Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum geht es?
Die Samtgemeinde Zeven vergibt die Elektrotechnik-Arbeiten für den Neubau des Kultur- und Bildungszentrums (KuBiZ) am Klostergang 4 in Zeven. Es handelt sich um ein einzelnes Los – also den gesamten Auftrag zusammen, nicht aufgeteilt.
Was muss der Auftragnehmer liefern?
Wie läuft das Verfahren?
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis; ermittelt aus der Wertungssumme des Angebotes unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAllgemeine Pflichten über alle Bereiche
Liefern, Verlegen, Montieren, Anschließen, Inbetriebnahme, Prüfung und Mängelbeseitigung bis zur betriebsfertigen Anlage – inklusive aller Nebenleistungen gemäß DIN. Das umfasst Befestigungs- und Anschlussmaterialien, Montageleitung und -beaufsichtigung, Anträge, Genehmigungen und Sichtvermerke, Zusammenarbeit mit der SiGe-Koordination sowie die Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften (UVV, VBG 4). Es ist möglichst nur ein Fabrikat je Stoff oder Bauteil zu verwenden; alle Materialien müssen das VDE-Zeichen tragen. Ca.- und Mindest-Angaben im LV gelten mit ±5 % bzw. +5 % Toleranz. Für die Baustellenumlage werden 0,50 % vom Nettobetrag eingerechnet. Lagerfläche ist sehr begrenzt und mit der örtlichen Bauleitung abzustimmen.
Haupt- und Unterverteilungen
Wandlerschrank 200 A gemäß TAB der Stadtwerke Zeven, Hausanschlussschrank bis 250 A, Standschrank IP55/I. Dazu kommen Kompaktleistungsschalter, NH-Sicherungs-Lastschaltleisten NH00, Sicherungselemente D02 35 A, FI-Schalter (Typ A und Typ B), FI/LS-Kombinationen, LS-Schalter, Stromstoßschalter, astronomische Zeitschaltuhren, Lasttrennschalter und Installationsschütze. Für jeden Gebäudeteil (VHS, Bibliothek, Foyer/Aula, Archiv) ist eine eigene Unterverteilung als Feldverteiler inklusive KNX-Komponenten (Spannungsversorgung 640 mA, Netzteil 24 V DC, Linienkoppler, Anschlussklemmen mit Überspannungsschutz, USB-Schnittstelle, Binäreingänge 4-fach, Schalt-/Jalousieaktoren 24-fach) zu liefern.
Kabel, Leitungen und Trassen
Verlegung von NHXMH-J, N2XH-J, NHXH-JFE180 mit Funktionserhalt E30, KNX/EIB-Busleitung, J-H(ST)H und Herdanschlusskabel NYMHY auf Kabelbahnen, in Brüstungs- und Leitungsführungskanälen, Installations- und Schutzrohren sowie in Leichtbautrennwänden. Kabel und Leitungen müssen farblich gemäß VDE gekennzeichnet und an Verteilerenden dauerhaft mit Verteiler- und Stromkreisnummer beschriftet werden. Hilfsmittel umfassen Kabelrinnen, Wandausleger, Kabelleitern, C-Schienen, Bügelschellen, Trennstege, Sammelhalter und Installationsrohre (Kupa/Stapa). Schall- und Brandschutzisolierungen sind gemäß MLAR (Muster-Leitungsanlagen-Richtlinie) auszuführen.
Installationsgeräte und Schaltanlagen
Lieferung und Montage von Aus-, Wechsel- und Serienschaltern, Tastern, Jalousieschaltern, Schuko- und CEE-Steckdosen, Präsenzmeldern (Master/Slave-Konfiguration mit max. 10 Slaves pro Master), Raumthermostaten, Abzweig- und Verteilerdosen, Brandschutz-Geräteverbindungsdosen EI30–EI120, Bodensteckdosen, KNX-SmartTouch-Displays (10 Zoll), Fluchttürterminals (Tür-Zentrale, Verriegelung, Haltemagnet) gemäß EltVTR und EN 13637 sowie Notrufanlagen für Behinderte-WCs. Alle Installationsgeräte müssen säurefest, korrosionsbeständig, halogenfrei und schwer entflammbar sein.
Beleuchtung (Innen und Außen)
Außenbeleuchtung mit LED-Wandleuchten, LED-Aufsatzleuchten, Lichtmasten (zertifiziert nach EN 40, pulverbeschichtet in Grafit, 5 m und 7 m hoch), Pollerleuchten und Erdstücken. Innenbeleuchtung je nach Gebäudeteil: Anbauleuchten für Feuchträume, Wandfluter, Deckenanbauleuchten, Lichtkanal-Einbauleuchten, Lichtkanal-Pendelleuchten (auch Selbstverbucher/Buchrückgabe), LED-Downlights (rund 11,5/16 W und eckig 12,2 W), FR-Anbauleuchten 17 W/32 W, Systempendelleuchten mit Tiefstrahler, LED-Ringleuchten (D = 1,5 m und 3 m), Stehleuchten, Wand- und Deckenleuchten, Pendelleuchten. Für LED-Module der Außenbeleuchtung gilt eine 20-jährige Nachliefergarantie.
Sicherheitsbeleuchtung und Brandschutz
Dezentrales Notlichtsystem 24 V DC mit Einzel-LED-Überwachung, programmierbarer Schaltungsart für Bereitschafts- und Dauerlicht, LED-Rettungszeichenleuchten (Wand-, Decken- und Seilmontage) sowie LED-Sicherheitsleuchten für Rettungswege und Flächen, optional in RAL-Lackierung. Stromkreiskennzeichnungsschilder nach DIN VDE 0100-560. Brandschutz umfasst Kabelschotte F90 (bis 0,03 m², 0,1 m² und 0,5 m²), Brandschutzschaum S90 nach DIN 4102, Leitungsschotte F30-F90 für Leitungen 5–15 mm und Rohre M16–M25 sowie I30-Kabelkanäle 200×100 mm und 400×150 mm aus Ridurit-Feuerschutzplatten (Baustoffklasse A1). Jede Schottung ist fotografisch zu dokumentieren und im Gebäudegrundriss digital einzutragen.
Anschlussarbeiten und sonstige Bauleistungen
Anschließen von Kabeln und Leitungen in den Querschnitten 3×2,5, 5×2,5, 5×16 und 5×25 mm², von Türen (230 V) bis 3 kW, von Rauch-Wärme-Abzugsanlagen (RWA) inklusive Taster-Verkabelung, der Aufzüge sowie des Heizungsaußenfühlers. Sonstiges: Kernbohrungen in Beton/Mauerwerk (D = 100 mm und 200 mm), Ringraumdichtungen (D = 100 mit 1 oder 8 Kabeln, D = 200 mit 7 Kabeln), Schlitze in Mauerwerk, Rollgerüste bis 3 m und 6 m, Inbetriebnahme der Elektroanlage, Einweisung des Personals und Sachverständigenabnahme durch TÜV/DEKRA nach TRPüfVO.
Baustromversorgung und Baubeleuchtung
Liefern, vorhalten und unterhalten der kompletten Baustrom-Verteilungsanlage (Baustromverteiler 400 V, 3×63 A als Anschlussverteilerschrank und Verteilerschrank) sowie Versorgungsleitungen mindestens 5×16 mm². Allgemeinbeleuchtung der Verkehrswege mit mindestens 20 lx (10 Leuchten inkl. Kabel, Schalter und Anschluss), Umsetzen einer Leuchte sowie Räumen inkl. Leitungsnetz. Prüfung und Wartung der Baustrom-Verteilungsanlage alle 4 Wochen. Einheitspreis gilt für die gesamte Einsatzzeit von rund 20 Monaten; je Verlängerungsmonat fallen zusätzliche Positionen für Wartung und Baubeleuchtung an.
Demontagen und Entsorgung
Demontage und fachgerechte Entsorgung von: Verteilungen bis 0,6 m² und 1,0 m², Kabel und Leitungen D = 15/20/40 mm, Nachvollziehen nicht zuordenbarer Kabel, Einbau- und Anbauleuchten, Installationsgeräten (Schalter, Taster, Steckdosen), Brüstungs- und Leitungsführungskanälen bis 80×170 mm, Aufputzrohren M16–M63, Kabelbühnen/-leitern bis 600 mm, Verbindungsdosen sowie Rettungszeichen- und Sicherheitsleuchten. Öffnen und Verschließen von F90-Decken- und Wanddurchbrüchen (d ≤ 25 cm). Liefern und Montage von Warmschrumpf-Verbindungsmuffen bis 5×2,5 mm². Nachweise über die ordnungsgemäße Entsorgung sind zwingend an die Bauleitung zu übergeben.
Potentialausgleich und Erdung
Liefern und Montieren einer Potentialausgleichsschiene mit Grundplatte, Abdeckhaube und Klemmschiene. Erdungsbandrohrschellen in zwei Größen (Klemmbereich 10–27 mm, Anschluss 2,5–10 mm² sowie Klemmbereich 27–114 mm, Anschluss 4–25 mm²). N2XH-J Kabel 1×6, 1×10 und 1×16 mm² für die Erdungsverbindungen. Anschlüsse des Potentialausgleichs sowie der Aufzugsanlage nach DIN VDE 0185/18014. Messen und Prüfen der Blitzschutz- und Erdungsanlage gemäß DIN 48831 mit Prüfbericht, Bestandszeichnung nach DIN 48820, Fotodokumentation von Fundamenterder und Ringerder (3-fach + DVD/CD).
Stundenlohnarbeiten
Obermonteurstunden, Monteur-/Facharbeiterstunden sowie Helfer- und Azubistunden – ausschließlich auf besondere Aufforderung der Bauleitung. Verrechnungssätze gemäß VOB/B § 15 inklusive Lohnnebenkosten, Gemeinkosten, Wagnis und Gewinn. Für jede Stundenlohnarbeit sind tägliche Stunden- und Materialnachweise von der Bauleitung gegenzuzeichnen.
E-Mobilität
Wandlerschrank 125 A gemäß TAB Stadtwerke Zeven (IP44, Schutzklasse II, mit Überspannungsableitern T1+T2+T3), freistehende Ladestation 2×22 kW (Wallbox, Typ 2, Mode 3, OCPP 1.6J, IP55, IK10, mit FI/LS Typ A und 6 mA DC-Fehlerstromerkennung) auf Edelstahl-Bodensockel (400×175×20 mm) sowie ein statischer/dynamischer Lastmanager mit OCPP 1.6J (Direktmessung bis 63 A oder Wandlermessung). Außen-Datenkabel Cat.7, 1000 MHz, S/FTP, PE-Mantel, halogenfrei und für Erdverlegung geeignet.
Fernmelde- und informationstechnische Anlagen (IT-Netzwerk)
Strukturierte Gebäudeverkabelung nach EN 50173-1 mit Kupfer- (Cat.6A/Klasse EA, 500 MHz, 10 GBit/s nach IEEE 802.3an) und LWL-Komponenten. Kupferkabel KAT7, 4×2×AWG22 halogenfrei bis 600 MHz, Datendosen 1-fach/2-fach Cat.6A iso (PoE+/PoE geeignet), Patchkabel und Rangierschnüre geschirmt/zertifiziert für Klasse EA. IT-Racks als 42 HE Serverschrank (800×2000×1200 mm) und 24 HE Netzwerkschrank (800×1300/2000×800 mm) in RAL 7035/9005. LWL-Universalkabel U-DQ(ZN)BH 1×24 OS2 (Singlemode), LWL-Bündeladerkabel I/A-DQ(BN)H 12 Fasern OM5 (Multimode), LWL-Patchfeld mit 24 Pigtails OM2 sowie J-H(ST)H 20×2×0,6 mm². Permanent-Link-Messung Klasse EA, optional Channel-Link-Messung und OTDR-Messung der LWL-Strecken mit Impulsreflektometer-Protokoll für die Spleißqualität.
Dokumentation, Prüfung und Übergabe
Erstellung und Übergabe der vollständigen Bestands- und Revisionsunterlagen 2-fach in Ordnern, davon ein Ordner mindestens 14 Tage vor Abnahme zur Vorprüfung durch die bauleitende Objektüberwachung. Inhalt: Inhaltsverzeichnis, Errichtererklärung, Fachunternehmererklärung, DGUV V3 Erklärung, CE-Konformitätserklärung, Einweisungsprotokolle, Betriebs- und Bedienungsanleitungen, Ersatzteilliste, Messprotokolle (Unterverteilungen, Datenkabel, Videoanlage) inkl. Kalibrierungsnachweis, Erstinbetriebnahmeprotokolle (Sicherheitsbeleuchtung, Brandmeldeanlage, Verteilungen), Beleuchtungsmessungen je Raum, Abnahmeprotokoll, Mängelbeseitigungsanzeigen, Wartungsliste, Grundrisszeichnungen Maßstab 1:50, Stromlaufpläne, Stromkreislegende, Fotodokumentation Brandschutzmaßnahmen, Fotodokumentation Erdungsanlagen, Blitzschutzprüfbuch. Pläne zusätzlich farbig ausgeplottet und auf Datenträger als DWG/DXF/PDF. Schriftliche Einweisung des Bedienpersonals mit Bestätigung durch den Sprecher.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung und Referenzen
Vergleichbare elektrotechnische Leistungen in den letzten 5 Kalenderjahren. Mit dem Angebot ist eine Referenzliste einzureichen. Bei enger Wahl werden 3 Referenznachweise verlangt – inklusive Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblichem Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittlich eingesetzten Arbeitnehmern, besonderen technischen oder gerätespezifischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertraglicher Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), Angabe zu koordinierten Gewerken mit eigenem Leitungspersonal sowie Bestätigung des Auftraggebers über die vertragsgemäße Ausführung. Die Elektrofachfirma muss die nötige Fachkunde für die genannten Nieder- und Mittelspannungsarbeiten sowie für Netzwerkverkabelung und Ladestationen nachweisen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Angaben zum Umsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre für vergleichbare Leistungen. Nachweis der jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte, gegliedert nach Lohngruppen mit gesondert ausgewiesenem Leitungspersonal.
Zuverlässigkeit und rechtliche Voraussetzungen
Keine Insolvenzverfahren (weder beantragt noch eröffnet; kein Insolvenzplan oder rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan), keine schweren Verfehlungen, die einen Ausschluss nach § 6e EU VOB/A begründen würden (ggf. Selbstreinigungsmaßnahmen darstellen), Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Eintragung in der Handwerksrolle oder IHK (oder Nachweis, dass keine Pflicht besteht), Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse, Bescheinigung in Steuersachen des Finanzamts, Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG sowie qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Lohnsummen-Angabe.
Tariftreue und gesetzliche Pflichten
Tariftreueerklärung nach NTVergG (auch für alle eingesetzten Nachunternehmer) sowie Eigenerklärung zur Verordnung EU-2022. Verpflichtung zur Zahlung von Mindestentgelten nach §§ 13–15 NTVergG, Pflichten gegenüber Nachunternehmen und Verleihunternehmen, Kontrollrechte des Auftraggebers und Sanktionen bei Verstößen; Aufbewahrung der Unterlagen für 10 Jahre nach Ende der Hauptleistung. Benennung eines geeigneten SiGe-Koordinators gemäß Baustellenverordnung/RAB 30.
Technische und produktbezogene Eignung
Herstellerzertifizierung für die installierende Firma im Bereich Netzwerkkomponenten (Cat.6A/LWL) sowie ein Zertifikat eines akkreditierten Prüflabors für Cat.6A-Komponenten. Systemgewährleistung mindestens 15 Jahre (optional 20 Jahre) auf Cat.6A/Klasse EA/10 GBit/s und mindestens 10 Jahre auf LWL-Übertragungseigenschaften. Eigene Messgeräte für Permanent-Link-Messung Klasse EA sowie OTDR für LWL-Strecken. Verwendung von Materialien mit VDE-Zeichen, säurefest/korrosionsbeständig/halogenfrei/schwer entflammbar. Einhaltung DIN-/VDE-Normen (u. a. VDE 0100, 0185, 0190, 0800), EN 50173, EN 50174, MLAR sowie EN 40 bei Lichtmasten.
Vergleichbare elektrotechnische Leistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren (Referenzliste ist dem Angebot beizufügen). Bei enger Wahl werden 3 Referenznachweise mit detaillierten Angaben verlangt.
Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang inkl. Mengen, durchschnittlich eingesetzte Arbeitnehmer, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke mit eigenem Leitungspersonal, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.