Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas Klinikum Region Hannover beschafft eine cloudbasierte Spracherkennung für den medizinischen Einsatz. Die Lösung soll die bestehende Anwendung Dragon Medical One ablösen, rund 800 bestehende Nutzer bis Ende 2026 migrieren und ab dem 01.01.2027 unternehmensweit zur Verfügung stehen.
Gefordert sind eine Echtzeit-Erkennung mit medizinischer Terminologie, individuelle Sprachprofile, mobile iOS-Nutzung, eine Anbindung an klinische Systeme sowie umfassende Konzepte für Einführung, Schulung, Betrieb, Sicherheit, Integration und KI. Optional sind Ambient-Spracherkennung und weitere KI-Assistenzfunktionen anzubieten.
Angebote können ausschließlich elektronisch über das Bieterportal bis zum 08.09.2026 um 12:00 Uhr MESZ abgegeben werden.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Präsentation, Demo und Fragerunde (Gesamt)
Gesamtbewertung der Bieterpräsentation mit maximal 160 Punkten, bewertet nach Noten (sehr gut 100%, gut 70%, befriedigend 30%, mangelhaft 0%).
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenCloudbasierte klinische Spracherkennung
Bereitstellung einer campusweiten und skalierbaren Lösung mit Echtzeit-Spracherkennung für medizinische und administrative Dokumentation. Die Erkennung muss auf medizinische Terminologie aller Fachabteilungen ausgelegt sein, Deutsch als Hauptsprache einschließlich Akzenten und Dialekten sowie Englisch unterstützen.
Nutzung und individuelle Anpassung
Die Lösung muss individuelle Sprachprofile, persönliche Wörterbücher und eigene Begriffe oder Phrasen ermöglichen. Nutzer sollen Profile selbst bearbeiten, Textbausteine und Vorlagen verwalten, Sprache an klinischen Arbeitsplätzen zeit- und ortsunabhängig nutzen und Spracheingaben mit Tastatur, Tastendruck oder geeigneten Mikrofonen steuern können.
Integration in klinische Systeme
Die Spracherkennung muss ohne zusätzliche Zwischenschritte direkt an der Cursorposition unter anderem in i.s.h.med einschließlich iCONSENSUS Pro, Nexus Pathologie, Microsoft Word und Outlook, ViewPoint, Syngo Carbon Space und syngo.via integrierbar sein. Auch mobile Anwendungen wie MPR, Anamnese mobil, Aufklärung mobil und E-Dokument Pro sowie die Anbindung über Schnittstellen, APIs oder SDKs sind zu berücksichtigen.
Mobile und virtuelle Nutzung
Neben Windows 11 ist eine iOS-App mit Zugriff auf das persönliche Sprachprofil vorgesehen, optional bis zu 3.000 Nutzer. Die Lösung muss außerdem in Citrix- und VDI-Umgebungen mit ausgehenden HTTPS-Verbindungen über TCP 443 und TLS 1.2 oder höher nutzbar sein.
Administration und Betrieb
Bereitzustellen sind ein webbasiertes Administrationstool, Nutzer-, Lizenz- und Profilverwaltung, Anbindung an Active Directory und Microsoft Entra ID, Single Sign-on, Nutzungsstatistiken sowie Exporte im CSV- oder XLSX-Format. Gemeinsam genutzte Arbeitsplätze müssen einen nutzerbezogenen Profilwechsel ermöglichen.
Einführung und Schulung
Die Einführung umfasst die Ablösung von Dragon Medical One, die Migration der rund 800 bestehenden Nutzer, einen schrittweisen Rollout mit Parallelbetrieb sowie technische Einrichtung. Anwender und Administratoren sind auf Deutsch zu schulen; Schulungsunterlagen und Support müssen ebenfalls auf Deutsch verfügbar sein. Die Migration und Einweisung müssen bis zum 20.12.2026 abgeschlossen sein, der Produktivstart ist für den 01.01.2027 vorgesehen.
Sicherheit, Datenschutz und Datenhaltung
Die Lösung muss die Anforderungen an Datenschutz, Informationssicherheit und den Schutz von Gesundheitsdaten erfüllen. Gefordert sind ein Datenschutz- und Informationssicherheitskonzept, technische und organisatorische Maßnahmen, sichere Authentifizierung, Zugriffskontrolle, Protokollierung, Verschlüsselung, kontrollierbare Berichtigung, Sperrung und Löschung sowie ein dokumentiertes Management von Schwachstellen, Patches und ausgelagerten Prozessen. Audiodaten dürfen nicht für eigene Zwecke verwendet werden.
Optionale KI- und Zusatzleistungen
Optional und gesondert auszuweisen sind Ambient-Spracherkennung zur Erfassung und Aufbereitung von Gesprächen, automatische Transkription mit Sprecherkennung, KI-gestützte Textbearbeitung, Diagnosevorschläge und weitere Assistenzfunktionen. Für die KI-Nutzung sind die regulatorischen Anforderungen einschließlich menschlicher Aufsicht zu berücksichtigen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAusschlusskriterien
Das Angebot wird ausgeschlossen, wenn einschlägige Verurteilungen oder Geldbußen vorliegen, Steuern, Abgaben oder Sozialversicherungsbeiträge nicht ordnungsgemäß gezahlt wurden, Preisabsprachen oder wissentlich falsche Angaben vorliegen, die geforderten Russland-Sanktionen nicht eingehalten werden oder bestimmte Verstöße gegen das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz vorliegen.
Mindestanforderungen an Referenzen und Qualitätsmanagement
Vorlage von mindestens drei Klinikreferenzen, davon mindestens eine aus der Radiologie, mit vergleichbarem Auftragsgegenstand und Auftragswert aus den letzten drei Jahren. Die Referenzliste muss Anschrift, Ansprechpartner, Kontaktdaten, Leistungswert und Leistungszeit enthalten. Zusätzlich ist ein Qualitätsmanagementsystem durch eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2015, einen vergleichbaren Nachweis oder aussagefähige Unterlagen zu belegen.
Weitere verpflichtende Erklärungen
Der Bieter muss die Einhaltung der Mindestarbeitsbedingungen, der gesetzlichen Kontroll- und Nachweispflichten, der ILO-Kernarbeitsnormen sowie der Auskunfts- und Nachweispflichten zur Lieferkettensorgfalt und zu Nachhaltigkeitsinformationen bestätigen. Eignungsnachweise können nachgefordert werden.
Leistungsbezogene Mindestkriterien
Die Lösung muss die im Leistungsverzeichnis als KO gekennzeichneten Anforderungen vollständig erfüllen. Dazu gehören unter anderem Echtzeit-Spracherkennung, ein medizinisches Fachmodell, deutsche und englische Sprachunterstützung, individuelle Profile, Textbausteine, direkte Integration in die geforderten Zielsysteme, Windows-11- sowie Citrix- und VDI-Tauglichkeit, Administration, Datenschutz, Informationssicherheit, Verschlüsselung und die Anforderungen zum Umgang mit Gesundheits- und Audiodaten.
Mindestens drei Klinikreferenzen; mindestens eine davon muss den Einsatz in der Radiologie umfassen. Die Referenzen müssen in den letzten drei Jahren erbracht worden sein, einen vergleichbaren Auftragsgegenstand und einen vergleichbaren Auftragswert haben und idealerweise Campuslizenzen betreffen.
Je Referenz Anschrift der Einrichtung, Ansprechpartner mit Kontaktdaten, Leistungswert und Leistungszeit angeben; mindestens eine Referenz muss den Einsatz in der Radiologie nachweisen.