Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Deutsche Bahn AG (DB InfraGO AG – Geschäftsbereich Fahrweg) schreibt Sicherungsleistungen und bauaffine Dienstleistungen für den Ausbau der Bahnstrecke ABS 46/2 zwischen Emmerich und Oberhausen aus. Die Leistungen sind in 6 Lose (A–F) für die Bauabschnitte 4a, 4b, 4c (2027) und 5a, 5b, 5c (2028) aufgeteilt.
Je Los sind Sicherungsaufsicht, Sicherungspersonal, technische Sicherung (z.B. ATWS, Feste Absperrung), Signalisierung, Bahnerdungsberechtigte, Bahnübergangsposten und Helfer im Bahnbetrieb zu erbringen.
Zuschlagskriterium ist allein der Preis (100 %). Angebote müssen elektronisch über das DB-Bieterportal eingereicht werden. Eine Präqualifikation bei der DB AG für Sicherungsleistungen ist zwingend erforderlich.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Niedrigster Preis – Zuschlagskriterium gemäß Anschreiben Leistungsanfrage SbaD
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenWas allgemein zu leisten ist
Sicherung von Arbeitskräften zur Abwendung von Gefahren aus dem Bahnbetrieb bei Arbeiten in Gleisbereichen der DB AG (Gefahren durch bewegte Schienenfahrzeuge).
Dazu gehören Sicherungsaufsicht, Sicherungspersonal (Absperr-, Überwachungsposten), technische Sicherung (z.B. ATWS Automatisches Warnsystem, Feste Absperrung, Komponenten für Maschinenwarnung) sowie bauaffine Dienstleistungen (Signalisierung, Bahnerdung, Bahnübergangsposten, Helfer im Bahnbetrieb).
Die Leistungen sind nach den Regeln der DGUV Vorschrift 77/78, RSG DGUV Regel 101-024 und der DB-Rahmenrichtlinie 132.0118 zu erbringen.
Geräte und Technik (für alle Lose identisch)
Folgende technische Gerätearten kommen je nach Los und Bauzustand zum Einsatz:
Pro Geräteart sind die Phasen Auf-/Abbau, Umsetzen, Vorhalten und Betreiben gesondert zu kalkulieren.
Personal (für alle Lose identisch)
Folgende Personalarten werden je nach Los in unterschiedlichen Stundenumfängen eingesetzt:
Pro Personalart ist eine eigene Preisermittlung mit Stundenverrechnungssatz, Nebenkosten (NK1-3) sowie Zulagen für Nachtarbeit, Sonntage und gesetzliche Feiertage vorzulegen.
Einsatzort und -zeitraum
Einsatzort für alle Lose: 46446 Emmerich (Region DEA1B Kleve).
Vertragsbeginn: 16.11.2026. Vertragsende: 31.12.2028. Ausführungsbeginn auf der Baustelle: 04.01.2027.
In den Bauabschnitten sind wiederkehrende Totalsperrungen für Kampfmittelsondierungen, Leitungsverlegungen und Vegetationsarbeiten vorgesehen (typischerweise März, September und Dezember 2027).
Sonstige Pflichten des Auftragnehmers
Nebenleistungen ohne gesonderte Vergütung umfassen u.a.: Baustelleneinrichtung und -räumung, Mitarbeiterausrüstung, Einweisung in örtliche Verhältnisse, Sicherungsplanung, GSM-R Telefone, Betriebsstoffe und Abfallentsorgung.
Zusätzlich sind kartellrechtliche Compliance (inkl. Compliance-Programm, Schulungen, Ansprechpartner) und Nachhaltigkeitsanforderungen (Nachhaltigkeitsbewertung wie z.B. EcoVadis innerhalb von 6 Monaten nach Vertragsschluss) zu erfüllen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPräqualifikation DB AG
Der Bieter (bzw. alle Partner einer Bietergemeinschaft) muss im Präqualifikationsverfahren der Deutsche Bahn AG für die Warengruppe 'Sicherungsleistungen' mit Einstufung in Verzeichnis I, II oder III (personelle und technische Leistungsfähigkeit) präqualifiziert sein.
Versicherung
Nachweis einer Haftpflichtversicherung mit Mindestdeckungssumme von 2.560.000 EUR je Schadensereignis (Personen- und Sachschäden pauschal).
Personalqualifikation
Eingesetztes Personal muss eine gewerblich/technische Ausbildung oder mindestens 12 Monate Praxiserfahrung im Bahnumfeld nachweisen. Zusätzlich sind eine Grundlagenschulung 'Arbeiten im Gleisbereich' sowie tätigkeitsbezogene Schulungen (z.B. Lf-Signale, GM-Montage) erforderlich.
Mitarbeiter benötigen einen persönlichen Berechtigungsausweis gemäß Vordruck 892.0104V07 für Berechtigungsart A und müssen körperlich sowie psychologisch gemäß RRil 107.0000 geeignet sein. Deutsche Sprache in Wort und Schrift ist Voraussetzung.
Ausschlussgründe
Bewerber, die den Sanktionsmaßnahmen in Art. 5k der VO (EU) 2022/576 unterfallen, werden ausgeschlossen. Der Auftraggeber behält sich zudem vor, die Ausschluss- und Eignungsgründe gemäß §§ 123, 124 GWB anzuwenden (u.a. Verurteilungen, schwere Verfehlungen, Insolvenz, Gewerbezentralregister-Eintragungen).
Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bietergemeinschaften haften gesamtschuldnerisch. Bei Los A und B muss mindestens ein Mitglied PQ Verzeichnis II erfüllen, alle weiteren mindestens PQ Verzeichnis I. Bei Los C–F muss jedes Mitglied PQ Verzeichnis I selbst erfüllen.
Nachunternehmer dürfen nur in begründeten Ausnahmefällen mit vorheriger schriftlicher Zustimmung eingesetzt werden und müssen ebenfalls präqualifiziert sein.
Weitere Eignungsanforderungen
Keine wesentlichen Mängel bei früheren DB-Aufträgen, keine unzulässigen Beeinflussungsversuche in DB-Vergabeverfahren, kein Verstoß gegen DB-Sanktionen oder EU-Blocking-Verordnung.
Einhaltung des Bundestariftreuegesetzes (BTTG) und Verpflichtung zur kartellrechtlichen Compliance (außer für Kleinstunternehmen mit Vorjahresumsatz ≤ 2 Mio. EUR UND weniger als 10 Mitarbeitern).
Keine expliziten Referenzprojekte in den Vergabeunterlagen gefordert. Eignung wird über die Präqualifikation bei der DB AG für die Warengruppe 'Sicherungsleistungen' (Verzeichnis I, II oder III) nachgewiesen.
PQ-Nachweis der DB AG; alle Partner einer Bietergemeinschaft müssen präqualifiziert sein