (Überblick)

Neben den fachspezifischen Leistungen sind je nach Los folgende besondere Leistungen als Pauschale oder nach Stundenaufwand in das Honorar einzukalkulieren (Auszug):

Los 1 (Architektur): Datenaustauschplattform (Pauschale), Wartungsplanung und -organisation (Pauschale), Raumbücher, Unterstützung Bedarfsplanung nach DIN 18205 (Stunden), Bestandsaufnahme (Stunden), Mitwirkung Fördermittelbeantragung und -abrechnung (Stunden), Sonstige Leistungsänderungen nach § 8 (Stunden).Los 2 (Freianlagen): Bestandsaufnahme (Stunden), Nachweis Überflutung (Pauschale), Sonstige Leistungsänderungen nach § 8 (Stunden).Los 3 (Tragwerksplanung): Sonstige Leistungsänderungen nach § 8 (Stunden).Los 4 (TGA): Wartungsplanung und -organisation (Pauschale), Nachweis Wirtschaftlichkeit (Pauschale), Fortschreiben der Ausführungsplanung bis zum Bestand (Pauschale), Mitwirkung Detailplanung mit besonderem Aufwand, Pläne für Anschlüsse beigestellter Betriebsmittel/Maschinen, detaillierte Betriebskostenberechnung, Bestandsaufnahme (Stunden), Sonstige Leistungsänderungen nach § 8 (Stunden).

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Rechtsform und Bewerberstruktur

Bewerber müssen freiberuflich Tätige (Architekt / Ingenieur) oder eine ARGE/Bietergemeinschaft solcher sein. Bei Bietergemeinschaften ist ein bevollmächtigter Vertreter zu benennen (gesamtschuldnerische Haftung). Im Zusammenhang mit der Maßnahme dürfen keine Planungsleistungen für Dritte erbracht werden (keine Interessenkonflikte).

Berufsqualifikation und Personal

Für jedes der vier Leistungsbilder (Architektur, Tragwerksplanung, Technische Ausrüstung, Freianlagen) sind eine Projektleitung und eine Stellvertretung zu benennen. Die mit der Bauüberwachung beauftragten Personen müssen eine abgeschlossene Fachausbildung (Dipl.-Ing., Dipl.-Ing. FH, Bachelor, Master) und mindestens 3 Jahre Baustellenpraxis nachweisen.

Haftpflichtversicherung

Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung mit Mindestdeckung: Personenschäden 5.000.000 €, Sach- und Vermögensschäden 500.000 €. Der Nachweis ist unverzüglich nach Vertragsschluss zu erbringen.

Wirtschaftliche Anforderungen

Angaben zur Mitarbeiterzahl und zum Umsatz mit entsprechenden Dienstleistungen sind vorzulegen. Die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit sind zu beachten; der vorgegebene Kostenrahmen (Kostenplan nach DIN 276) ist verbindlich einzuhalten und wöchentlich fortzuschreiben.

Fachliche Leistungsfähigkeit

Nachweis der Leistungsfähigkeit für alle vier Leistungsbilder gemäß §§ 34, 39, 51, 55 HOAI. Hohe fachliche Kompetenz und Fähigkeit zur interdisziplinären Zusammenführung der Fachdisziplinen werden vorausgesetzt; Erfahrung mit denkmalgeschützten Bauwerken und komplexen Sanierungsprojekten ist empfohlen.

Technische und organisatorische Anforderungen

Erfüllung der CAD-Vorgaben (IFC, DXF/DWG, PDF), Nutzung des Leitfadens Nachhaltiges Bauen und des Leitfadens Kunst am Bau, Anwendung von Raum- und Gebäudebuch sowie Bereitstellung einer digitalen Datenaustauschplattform. Vorlage eines Team-Organigramms (Projektleitung und Stellvertretung je Leistungsbild).

Formale Nachweise und Erklärungen (Pflicht)

Zuschlagskriterien (Phase 2 – Hinweis)

Die genannten Kriterien sind erst in Phase 2 relevant. Gewichtung: Bauüberwachung/Baubetreuung (12), Energieeffizienz/Nachhaltigkeit (10), Konzeption abschnittsweise Realisierung BUGA 2029 (10), Akzeptanz Vertragsentwurf (10), Projektorganisation/Terminsicherung (5), Methoden projektbezogene Kostenverfolgung (5), Methoden Qualitätssicherung (5), Motivation (5), Bewertung Honorarberechnung/Preis (38).

Referenzprojekte

Persönliche Referenzen des Büros (Anlage 7 – Referenzbestätigungen)

Konkrete Anforderungen (Mindestanzahl, Zeitraum, Volumen, Vergleichbarkeit) sind in Anlage 7 der Vergabeunterlagen definiert und im vorliegenden Ausschnitt nicht im Einzelnen aufgeführt.

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
1–3Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 2 Angebote
Geringe Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 43%4–10 · 35%11+ · 22%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 30 erledigt
Teilnahmeantrag – Formales & Pflicht-Erklärungen
Teilnahmeantrag – Eignung & Referenzen
Phase 2 – Vorbereitung Honorarangebot (vorab prüfen)
Verfahrens-Hinweise
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Stadt Koblenz | Vergabekammer Rheinland-Pfalz beim Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
Anschrift
56068 Koblenz
Ort
56068 Koblenz
Kategorie
Rheinland-Pfalz
Veröffentlicht
Angebotsfrist
Auftraggeber-Website
www.koblenz.de

Erfüllungsort

Ort der Leistung
56068 Koblenz
Rheinland-Pfalz

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