Stadtbezirk I - Jungbaumpflege an Straßenbäumen 2027
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Essen vergibt die einmalige Pflege von 614 Jungbäumen im öffentlichen Verkehrsraum des Stadtbezirks I. Gefordert sind insbesondere Kronen- und Stammpflege mit Hubarbeitsbühne, Baustellensicherung, verkehrsrechtliche Anordnungen, digitale Leistungsdokumentation und die Desinfektion der Schnittwerkzeuge.
Das Angebot ist bis 13.11.2026, 10:00 Uhr ausschließlich elektronisch und verschlüsselt über den Vergabemarktplatz NRW einzureichen. Nebenangebote sind unzulässig.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Niedrigster Preis100%
Die Angebote werden nach dem niedrigsten Preis bewertet.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenPflegeumfang
Die einmalige Leistung umfasst 614 Bäume im Stadtbezirk I der Stadt Essen:
Der übliche Stammdurchmesser beträgt bis 15–20 cm, gemessen auf 1 m Höhe. Bei besonders schnellwüchsigen Baumarten wird für 92 Bäume eine Zulage für erhöhten Pflegeaufwand vorgesehen; dabei können Durchmesser bis maximal 25 cm zugrunde gelegt werden.
Baumarbeiten
Je Baum sind die visuelle Beurteilung und die erforderliche Kronen- und Stammpflege nach ZTV Baum 2017 und dem niederländischen Jungbaumpflegekonzept auszuführen. Die Arbeiten erfolgen ausschließlich mit einer Hubarbeitsbühne.
Je Schnittdurchgang dürfen grundsätzlich höchstens 20 % der Blattmasse entfernt werden. Dicke Äste werden zuerst entfernt; benachbarte oder übereinanderliegende Äste sollen nicht gleichzeitig entfernt werden. Bei Hochstämmen ist nach dem Schnitt eine Stammhöhe von 50–60 % und eine Mindestkronenhöhe von 40 % der Gesamthöhe zu beachten. Über- oder nebeneinanderliegende Wunden über 3 cm sowie Schnitte im Grobastbereich sind zu vermeiden.
Je Baum sind außerdem Stamm- und Stockaustriebe, baumfremder Bewuchs, Kunststoffdrähte und baumfremde Rückstände zu entfernen. Das Schnittwerkzeug ist nach jedem bearbeiteten Baum geeignet zu desinfizieren. Bei neun Bäumen sind Dreiböcke oberhalb der Dreifach-Verlattung zu entfernen und zu entsorgen; Anfahrtschutz und Kunststoffgießränder verbleiben vor Ort.
Baustellensicherung und Verkehr
Sämtliche Baustellen sind einschließlich Liefern, Aufstellen, Vorhalten, Umsetzen und Beseitigen der Beschilderung zu sichern. Für Arbeiten mit Auswirkungen auf den Straßenverkehr sind verkehrsrechtliche Anordnungen einzuholen und die erforderlichen Abstimmungen mit KOST und gegebenenfalls dem Amt 66-2-2 durchzuführen.
Auf KOST-Straßen ist für die Anordnung regelmäßig ein Vorlauf von 4–5 Wochen, außerhalb von KOST-Straßen etwa 3 Wochen vor Arbeitsbeginn vorzusehen. Einzelne Arbeitsstellen sind im vereinfachten Genehmigungsverfahren mindestens 5 Arbeitstage vorher anzumelden. Baubeginn und Bauende sind KOST mit 2 Werktagen Vorlauf mitzuteilen.
Die Arbeiten erfolgen montags bis freitags. Für verkehrswichtige KOST-Straßen sind Zeitfenster von Montag bis Donnerstag 9:00–15:00 Uhr und Freitag 9:00–13:00 Uhr möglich; die konkrete Festlegung trifft das Baustellenmanagement. Es ist MVAS-geschultes Personal einzusetzen oder ein geeignetes Verkehrssicherungsunternehmen zu beauftragen.
Artenschutz, Baumschutz und Entscheidungen vor Ort
Der Baumbestand ist unmittelbar vor Beginn der Pflege- und Schnittmaßnahmen in Augenschein zu nehmen. Bei artenschutzrelevanten Sachverhalten, insbesondere Nestern oder Höhlungen, ist der Auftraggeber unverzüglich zu informieren; er entscheidet über das weitere Vorgehen. Die Schutz- und Verbotsvorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes sowie der Fachbericht Artenschutz der FLL sind einzuhalten.
Bei Unklarheiten zum Baum- oder Astschnitt ist die zuständige Bauleitung vor Ort zu kontaktieren und die Schnittentscheidung gemeinsam zu treffen. Die Situation ist gegebenenfalls durch Fotos zu dokumentieren. Schäden an Bäumen, Wegen, vegetationstechnischen oder sonstigen Einrichtungen sind zu vermeiden; vom Auftragnehmer verursachte Schäden sind auf eigene Kosten wiederherzustellen. Baumschäden werden nach Methode Koch bewertet.
Digitale Dokumentation und Leistungsnachweis
Alle Leistungen sind tagesscharf und positionsscharf über die App proMDE-Dienstleister zu dokumentieren. Baum- und Standortinformationen sowie das erforderliche Kartenmaterial sind zu nutzen. Die Dokumentation ist der ständigen Bauleitung zu übermitteln und ein Leistungsanerkenntnis zu veranlassen.
Rechnungen werden monatlich nach dokumentierter und anerkannter Leistung gestellt; jede Kostenposition ist einem Auftrag und dem Maßnahmedatum zuzuordnen.
Nebleistungen
Die für die Leistung erforderlichen Stoffe und Bauteile sind bereitzustellen, auf der Baustelle abzuladen und zu lagern. Entfällt Material, ist es nach den Vorgaben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes zu verwerten oder zu deponieren. Die entsprechenden Kosten sind bei der Kalkulation zu berücksichtigen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Eignung
Erforderlich sind Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit. Der Nachweis wird grundsätzlich über Formblatt 124 oder inhaltlich gleichwertige eigene Angaben zur persönlichen, wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie zu Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit geführt; alternativ kann auf eine Präqualifikation verwiesen werden.
Die Vergabestelle behält sich vor, Angaben und Nachweise zu überprüfen und Bescheinigungen zuständiger Stellen anzufordern.
Technische Leistungsfähigkeit
Mindestens ein vergleichbares Referenzobjekt aus den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren ist nachzuweisen. Es ist mit eigenem Personal auszuführen und hinsichtlich Art, Umfang und/oder Größe mit der ausgeschriebenen Jungbaumpflege zu vergleichen.
Ebenfalls anzugeben sind die jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre, das extra ausgewiesene Leitungspersonal und dessen Qualifikation sowie die Maschinenausstattung. Die Angaben sind gegebenenfalls auch von Nachunternehmern und präqualifizierten Unternehmen vorzulegen, sofern deren hinterlegte Referenzen nicht vergleichbar sind.
Fachkunde der eingesetzten Kolonnen
Je eingesetzter Kolonne muss für die Baumbeurteilung eine FLL-Zertifizierung als Baumkontrolleur oder eine höher- bzw. gleichwertige Qualifikation nachgewiesen werden. Für die Schnittmaßnahmen ist eine Zertifizierung als European Tree Worker oder eine höher- bzw. gleichwertige Qualifikation erforderlich. Baumbeurteilung und Schnittmaßnahmen dürfen nur durch geschultes Personal ausgeführt werden.
Personal, Organisation und Ausführung
Für die gesamte Auftragsdauer ist ein deutschsprachiger Baustellenkoordinator zu benennen. Je eingesetzter Kolonne ist ein deutschsprachiger Mitarbeiter zur Gewährleistung der Arbeitssicherheit bereitzustellen. Die Fähigkeit zur Nutzung der proMDE-Dienstleister-App und zur Durchführung der verkehrsrechtlichen Sicherung muss sichergestellt sein.
Die Leistung ist im eigenen Betrieb auszuführen. Eine Übertragung an Nachunternehmer ist nur mit schriftlicher Zustimmung des Auftraggebers zulässig, soweit die Leistung nicht nach den vertraglichen Ausnahmen im eigenen Betrieb eingerichtet ist.
Mindestens ein mit eigenem Personal ausgeführtes Referenzobjekt aus einem der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre, das hinsichtlich Art, Umfang und/oder Größe mit der ausgeschriebenen Jungbaumpflege vergleichbar ist. Auf Anforderung der Vergabestelle vorzulegen.
Nachweis durch Dritterklärung zur technischen Leistungsfähigkeit; anzugeben sind außerdem Ansprechpartner mit Rufnummer, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang, gegebenenfalls koordinierte Gewerke sowie die Bestätigung des Auftraggebers über die vertragsgemäße Ausführung.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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