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Schaffung eines performancebasierten Bewertungshintergrundes für das Schüttel-Abriebverfahren nach TP Gestein-StB, Teil 6.6.3

Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen | BundeskartellamtBergisch Gladbach, Nordrhein-WestfalenVeröffentlicht:
Angebotsfrist: abgelaufen

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Kurzbeschreibung

Die Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) sucht einen Forschungspartner für ein wissenschaftliches Vorhaben im Straßenbau. Ziel ist es, einen performancebasierten Bewertungshintergrund für das standardisierte Schüttel-Abriebverfahren zu entwickeln. Dieses Verfahren prüft, wie empfindlich feine Gesteinskörnungen unter Wasser und mechanischer Belastung sind – ein wichtiger Faktor für die Haltbarkeit von Asphalt.

Was ist zu tun?

Literatur auswerten und den Stand der Forschung aufarbeitenEine Delphi-Expertenbefragung mit mindestens 10 Prüfinstituten aus dem D-A-CH-Raum durchführenDas bestehende Prüfverfahren optimieren und in mindestens 3 weiteren Instituten vergleichend testenMindestens 20 verschiedene feine Gesteinskörnungen im Labor prüfenAuf Basis der Ergebnisse einen konkreten Bewertungshintergrund entwickeln, der in die technischen Regelwerke (TP Gestein-StB, TL Gestein-StB) einfließen kannAlle Ergebnisse in Berichten, Datensätzen und ggf. Software dokumentieren und an die BASt übergeben

Wichtige Eckdaten:

Maximalbudget: 300.000 € brutto (inkl. aller Nebenkosten)Angebote müssen bis zum **20.07.2026
Ausschreibung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Die Angebotsfrist ist abgelaufen.
HEUTE
Termin / FristJUN2026 SEP DEZ MÄR JUN SEP DEZ MÄR JUN SEP DEZ
Veröffentlichung11. Juni 2026
Bieterfragen-Fristca. 14. Juli 2026
Angebotsfrist20. Juli 2026
Angebotsöffnungca. 20. Juli 2026
Bindefrist20. Juli – 20. Okt. 2026
Zuschlagca. 21. Okt. 2026
Vertragsbeginnca. 21. Okt. 2026
Vertragslaufzeitca. 21. Okt. 2026 – 21. Okt. 2028
Fälligkeit Zahlungca. 21. Okt. 2026 – 21. Okt. 2030bis 2030
Kündigungsfristca. 21. Okt. 2026 – 21. Okt. 2030bis 2030
Bekanntmachung Zuschlagca. 20. Nov. 2026
Entwurf Schlussberichtca. 21. Juli 2028
Vertragsendeca. 21. Okt. 2028
Schlussrechnungca. 21. Okt. – 21. Dez. 2028
Aufbewahrungspflicht Nachweiseca. 21. Okt. 2028 – 21. Okt. 2038bis 2038
Erstveröffentlichungsrechtca. 21. Okt. 2028 – 21. Apr. 2030bis 2030
Vertraulichkeitspflichtca. 21. Okt. 2028 – 21. Okt. 2033bis 2033
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Richtwertmethode3 Kriterien
  • Projektkonzeption im Hinblick auf die Planung der methodischen Ausgestaltung der einzelnen Arbeitspakete 1 bis 750%

    Methodische und wissenschaftliche Ausgestaltung der einzelnen Arbeitspakete 1 bis 7, Vorgehenskonzept, Konkretisierung der Projektkonzeption

  • Prüfkonzept zur Schaffung des Bewertungshintergrundes30%

    Detaillierter Prüfablauf, Prüfkonzept zur Schaffung des performancebasierten Bewertungshintergrundes (u.a. AP 6)

  • Projektorganisation im Hinblick auf die Angemessenheit der Ressourcenplanung und der Zeitplanung20%

    Angemessenheit der Ressourcenplanung (Verteilung Personal- und Sachmittel auf Arbeitspakete) sowie der Zeitplanung für die einzelnen Arbeitsschritte/-pakete, inkl. Maßnahmen zur Termintreue und Zusammenarbeit der Beteiligten

Leistungsquotient = (Gewichtete Leistungspunkte / Bewertungspreis) x 1.000. Der Zuschlag wird auf das Angebot mit dem höchsten Leistungsquotienten erteilt.

KI-Hinweis: Alle Zuschlagskriterien mit Gewichtungen, Bewertungsmethode (Punkteskala) und Berechnungsformel (Leistungsquotient) sind vollständig dokumentiert. Es handelt sich um die erweiterte Richtwertmethode nach UfAB, bei der der Preis nicht als eigenes Kriterium aufgeführt wird, sondern ausschließlich über die Formel Z = L/P einfließt.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Auftragsgegenstand und Gesamtziel

Gegenstand des Auftrags ist die wissenschaftliche und organisatorische Durchführung eines FE-Vorhabens zur Schaffung eines performancebasierten Bewertungshintergrundes für das Schüttel-Abriebverfahren nach TP Gestein-StB, Teil 6.6.3. Das Verfahren dient zur Prüfung der Wasserempfindlichkeit feiner Gesteinskörnungen, die im Asphalt verwendet werden.

Die Ergebnisse sollen in das technische Regelwerk einfließen (TP Gestein-StB und TL Gestein-StB) und damit eine praxisnahe Bewertungsgrundlage für die Eignung feiner Gesteinskörnungen im Straßenbau liefern.

Arbeitspaket 1 – Literaturstudie

Recherche und Auswertung des internationalen Stands von Wissenschaft und Technik zum Schüttel-Abriebverfahren und verwandten Prüfverfahren. Analyse relevanter Forschungsprojekte, Dissertationen und Veröffentlichungen. Einbezug der FGSV-Datensammlung. Ziel: belastbare Wissensbasis für die Verfahrensoptimierung.

Arbeitspaket 2 – Expertenbefragung (Delphi)

Durchführung einer Delphi-Befragung mit mindestens 10 verschiedenen Prüfinstituten aus dem D-A-CH-Raum. Inhalt: Audit der Prüfgeräte, der Probekörperherstellung und der Schüttelzylinder. Ziel: praxisrelevante Schwachstellen und Verbesserungspotenziale identifizieren.

Arbeitspaket 3 – Optimierung des Prüfverfahrens

Überarbeitung der Spezifikation des Prüfgeräts sowie Präzisierung der Prüfprozedur. Ergebnis: ein Vorlagendokument für eine Überarbeitung der TP Gestein-StB 6.6.3.

Arbeitspaket 4 – Evaluierung der Optimierung

Vergleichende Untersuchungen mit mindestens 3 weiteren Prüfinstituten. Geprüft werden mindestens 3 repräsentative feine Gesteinskörnungen aus jeweils einer Charge. Ziel: Validierung der Verfahrensoptimierung.

Arbeitspaket 5 – Stichprobencharakterisierung

Durchführung des Schüttel-Abriebverfahrens an mindestens 20 feinen Gesteinskörnungen. Repräsentative Auswahl hinsichtlich Schüttelabriebwert und Mineralogie; sowohl natürliche Gesteinskörnungen als auch mineralische Ersatzbaustoffe. Bei der Beschaffung sind ausreichende Mengen für die Prüfungen einzuplanen.

Arbeitspaket 6 – Erstellung des Bewertungshintergrundes

Definition einer konkreten Prüfabfolge:

1. 20 °C-Wasserbad (Vakuum)

2. 50 °C-Wasserbad (30 ± 6 Stunden)

3. Raumtemperatur (48 Stunden, trocken)

4. Einaxialer Zugversuch nach TP Asphalt-StB Teil 46 A

Ziel: ein performancebasierter Bewertungshintergrund als Grundlage für die Klassifizierung feiner Gesteinskörnungen.

Arbeitspaket 7 – Auswertung und Empfehlungen

Auswertung aller Ergebnisse, Definition des performancebasierten Bewertungshintergrunds und vollständige Darstellung der notwendigen Regelwerksanpassungen für TP Gestein-StB und TL Gestein-StB.

Projektorganisation und Berichtswesen

Startbesprechung (online) unmittelbar nach ProjektbeginnSitzungen des Betreuungskreises nach Zwischenergebnissen (in BASt oder online)Fortlaufende Abstimmung mit der AuftraggeberinPflege eines umsetzbaren ProjektplansQualitätsmanagementErstellung von Sachstands- und Zwischenberichten nach BedarfEntwurf des Schlussberichts mindestens 3 Monate vor ProjektendeFinale Schlussberichtsunterlagen zum Projektende (wiss. Bericht, Kurzbericht dt./engl. max. 5 Seiten, dt./engl. Kurzfassung max. 5.000 Zeichen)

Übergabe der FE-Ergebnisse

Vollständige Übergabe aller FE-Ergebnisse an die BASt

Formale Anforderungen an Berichte und Daten

Stil- und Formatvorgaben der BASt (Anlage 3 „Anforderungen an die Erstellung von BASt-Forschungsberichten") sind verbindlichEditierbare Dateien (z.B. Word) plus PDFTitel deutsch/englisch, Autoren und Organisationen, Urheber-/Quellenangaben, Literatur-/Bild-/Tabellenverzeichnis, einheitlicher Zitationsstil, Alternativtexte für BilderVerbotene Quellen: Wikipedia, Google, Google Maps; keine Bilder aus Drittquellen ohne GenehmigungIm Projekt angefallene Daten müssen inkl. Metadaten an die BASt übergeben werdenEigenerklärung zur Bericht-Checkliste (Anlage 5) als Bestätigung der Vollständigkeit

Technische Anforderungen an Software, KI-Modelle und Daten

Sofern im Projekt Software, KI-Modelle oder Daten erzeugt werden:

Software: UTF-8, Dokumentation, Changelog, SBOM (Software Bill of Materials), Quellcode-Übergabe über BASt-Gitlab (bereinigt, kommentiert), plattformübergreifend (Windows/Linux)KI-Modelle: Lieferung im nativen Format und als ONNX, annotierte Trainings-/Validierungs-/Testdaten, Reproduktionsskripte, Model CardDaten: maschinenlesbar, offene Formate (CSV, SQLite, PostgreSQL), Metadaten, ggf. KompressionGeodaten (falls relevant): INSPIRE-konform, ETRS89/UTM32 (EPSG:25832), ASB-Referenz für Straßennetze, Formate GeoJSON/Geopackage/SQLite/Spatialite/PostgreSQL-Dump, SLD-Symbolbeschreibungen

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Befähigung zur Berufsausübung

Keine besonderen Anforderungen in den Vergabeunterlagen definiert.

Finanzielle und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit

Aktuelle Bankerklärung, nicht älter als 3 MonateBerufs- bzw. Betriebshaftpflichtversicherung (Personen-, Vermögens-, Sachschäden) über die Gesamtlaufzeit des Forschungsvorhabens – Nachweis oder Eigenerklärung zur Nachversicherung im ZuschlagsfallFür Körperschaften des öffentlichen Rechts: Eigenerklärung zum Rechtsstatus und zur finanziellen Leistungsfähigkeit

Technische und berufliche Leistungsfähigkeit – Referenzen

Referenzliste 1: Mindestens 2 abgeschlossene Referenzprojekte zu „Verwendung von Gesteinskörnungen im Straßenbau" aus den letzten 5 JahrenReferenzliste 2: Mindestens 1 abgeschlossenes Referenzprojekt zum „Schüttel-Abriebverfahren nach TP Gestein-StB, Teil 6.6.3" aus den letzten 10 Jahren

Technische und berufliche Leistungsfähigkeit – Ausstattung

Verfügbarkeitsnachweis (Eigenerklärung 1) für folgende Prüfverfahren:

Schüttel-Abriebverfahren nach TP Gestein-StB, Teil 6.6.3Wasserempfindlichkeit von Asphalt-Probekörpern nach TP Asphalt-StB, Teil 12Einaxialer Zugversuch und Abkühlversuch nach TP Asphalt-StB, Teil 46 A

Ausschlussgründe (zwingend und fakultativ)

Eigenerklärung gem. §§ 123, 124 GWB (Formblatt 04c) – Abgabe zwingend; Bestätigungen/Nachweise sind auf Aufforderung vorzulegenEigenerklärung zu Art. 5k VO (EU) 2022/576 (Russland-Sanktionen, Formblatt 04d) – zwingend; gilt auch für Unterauftragnehmer, Lieferanten und Eignungsleihgeber, sofern deren Anteil 10 % des Auftragswerts übersteigtAb Auftragswert 30.000 € wird die BASt den Wettbewerbsregisterauszug automatisch beim Bundeskartellamt einholenFür Universitäten/außeruniversitäre Forschungseinrichtungen: Garantieerklärung zur Vermeidung unzulässiger Beihilfen und Quersubventionierung (Nr. 05)

Mindestanforderungen an das Angebot (inhaltlich)

Andernfalls erfolgt ein Angebotsausschluss:

Gesamtentgelt über 300.000 € bruttoFehlende Beschreibung der Durchführung mind. einer Delphi-Expertenbefragung mit mind. 10 Prüfinstituten (AP 2)Prüfung von weniger als 20 verschiedenen Gesteinskörnungen (AP 5)Fehlender detaillierter Prüfablauf in AP 6

Wahlmöglichkeit: Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE)

Die EEE kann alternativ zu den oben genannten Einzelnachweisen eingereicht werden.

Referenzprojekte
2 ReferenzenZeitraum: letzte 5 JahreVolumen: nicht spezifiziert

Kenntnisse und Erfahrungen in der Bearbeitung von Fragestellungen zur Verwendung von Gesteinskörnungen im Straßenbau

Referenzliste 1 gem. § 46 VgV; abgeschlossene Projekte

1 ReferenzenZeitraum: letzte 10 JahreVolumen: nicht spezifiziert

Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich des Schüttel-Abriebverfahrens nach TP Gestein-StB, Teil 6.6.3

Referenzliste 2 gem. § 46 VgV; abgeschlossenes Projekt

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
1–3Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 2 Angebote
Geringe Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 43%4–10 · 28%11+ · 28%
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen | Bundeskartellamt
Anschrift
51427 Bergisch Gladbach
Ort
51427 Bergisch Gladbach
Kategorie
Nordrhein-Westfalen
Auftragsvolumen
252.000 €
Veröffentlicht
Angebotsfrist
Auftraggeber-Website
www.bast.de

Erfüllungsort

Ort der Leistung
51427 Bergisch Gladbach
Nordrhein-Westfalen

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